Coronavirus: Griechenland steht vor Lockdown

22. März 2020 / Aktualisiert: 31. Juli 2020 / Aufrufe: 2.262

Griechenland schreitet zu noch strengeren Maßnahmen zur Hemmung der Ausbreitung des neuen Coronavirus COVID 19.

Nachdem beobachtet wurde, dass in Griechenland viele Personen die Anweisungen der Regierung missachten, zur Vermeidung der Verbreitung des neuen Coronavirus COVID-19 in ihren Wohnungen (sprich einer freiwilligen Quarantäne) zu bleiben, wird erwartet, dass Premierminister Kyriakos Mitsotakis aus dem Mund des Außenministeriums-Staatssekretärs Nikos Chardalias eine neue Mitteilung bekannt geben wird.

Es wird damit gerechnet, dass die griechische Regierung am Sonntag (22 März 2020) um 18:00 Uhr eine neue Mitteilung über strengere Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus bekannt geben wird, da sich trotz der kontinuierlichen Empfehlungen zur Beschränkung auf die Wohnung die Strände Athens und Chalkidikis füllten, während es an den Mautstellen auch einen erhöhten Verkehr mit Reisenden gab, die sich zu ihren Ferienhäusern begaben.

Apell an Griechenlands Bürger, COVID-19 nicht fahrlässig zu verbreiten

Dikaiologitika News vorliegenden Informationen zufolge wird erwartet, dass die besagten neuen / strengeren Maßnahmen ab dem kommenden Montag (23 März 2020) gelten sollen. Trotz allem bleibt unbekannt, ob auch das allgemeine Verkehrsverbot in Kraft gesetzt werden wird, was jedoch nicht bedeutet, dass es in den Plänen des Regierungsteams nicht existiert.

Parallel soll das in Parks, Forsten, aber auch an den Zugängen zum Hymettos verhängte (Verkehrs-) Verbot intensiviert werden, da es häufigere Polizeistreifen geben wird. Eine strengere Beaufsichtigung wird es ebenfalls auf den Nationalstraßen ab dem Moment geben, wo die Griechische Polizei (ELAS) ihre Kontrollen steigern wird.

Am Morgen des 21 März 2020 in einer Sendung des griechischen TV-Sender „Open“ sprechend, äußerte Regierungssprecher Stelios Petsas, „was wir in den vorherigen Tagen erreichten, dürfen wir jetzt nicht verlieren. Leider sahen wir gestern extreme asoziale Verhaltensweisen … . Wir erleben eine außerordentliche Situation und appellieren erneut an alle: Sofern sie wählten, Athen oder die urbanen Zentren zu verlassen und sich in ihre Dörfer zu begeben, sollen sie in ihren Häusern bleiben. Sie dürfen nicht in Kontakt mit den lokalen Gesellschaften kommen, sie dürfen das Virus nicht selbst auch in Gebieten verbreiten, die bisher keine Fälle hatten. Das wird katastrophal sein.“ Weiter warnte er, „wir dürfen nicht am äußersten Punkt angelangen. Und das liegt bei uns. In unserer persönlichen Verantwortung und unserer kollektiven Reife.

Griechenland schließt Ausgangssperre / Verkehrsverbot nicht aus

Zu der Möglichkeit eines völligen Verkehrsverbots gefragt, antwortete der Regierungssprecher: „Bisher haben wir die Maßnahme des völligen Verkehrsverbots nicht erwogen. Wir erteilen fortlaufend Empfehlungen zur Vermeidung unnötiger Bewegungen. Wenn jedoch nötig ist, dass wir es tun, werden wir es tun. Grundlegende Priorität ist, dass die öffentliche Gesundheit geschützt wird. Wir sind entschlossen, jede Maßnahme zu ergreifen, die dabei hilft.

Bezüglich der Versammlungen in Häusern und aller aus dem Ausland Zurückkehrenden betonte er: „Es geht nicht, dass ein Polizist hinter jeden unserer Mitbürger steht. Seine Anpassung an die Maßnahmen hängt zu einem großen Grad von der persönlichen Verantwortung ab. Es wird Stichkontrollen geben, und wenn es irgendeine Missachtung gibt, wird eine Geldstrafe verhängt werden. Ich glaube jedoch, dass wir dort nicht angelangen werden, weil alle begreifen, wie kritisch die Situation ist. Zuhause gilt die Beschränkung auf 10 Personen.

Griechenland verschweigt keine Corona-Infektionen

Behauptungen kommentierend, Fälle einer Infizierung mit dem dem neuen Coronavirus COVID-19 werden verschwiegen, sagte der Regierungssprecher: „Ich möchte keine Behauptungen kommentieren, es werden Fälle verschwiegen. Die Fälle werden verzeichnet, bestätigt, kommen von dem Nationalen Träger für Öffentliche Gesundheit (EODY) und werden jeden Nachmittag von Sotiris Tsiodras bekannt gegeben. Niemand kann sagen, wir haben eine undurchsichtige Taktik. Viele Länder halten die von uns umgesetzte Taktik sogar für optimal und viele andere ersuchen uns um Ratschläge über das, was wir tun. Folglich existiert kein Thema einer Intransparenz.

Bezüglich des Gesundheitssystems merkte der Regierungssprecher an, „das grundlegende Problem, dem es begegnete, waren die Materialbeschaffungen und die Bedürfnisse an Arbeitskräften. Wir schritten in beiden Richtungen schnell voran. Heute haben wir eine große Materialübergabe, und das wird sich in den kommenden Tagen fortsetzen. Parallel schreiten wir auch zu Neueinstellungen. Über 500 befinden sich bereits auf ihren Posten und in den kommenden Tagen werden es auch die übrigen sein. Möglicherweise werden wir sogar 2.000 (Einstellungen) übersteigen, damit es eine Substituierung derer gibt, die erkranken könnten. Vorsorglich haben wir das (Militärkrankenhaus) NIMITS in ein Krankenhaus für das Coronavirus umgewandelt und auch ein privates Sanatorium, das ATTIKA im Thriasio in das Gesundheitssystem eingegliedert.“

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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