Die Beiträge dieses Blogs basieren überwiegend auf Publikationen griechischer Medien, aber auch eigenen Recherchen, wobei naturgemäß subjektive Positionen einfließen können. Alle Angaben und Informationen erfolgen ohne Gewähr und unter Ausschluss jeglicher Haftung!


Die großen Kämpfe vor den kritischsten Wahlen in Griechenland

29. August 2015 / Aufrufe: 1.017 2 Kommentare

Bei den bevorstehenden Parlamentswahlen in Griechenland wird kaum eine Partei eine regierungsfähige Mehrheit erreichen, wobei sich drei Derbys abzeichnen.

Zoi Konstantopoulou, Panagiotis Lafazanis, Thanasis Petrakos u. a. sind die Personen, die in der „Volkseinheit“ führende Rollen spielen. Und es sind die Personen, die in ihren Wahlkreisen die meisten Stimmen erhielten und zu dem Wahltriumph der SYRIZA am 25 Januar beitrugen.

Zusammen mit diesen scheint die verbleibende SYRIZA des Alexis Tsipras 227.460 Stimmen zu verlieren, zusammen mit weiteren 135.368, die allein Yanis Varoufakis auf sich vereint hatte, also die Unterstützer der stärksten Stimmen des gegen das Memorandum gerichteten Raums. (Anmerkung: Seinen bisherigen Erklärungen zufolge beabsichtigt Yanis Varoufakis bei diesen Wahlen nicht zu kandidieren, will jedoch weiter politisch aktiv bleiben.)
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Griechenland will Finanzämter für das Publikum schließen

28. August 2015 / Aufrufe: 732 Keine Kommentare

Das Finanzministerium in Griechenland plant, die Finanzämter nach einer Übergangsphase endgültig für den allgemeinen Publikumsverkehr zu schließen.

Die neue Führung des Finanzministeriums in Griechenland arbeitet einen Plan aus, um die Finanzämter für den Publikumsverkehr endgültig zu schließen. Ziel ist, dass die Besuche in einer ersten Phase nur noch nach Terminabsprache erfolgen, während in einer zweiten Phase die Vorgänge ausschließlich per elektronischer Korrespondenz abgewickelt werden sollen.

Es wird damit gerechnet, dass auf diese Weise für die Bürger tausende Arbeitsstunden eingespart werden, während auch bei den Finanzämtern wertvolles Personalpotential von bürokratischen Arbeiten befreit werden und sich mit einen Mehrwert schaffenden Arbeiten befassen wird, wie es beispielsweise die Steuerprüfungen sind.
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2015 kamen bisher über 200000 Immigranten nach Griechenland

28. August 2015 / Aufrufe: 401 Keine Kommentare

Die Anzahl der seit Januar bis Ende August 2015 illegal in Griechenland eingetroffenen Flüchtlinge und Immigranten ist mittlerweile auf über 200000 gestiegen.

In Griechenland trafen 2015 bisher (sprich seit Anfang des Jahres bis Ende August) über 200.000 Immigranten und Flüchtlinge ein, davon 100.000 allein in den beiden letzten Monaten. Diese Zahlen gab der stellvertretende Minister für Handelsschifffahrt, Thodoris Dritsas, zu dem Vorstand des Zentralverbands der Kommunen Griechenlands sprechend bekannt, wo er sich einfand um die lokale Selbstverwaltung über das Immigrationsthema zu informieren.

Herr Dritsas betonte, dass von den Einheiten der Hafenpolizei in den letzten acht Monaten 60.000 Flüchtlinge und Immigranten gerettet wurden und es in den griechischen Hoheitsgewässern keinen einzigen Ertrinkungstod eines Immigranten oder Flüchtlings gab.
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Risiken der Neuwahlen in Griechenland

27. August 2015 / Aufrufe: 1.222 2 Kommentare

Laut Stratfor bergen die vorgezogenen Neuwahlen in Griechenland das Risiko einer weiteren Periode der Ungewissheit und Instabilität.

Genau wie bei den Wahlen im Januar und dem Referendum im Juli könnte das ungewisse Ergebnis der Neuwahlen zu einer weitere Periode politischer Instabilität führen„, schreibt Stratfor und schildert, nachdem es die Neuwhlen auf einen ersten Blick als „schlechte Idee“ charakterisiert, was seit Januar 2015 bis heute vorausging – also die Verhandlungen mit den (europäischen) Partnern, das Referendum, die Kapitalverkehrskontrollen und die Vereinbarung – und betont:

„Das Letzte, was Griechenland braucht, ist eine neue Periode der mit den Wahlen in Verbindung stehenden Ungewissheit„.
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Griechenland nimmt Matratzengeld ins Visier

27. August 2015 / Aktualisiert: 27. August 2015 / Aufrufe: 2.038 2 Kommentare

Das Finanzamt in Griechenland nimmt das in Schließfächern und unter Matratzen versteckte Bargeld der Steuerpflichtigen ins Visier.

In Visier des Finanzamts sind die ungefähr 30 Milliarden Euro geraten, die in Griechenland in den letzten fünf Jahren die Steuerpflichtigen von den Banken abhoben und in Schließfächern und unter der Matratze deponierten.

