Die Beiträge dieses Blogs basieren überwiegend auf Publikationen griechischer Medien, aber auch eigenen Recherchen, wobei naturgemäß subjektive Positionen einfließen können. Alle Angaben und Informationen erfolgen ohne Gewähr und unter Ausschluss jeglicher Haftung!


EZB hilft endlich Griechenland

1. Mai 2016 / Aufrufe: 718 1 Kommentar

Griechenland erhält endlich eine gewisse Hilfe von der Europäischen Zentralbank.

Mehr als ein Jahr nach Anlaufen ihrer letzten Stützmaßnahmen hat die Europäische Zentralbank (EZB) damit begonnen, von den griechischen Banken gehaltene Rettungs-Anleihen aufzukaufen.

Den griechischen Banken wurden von der EZB ungefähr 2,5 Mrd. Euro an Anleihen abgekauft, die von dem Europäischen Rettungsfonds, der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) ausgegeben worden waren.
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Berlins neue „Realpolitik“ für Griechenland

30. April 2016 / Aufrufe: 971 2 Kommentare

Die Presse versucht dem Stocken der Verhandlungen Griechenlands mit seinen Gläubigern dramatische Dimensionen zu verleihen, die EU hat jedoch ganz andere Prioritäten.

Berlin wählt, das neue Stocken in der sogenannten Bewertung (des griechischen Programms durch die Gläubiger Griechenlands) zu entdramatisieren und erachtet, der Abschluss sei eine Frage der Zeit. Die Europäische Union hat mittlerweile andere Prioritäten und irgendwo in der Tiefe die deutschen Pläne für einen vorläufigen Grexit.

In diesen Tagen versucht die deutsche und international Presse – wie auch im vergangenen Jahr – wieder, dem in den Verhandlungen mit den sogenannten Institutionen (sprich Vertretern der Gläubiger des Landes) hinsichtlich der präventiven Maßnahmen aufgetretenen Stocken dramatische Dimensionen zu verleihen. Das griechische Problem hat jedoch schon lange die Schwere verloren, die es anfänglich bezüglich des Schicksals der gemeinsamen Währung hatte. Und dies reflektiert sich auch in der Weise, auf die dem Wiederaufleben der Krise begegnet wird.
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EU lässt Griechenland auch bei Asylanten hängen

29. April 2016 / Aufrufe: 482 Keine Kommentare

Die EU erfüllt abgesehen von allem anderen nicht einmal die Zusage, Griechenland mit Fachkräften und Übersetzern bei der Bewältigung der Flut der Asylanträge zu helfen.

Die Entsendung technischer Stäbe zu den Ägäis-Inseln von Seite der EU bleibt bisher nur auf dem Papier, mit dem Resultat, dass die Asylbehörden täglich 50 bis 60 Anträge untersuchen, was eine sehr geringe Anzahl ist„, betonte der stellvertretende Verteidigungsminister Griechenlands und Leiter des Organs für die Koordinierung der Handhabung der Flüchtlingskrise, Dimitris Vitsas.

Die Asylbehörden arbeiten, jedoch ist ihre Kapazität gering und es ist von sehr großer Bedeutung, dass die auch in der Vereinbarung festgeschriebene Hilfe bezüglich der auf die Inseln kommenden Experten und Übersetzer geschickt wird„, fügte Herr Vitsas in der TV-Sendung „Zweite Lesung“ (Defteri Anagnosi) sprechend an.
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Grexit derzeit noch wahrscheinlicher als 2015

29. April 2016 / Aufrufe: 1.697 4 Kommentare

Gikas Chardouvelis, letzter Finanzminister der Regierung Samaras, hält ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro derzeit für noch wahrscheinlicher als 2015.

Der ehemalige Finanzminister Gikas Chardouvelis der Anfang 2015 abgewählten Regierung Griechenlands unter Antonis Samaras stellte eine beunruhigende Prognose bezüglich der Entwicklungen in der Wirtschaft Griechenlands. Wie er einschätzte, sei die Wahrscheinlichkeit eines Grexit’s „jetzt leider noch viel größer als im Juli vergangenen Jahres„.

In einem an den griechischen Radiosender SKAI gegebenen Interview schätzte Herr Chardouvelis ein, auch das laufende Jahr (2016) werde für die griechische Wirtschaft mit einer Rezession enden, und verwies bezüglich besserer Tage auf das Jahr 2020.
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Der hohe Preis der „Lösung“ der Flüchtlingskrise

28. April 2016 / Aufrufe: 766 Keine Kommentare

Die im Flüchtlingsthema mit der Türkei getroffenen Vereinbarung basiert auf faulen Kompromissen und dem Verrat europäischer Werte.

Für die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt es einen außerordentlichen Grund, ein gutes Verhältnis zu dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu wünschen: die Vereinbarung der Europäischen Union mit der Türkei scheint die Flüchtlingskrise bis auf weiteres deeskaliert zu haben.

