Die Beiträge dieses Blogs basieren überwiegend auf Publikationen griechischer Medien, aber auch eigenen Recherchen, wobei naturgemäß subjektive Positionen einfließen können. Alle Angaben und Informationen erfolgen ohne Gewähr und unter Ausschluss jeglicher Haftung!


Griechenland: Touristenzahlen steigen, Einnahmen nicht

30. Juli 2014 / Aufrufe: 95 Keine Kommentare

Die rasante Zunahme der Ankünfte der Touristen in Griechenland schlägt sich nicht in einem entsprechenden Anstieg der Einnahmen nieder.

Die Anzahl der Besucher, die Griechenland in diesem Jahr empfangen wird, wird 20 Mio. tangieren, die Einnahmen halten jedoch nicht Schritt damit. Ziel ist fortan die Wende zur Qualität. Etliche Unternehmensfunktionäre sehen die Zunahme des Tourismus als eine der bedeutendsten Chancen zur Umkehr der negativen wirtschaftlichen Lage.

Kritische Branchen für die griechische Wirtschaft setzen auf die gestiegene touristische Welle und hoffen, die negativen Fakten des Winters wettzumachen. Zu diesen Erwartungen tragen die positiven Signale von der Front der aus der touristischen Aktivität, aber auch der Stärkung der Beschäftigung herrührenden Steuereinnahmen bei, obwohl noch viel zu geschehen hat.
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Das große Fressen – Als Griechenland noch keinen Massentourismus hatte

30. Juli 2014 / Aufrufe: 287 2 Kommentare

Die Fundamente des heutigen Massentourismus in Griechenland legten vor einem halben Jahrhundert einfache Menschen, denen es jedoch nie gedankt wurde.

Jedes Mal, wenn ich die Olga (Kefalogiannis) sehe (Anmerkung: gemeint ist die Ministerin für Tourismus), wie sie sich freut, wenn sie über Millionen Touristen berichtet, die das Land besuchen werden, und auf den jedes Jahr erzielten Rekorden ihre Karriere aufbaut, überkommt es mich, sie an ihrem Designer-Kragen zu packen und ihr zu sagen:

Weißt Du, gute Frau, wem Du die heutigen Erfolge verdankst? Dem, der den Beton für die Fundamente des Gebäudes goss, das wir heute die Schwerindustrie des Landes nennen. Meinem Onkel Giannis. Jawohl. Und damit Du nicht meinst ich würde nur schwätzen, sollst Du wissen, dass dieser Beton im August 1696 oder 1970 gegossen wurde, als plötzlich fünf Touristen im Dorf auftauchten.
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Steuervorabzug bei gelegentlicher Nebentätigkeit in Griechenland

29. Juli 2014 / Aufrufe: 117 Keine Kommentare

Gemäß der neuen Steuergesetzgebung in Griechenland dürften Vergütungen gelegentlich erbrachter Dienstleistungen nicht dem 20-prozentigen Steuervorabzug unterliegen.

Mit dem Runderlass POL 1120/25.4.2014 (Thema: “Steuerliche Handhabung der Vergütungen, die für technische Dienstleistungen, Verwaltungshonorare, Vergütungen für beratende und ähnliche Dienstleistungen entrichtet werden“), mit dem Bestimmungen des Falls d, Par. 1 des Artikels 62 sowie auch des Falls d, Par. 1 des Artikels 64 des N 4172/2013 (Einkommensteuerordnung – KFE) bekannt gemacht werden, die sich auf die Einbehaltung von Steuern auf die obigen Vergütungen beziehen, stellen grundsätzlich klar, dass der Einbehaltung von Steuern die für diese Vergütungen entrichteten Zahlungen unterliegen – und zwar unabhängig davon, ob die Dienstleistungen in Griechenland erbracht worden sind -, wenn der Empfänger der Vergütung eine natürliche Person ist.
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Rückgang des Inlandstourismus in Griechenland

29. Juli 2014 / Aufrufe: 260 Keine Kommentare

Während in Griechenland der Strom ausländischer Touristen Rekorde verzeichnet, geht der Inlandstourismus kontinuierlich zurück.

