„Berlin“ schleppte illegale Migranten nach Griechenland

14. Juni 2020 / Aufrufe: 1.563

Das deutsche Kriegsschiff Berlin schleppte aus der Türkei nach Griechenland aufgebrochene illegale Migranten eigenmächtig zur Insel Lesbos.

Die Deutschen, aber auch die Regierung Griechenlands haben überzeugende Erklärungen bezüglich eines jüngst in der Ägäis stattgefundenen Geschehnisses zu geben:

Nachdem die griechische Küstenwacht ein aus der Türkei aufgebrochenes Boot mit Migranten daran hinderte, illegal in die griechischen Hoheitsgewässer einzudringen, brachte ein deutsches NATO-Schiff die illegalen Migranten eigenmächtig zu der griechischen Insel Lesbos.

Illegale Migranten sprangen … wie auf Kommando ins Meer

In dem selben Moment, wo die griechischen Behörden sowohl auf politischer Ebene als auch auf Ebene der Sicherheitskräfte einen sehr harten Kampf liefern um Griechenlands Grenzen zu verteidigen und die Industrie der illegalen Immigration nach Europa zu stoppen, annullieren ihn unsere NATO-„Alliierten“ in der Praxis, indem sie sich ein weiteres Mal „humanitärer Argumente“ bedienen, die jedoch nicht überzeugen.

Konkret ergriff am 04 Juni 2020 ein an den griechisch-türkischen patrouillierenden Seegrenzen Seekräfte der NATO partizipierendes deutsches Kriegsschiff die „Initiative“, ein Boot mit illegalen Migranten zu der griechischen Insel Lesbos zu schleppen. Wie in der Bekanntmachung der deutschen Kriegsmarine angeführt wird, wurde das Schiff „Berlin“ über ein mögliches „dringliches Ereignis“ nordöstlich von Lesbos informiert. Bei seinem Eintreffen fand das deutsche Schiff ein Boot mit Migranten vor.

Als die Menschen ins Meer sprangen“ – wird in der selben Bekanntmachung angeführt – „und die Spannung zu eskalieren drohte, wurde der Beschluss gefasst, den Migranten zu helfen„. Wie klargestellt wird, wurde das Boot illegalen der Migranten in Küstengewässer bei Lesbos geschleppt und 32 Personen erreichten sicher den Strand, während das Schiff „Berlin“ seine Patrouille fortsetzte.

Warum werden „gerettete“ Migranten in Griechenland „deponiert“?

Die sich ergebenden Fragen sind viele – wie beispielsweise, woher die Deutschen von dem Vorfall „erfuhren“. Vielleicht über sogenannte Nicht-Regierungs-Organisationen (NRO) mit starken Bindungen zu der türkischen Seite, die in direkter Kommunikation mit den nach Griechenland aufbrechenden (illegalen!) Migranten stehen? Und warum beschlossen die Migranten, erst dann ins Meer zu springen, als sie das deutsche Kriegsschiff sahen? Waren sie vielleicht von deutschen NRO-Mitgliedern so instruiert worden? Und das Wichtigste von allem: Warum brachten sie die Migranten nicht in die Türkei zurück und mit wessen Genehmigung brachten sie diese an den Küsten Griechenlands an Land?

Fragen, die sowohl von deutscher Seite als auch von den zuständigen griechischen Behörden zu beantworten sind! Und es ist nicht das erste Mal, dass so etwas geschieht. In der Vergangenheit missachtet auch ein dänisches Schiff der Frontex die Anweisungen des griechischen Koordinators und sammelte illegale Migranten aus dem Meer auf und brachte sie auf griechischen Boden.

Sollte vielleicht die griechische Seite alle, die derartige humanitäre Prioritäten haben, dazu verpflichten, die eingesammelten illegalen Migranten auf ihren Schiffen zu behalten und sie direkt in ihre eigenen Länder zu bringen?

(Quelle: dimokratianews.gr)

  1. Ulrich Bohl
    15. Juni 2020, 18:24 | #1

    Das versteht man in der EU unter Schutz der Außengrenzen.

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