Wer traut sich nach Griechenland?

3. Juli 2020 / Aktualisiert: 31. Juli 2020 / Aufrufe: 3.640

Das derzeitige Chaos hält immer mehr potentielle Besucher davon ab, inmitten der Pandemie des Coronavirus COVID 19 nach Griechenland zu reisen.

Griechenland öffnete ab dem 01 Juli 2020 formal seine Grenzen für Besucher etlicher Länder und empfing die ersten „Touristen-Bomber“ feierlich mit „Pauken und Trompeten“.

In der Praxis stellt sich jedoch die Frage, ob jemand beziehungsweise wer sich derzeit überhaupt (noch) trauen sollte, Griechenland zu besuchen.

Griechenlands Bürokratie sabotiert Tourismus

Mit Wirkung ab dem 01 Juli 2020 haben alle Reisenden spätestens 48 Stunden vor ihrer geplanten Einreise nach Griechenland obligatorisch per Internet eine sogenannte Aussteigekarte / Passenger Locator Form (PLF) auszufüllen und abzuschicken.

Dieses Prozedere erwies sich von Anfang an und bleibt problematisch, da in zahllosen Fällen zwar eine Bestätigung, jedoch nicht der entsprechende QR-Code verschickt wurde.

Während ursprünglich speziell für die Einreise per Landweg zwischen mehreren Grenzübergänge gewählt werden konnten, steht nunmehr allein die Option „Promachonas“ (also über Bulgarien / Kulata) zur Auswahl. Die am 01 Juli 2020 die einschlägige PLF nebst QR-Code mit sich führenden Reisenden wurden an den mittlerweile kurzfristig anderen geschlossenen Grenzübergängen willkürlich durchgewinkt oder abgewiesen!

Die im Rahmen (an allen Einreisestellen) durchgeführter Stichkontrollen einem Corona-Test unterzogenen Personen dürfen danach zu ihrem deklarierten finalen Reiseziel weiterreisen, haben sich jedoch einer 24-stündigen „Selbst-Isolierung“ zu unterziehen – was schon allein per Definition absoluter Quatsch ist.

Noch „dicker“ kommt es jedoch, falls der Test positiv ausfallen sollte: Dann kommen nämlich die vorgesehen „Protokolle“, sprich unter anderem eine obligatorisch in Griechenland zu verbringende 14-tägige Zwangsquarantäne zur Anwendung, während deren Dauer eine Ausreise nicht möglich ist!

  1. Oliver
    3. Juli 2020, 11:27 | #1

    Seit Jahren fahren wir nach Griechenland aber dieses Chaos was an der Grenze und Einreisebestimmung, QR Code-Quarantäne, veranstaltet wird, hat uns dazu veranlasst diese Jahr lieber Urlaub in Spanien zu machen.

  2. Inka Herrmann
    3. Juli 2020, 12:06 | #2

    Ja, vielen Dank auch an unsere tolle Regierung. Der Tourismus laeuft sowieso eher schleppend, wenn auch immer wieder in den Medien hochgejubelt. Seitdem man sich jetzt den tollen QR-Code ausgedacht hat, kommen noch mehr Stornierungen, weil sich viele Leute, die nach GR kommen wollten, das nicht antun wollen.
    Ich bin gespannt, wann Mitsotakis endlich einsieht, dass der Tourismus fuer dieses Jahr nicht mehr zu retten ist und endlich ein Hilfsprogramm fuer die Betroffenen anbietet.

  3. carlos
    3. Juli 2020, 12:14 | #3

    Chaos – das Schlüsselwort.
    Die Demontage GR läuft Jahrzehnte auf allen Ebenen. Die Baumwollindustrei, Tabak, Preise für landwirtschaftliche Produkte, die ruinös sind. Der Mechanismus, die Drachme abzuwerten, ein probates Mittel einer Anpassung, wurde ausser Betrieb genommen, das Land in ein gänzlich unpassendes Korsett gepresst – wobei auch andere Länder zerlegt werden.
    GR, einst fast von Selbstversorgung lebendes Land. ist nun drauf angewiesen Lebensmittel zu importieren & die Filetstückchen zusätzlich zu verscherbeln (Piräus, Eisenbahn, Flughäfen usw.)
    Nicht genug, das Handwerk traf es genau so – wo gibt es noch Ausbildungsmöglichkeiten für den Nachwuchs ?
    Und nun die Tourismusindustrie, wo jeder dachte die Bäume wachsen in den Himmel. Jetzt wird erst mal unter schmerzhaften Bedingungen gesund geschrumpft. Jedoch lässt die Art & Weise des Vorgehens einen anderen Hintergrund vermuten & der Virus mutiert zur Abrissbirne. Wie es scheint soll es für niemanden ein Entrinnen geben, Deutschland mit seiner KFZ-Industrie & in GR eben die Abhängigkeit des Tourismus.
    Da muss doch gefragt werden wer der Befehlshaber eigentlich ist & warum sämt. Regierungen widerspruchslos ihre Bevölkerung – von denen sie auch noch ausgehalte werden – über Bord gehen lassen. Aber,& da bin ich mir sicher, das gehört zum Aufwachprozess dazu & die Frage ist brennender denn je, wie soll ein künftiges System beschaffen sein die diesen kriminellen Taktiken einen Riegel vor schieben.

