Griechenland sabotiert seinen Tourismus

13. Juni 2021 / Aufrufe: 1.493

Auf dem Landweg nach Griechenland einreisende Besucher müssen an den Grenzübergängen mit stundenlangen Wartezeiten rechnen.

Die an den Grenzübergängen nach Griechenland herrschenden Zustände rufen Erinnerungen an vergangene Jahrzehnte wach. Nur dass damals die Grenzstationen in der Regel rund um die Uhr geöffnet waren, während derzeit Einreisekontrolle und Abfertigung nachtsüber völlig eingestellt werden.

Wer also den Schlagbaum aus welchem Grund auch immer nicht innerhalb der „Geschäftszeiten“ zu erreichen schafft, ist gezwungen, schon allein deswegen Wartezeiten von bis zu 12 Stunden im (Rück-) Stau beziehungsweise „Niemandsland“ zu verbringen.

Endlose Staus an Griechenlands Grenzübergang Promachonas

Als Hauptgrund für diese absurde Praxis wird offiziell das Unvermögen angeführt, genug für die in Zusammenhang mit den Maßnahmen und Kontrollen gegen die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und Covid-19 benötigtes Personal aufzubringen. Es wurden allerdings auch Stimmen bezüglich „hinter den Kulissen“ ausgetragener konträrer Interessenkämpfe verlautbar … .

Jedenfalls wird allein der Umstand, dass trotz des sehnlich erhofften und mittlerweile – wenn auch eher zögerlich –  einsetzenden Stroms aus dem Ausland auf dem Landweg eintreffender Touristen die griechischen Grenzstationen nachtsüber geschlossen bleiben, nicht nur potentielle Besucher insbesondere aus den Nachbarländern von einem Kurztrip und noch viel mehr von einem Tagesausflug nach Griechenland abhalten.

Am Samstag (12 Juni 2021) griffen mehrere überregionale griechische Fernsehsender das Thema auf und zeigten in ihren Hauptnachrichtensendungen konkret die endlosen Warteschlangen am griechisch-bulgarischen Grenzübergang Promachonas, wo abgesehen von der nächtlichen Zwangspause die Wartezeiten bis zum Nachmittag sogar 7 Stunden erreichten. Angesichts der Situation wurde auf griechischer Seite parallel zu den beiden „normalen“ Abfertigungsspuren auch die (Reise-) Bussen vorbehaltene Spur für den allgemeinen (Pkw-) Verkehr freigeben, woraufhin prompt auch der Busverkehr zum Erliegen kam. Etliche (Ein-) Reisende monierten verpasste Termine, und einer von ihnen brachte es gezielt auf den Punkt: „Ich werde nicht mehr nach Griechenland kommen!

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch in der Gegenrichtung, also auf bulgarischer Seite Wartezeiten von bis zu 4 Stunden verzeichnet wurden.

(Quelle: Medienberichte)

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