Entspannung an Griechenlands Festlandgrenze

7. Juli 2020 / Aktualisiert: 31. Juli 2020 / Aufrufe: 1.120
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Die Lage an der derzeit den einzigen Festlandzugang für den Reiseverkehr nach Griechenland darstellenden Grenzstation Promachonas hat sich entspannt.

Am Abend des 06 Juli 2020 erinnerte an der Grenzstation Promachonas an der griechisch-bulgarischen Grenze nichts mehr an die Bilder der Spannungen und Strapazen, die an dem Grenzübergang Kulata – Promachonas seit dem frühen Morgen hauptsächlich wegen des erhöhten Fahrzeugaufkommens serbischer Touristen herrschten.

Hierzu sei angemerkt, dass Griechenland wegen der in Serbien verzeichneten zunehmenden Verbreitung des Coronavirus Covid-19 ein globales Einreiseverbot für serbische Staatsbürger ab dem 06 Juli 2020 ankündigte. Daraufhin traten viele serbische Touristen ihre Urlaubsreise früher als ursprünglich geplant an oder / und reisten die ganze Nacht durch, um noch vor dem ab 06:00 Uhr morgens in Kraft tretenden Einreiseverbot nach Griechenland zu gelangen.

Serbische Touristen „erpressten“ Einreise nach Griechenland

Infolge des rapiden Anstiegs des nächtlichen Verkehrsaufkommens bildete sich jedoch an der griechischen Grenzstation Promachonas ein zweitweise bis weit vor der bulgarischen Kontrollstelle Kulata reichender Rückstau. Zusätzlich blockierten Serbische Touristen mit ihren Fahrzeugen sogar absichtlich alle Fahrspuren, um eine „Lösung“ zu erzwingen (O-Ton: Die Beschlüsse der griechischen Regierung sind uns egal, wir wollen Urlaub machen …).

Schließlich wurde den Fahrzeugen mit serbischen Kennzeichen, die (nachweislich) bis 08:00 Uhr des Montags in der Schlange vor Promachonas bzw. auf bulgarischem Boden vor Kulata „feststeckten“, die – ausnahmsweise – Einreise nach Griechenland gestattet. Danach passierte jedoch über Kulata – Promachonas kein serbisches Fahrzeug mit serbischen Kennzeichen mehr nach Griechenland und die sich unterwegs befindlichen kehrten nach Serbien zurück.

Ab dem Mittag des 06 Juli 2020 und danach erfolgt der Verkehr der die Grenzstation Promachonas passierenden Fahrzeuge ohne besondere Probleme, während es auch einen großen Rückgang im Vergleich zu den Morgenstunden gibt, als die Fahrzeuge auf der bulgarischen Seite kilometerlange Schlangen bildeten und es auch auf griechischem Boden Verzögerungen gab.

Promachonas ist derzeit der einzige Festlandzugang nach Griechenland

Die von den drei Stäben des Nationalen Trägers für Öffentliche Gesundheit (EODY) verwirklichten gezielten stichprobenweisen Tests, die Passkontrolle, das erhöhte Verkehrsaufkommen der passierenden Fahrzeuge in Kombination mit dem Umstand, dass die Grenzstation Promachonas derzeit die einzige touristische Zugangspforte über die Festlandgrenzen des Landes bleibt, rechtfertigten eine Verzögerung, die in gewissen Fällen sogar auch mehrere Stunden überstieg. Ab mittags hatte der Fahrzeugverkehr spürbar abgenommen und die Passage erfolgt, ohne dass es nennenswerte Verzögerungen bei der Gesundheits- und Passkontrolle gibt.

Auch am 06 Juli 2020 kam die Mehrheit der passierenden Touristen aus Bulgarien und Rumänien, während weiterhin auch Migranten („Gastarbeiter“) hauptsächlich aus Deutschland eintreffen. Sehr wenige sind ebenfalls die aus der Ukraine oder Russland kommenden Touristen, von denen manche über eine Aufenthaltsgenehmigung für Griechenland verfügen.

Die Stäbe des EODY realisieren am Grenzübergang Promachonas alltäglich hunderte Stichkontrollen auf Basis des Landes-Codes und des epidemiologischen Profils der Herkunftsländer der Touristen, die vor ihrer Einreise nach Griechenland das einschlägige Dokument auszufüllen haben.

(Quellen: dikaiologitika.gr, Medienberichte)

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