  4. a friend
    3. Juli 2020, 13:01 | #4

    Ich habe immer gedacht die Griechen brauchen die Einnahmen aus dem Tourismus, aber dem ist offensichtlich nicht so. Seit 48 Stunden warten wir auf den QR-Code um Einreisen zu können, leider haben wir diesen bisher nicht erhalten und sitzen auf gepackten Koffern. Eigentlich sollten wir schon längst auf der Autobahn sein um die Fähre zu bekommen, ohne QR-Code macht es keinen Sinn sich auf die 1200 KM lange Strecke zu begeben. Also fällt wahrscheinlich unser Griechenlandurlaub aus. Wenn die Griechen wieder Geld benötigen können sie es ja jetzt wieder am Kapitalmarkt aufnehmen oder in Brüssel anrufen um weiter Partie feiern zu können. Touristen brauchen Sie ja, wie man sieht, nicht mehr. Urlaub in Deutschland ist wahrscheinlich sicherer und günstiger.

  5. Richard
    3. Juli 2020, 17:08 | #5

    Wie sagte diese „Dame“ aus der Uckermark: „Die Pandemie ist erst vorbei, wenn ein Impfstoff zur Verfügung steht.“
    Bis man den aus der Schublade holen kann / darf, muss das Volk weiterhin mit Schikanen und herbeigezauberten Infektionen in einem permanenten Angstzustand gehalten werden. Wer sich impfen lässt, erfährt Erleichterungen, für die Anderen fangen die Schikane erst so richtig an.

  6. PETRUS
    3. Juli 2020, 20:19 | #6

    27 JAHRE GRIECHENLAND, VIELE FREUNDE DA UNTEN, MIR SCHMERZT DAS GANZE, DA ICH STARTBEREIT BIN, FÄRE BEZAHLT, MAX, WERDE ICH DIE VERLIEREN ….
    SEIT 29/JUNI WARTE AUF QR CODE . . . .
    EINE KATASTROPHE SIND DIE GRIECHE –SONST

  7. Klaus Freller
    6. Juli 2020, 17:54 | #7

    Der Wahnsinn hat einen Namen. Griechenland!
    Seit März (!) haben wir es nach vielen Umbuchungen nun endlich geschafft, mit den Fahrzeugen dem Land und unserer Gefangenschaft-zu entkommen.
    NIE WIEDER GRIECHENLAND und das nach 40 Jahren Urlaub!

  8. Otto Berger
    8. Juli 2020, 07:28 | #8

    Wer durch die Coronakrise in Griechenland überrascht und „festgesetzt“ wurde, nun wieder glücklich zuhause angekommen ist, wird das Land erst wieder nach dem Ende der Pandemie besuchen. Mein Rat an Urlaubswillige: Bleibt zuhause; denn die Situation kann sich stündlich negativ ändern und ihr werdet „festsitzen“ – je nach Intensität des Geschehens für Monate!

  9. Darius Schatz
    8. Juli 2020, 16:59 | #9

    Morgen um 7h15 fliegt easyjet von txl nach Griechenland und noch immer fehlt der qr code. Die Bestätigungsmail kam
    sofort nach der Anmeldung vor einer Woche. In anderen Blogs ist zu lesen, dass easyjet das boarding verweigert. Also muss ich auf Leidensgenossen hoffen um diese später als Zeugen. Das ist sicher das letzte Mal Griechenland!

  10. Darius Schatz
    9. Juli 2020, 17:07 | #10

    update:
    kein Code, kein Boarding! easyJet verweigerte eine Stunde vor Abflug den baggage drop off. Die 1. Bestätigung mail wurde nicht akzeptiert. Der ausgefülltte Ausdruck der PLF von der griechischen Regierung auch nicht. Neben mir standen weitere Leute, die teilweise dasselbe Problem haben. Umbuchung auf nächsten Flugtag soll ungefähr soviel wie das Ticket kosten. Griechenland ist für mich gestorben, genauso wie easyJet!

  11. Wasili Kunz
    23. Juli 2020, 20:36 | #11

    Die bei EasyJet machen, was sie wollen. Einige Tage später erlebte ein Bekannter, dass ohne jede PLF-Kontrolle das Flugzeug nach Griechenland bestiegen werden konnte. Zudem schreibt das Consular Office of Greece in Berlin: „Für Reisende, die kein QR-Code bekommen haben, genügt die Bestätigungsemail ihrer Registrierung mit dem PLF.“
    Da hat EasyJet jetzt wohl ein Problem! D.h. jeder, dem die Beförderung verweigert wurde, hat Anspruch auf eine Entschädigung nach EU Regulation 261/2004. Das sind bis zu 600 pro Person! Wichtig, so manche Airline trickst gerne und behauptet, dass man zu spät am Gate wäre. Also Zeugen notieren, Beweise (Bahntickets, etc) sammeln und die Airline per Einschreiben / Rückschein mit Fristsetzung anmahnen. Es gibt auch diverse Anwaltsfirmen, die nur im Erfolgsfall Provision einbehalten. Das bringt den Urlaub zwar nicht zurück, aber immer die Kosten für den nächsten …

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