Griechenland erwägt lokale Lockdowns

8. Juni 2020 / Aktualisiert: 31. Juli 2020 / Aufrufe: 1.065

Griechenland schließt bei Zunahme der Verbreitung des Coronavirus COVID 19 regionale Lockdowns auf Inseln oder in Gebieten mit vielen Infektionsfällen nicht aus.

Giorgos Sourvinos, Professor für Virologie und Vorstandsmitglied des Nationalen Trägers für Öffentliche Gesundheit (EODY), brachte im Gespräch mit dem griechischen TV-Sender SKAI seine Beunruhigung über die Bilder des Gedränges in einer Bar auf Mykonos zum Ausdruck.

Er erklärte, das Coronavirus habe Griechenland nicht verlassen, es existiere in der Gemeinschaft und „Bilder solcher Art vermögen jederzeit kleine und große Infektionsherde mit schnellster Verbreitung schaffen„.

Die öffentliche Gesundheit geht vor

Dieser Sommer ist anders, wir müssen uns an den Gedanken anpassen, wir müssen alle Verantwortlichkeit zeigen„, antwortete Giorgos Sourvinos die Argumentation der Geschäftsleute kommentierend, sie können nicht den ganzen Abend lang auf die ihr Getränk zu sich nehmenden Touristen aufpassen. Der Professor merkte an, er begreife und verstehe die Kommentare bezüglich der Wirtschaft, da „es ein heikles Gleichgewicht und eine sehr schwierige Gleichung ist, die zischen öffentlicher der Gesundheit und dem Tourismus und dem Neustart der Wirtschaft gelöst werden muss“.

Jedenfalls schloss der Professor nicht die Möglichkeit für lokale Lockdowns auf Inseln und in Gebieten aus, wo es einen Anstieg der Infektionsfälle geben wird. Wie er anführte, bewerte der Ausschuss jeden Moment die epidemiologischen Fakten und „es können Maßnahmen zur schrittweisen Aufhebung der Lockerung der Maßnahmen oder sogar auch ein lokaler Lockdown ergriffen werden. Alles ist möglich, die öffentliche Gesundheit geht vor.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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