Die Beiträge dieses Blogs basieren überwiegend auf Publikationen griechischer Medien, aber auch eigenen Recherchen, wobei naturgemäß subjektive Positionen einfließen können. Alle Angaben und Informationen erfolgen ohne Gewähr und unter Ausschluss jeglicher Haftung!


Griechenland: Millionen Bürger Geiseln des Finanzamts

23. Juli 2014 / Aufrufe: 6 Keine Kommentare

2,6 Millionen Bürger in Griechenland sind Geiseln des Finanzamts, während die fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus mit schwindelerregenden Rhythmen zunehmen.

Die fortwährenden Steuererhöhungen, die drastischen Kürzungen bei Löhnen und Renten, die Arbeitslosigkeit und die in den letzten vier Jahren erfolgten Unternehmensschließungen haben in Griechenland Millionen Haushalte und Unternehmen in eine wirtschaftliche Sackgasse geführt, womit sie nicht nur ihre Verbindlichkeiten nicht fristgemäß zu zahlen, sondern auch nicht einmal in die Zahlungsregelungen aufgenommen zu werden und diesen zu entsprechen vermögen, um ihre Schulden in Raten zu tilgen.

Bezeichnend ist, dass seit Anfang 2010 die fälligen Verbindlichkeiten an den griechischen Fiskus um 33,75 Mrd. Euro gestiegen sind. Ihre Aufblähung inmitten der Krise “erstickt” die reale Wirtschaft und setzt der Bemühung um einen Aufschwung ernsthafte Hindernisse entgegen, zumal die Schuldner in der Angst vor der Pfändung ihrer Vermögenswerte leben. Die Pfändungsbescheide nehmen fortan den elektronischen Weg und werden zur Veranlassung … alles weiteren mit einem Rhythmus von 4.000 Bescheiden pro Tag an die Banken verschickt.
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Bundeswehr bestellt Möbel aus Griechenland

22. Juli 2014 / Aufrufe: 145 Keine Kommentare

Der Büromöbel-Hersteller Dromeas in Griechenland erhielt von der deutschen Bundeswehr einen Auftrag mit einem Volumen von 2 Millionen Euro.

Die deutsche Bundeswehr erteilte im Rahmen einer internationalen Ausschreibung dem griechischen Büromöbel-Hersteller Dromeas den Zuschlag über die Lieferung von Möbeln. Spezieller kam es laut einer einschlägigen Bekanntmachung nach der Durchführung einer internationalen Ausschreibung der Bundeswehrverwaltung am 15/07/2014 zur Unterzeichnung des in Rede stehenden Vertrags mit einem Volumen von zwei Millionen Euro.

Gegenstand des Auftrags sind allen Vorschriften der EU entsprechende Möbel, die vollumfänglich von der Gesellschaft DROMEAS in ihren Anlagen im Industriegebiet der Stadt Serres in Nordostgriechenland produziert werden. Die Bewertung erfolgte auf Basis der ergonomischen und funktionellen Vollständigkeit, der Belastbarkeit und der Ästhetik der Artikel, unter paralleler Berücksichtigung internationaler Zertifizierungen der Rohstoffe, Produktionsverfahren und Endprodukte.

(Quelle: Capital.gr)

Kreditnehmer in Griechenland pauschal der Steuerhinterziehung verdächtig

22. Juli 2014 / Aufrufe: 320 Keine Kommentare

Im Rahmen der Steuer-Paranoia in Griechenland werden nun sogar auch potentielle Kreditnehmer pauschal der Steuerhinterziehung verdächtigt.

Der Sinn des Bankgeheimnisses ist in Griechenland praktisch abgeschafft worden, da mittlerweile gleichzeitig fünf verschiedene Behörden (Dezernat für Wirtschaftskriminalität – SDOE, Zentrale für Einnahmen, Behörde für Bekämpfung der Legalisierung von Einnahmen aus kriminellen Aktivitäten usw.) Informationen über die Bewegungen privater Bankkonten schöpfen. Die Banken wiederum sind verpflichtet, Archive mit den Bewegungen aller Konten in den letzten zehn Jahren zu führen.

