Die Beiträge dieses Blogs basieren überwiegend auf Publikationen griechischer Medien, aber auch eigenen Recherchen, wobei naturgemäß subjektive Positionen einfließen können. Alle Angaben und Informationen erfolgen ohne Gewähr und unter Ausschluss jeglicher Haftung!


Korrigierte Immobiliensteuer-Bescheide in Griechenland

30. Oktober 2014 / Aufrufe: 88 Keine Kommentare

Aus dem ersten Zyklus der Korrektur der Bescheide zur ENFIA in Griechenland ergibt sich für fast 1,5 Millionen Eigentümer eine signifikante Senkung der Steuerschuld.

Wie sich aus dem ersten Zyklus der Neuberechnung der “Einheitlichen Immobilienbesitz-Steuer” (ENFIA) ergibt, wurde für rund 1,45 Mio. Eigentümer von Immobilien in Griechenland die Steuerschuld mehr oder weniger erheblich reduziert – allerdings erst praktisch in letzter Minute bzw. 48 Stunden vor der Fälligkeit der bis spätestens 31 Oktober 2014 zu entrichtenden 2. Rate der ENFIA … !

Für etwa 1,3 Mio. Steuerpflichtige bzw. rund 1,1 Mio. Haushalte reduzierte sich die ENFIA um 50%, was sich in einem Gesamtbetrag von ca. 83 Mio. Euro niederschlägt.
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Die Wahrheit hinter den Stresstest der Banken in Griechenland

30. Oktober 2014 / Aufrufe: 426 Keine Kommentare

Medien und Regierung in Griechenland feiern die erfolgreichen Stresstests der Banken, übergehen jedoch tunlich, dass 3 der 4 systemischen Banken durchgefallen sind.

Die griechischen Banken haben die Stresstests der Europäischen Zentralbank bestanden! So die Nachricht über – laut der Regierung der Beweis für – Griechenlands Erfolg. Es gibt allerdings zwei Aspekte, die eine Menge Fragen aufwerfen.

Der erste ist jener, der nur von den ausländischen Medien verbreitet wird – also dass nur eine der vier griechischen “systemischen” Banken (Piräus, Nationalbank, Alpha, Eurobank) es schaffte, den Stresstest erfolgreich zu bestehen. Konkret nur die Alpha Bank. Die übrigen Banken “fielen durch”, was nicht in den griechischen Medien verbreitet wird, die das dynamische Szenarium berücksichtigen, also jenes, das die Umstrukturierungspläne der Banken und die innerhalb des Jahres 2014 erfolgten Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die EZB beruft sich dagegen auf Daten von Ende 2013.
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Straffung der Zivilverfahren in Griechenland

29. Oktober 2014 / Aufrufe: 275 3 Kommentare

Die Austragung von Zivilprozessen in Griechenland soll durch Abschaffung der klassischen Verhandlung im Gerichtssaal gestrafft werden.

Die von dem griechischen Justizministerium bereits ausgearbeitete neue Zivilprozessordnung strebt an, die zeitraubenden Abläufe in Zivilverfahren abzuschaffen.

Informationen zufolge sieht die neue Gesetzgebung für die Verhandlung ziviler Differenzen nur zwei Stadien vor: die Einreichung der Klage und die Verkündung des Urteils. Das Verfahren im Gerichtssaal, mit der Vernehmung von Zeugen, den Streitdialogen und den zahllosen Vertagungen wird abgeschafft, da fortan vorgesehen ist, dass das gesamte Verfahren oder zumindest sein größter Teil nur schriftlich abgewickelt wird.
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Eigenes Dach in Griechenland “schwerer” als in ganz Europa!

29. Oktober 2014 / Aufrufe: 673 1 Kommentar

Die steuerliche Belastung des eigenen Dachs über dem Kopf ist in Griechenland heftiger als in allen übrigen Ländern Europas.