Eine von dem Institut für touristische Forschungen und Prognosen (ITEP) durchgeführte Studie zeigt, dass im Gegensatz zu dem Tourismus aus dem Ausland eintreffenden Tourismus der Inlandstourismus schrumpft. Die Übernachtungen von Griechen in den Hotels gingen 2012 im Verhältnis zu 2011 um 18,6% zurück, während gemäß dem Eurobarometer 74% der Griechen erklären, 2013 nicht in Urlaub gefahren zu sein.

Aus den bisherigen Daten scheint sich unter der Last der wirtschaftlichen Rezession die selbe Tendenz auch 2014 fortzusetzen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass der Inlandstourismus weniger saisonal geprägt ist als der aus dem Ausland eintreffende Tourismus. Allgemein ist der saisonale Charakter des Tourismus jedoch im Verhältnis zu konkurrierenden Ländern wie Spanien, Italien, Zypern und Portugal ausgeprägter.
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Pfändungsschutz für Bankkonten in Griechenland

28. Juli 2014 / Aufrufe: 391 1 Kommentar

Jede in Griechenland steuerpflichtige natürliche Person kann fortan per TAXISnet ein konkretes Bankkonto deklarieren, um dieses vor Pfändungen des Fiskus zu schützen.

Ab dem 29 Juli 2014 wird in dem griechischen Steuerportal TAXISnet eine neue elektronische Anwendung freigegeben, damit die Steuerpflichtigen der Zentrale für öffentliche Einnahmen unbürokratisch ihr (je Person) einziges pfändungsgeschütztes Bankkonto melden können.

Dies sieht ein Beschluss der neuen Generalsekretärin für öffentliche Einnahmen, Katerina Savvaidou, bezüglich des Schutzes von Bankkonten bis zu einem Guthaben von 1.500 Euro vor Pfändungen wegen Verbindlichkeiten an den Fiskus vor.
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Anhebung der Verbrauchssteuern in Griechenland war ein Desaster

28. Juli 2014 / Aufrufe: 1.023 2 Kommentare

Die enorme Anhebung der Verbrauchssteuern in Griechenland auf Kraftstoffe, Getränke und Zigaretten hat sich für den Fiskus als Schuss in das eigene Knie erwiesen.

Die wiederholten und maßlosen Erhöhungen der in Griechenland auf Kraftstoffe, Spirituosen und Zigaretten erhobenen Verbrauchssteuern erzielten definitiv nicht die erwarteten Ergebnisse. Daher hofft die Regierung unter Antonis Samara, die Troika von einer Lockerung der Besteuerung auf diesen Bereichen zu überzeugen.

Einen “Verbündeten” in der Bemühung der griechischen Regierung, die Troika davon zu überzeugen, das grüne Licht für Korrekturen in den Themen der Besteuerung zu geben, stellt abgesehen von der korrekten Einhaltung des Haushalts auch der dokumentierte Rückstand auf konkreten Einnahmesektoren dar.
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Verschuldung Griechenlands sank um fast 4 Mrd Euro

27. Juli 2014 / Aufrufe: 146 Keine Kommentare

Laut der Eurostat sank die öffentliche Verschuldung Griechenlands im ersten Quartal 2014 um knapp vier Milliarden Euro.

Laut den am 22 Juli 2014 von dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) veröffentlichten Daten erreichte im ersten Quartal 2014 die öffentliche Verschuldung Griechenlands 174,1% des BIP. Im Verhältnis zum vierten Quartal 2013 sank damit die Verschuldung um 1%, während sie im Verhältnis zum ersten Quartal 2013 um 13,5% anstieg.

Aus den selben Daten geht weiter hervor, dass von der griechischen Verschuldung in Höhe von 174,% des BIP 131,3% auf Kredite und 42,4% auf sonstige Titel entfallen. In absoluten Zahlen sank die griechische Verschuldung im ersten Quartal 2014 auf 314,8 Mrd. Euro, gegenüber 318,7 Mrd. Euro im ersten Quartal 2013.
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Griechenland: Die Magie der Steuerhinterziehung

27. Juli 2014 / Aufrufe: 702 2 Kommentare

Ist in Griechenland die Steuerhinterziehung eine Äußerung gesellschaftlichen Vertrauens?