Was die Kontoguthaben betrifft, hat das Finanzamt heutzutage Zugriff auf alle Bankkonten. Allerdings hat es derzeit noch keinen Zugriff auf ältere Kontenbewegungen, was erst im nächsten Stadium des Online-Zugriffs auf die Archive der Banken möglich sein wird, während der Zugang zu den Daten über die Kredite folgen wird. Genau aus diesem Grund sind derzeit bei den Bankfilialen für 7.000 Kontoinhaber die Anträge der Steuerbehörden auf Herausgabe der Kontobewegungsdaten anhängig.
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Warum Griechenland vor der EZB zittert

21. Juli 2014 / Aufrufe: 132 1 Kommentar

Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Gläubigern und der Regierung in Griechenland anlässlich der Rücklage der Finanzstabilitätsfazilität geht weiter.

Die Delegation der Troika mag aus Athen abgereist sein, jedoch sind die leitenden Prüfer der gemeinsamen Überzeugung, dass die Regierung in Athen die Perspektive im Hinterkopf trägt, nötigenfalls die Rücklagen der Finanzstabilitätsfazilität zu verwenden um die Finanzierungslücke des Jahres 2014 zu stopfen. Allerdings scheint nur der Gedanke daran Frankfurt zu erzürnen, wo man auf keinen Fall will, dass dieses konkrete “Kissen” angerührt wird, weil es – wie man beharrt – nicht zu diesem Zweck gebildet wurde.

In Wahrnehmung der Risiken wurde von Seite des Wirtschaftsstabs der griechischen Regierung in den letzten Tagen zu erklären versucht, keinerlei derartige Absicht zu hegen. Man befürchten jedoch, nicht glaubhaft geworden zu sein. Und man befürchten ebenfalls, etwas solches könnte die Europäische Zentralbank (EZB) zu dem Entschluss führen, im Rahmen des im Gang befindlichen durchgeführten Stresstests bezüglich der griechischen Banken einfach eine “Hausnummer” zu nennen. Dies könnte sich jedoch für das inländische Finanzsystem als Albtraum erweisen, deswegen steigt bei allen die Spannung auf einen Höhepunkt.

(Quelle: Voria.gr)

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Mittelalterliche Arbeitsbedingungen im Tourismus in Griechenland

21. Juli 2014 / Aufrufe: 810 5 Kommentare

Hinter den in Griechenland bejubelten Rekorden im Tourismus verbergen sich mittelalterliche Arbeitsbedingungen und Zustände wie in Manolada.

Im Zweig der Gastronomie und der touristischen Berufe liegt in Griechenland die Beschäftigung ohne Sozialversicherung bei 50%, da veranschlagt wird, dass die Anzahl der ohne Versicherung beschäftigten Arbeitnehmer mehr als 230.000 Personen beträgt.

Bei einer vorhergegangenen Pressekonferenz des Panhellenischen (Gewerkschafts-) Verbands des Gastronomie-Personals und der Beschäftigten Touristischer Berufe (POEE – YTE) wurden die mittelalterlichen Arbeitsumstände hervorgehoben, welche tausende Beschäftigte im Tourismus durchleben – einer Branche, die als “Lokomotive” der griechischen Wirtschaft gilt.
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Finanzämter in Griechenland blockieren Schließfächer

20. Juli 2014 / Aufrufe: 5.311 Keine Kommentare

Die Finanzämter in Griechenland veranlassten seit Anfang 2014 weit über ein halbe Million Pfändungen in Händen Dritter und ließen auch zigtausende Schließfächer sperren.

Die Finanzämter in Griechenland schreiten in den letzten Monaten zu einem wahren Trommelfeuer von Pfändungen und Sperrungen zigtausender Bankkonten, Schließfächer und griechischer Aktien und Wertpapiere, welche die Steuerpflichtigen bei den griechischen Banken inne haben bzw. führen.

Das Imposante ist, dass selbigen Schuldnern eine Überraschung blüht, da sie von dem gegen sie betriebenen Verfahren nichts wissen, weil ihnen das Finanzamt gemäß den neuen Gesetzen den Pfändungsbescheid nicht zustellt. Sie erfahren von der Pfändung erst, wenn sie das nächste Mal zur Bank gehen bzw. auf ihr Konto zugreifen.
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EuGH kippt Kohlenmonopol in Griechenland

19. Juli 2014 / Aufrufe: 264 Keine Kommentare

Der EuGH hat das erstinstanzliche Urteil über das angebliche Braunkohle-Monopol der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland gekippt.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) gab am 17 Juli 2014 bekannt, dem Revisionsantrag der Europäischen Kommission stattgegeben zu haben, mit der letztere die Aufhebung des Urteils des Europäischen Gerichts (EuG) vom 20 September 2012 verlangte, das der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) im Thema des Monopols der Braunkohlevorkommen Recht gab.

