Verheimlicht Griechenland Corona-Fälle?

18. August 2020 / Aufrufe: 1.915

Die Union der Krankenhausärzte Griechenlands moniert die Verheimlichung der Ausbreitung des Coronavirus COVID 19 an touristischen Zielen.

Der Dachverband der Krankenhausarztverbände Griechenlands (OENGE) schritt zu einer Beschwerde wegen der Coronavirus-Fälle in Griechenland und betont dabei unter anderem, es werden nicht die wirklichen Fälle an die Öffentlichkeit gegeben werden.

Anlässlich informativer Pressemitteilungen lokaler Gesundheitszentren touristischer Ziele über die Anzahl bestätigter Covid-19-Fälle erließen die Verwaltungen der entsprechenden Bezirksgesundheitsämter die Anweisung, keine Pressemitteilungen ohne vorherige Informierung und Abstimmung mit den Bezirksgesundheitsämtern auszugeben.

Wem dient die Verheimlichung bestätigter Corona-Fälle in Griechenland?

Nachdem besagte Anweisung gegeben wurde, ist jedoch seit einem Monat weder von den Bezirksgesundheitsämtern (YPE) noch von dem Nationalem Träger für Öffentliche Gesundheit (EODY) absolut keinerlei einschlägige Informierung an die Einwohner und Besucher erfolgt„, führt die Bekanntmachung an und fährt fort:

Wem dient die unzulässige Verheimlichungstaktik, welche die öffentliche Gesundheit – insbesondere die verletzlichen Gruppen – in Gefahr bringt, wenn nicht den in der Branche des Tourismus aktiven großen wirtschaftlichen Interessen? Außerdem ist es nicht das erste Mal, dass bestätigte Fälle verheimlicht werden. Es gibt Dutzende Beschwerden von Verbänden bezüglich einer Vertuschung – Verheimlichung und Verweigerung der Informierung der Beschäftigten in großen Arbeitsbereichen mit bestätigten Fällen mit dem Resultat, dass ihre Gesundheit gefährdet wird.

Weiter lautet es: „Im übrigen hat die Regierung die Dreistigkeit, dem Volk und der Jugend mit dem Zeigefinger zu drohen und die ‚persönliche Verantwortung‘ in allen Kasus zu deklinieren. Der OENGE wird darin fortfahren, die zugespitzten Probleme auf dem Bereich des Gesundheitswesens aufzuzeigen und Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit des Volks und die wirkliche Wappnung des öffentlichen Gesundheitssystems einzufordern. Wir werden darin fortfahren, das zu tun, was unser Gewissen und der ärztliche Pflichtkodex diktieren, der in Artikel 16 bestimmt, ‚der Arzt ist verpflichtet, die Gemeinschaft, der er angehört, auf Themen aufmerksam zu machen, die in Zusammenhang mit der öffentlichen Gesundheit und der Verbesserung der Qualität der medizinischen Dienstleistungen stehen'“.

Die Bekanntmachung des OENGE endet mit der Feststellung: „Wir werden in dem Verbrechen zu Lasten der Volksgesundheit nicht zu Mitschuldigen werden. Uns schüchtern weder Verbote noch Drücke noch Drohungen ein, von wem und woher auch immer sie herrühren.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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