Einheitliche Immobilienbesitz-Steuer (ENFIA), Außerordentliche Immobilien-Sonderabgabe (EETIDE / EETA), Immobiliensteuer (FAP) … – die Besteuerung der Immobilien in Griechenland hat sich in den letzten Jahren für den griechischen Steuerzahler zu einer unerträglichen Abzocke entwickelt.

Viele argumentieren, entsprechende Steuern werden auch in anderen Ländern der Europäischen Union erhoben, und der durchschnittliche Anteil, den die Besteuerung des Immobilienvermögens am BIP der OECD-Mitglieder ausmacht, entspreche 3% des BIP. Die Griechen sind nicht die einzigen europäischen Steuerzahler, die zu entsprechenden Zahlungen gezwungen werden. Allerdings führt eine Reihe von Charakteristika zu einer besonders hohen Belastung der griechischen Steuerzahler, wie sich aus den Daten zeigt, die sie mit anderen europäischen Steuerzahlern vergleichen.
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Pensionsstopp für Lehrer in Griechenland

28. Oktober 2014 / Aufrufe: 565 Keine Kommentare

Angesichts des akuten Lehrermangels an den Schulen in Griechenland wird Lehrkräften, die aus dem Dienst ausscheiden wollen, die Pensionierung verweigert.

Um Personal für die Besetzung der Leerstellen an den Schulen in Griechenland einzusparen, friert Bildungsminister Andreas Loverdos nun alle nach dem 31 August 2014 von Lehrern gestellten Anträge auf Pensionierung ein.

Der Minister, der inzwischen über fast keine finanziellen Mittel mehr verfügt, um die – laut dem Ministerium etwa 500, gemäß den Lehrkräften dagegen über 1.000 – verbliebenen Leerstellen an den Schulen zu besetzen, sieht sich gezwungen, zu den letzten ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu greifen.
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Aufhebung des Steuergeheimnisses in Griechenland

28. Oktober 2014 / Aufrufe: 337 Keine Kommentare

Nach dem Bankgeheimnis wird in Griechenland nun auch das Steuergeheimnis praktisch aufgehoben, da die Banken direkten Zugriff auf Steuerdaten erhalten sollen.

Mittels der bankübergreifenden Gesellschaft Tiresias AG (= Pendant zur Schufa in Deutschland) werden die Banken direkten elektronischen Zugang zu dem TAXIS-System und die Möglichkeit erhalten, Daten aus den Steuererklärungen und den Registern des Finanzministeriums zu schöpfen.

Recherchierten Informationen zufolge befinden sich die Diskussionen zwischen dem Finanzministerium und dem Verband Griechischer Banken (HBA) in einem fortgeschrittenen Stadium, wobei in die Gespräche auch das Entwicklungsministerium involviert ist, da der Online-Zugriff der Banken auf steuerliche Daten in den Rahmen der Forcierung des Gesetzes über die Regulierung der “roten” Kredite eingegliedert ist.
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Enormer Ernteausfall bei Zitrusfrüchten in Griechenland

27. Oktober 2014 / Aufrufe: 173 Keine Kommentare

In der Region Elis in Griechenland zeichnet sich bei Zitrusfrüchten ein erheblicher Ernteausfall von durchschnittlich wenigstens 50 Prozent ab.

Laut den Erzeugern scheint die Orangen- und Mandarinenkulturen für ein weiteres Jahr eine große Ertraglosigkeit heimzusuchen. Ersten Schätzungen zufolge wird die diesjährige Produktion im Durchschnitt um 50% geringer ausfallen, während die Ernteausfälle in manchen Hainen sogar 70% tangieren. Wie die Produzenten betonen, beruht diese große Ertraglosigkeit, die hunderte Bäume ohne Früchte dastehen ließ, hauptsächlich auf den während der letzten Monate herrschenden launischen Witterungsverhältnissen.