In seinem Beschluss erinnert der Europäische Gerichtshof daran, dass der Vertrag den Mitgliedstaaten auferlegt, keine Maßnahmen einzuführen oder beizubehalten, die gegen die Bestimmungen des Vertrags hinsichtlich der öffentlichen Unternehmen und der Unternehmen sind, denen sie spezielle oder exklusive Rechte erteilen. Ebenfalls untersagt der Vertrag die missbräuchliche Ausnutzung einer vorherrschenden Position auf dem gemeinschaftlichen Markt oder einem signifikanten Teil von diesem, sofern diese missbräuchliche Ausnutzung den Handel zwischen den Mitgliedstaaten zu beeinflussen vermag.
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Wie Griechenland zum IWF geschickt wurde

19. Juli 2014 / Aufrufe: 558 Keine Kommentare

Laut einem geheimen Bericht wurde Griechenland infolge systematischer Manipulationen volkswirtschaftlicher Daten in die Arme des IWF getrieben.

Das Defizit des Jahres 2009, das den Weg des Eintritts Griechenlands in das Memorandum öffnete, war das Ergebnis einer systematischen Aufblähung der Daten, was eine Verzögerung des Haushaltsplans um ungefähr 14,7 Mrd. Euro zum Ergebnis hatte.

Die andauernden Änderungen der volkswirtschaftlichen Daten im letzten Quartal 2009 und die Neugestaltung des Nationalen Bruttosozialprodukts mittels wiederholter Korrekturen, die es um 23 Mrd. Euro reduzierten, trieben letztendlich das Defizit des Haushaltsplans auf 36,2 Mrd. Euro bzw. 15,8% des BIP hoch, gegenüber 14,4 Mrd. Euro bzw. 6,3% des BIP, wie von der damaligen Regierung der Nea Dimokratia veranschlagt worden war.
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Befreiung von Immobiliensteuer in Griechenland

18. Juli 2014 / Aufrufe: 1.531 1 Kommentar

Unter bestimmten Voraussetzungen wird Besitzern von Immobilien in Griechenland eine teilweise oder völlige Befreiung von der neuen Immobilienbesitzsteuer ENFIA Gewährt.

In wenigen Tagen werden die Steuerpflichtigen in ihrem persönlichen TAXISnet-Account die Beträge sehen, die sie für das Jahr 2014 für die neue ENFIA zu zahlen haben. Die Zentrale für Einnahmen wird die Bescheide auch per E-Mail verschicken, jedoch werden die Bescheide nicht in gedruckter Form versendet werden.

Wer entgeht jedoch gegebenenfalls auf Basis gesetzlicher Bestimmungen der ENFIA bzw. sogenannten neuen “Einheitlichen Immobilienbesitzsteuer”?
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Ein Drittel der Bürger in Griechenland hat niemals PC und Internet genutzt

17. Juli 2014 / Aufrufe: 447 1 Kommentar

Einer Untersuchung zufolge hat rund ein Drittel der Bürger in Griechenland noch nie einen PC und das Internet genutzt.

Ungefähr einer von drei Griechen erklärt, niemals in seinem Leben einen elektronischen Rechner (34,4%) noch das Internet (36,3%) genutzt zu haben. Hinsichtlich letzterer Gruppe haben mehr Frauen (40,8%) als Männer (35,9%) noch nie das Internet genutzt.

Andererseits steigt der Anteil der Bürger des Landes, die regelmäßig das Internet nutzen, in den letzten Jahren kontinuierlich – und zwar sogar mit beschleunigten Rhythmen – an, mit dem Ergebnis, dass 81% der User es fast jeden Tag nutzen. Dabei bleibt der PC das populärste Gerät für den Zugang zum Internet (91,5% der User), während dank der 3G-Technologie und “Smartphones” inzwischen auch der Zugang per Mobiltelefon signifikant zunimmt.
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