Griechenland ermittelt gegen Verschwörungstheoretiker

9. August 2020 / Aufrufe: 1.084

Wegen der Verschwörungsszenarien in Zusammenhang mit dem Coronavirus COVID 19 läuft in Griechenland ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren.

In Griechenland schaltete sich die Staatsanwaltschaft in die Angelegenheit der Verschwörungstheorien ein, die in den sozialen Netzwerken online gestellt werden und die Umsetzung der von der Regierung verhängten Maßnahmen zur Vermeidung der Ausbreitung der Pandemie gefährlich unterminieren.

Konkret leitete der Staatsanwalt des Amtsgerichts Athen, Nikolas Stefanatos, ein Ermittlungsverfahren ein, nachdem ihm auch von dem Department für Cyberkriminalität der Griechischen Polizei (ELAS) Angaben mit den umstrittenen Publikationen und Einstellungen in sozialen Netzwerken zugeschickt wurden, welche die Bürger mit Verschwörungstheorien in Zusammenhang mit dem Coronavirus ermuntern, die zum Schutz der Bürger vor dem Covid-19 umgesetzten Maßnahmen der Regierung zu ignorieren.

Verantwortungsloses Verhalten gefährdet öffentliche Gesundheit

Es sei in Erinnerung gerufen, dass die Sache den Weg der Justiz auf einschlägige Anweisung des Ministers für Bürgerschutz nahm, der vor wenigen Tagen Alarm schlug und anmerkte, „die Pandemie bietet sich nicht für Aufrufe zum Ungehorsam oder Verschwörungsszenarien an. Wir werden alle rechtlichen Maßnahmen ergreifen, damit die öffentliche Gesundheit nicht von Desinformationen oder Verschwörungstheorien bedroht wird, die auch im Internet zu kursieren begonnen haben.

Der Minister stellte sogar klar, „bei jeder Handlung, bei jedem Akt von uns herrschen die Verantwortung und das Bewusstsein der Folgen für unsere Mitbürger vor. Der Staat wird die Entstehung von Gefahrenherden für die öffentliche Gesundheit durch verantwortungslose Verhaltensweisen nicht gestatten.

(Quelle: amna.gr)

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