Knöllchen in Griechenland

15. November 2019 / Aufrufe: 1.393

Was zu tun ist, wenn man in Griechenland von der Verkehrspolizei einen Strafzettel verpasst bekommt und wann und wie dieser annulliert werden kann.

In Griechenland ist wohl schon jedem Autofahrer passiert, bei einer Verkehrskontrolle von der Verkehrspolizei angehalten und im besten Fall einfach nur kontrolliert zu werden … oder im schlimmsten Fall ein Strafmandat verpasst zu bekommen.

Wie die Verkehrspolizisten sind jedoch auch die Autofahrer Bürger, die Rechte haben, die sie auch (nur) mit einem Besuch der Verkehrspolizeiabteilung einfordern können, der die ihre Übertretung festgestellt habenden Polizisten unterstehen.

Nicht streiten und Strafmandate unterschreiben!

Man sollte aber auf der Hut sein, da manche Verkehrspolizisten das Gesetz nach eigenem Gutdünken „interpretieren“, während sie parallel die Verkehrssünder übel „hereinlegen“ können. Lesen Sie nachstehenden Leitfaden für Verkehrssünder, zu deren Lasten die Verkehrspolizisten eine Strafe wegen einer Verletzung der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgestellt haben, und was Sie tun können, damit die Sanktionen, aber auch die Geldstrafe aufgehoben werden.

Wenn Sie ein Verkehrspolizist entweder zu einer Kontrolle oder zwecks Bescheinigung einer Übertretung anhält, beginnen Sie auf keinen Fall auf einen Disput – selbst auch dann nicht, wenn der „Schupo“ provokant auftritt. Und unterschreiben Sie ab dem Moment, wo er zu Ihren Lasten die Geldstrafe / Sanktionen feststellt, immer den Strafzettel, auch wenn Sie der Übertretung, die der Verkehrspolizist zu Ihren Lasten festgestellt hat bzw. haben will, nicht zustimmen. Der Verkehrspolizist kann Sie nämlich „hereinlegen“, indem er auf dem unteren Teil des Strafzettels, den er Ihnen aushändigen wird, charakteristisch vermerkt: „Es wird bestätigt, dass der Übertreter sich weigerte, einen Durchschlag des für ihn selbst bestimmten gegenwärtigen Strafzettels zu unterschreiben, deswegen unterrichte ich ihn mündlich über die Möglichkeit eines Widerspruchs und die Zahlungsweise der Geldstrafe.

Die sich hinter der konkreten Angabe verbergende große „Falle“ versteckt sich in dem Umstand, dass, wenn der Verkehrssünder den Strafzettel nicht unterschreibt, der Verkehrspolizist sogar geltend machen kann, Sie hätten ihn … „bedroht“! Der Verkehrspolizist kann sich auf was auch immer er will berufen und das natürlich auch schriftlich im Reportbuch der Verkehrspolizei niederlegen!

„Goldener Schnitt“ bei Verkehrsvergehen in Griechenland

Die Verkehrssünder – Fahrer, zu deren Lasten Übertretungen festgestellt worden sind, sollten wissen, dass sie das Recht haben, innerhalb von drei Tagen ab der Übergabe / Zustellung des Strafmandats die örtlich zuständigen Polizeireviere aufzusuchen, denen der Verkehrspolizist untersteht, der sie „aufgeschrieben“ hat, und ihre Einwände darzulegen.

In diesem Stadium ist es praktisch der Dienststellenleiter der Verkehrspolizeiabteilung, der darüber entscheiden wird, ob die Einwände des Fahrers – Missetäters begründet sind oder nicht. Beurteilt er sie als schlüssig, ist der Dienststellenleiter berechtigt, die Geldstrafe zu annullieren und dem Fahrer die gegebenenfalls (vorläufig) eingezogenen Fahrzeug-Kennzeichen, den Fahrzeugschein oder sogar auch seinen Führerschein zurückzugeben.

In den meisten Fällen, in denen es abgesehen von der Geldstrafe auch eine Einziehung von Zulassung, Kennzeichen und Führerschein gibt, finden die meisten Dienststellenleiter jedenfalls den „goldenen Schnitt“ und geben sie den „Sündern“, welche die verhängte Geldstrafe umgehend bezahlen, früher (als eigentlich vorgesehen) zurück …

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Kommentare sind geschlossen