Griechenland stellt in Thessaloniki Feldlazarett auf

22. November 2020 / Aufrufe: 1.156
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Auf dem Parkplatz des Militärkrankenhauses 424 Thessaloniki wird ein Feldlazarett zur Unterstützung der völlig überlasteten öffentlichen Krankenhäuser aufgestellt.

In Griechenland bleibt wegen der Welle an dem Coronavirus Covid-19 erkrankter Patienten die Lage im Verwaltungsbezirk Thessaloniki erdrückend. Die Intensivstationen der öffentlichen Krankenhäuser sind überbelegt und die Ärzte tragen an jedem Bereitschaftstag einen „Kampf“ aus um Behandlungsbetten sicherzustellen.

Zur selben Stunde mobilisieren die Streitkräfte ihre eigenen Gesundheitsreserven um das System zu stützen. Wie beispielsweise der griechische TV-Sender „Open“ berichtete, wird auf dem Vorhof des Militärkrankenhauses 424 Thessalonikis ein aus Containern und Zelten bestehendes mobiles Feldlazarett aufgebaut um im Fall eines weiteren Anstiegs der Bedürfnisse einzuspringen.

Dramatische Lage in Krankenhäusern Nordgriechenlands

Wie bekannt ist, soll in das Militärkrankenhaus 424 Thessalonikis eine Anzahl der („non Covid-„) Patienten verlegt werden, die sich bisher in den beiden – jüngst von dem Gesundheitsministerium requirierten – Kliniken „Sarafianos“ und „Euromedica Generalklinik“ der Stadt in Behandlung befanden. In die beiden besagten Kliniken wiederum sollen in den kommenden Tagen Covid-Patienten aus den öffentlichen Krankenhäusern verlegt werden um dem Gesundheitssystem „Luft“ zu verschaffen.

Informationen zufolge wird das Feldlazarett auf dem Parkplatz des Militärkrankenhaus 424 aufgebaut, damit es eine ausreichende Reserve gibt, falls die Behandlungsbedürfnisse die Möglichkeiten des Systems übersteigen sollten, diesen zu entsprechen.

Dramatisch ist die Lage allerdings nicht nur in den Krankenhäusern der Stadt Thessaloniki, sondern auch in anderen Krankenhäusern in Nordgriechenland wegen der kontinuierlich zunehmenden Corona-Fälle, aber auch all jener, die Behandlung oder / und ein Intensivstationsbett brauchen. Dies hat zum Resultat, dass Ärzte und Pflegepersonal beispiellose Bilder erleben, die Kriegsbedingungen gleichen.

Für die Situation aufzeigend ist, dass dort, wo die Intensiv-Betten für das Volumen der Fälle nicht ausreichen, die an Vitalfunktionen unterstützende Apparaturen angeschlossenen Patienten außerhalb einer Intensivstation in normalen Krankensälen liegen, wie derzeit trotz der Ernsthaftigkeit ihres Zustands in den öffentlichen Krankenhäusern Katerini 3 Patienten, Veria 3 Patienten und Polygyros 4 Patienten.

(Quellen: euro2day.gr – Auszug, Medienberichte)

  1. 23. November 2020, 09:13 | #1

    Es ist eine Schande, wie die EU seit Jahren versagt – nicht nur das griechische, auch das spanische, italienische und französische Gesundheitssystem wurde kaputtgespart oder nicht ausgebaut! Auf der Hippokrates-Insel KOS herrschen seit Jahrzehnten katastrophale medizinische Zustände – im dortigen Krankenhaus kommt man sich vor, wie vor 70 Jahren!
    Man kann nur hoffen, daß das elende Corona endlich der Weckruf ist, aber angesichts des Versagens aller Politiker über den Sommer, absolut ignorierter Vorkehrungsmaßnahmen zu Gunsten lediglich zunehmender Einschränkungen, ist leider zu befürchten, daß es nirgends besser werden wird – Hauptsache Milliarden für für Kriegsgerät.

  2. GR-Block
    23. November 2020, 22:46 | #2

    In den Krankenhäusern gibt es zu wenige Betten um alle Kranken zu versorgen, deshalb werden nicht-Covid-Patienten ausgelagert. An den Schulen gibt es zu wenige Klassenräume um die Schülerzahlen pro Raum zu reduzieren, also bleiben die Schulen geschlossen. Da aber sowohl Ärzteschlüssel als auch die Zahl der ausgebildeten Lehrer in GR sehr hoch sind, braucht man also lediglich zusätzliche Räume.
    Die „humanistische“ Institution der ES (Griechischen Armee) hat mit ihrem Militärkrankenhaus 424 einen Anfang gemacht. Jetzt muss die Kirche dem Beispiel folgen und ihre landesweit nicht mehr genutzten Gebäude zur Verfügung stellen. Oder kann man das von einer „göttlichen“ Institution nicht erwarten?

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