Die Beiträge dieses Blogs basieren überwiegend auf Publikationen griechischer Medien, aber auch eigenen Recherchen, wobei naturgemäß subjektive Positionen einfließen können. Alle Angaben und Informationen erfolgen ohne Gewähr und unter Ausschluss jeglicher Haftung!


Institutionen sind die Menschen in Griechenland gleichgültig

29. Mai 2015 / Aufrufe: 74 Keine Kommentare

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis moniert die absolute Gefühllosigkeit der Institutionen gegenüber den Bedürfnissen der Menschen.

Die Institutionen interessieren sich nicht für die Menschen und es muss die letzte Verhandlung mit ihnen sein“, betonte Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis bei der Debatte einer einschlägigen Anfrage des PASOK-Abgeordneten Dimitris Kremastinou bezüglich des Themas der Mehrwertsteuersätze auf den Inseln und fügte an:

Bei den derzeit erfolgenden Verhandlungen, dies betone ich heute, haben wir einer absolut gefühllosen Haltung gegenüber den Bedürfnissen zu begegnen. Der Druck ist auf allen Ebenen erstickend. Wir legen auf allen Ebenen unsere Vorschläge vor, sowohl ich als auch der Premierminister, sowohl der Brussels Group als auch den Institutionen. Unsere Argumente sind unerschütterlich, und das gestehen auch andere Amtskollegen von mir aus anderen Ländern ein. Wir sehen jedoch, dass die Institutionen diese signifikanten Argumente übergehen. Nicht unsere Partner, sondern die Institutionen. Deswegen ist es von Bedeutung, dass es die letzte Verhandlung gegenüber der memorandischen Gefühllosigkeit ist.

(Quelle: huffingtonpost.gr)

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Arbeitslose in Griechenland finden Zuflucht in Familienunternehmen

29. Mai 2015 / Aufrufe: 174 Keine Kommentare

Im Griechenland der Krise wenden junge Leute sich zunehmend der Übernahme und Fortführung von Familienunternahmen zu.

Wegen der wirtschaftlichen Krise und der Arbeitslosigkeit wenden sich in Griechenland die jungen Leute der Erhaltung des Familienunternehmens zu. Dies berichtete der Vorsitzende des Zentralverbands der Kammern und der Industrie- und Handelskammer Athen, Konstantinos Michalos, auf dem ersten Familienunternehmen-Forum der KPMG.

Konkret legte Herr Michalos 14 Vorschläge vor und merkte an: “die Industriekammer Thessaloniki zeigte in einer älteren Untersuchung das Problem der Nachfolge in einem Familienunternehmen nach Pensionierung seines Gründers auf. Jeder zweite Gewerbetreibende vertrat, sein Unternehmen würde keine Nachfolgerschaft haben. Dieser Anteil war in der Branche Kleidung – Schuhwerk größer, da sieben von zehn Gewerbetreibenden der Branche erklärt hatten, wegen der Unwilligkeit der neuen Generation würde es keine Nachfolge geben. Nach der wirtschaftlichen Krise hat die Lage sich jedoch geändert, da die hohe Arbeitslosigkeit hauptsächlich unter den jungen Leuten die jüngere Generation dazu führt, den Betrieb des Familienunternehmens fortzusetzen zu wünschen, da es eine ernsthafte alternative Lösung für das Problem der Beschäftigung darstellt.
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Griechenland: Ruf doch mal Obama an …

28. Mai 2015 / