Griechenlands gefährlichster „Immigrant“

3. Januar 2020 / Aufrufe: 408

Die von den Migranten nach Griechenland zurückgebrachte Tuberkulose gilt mittlerweile als Langzeitbombe für die öffentliche Gesundheit.

Die infolge des Migrantenproblems nach Griechenland zurückgekehrte Tuberkulose, die außer Flüchtlingen und Migranten auch Häftlinge und Drogenkonsumenten trifft, ist eine Langzeitbombe für die öffentliche Gesundheit.

Die Nichtexistenz eines nationalen Programms zur Kontrolle und Bewältigung der Krankheit hat zum Ergebnis, dass derzeit unbekannt ist, wie viele Personen an der Krankheit leiden, welche eine pharmazeutische Therapie befolgen, welche die Auswirkungen der Krankheit sind und wie viele die Fälle einer multiresistenten Tuberkulose in der Bevölkerung sind.

Experten in Griechenland schlagen Alarm wegen Tuberkulose

Die vorstehenden enthüllenden Angaben über die Tuberkulose, „die hier ist und uns nicht vergisst„, führten Experten bei einer Pressekonferenz an, die anlässlich des 28 Panhellenischen Pneumonologie-Kongresses am 12 – 15 Dezember 2019 in Athen die Hellenische Gesellschaft für Pneumonologie (HTS) gab. 2018 wurden in Griechenland auf Basis der epidemiologischen Angaben der Nationalen Organisation für Öffentliche Gesundheit (NPHO) 432 neue Tuberkulose-Fälle gemeldet, die Experten schätzen jedoch ein, dass die Erkrankungsfälle wenigstens drei- bis fünfmal mehr sind.

Laut Charalampos Moschos, Spezialist für Pneumonologie – Tuberkulose und Supervisor A‘ im Krankenhaus „Sotiria“, ist das hauptsächliche Hindernis für die Kontrolle der Krankheit das Fehlen eines nationalen Programms bezüglich der Tuberkulose, „was zu einer völligen Verwirrung bei Zielen und Unfähigkeit zur Koordinierung der Bemühung um die Bewältigung des Problems führt. Die Tuberkulose stellt eine Krankheit dar, die am meisten die empfindlicheren Bevölkerungsgruppen und konkret Flüchtlinge und Migranten, ältere Leute, Häftlinge, Konsumenten illegaler Substanzen, Patienten mit einer HIV-Infektion und anderen Anlässen einer Immunschwäche trifft. Das impliziert, dass die pre-symptomatische Untersuchung anfälliger Gruppen partiell und unzulänglich ist, mit dem Resultat, dass die meisten Erkrankten mit einer signifikanten Verzögerung diagnostiziert werden, mit einer fortgeschrittenen Tuberkulose und die Krankheit in einem Grad verbreitet habend, in dem ihre Einschränkung nicht möglich war, während eine unbekannte Anzahl Erkrankter ohne Diagnose und Therapie verbleibt.

Mit der Verschlimmerung des Migrantenproblems und der kontinuierlichen Zunahme der Migrantenströme informierte die HTS in Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Experten-Teams für Tuberkulose wiederholt die Zuständigen über die sich aus der äußerst unzureichenden Kontrolle ergebenden Gefahren. Ebenfalls unterbreitete sie in sich abgeschlossene Vorschläge, wie die Einrichtung – die Kontrolle der Auffangeinrichtungen übernehmender – mobiler Laborstellen an den Ankunftsstellen zur Untersuchung der Flüchtlinge und Migranten. Bis heute ist jedoch nicht viel geschehen.

(Quelle: dimokratianews.gr)

  1. GR-Block
    3. Januar 2020, 13:39 | #1

    Die von den Migranten nach Griechenland zurückgebrachte Tuberkulose gilt mittlerweile als Langzeitbombe für die öffentliche Gesundheit.“ – Ich sag‘ ja: Betroffene herausfiltern und mit einem Freiflug nach Frankfurt, Paris und London versehen. Die Anderen so schnell wie möglich integrieren … z.B. im Gesundheitswesen.

  2. LiFe
    3. Januar 2020, 14:10 | #2

    Das war zu erwarten, wenn Unruhen und wirtschaftlich unsichere Verhältnisse eine große Völkerwanderung auslösen, wie wir sie 2015 erlebt haben. Schlechte Wohn-, Ernährungs- und Hygienebedingungen tragen erheblich dazu bei, dass Krankheiten wie Tuberkolose wieder vorkommen. Dafür gibt es historische Beweise. In Amerika erkrankte die heimische Bevölkerung, als Europäer nach Amerika ausgewandert waren. Neuankömmlinge gaben den Indianer damals die Schuld, als es zu Erkrankungen kam.

  3. Anton
    4. Januar 2020, 14:09 | #3

    Es ist doch klar, dass bei den jetzigen Zuständen in den Lagern die Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten eine große Gefahr ist. Warum passierte jedoch hier so wenig? Die jetzige griechische Regierung sollte alles daran setzen, dass die Flüchtlinge in der EU verteilt werden. Da ist auch kaum was zu hören, obwohl es der einzige Ausweg ist. Es bringt nichts, sich an der Frage der Legalität rhetorisch abzuarbeiten. Es muss um praktische Lösung gehen.

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