Mutiertes Coronavirus beunruhigt Griechenland

26. Januar 2021 / Aufrufe: 878

Die sogenannte britische Mutation des Coronavirus SARS CoV 2 scheint sich definitiv auch in Griechenland eingenistet zu haben.

Griechenlands Nationaler Träger für Öffentliche Gesundheit (EODY) teilte im Rahmen des Betriebs des Netzwerks für Genomische Überwachung bezüglich der Mutationen des Coronavirus nach der aktualisierten Bewertung durch das Europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) der Gefahr einer Verbreitung mutierter Stämme des Virus SARS-CoV-2 jüngst mit:

Das Griechische Genomie-Zentrum des Instituts für Biomedizinische Forschungen der Akademie Athens (IIBEAA / BRFAA) vollendete während der Woche 17 – 23 Januar 2021 die genomische Analyse von 235 Proben. Davon beziehen sich 172 Proben auf eine rückwirkende Prüfung der Periode von 11/11/2020 bis einschließlich 31/12/2020, während 63 Proben sich auf die Periode ab 11/01/2021 bis einschließlich 18/01/2021 beziehen.

Mutiertes SARS-CoV-2 kam nach Griechenland … um zu bleiben

Die Summe der 172 rückwirkend geprüften Proben rühren von Krankenhäusern und Gesundheitszentren aus dem 1. Gesundheits-Verwaltungsbezirk (YPE) her. Aus der Analyse erwies sich – nach einer auf den 23/12/2020 datierten Diagnose per PCR-Test – bezüglich des Stamms B.1.1.7 des Virus SARS-CoV-2 („großbritannische Mutation“) eine (1) Probe als positiv.

Zusätzlich wurde die Prüfung 63 jüngerer Proben (11/01/2021 – 18/01/2021) vollendet, von denen 3 Proben von den Einreisestellen kamen, 4 Proben sich auf enge Kontakte zu einer bestätigten Infektion mit dem mutierten Stamm B.1.1.7 beziehen, 12 Proben aus dem YPE Kreta und 44 Proben aus Krankenhäusern und Gesundheitszentren des 1. YPE – sprich Attikas – herrühren. Aus der Prüfung erwiesen sich bezüglich des mutierten Stamms B.1.1.7 des Virus SARS-CoV-2 insgesamt 32 Proben als positiv, nämlich konkret:

  • 3 Proben von den Einreisestellen.
  • 4 Proben, die enge Kontakte einer bestätigten Infektion mit dem B.1.1.7 sind.
  • 8 aus dem YPE Kreta kommende Proben.
  • 17 Proben aus Athen.

Das Prozedere der Rückverfolgung der positiven Fälle mit dem konkreten Stamm befindet sich bereits im Gang. Das Netzwerk für Genomische Überwachung wird in den nächsten Wochen die laboratorische Überwachung der Mutationen des Virus SARS-CoV-2 mit noch intensiveren Rhythmen fortsetzen.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass aktuelleren Meldungen zufolge mittlerweile etwa 60 Infektionen Infektionen mit der „englischen Variante“ B117 des Coronavirus laboratorisch bestätigt wurden und derzeit die Ergebnisse für ein gutes Dutzend weiterer verdächtiger Proben anhängig sind. Bei rund der Hälfte der bestätigten Infektionen handelt es sich um besonderes Kopfzerbrechen bereitende „verwaiste“ Fälle, die sich nicht zu konkreten Kontakten oder bereits bekannten Infektionsherden zurückverfolgen lassen.

(Quellen: zougla.gr, Medienberichte)

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