Spezieller beeinflussten die Erntemenge in einem hohen Grad die Temperaturschwankungen während der Epoche der Bildung des Fruchtansatzes, die Niederschläge im Mai und im Juni, aber auch die ausgedehnte Sommerwetterphase im Herbst. Dies ist zumindest die Einschätzung der Erzeuger selbst, da von Seite des Agrarministeriums bisher noch kein Zuständiger aufgetaucht ist, um vor Ort die Kulturen in Augenschein zu nehmen und die Gründe für die Ertraglosigkeit genauer zu benennen.

(Quelle: zougla.gr)

Vernichtende Strafsteuern in Griechenland sind verfassungskonform

27. Oktober 2014 / Aufrufe: 406 Keine Kommentare

Das Oberste Verwaltungsgericht in Griechenland befand die 400-prozentige Strafsteuer wegen Nichtabgabe einer Steuererklärung für verfassungskonform.

Der Senat des Obersten Verwaltungsgerichtshofs (StE) befand mit seinem Urteil Nr. 3173/2014 die Verhängung einer 400% der Hauptsteuer betragenden Geldstrafe wegen Nichtabgabe einer (obligatorischen) Steuererklärung für verfassungsgemäß und in Einklang mit der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK).

Spezieller ging es in der konkreten Sache um eine auf dem Bereich der Gastronomie aktive Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und deren Klage auf Annullierung einer Hauptsteuer in Höhe von 45.373,40 Euro und einer Strafsteuer in Höhe von 181.493 Euro, die von dem Leiter des Athener Finanzamts DOY FAEE gegen die Gesellschaft verhängt wurde, weil sie bei der Übertragung von Gesellschaftsanteilen keine Steuererklärung abgab.
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Griechenland: der Stich des Skorpions …

26. Oktober 2014 / Aufrufe: 755 Keine Kommentare

Der Stich des Skorpions – alias der Regierung Samaras in Griechenland – und die gerissene Falle für die SYRIZA.

Es ist wie in der Anekdote mit dem Skorpion (siehe weiter unten), der den Frosch sticht, der ihn auf seinem Rücken ans andere Flussufer bringt, und dem Frosch kurz bevor sie beide untergehen sagt: “Ich weiß, dass auch ich sterben werde, aber ich konnte nicht anders und musste Dich stechen. Es liegt in meiner Natur.

Premierminister Antonis Samaras wollte sich vorgestern (24 Oktober 2014) aus Brüssel der SYRIZA öffnen: “Jetzt, wo wir die Gratulationen der Europäer erhalten, denke ich, dass es für Griechenland signifikant und sicher wäre, wenn es zumindest in einem gewissen Grad eine minimale Zustimmung der Opposition gäbe“, meinte Herr Samaras, konnte sich jedoch nicht lange zurückhalten und fuhr fort: “Stattdessen sehe ich eine absolute Verweigerung, und das einzige, was man tun kann, ist, die Einwände jeder Komponente (der SYRIZA) zu dechiffrieren.
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“Räson” substituiert neues Memorandum für Griechenland

26. Oktober 2014 / Aufrufe: 370 Keine Kommentare

Die sogenannte präventive Kreditlinie für Griechenland wird auf jeden Fall von harten Auflagen begleitet sein, die auch die kommende Regierung binden werden.

Wir stehen in engen Verhandlungen mit unseren Gläubigern über den Tag danach, nach dem Ende des Programms, über einen räsonablen Ausgang in die Normalität“, erklärte Premierminister Antonis Samaras aus Brüssel, wo das Gipfeltreffen der Europäischen Union stattfindet.

Im Vorliegenden bedeutet “Räson” die Akzeptanz harter Bedingungen, damit eine präventive Kreditlinie für den Fall des Ausschlusses von den Finanzmärkten eingerichtet wird, den die Regierung Samaras mit ihren schlampigen Handhabungen und der Weise, auf die sie eine Loslösung von dem IWF ankündigte, bereits selbst verursacht hat.
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