In der von dem Anthropologen bei einem “primitiven” Volksstamm durchgeführten lokalen Untersuchung (field work) gibt es immer den kritischen “Punkt Null” – den Punkt, ab dem der Stamm aufhört, Dich als Fremden anzusehen und Dich fortan als “einen von ihnen” betrachtet.

Die Weise, auf die der Anthropologe wahrnimmt, an diesem begehrten Punkt angelangt zu sein, unterscheidet sich natürlich von Stamm zu Stamm. Bei manchen zeigt sich dies, wenn sie Dir einen Spitznamen anhängen und Dich mit diesem zu rufen beginnen (z. B. “Sohn der aus der Ferne kommenden weißen Stute“). Bei anderen, wenn die Omas Dir gestatten, an dem Klatsch vor dem Feuer teilzunehmen. Bei Stämmen des Amazonas wiederum äußert sich die Akzeptanz, wenn sie Dir erlauben, an den Überfällen gegen benachbarte Stämme teilzunehmen, um deren Frauen zu stehlen usw. etc.
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Finanzamt in Griechenland pfändet rechtswidrig bei Ehegatten

26. Juli 2014 / Aufrufe: 298 Keine Kommentare

In Missachtung der Gesetzgebung und Rechtsprechung schreiten die Finanzämter in Griechenland häufig zur Pfändungen des Vermögens der Gatten von Steuerschuldnern.

Ehegatten sind in Griechenland während der Dauer ihrer Ehe zur Abgabe einer gemeinsamen Erklärung über ihre Einkommen verpflichtet, für welche jedoch die Steuern, Gebühren und Abgaben auf das Einkommen eines jeden getrennt berechnet werden. Zusätzlich ist es nicht möglich, die Verluste des einen Gatten mit den Einkommen des anderen zu verrechnen.

Was die Abgabe der Einkommensteuererklärung betrifft, ist gemäß Artikel 67 des Gesetzes N. 4172/2013 der Ehemann für die Einkommen der Ehefrau verantwortlich. Die sich aus der Abrechnung ergebende Einkommensteuer wird auf den Namen des Ehemanns festgestellt, die Verantwortung für die Entrichtung der Schuld, die den Einkommen eines jeden Gatten entspricht, trägt jedoch jeder Gatte getrennt. Wenn auf Antrag des einen Gatten die Trennung der sich aus der gemeinsamen Erklärung ergebenden Schuld verlangt wird, ist der zuständige Finanzamtsleiter verpflichtet, den Betrag der Schuld zu separieren. Das Schriftstück über die Separierung der Schuld stellt einen gesetzlichen Titel dar, dessen Geltung wiederum auf den Zeitpunkt zurückgeht, zu dem die Feststellung des Gesamtbetrags der Schuld erfolgte.
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Griechenland führt 45-Stunden-Woche im öffentlichen Dienst ein

26. Juli 2014 / Aufrufe: 924 2 Kommentare

Griechenland führt bis Ende 2014 auf dem engeren und weiteren öffentlichen Sektor die 45-Studen-Woche ohne Lohnausgleich ein.

Die Verlängerung der Arbeitszeit auf dem öffentlichen Sektor in Griechenland von 40 auf 45 Stunden (eine Stunde pro Tag) ist eine Memorandums-Auflage, die bis zum 31 Dezember 2014 umgesetzt worden sein wird. Das portugiesische Ass im Ärmel der Regierung, um die Maßnahme durchzusetzen.

Gemäß dem derzeitigen Stand der Dinge wird sich auf dem engeren und breiteren öffentlichen Sektor die derzeitige Arbeitszeit von 40 Stunden bald und gemäß den Auflagen der Verpflichtungen des Memorandums ändern und auf 45 Stunden steigen.
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