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Griechenland baut auf e-Zahlungen

2. Dezember 2019 / Aufrufe: 330
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Die Verpflichtung der Bürger Griechenlands zur Nutzung sogenannten Plastikgelds soll dem Fiskus signifikante zusätzliche Steuereinnahmen bescheren.

Hinter dem Beschluss des Finanzministeriums Griechenlands, zur Anhebung der erforderlichen Mindestausgaben per Plastikgeld für Arbeitnehmer und der Ausweitung der einschlägigen Verpflichtung auf Gewerbetreibende und Immobilienbesitzer zu schreiten, verbirgt sich eine sehr interessante Arithmetik.

Es ist keine Übertreibung, zu sagen, dass der fiskalische Erfolg des neuen Haushaltsplans sich hauptsächlich auf den Einnahmeerfolg der Anhebung der elektronischen Zahlungen auf dem Markt stützt.

Griechenland will Steuerhinterziehung mit Plastikgeld bekämpfen

Griechenlands Haushaltsplan für das Jahr 2020 sieht vor, dass mittels der Bekämpfung der Steuerhinterziehung zusätzliche Steuereinnahmen der Größenordnung von 557 Millionen Euro in die staatlichen Kassen fließen werden. Dies wird sich gemäß den Einschätzungen des Finanzministeriums folgendermaßen ergeben:

  • Die Einführung einer erhöhten Verpflichtung zur Nutzung von Plastikgeld wird zu einem Anstieg des auf dem Markt per Karten erfolgenden Umsatzes um 6,1 Mrd. Euro führen.
  • Unter der Annahme, dass derzeit für ein Drittel dieser Ausgaben keine Belege / Quittungen ausgestellt werden, wird veranschlagt, dass zusätzliche Quittungen im Wert von wenigstens 2,05 Mrd. Euro ausgestellt werden.
  • Bei einem durchschnittlichen MwSt.-Satz von 19 % ergibt sich, dass die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer um ungefähr 389 Millionen Euro zunehmen werden.
  • Zusätzliche 168 Millionen Euro werden sich aus dem Anstieg der Einnahmen der Unternehmen ergeben, welche die zusätzlichen Quittungen ausstellen werden.

Bargeldlose Zahlungen oder 22 % Strafsteuer!

Der Anteil der minimal erforderlichen Ausgaben per Plastikgeld wird horizontal, also unabhängig von der Höhe des Einkommens 30 % betragen. Die Steuerpflichtigen werden ihre Ausgaben per Plastikgeld signifikant zu steigern haben um nicht mit einer zusätzlichen Steuer belastet zu werden, die mit einem Satz von 22 % auf den ihnen fehlenden Betrag elektronischer Zahlungen veranschlagt werden wird.

Beispiel: Ein Steuerpflichtiger hat 2020 ein Jahreseinkommen aus allen Quellen in Höhe von insgesamt 50.000 Euro. Er wird 30 %, also mindestens 15.000 Euro per Debit- oder Kreditkarte (bzw. elektronischer Zahlungsmittel / -methoden) auszugeben haben. Wenn er nur 10.000 Euro, also 20 % seines Einkommens „elektronisch“ ausgibt, wird er dann für die übrigen 5.000 Euro, die er nicht mit „elektronischem“ Geld ausgab, mit einer zusätzlichen Einkommen- / Strafsteuer in Höhe von 1.1000 Euro zur Kasse gebeten werden.

(Quelle: capital.gr, Autor: Spyros Dimitrelis)

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