Frau Merkel kann sich somit nun auf die Kontrolle des politischen Schadens konzentrieren und in der EU ihre Position wiedererlangen, die durch ihr kostspieliges Mitleid im vergangenen Jahr untergraben wurde.
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Ostern in Griechenland ohne Züge

27. April 2016 / Aufrufe: 376 Keine Kommentare

Wegen eines Streiks bei der TRAINOSE werden in Griechenland ab dem Nachmittag des Karsamstags bis zum Morgen des Ostermontags keine Züge verkehren.

Wegen eines Streiks, den aus Protest gegen die Privatisierung der TRAINOSE die Gewerkschaft der Beschäftigten ausgerufen hat, werden die Züge der Griechischen Bahn (OSE) und der Vorstadt-Eisenbahn ab dem späten Nachmittag des 30 April 2016 (Karsamstag) bis zum Morgen des 02 Mai 2016 (Ostermontag) still stehen.

Konkret wird der Streik am Samstag um 18:00 Uhr beginnen und 40 Stunden später am Montagmorgen um 10:00 enden.
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Griechenlands neues Versicherungssystem wird scheitern

27. April 2016 / Aufrufe: 732 Keine Kommentare

Der ehemalige Arbeitsminister Giorgos Koutroumanis vertritt, das in Griechenland von der SYRIZA-Regierung forcierte neue Versicherungssystem sei nicht tragfähig.

Die von der griechischen Regierung in das Parlament eingebrachte Gesetzesvorlage ist nicht auch die … finale, da bis zu ihrer Ratifizierung die Bestimmungen hinzugefügt werden, die sich auf die Kürzungen der bestehenden Renten beziehen, worüber man sich mit dem „Quartett“ (sprich den Vertretern der Gläubiger des Landes) nicht geeinigt hat.

Das, was jedoch aus dem bereits in der Gesetzesvorlage Umfassten klar hervorgeht, ist, dass wir von großen Umstürzen in Griechenlands Versicherungssystem sprechen.
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Die sündige Historie der Mehrwertsteuer in Griechenland

26. April 2016 / Aufrufe: 1.037 4 Kommentare

Trotz wiederholter Erhöhungen der Mehrwertsteuer in Griechenland wird das Loch bei den Einnahmen aus der Steuer auf jährlich rund 7 Milliarden Euro veranschlagt.

In Griechenland scheinen die Regierenden aus dem Desaster mit der Mehrwertsteuer keine Lehre ziehen zu wollen. Zum fünften Mal in den Jahren des Memorandums bereitet die Regierung eine Erhöhung der Mehrwertsteuer trotz der Tatsache vor, dass jedes Mal, wenn in den vergangenen Jahren die Sätze angehoben wurden, der Anstieg der Einnahmen nicht der erwartete war.

Etliche Male ergab sich anstatt eines Anstiegs sogar ein Rückgang der Einnahmen, während selbst die Europäische Kommission in einem älteren Report betont hatte, dass in Perioden einer Rezession eine Erhöhung der MwSt. zu niedrigeren Einnahmen führt. Trotz allem brachte die griechische Regierung eine Erhöhung der MwSt. von 23% auf 24% auf den Tisch der Verhandlungen und die Gläubiger des Landes akzeptierten dies.
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130000 festgenommene Migranten in Griechenland in 2 Monaten

25. April 2016 / Aufrufe: 1.096 Keine Kommentare

In Griechenland wurden in den beiden ersten Monaten des Jahres 2016 über 130000 illegal in das Land gelangte oder sich dort aufhaltende Immigranten festgenommen.

Gemäß den am 22 April 2016 von der griechischen Polizei (ELAS) an die Öffentlichkeit gegebenen Daten wurden in Griechenland in den beiden ersten Monaten des Jahres 2016 von den Polizei- und Hafenbehörden mehr als 130.000 Immigranten wegen illegaler Einreise beziehungsweise rechtswidrigen Aufenthalts festgenommen.

In dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2015 waren gerade einmal 8.921 Personen festgenommen worden, während die Angaben gleichzeitig ausweisen, dass die Behörden in den beiden ersten Monaten des Jahres 2016 im Durchschnitt zu täglich 2.171 Festnahmen illegaler Immigranten schritten.
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Explosives Klima in Griechenlands Flüchtlingslagern

25. April 2016 / Aufrufe: 4.369 2 Kommentare

Die stetig zunehmenden Spannungen und alltäglichen Ausschreitungen unter den Flüchtlingen und Immigranten in Griechenland lassen Böses schwanen.

In den sogenannten Beherbergungszentren in Griechenland scheint ein explosiver Mix zu entstehen, während die Zwischenfälle mit Afghanen im Hafen von Piräus alltäglich sind. Letztere protestieren, „weil die Syrer in bessere Aufnahmezentren kommen und allgemein besser behandelt werden„, und diese Vorfälle stellen keinen Vorboten guter „News“ dar, spezieller je näher der Sommer kommt.

Tausende Menschen verschiedener Nationalitäten werden für viele Monate, eventuell auch für Jahre zusammen leben müssen. Auf den griechischen Inseln treffen im Durchschnitt täglich ungefähr 100 Personen, also 3.000 im Monat ein, die zu den 54.000 Flüchtlingen und Immigranten hinzukommen, die bereits im Land weilen (sprich festsitzen).
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