Griechenland ist nur ein Vorgeschmack …

7. März 2020 / Aufrufe: 815

Laut Bloomberg ist die Krise an den Grenzen Griechenlands zur Türkei nur ein Vorgeschmack dessen, was auf Europa zukommen könnte.

Die sich in der Türkei befindenden 3,6 Mio. Syrer stellen 2/3 der Flüchtlingsbevölkerung im Land dar. Nur wenige von diesem erschienen an den westlichen Grenzen, als Erdogan die Tore öffnete und Flüchtlingen und Migranten sagte, es stehe ihnen frei, auf die andere (sprich nach Griechenland) Seite zu gelangen.

Die europäischen Regierungen beunruhigen sich über die Entwicklungen an den griechisch-türkischen Grenzen (die auch Grenzen der EU zur Türkei sind). Jedoch befindet sich – kommentiert Bloomberg – die große Gefahr für Europa eventuell nicht dort, sondern an den südlichen Grenzen der Türkei zu Syrien.

Erdogan könnte Griechenland und Europa in große Krise stürzen

Wenn Idlib fällt, werden mehr als 2 Millionen Flüchtlinge ihre Reise beginnen, wobei die Türkei ihnen verspricht, sie werde kein Hindernis auf ihrer Route sein. Wie ein Diplomat der EU gegenüber dem Nachrichtennetz Bloomberg betont, sei unter diesen Umständen die große Beunruhigung in Brüssel, all das, was derzeit an den griechisch-türkischen Grenzen geschieht, nur ein kleiner Vorgeschmack davon, was geschehen wird, wenn es einen weiteren Aufbruch der Flüchtlinge aus Idlib geben wird. In diesem Fall wird Erdogan voraussichtlich eine Flüchtlingswelle die Grenzen passieren lassen und damit in Griechenland und Europa eine große Krise verursachen, fügte der unter dem Status der Anonymität sprechende Diplomat an.

Die Türkei und Russland haben sich als die beiden grundlegenden Mächte prädestiniert, welche die Zukunft Syriens ab dem Moment bestimmen, wo Donald Trump die amerikanischen Kräfte aus dem Land abzuziehen beschloss. Unter Abwesenheit europäischer Kräfte fühlt Erdogan sich jedoch zunehmend allein, da er in Syrien in dem Kampf gegen die Kräfte Assads einem steigenden Preis begegnet. Während die russischen Luftstreitkräfte Assad unterstützen, hatte das türkische Militär in der letzten Woche wenigstens 36 Tote und die Gesamtzahl der Opfer seit Februar übersteigt 50„, erklärt Bloomberg und fährt fort:

Als Antwort sagte der türkische Präsident, allen die Grenzen zu öffnen, die nach Griechenland und anderswohin passieren wollen. Nur, dass es nicht so leicht ist. Angesicht der historischen Begegnung mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin über die Zukunft Syriens am vergangenen Donnerstag brauchte Erdogan wohl noch die europäische Unterstützung. Die Taktik der Drohungen gegen europäische Mächte hat allerdings Zorn hervorgerufen, mit einer Erinnerung daran, dass die Türkei wirtschaftlich von Europa abhängig ist und Erdogan vielleicht doch keine so starke Hand hat, wie es scheint.

(Quelle: sofokleous10.gr)

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