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Artikel Tagged ‘zusammenbruch’

Papadimos warnt vor völligem Zusammenbruch in Griechenland

27. Mai 2012 / Aufrufe: 378 2 Kommentare

Der ehemalige kommissarische Premierminister Lukas Papadimos warnte bereits nach den Parlamentswahlen am 06 Mai 2012 vor dem völligen Zusammenbruch in Griechenland.

In besonders düsteren Farben beschrieb Lukas Papadimos die volkswirtschaftliche Lage des Landes in einer geheimen Notiz, die er Karolos Papoulias am 11 Mai, also in der Zeit der Sondierungsaufträge zur Bildung einer Regierung übergab: „Das Land nähert sich dem Punkt des Zusammenbruchs.

Die Sonntagsausgabe der Zeitung To Vima (27 Mai 2012) präsentiert die Notiz mit den detaillierten Positionen des ehemaligen Premierministers bezüglich der wirtschaftlichen Lage, worin er unter anderem anführt:

  • Die Kassenbestände des Fiskus werden sich ab dem 20 Juni auf das negative Niveau in der Größenordnung von 1 Mrd. Euro gestalten.
  • Die reale Entwicklung bei den Steuereinnahmen erweist sich niedriger als vorgesehen, der Anstieg der Ausgaben dagegen größer als die Vorsehungen des zentralen Szenariums. Ab Mitte Juni wird der Fiskus folglich großen Schwierigkeiten bei der Deckung der gesamten Ausgaben begegnen.
  • Ab Ende Juni und danach wird die Fähigkeit des Fiskus zur Finanzierung seiner Bedürfnisse ausschließlich von der nächsten Tranche nächsten der EFSF und des IWF abhängen.
  • Die Liquidität des Banksystems ist in den letzten Jahren dramatisch geschrumpft, mit dem Ergebnis, dass die griechischen Banken ausschließlich von der EZ und allgemeiner dem Euro-System gestützt werden.
  • Das Umfeld, in dem sich das Land bewegt, und die Anzweiflung seiner Fähigkeit, in der Eurozone zu verbleiben, kann in Kombination mit irgendeinem unvorhergesehenen Ereignis katalytische Auswirkungen auf die Liquidität der Banken, die Finanzierung der Wirtschaft und die globalere wirtschaftliche Aktivität haben.

Rückschließend verstärken die obigen Einschätzungen die Notwendigkeit der Schaffung von Umständen der Stabilität und des Vertrauens„, endet Herr Papadimos.

(Quellen: in.gr)

Rentenkassen in Griechenland droht Kollaps

29. September 2011 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 772 Keine Kommentare

Die beiden größten gesetzlichen Sozialversicherungsträger in Griechenland sind mit einem Defizit von rund 3 Milliarden Euro unmittelbar vom wirtschaftlichen Zusammenbruch bedroht.

Laut Informationen werden sich die Verwaltungen der beiden größten gesetzlichen Sozialversicherungsträger in Griechenland (IKA und OAEE) bis Ende des Jahres mit einem Defizit in Höhe von 3,06 Mrd. Euro konfrontiert sehen, womit die Zukunft der beiden Träger wortwörtlich in der Luft hängt! Das „Loch“ bei den Einnahmen der IKA wird 2,7 Mrd. Euro tangieren, während der OAEE Ende des Jahres 2011 zusätzliche staatliche Finanzierungen in der Größenordnung von 360 Mio. Euro benötigen, jedoch voraussichtlich kaum erhalten wird.

Hinzu kommt außerdem auch noch der Anstieg der Aufwendungen des OAED für regelmäßige und saisonale Arbeitslosengelder um etwa 400 Mio. Euro, die allerdings letztendlich nicht die Versicherungskassen, sondern die Arbeitnehmer belasten.
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Griechenland steht ein Jahrhundert der Sparsamkeit bevor

11. August 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 851 5 Kommentare

In Griechenland stellt sich zunehmend die Erkenntnis ein, dass dem Land trotz aller Maßnahmen und Hilfsaktionen eine harte und lange Durststrecke bevorsteht.

Entgegen allen mehr oder weniger „blauäugig“ oder sogar auch sträflich leichtfertig und zweckdienlich gestellten Prognosen haben weder die von der „Troika“ (IWF, EZB, EU) aufgezwungenen Maßnahmen noch die wie und wann auch immer beschlossenen Hilfsmaßnahmen zu einer Verbesserung der Lage Griechenlands geführt, sondern drücken das Land immer tiefer in den Strudel der Rezession und damit einhergehenden gesellschaftlichen und politischen Destabilisierung.

Die trügerische Ruhe der „Sommerpause“ vermag keinesfalls darüber hinwegzutäuschen, dass Griechenland nicht nur ein „heißer Herbst / Winter“, sondern ein langer und sehr harter Weg bevorsteht. Einschlägige Überlegungen stellt auch der (unbenannte) Autor eines Artikels an, der am 08. August 2011 in der griechischen Tageszeitung „Vradyni“ unter dem Titel „EFIMERA“ publiziert wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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