Im Rahmen der Umsetzung des Vermögensregisters werden die Steuerpflichtigen aufgefordert sein, auch diese Beträge zu deklarieren, da sie – falls sie es nicht tun – diese nicht für die Deckung des Vermögensnachweises und der Lebenshaltungskriterien nutzen können. Damit diese Gelder von dem Finanzamt für die Deckung von Einkommensindizien anerkannt werden, müssen sie vorher sogar bei einer Bank eingezahlt werden, damit der Inhaber erfasst wird.
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Chronik der Griechenland-Krise

26. August 2015 / Aufrufe: 1.806 Keine Kommentare

Seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 hat Griechenland mittlerweile 9 Sparprogramme, 3 Hilfspakete und einen Regierungsrücktritt hinter sich.

Unter dem Titel „In Griechenland, neun Sparprogramme, drei Hilfspakete und ein Rücktritt“ publizierte jüngst die Zeitung Le Monde „eine interaktive Chronik der wirtschaftlichen Krise, die ausbrach, nachdem 2009 Giorgos Papandreou ‚gezinkte öffentliche Bilanzen entdeckte, bis hin zum Rücktritt der Regierung Tsipras, nachdem neun Sparprogramme durchschritten wurden„.

Nach der Ratifizierung des neunten Austeritäts-Pakets im Juli 2015 und der Bewilligung eines Kredits von 86 Milliarden Euro für die kommenden drei Jahre gab Alexis Tsipras am 20 August 2015 seinen und den Rücktritt seiner Regierung bekannt und verursachte die Durchführung vorgezogener Neuwahlen.
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Kapitalkontrollen steigerten Steuereinnahmen in Griechenland

25. August 2015 / Aufrufe: 1.052 2 Kommentare

In Griechenland scheinen die Kapitalverkehrskontrollen und die Angst vor einem Schnitt der Bankguthaben dem Fiskus einen Anstieg der Einnahmen beschert zu haben.

Die Kapitalverkehrskontrollen und die Angst vor einem möglichen „Schnitt“ der Bankguthaben (Bail-In) scheinen in Griechenland etliche Steuerpflichtige dazu animiert zu haben, fällige Verbindlichkeiten an den Fiskus zu begleichen. Zumindest ergibt sich dieser Rückschluss aus den jüngst (am 21 August 2015) veröffentlichten Angaben des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen (GGDE).

Konkret stiegen im Juli 2015 die fälligen Verbindlichkeiten an das Finanzamt um nur 388 Mio. Euro an, wogegen in den Vormonaten – und sogar auch trotz der günstigen 100-Raten-Regelung – die fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus mit einem Rhythmus in einer Größenordnung von monatlich 1 Mrd. Euro zunahmen.
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Gläubiger wollten Express-Wahlen in Griechenland

25. August 2015 / Aufrufe: 3.228 6 Kommentare

Die vorgezogenen Parlamentswahlen in Griechenland scheinen den Gläubigern nicht ungelegen zu kommen und seit Monaten erwünscht gewesen zu sein.

Die Express-Wahlen in Griechenland stießen nicht nur auf keinen Widerstand bei dem schmutzigen europäischen Establishment, sondern waren – wie alles zeigt – auch sein Wunsch, wenn nicht gar Befehl. Nach der Vereinbarung des neuen dritten Memorandums hat die Regierung Tsipras sich völlig den Brüsselern Neokolonialisten ergeben und agiert nunmehr als ihr Beauftragter.

Ziel der Zentren des deutschen Europas bei den Bewohnern des Regierungspalasts ist, dass mit den „überraschenden“ August-Expresswahlen jede Chance des „NEIN“ bei dem Referendum eliminiert und das neue Memorandum in dem neuen Parlament stark vertreten wird, sowie Tsipras zu unterstützen, eine sozialliberal mutierte Memorandums-Partei zu bilden und dem politischen Leben ein neues absolutes memorandisches Einverständnis aufzuzwingen, mit völlig marginalen Gegenreaktionen.
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Das Spiel der Multis mit dem Warenkorb der Hausfrau

24. August 2015 / Aufrufe: 717 Keine Kommentare

Die weltweite Spekulation mit Nahrungsmitteln beschert den Big Players nicht nur Milliardengewinne, sondern auch politische und geopolitische Macht.

Ein Rundgang durch die Gänge der Supermärkte wird auch den Misstrauischsten überzeugen. Die Vorherrschaft der Multis in den Regalen der Supermärkte weitet sich von Tag zu Tag aus.

In der Realität wird der Inhalt des „Warenkorbs der Hausfrau“ jeden Tag immer anfälliger für die Pläne nicht nur der Lebensmittel-Multis, sondern auch der Marktspekulanten, die in Form von Derivaten auf die Preise der Lebensmittel, aber auch der anderen Rohstoffe der Industrie für Lebensmittel und andere Verbrauchsprodukte wetten.
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Das dritte Griechenland-Programm wird zum Grexit führen

24. August 2015 / Aufrufe: 2.301 1 Kommentar

Der ehemalige Finanzminister Yanis Varoufakis vertritt, das dritte Hilfsprogramm für Griechenland sei geplant worden, um zum Grexit führen.

In einem Interview an die französische Zeitung „Le Monde“ vertrat der ehemalige Finanzminister Yanis Varoufakis, das dritte Hilfsprogramm werde Griechenland unweigerlich in den Grexit führen.

Die meisten Europäer glauben, dass Griechenland in den letzten Monaten mit den Partnern der Eurozone verhandelte. Dem nicht so„, erklärte Yanis Varoufakis und fügte an, „die Eurozone ist die stärkste wirtschaftliche Macht, lenkt diese jedoch nicht. Sie schuf ein Ungeheuer, die Eurogruppe, bei der die Finanzminister nicht wirklich miteinander verhandeln.
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