Griechenland arretiert illegale Eindringlinge

8. März 2020 / Aktualisiert: 07. April 2020 / Aufrufe: 453

Illegal nach Griechenland gelangende Eindringlinge sollen fortan in geschlossene Strukturen gebracht und abgeschoben werden.

Laut Regierungssprecher Stelios Petsas werden alle, die illegal nach Griechenland zu gelangen schaffen und danach festgenommen werden, in geschlossene Strukturen gebracht werden, die bei Athen und Serres in Gebieten nahe bei einem Flughafen entstehen sollen, wobei auch die Möglichkeit offen bleibt, Arrest- und Abschiebezentren auf unbewohnten Inseln zu schaffen.

In diese Einrichtungen werden nicht nur alle gebracht werden, die über (den Grenzfluss) Evros kommen, sondern auch jene, die mit Booten illegal auf die Inseln gelangen. Anfänglich wird ein Zentrum – Informationen führen das bei Serres an – und nötigenfalls auch das zweite (in der Region Athen) gebaut werden.

Jedenfalls hat der Rat des Gemeindeverbands Sintiki der Präfektur Serres bereits seinen strikten Einspruch gegen die Schaffung dieser Struktur zum Ausdruck gebracht.

Griechenland fährt harten Kurs gegen illegale „Invasoren“

Gemäß dem Beschluss des Regierungsrats für Auslandsangelegenheiten und Verteidigung (KYSEA) werden alle in diese Zentren Eingewiesenen nicht im System registriert und nicht berechtigt sein, Asyl zu beantragen, sondern dort einfach nur auf die Rückkehr in ihr Land warten. Die Rückführung soll laut dem Regierungssprecher auch mit Hilfe der Europäischen Union erreicht werden, die politischen Druck auf ihre Herkunftsländer ausüben wird, um besagte Personen zurückzunehmen.

Sich auf die (geplanten) geschlossenen Strukturen / Arrestzentren auf den griechischen Inseln in der nordöstlichen Ägäis beziehend schloss der Regierungssprecher nicht aus, dass diese – falls von der lokalen Selbstverwaltung vorgeschlagen – sogar auch auf unbewohnten Inseln erstellt werden könnten. Er merkte jedoch an, bisher liege seitens der Inselkommunen kein (solcher) Vorschlag auf dem Tisch.

Jedenfalls wurde klargestellt, grundlegende Aufgabe der griechischen Regierung sei in diesem Moment die Bewältigung der Situation am Grenzfluss Evros und die Abwehr aller, die illegal nach Griechenland gelangen wollen. Auf eine Frage in Zusammenhang mit der Weise antwortend, auf welche die Regierung massenhaften Ankünften auf den Inseln begegnen werde, betonte Stelios Petsas, „es werden keine Massenankünfte auf den Inseln geschehen„, während er auch ein Bild einer relativen Entlastung der Inseln geben wollte und sich auf 6.174 Personen bezog, welche die Inseln entweder mittels der Internationalen Organisation für Migration (IOM) oder wegen Asylbewilligung verließen.

Griechenlands Regierung beharrt jedenfalls auch auf den Rückführungen in die Türkei – obwohl sie moniert, die Vereinbarung zwischen EU und Türkei werde von letzterer missachtet – und wartet ab, wie der Versuch ausgehen wird, am Freitag (06 März 2020) diverse Migranten nach Osten (zurück) zu schicken.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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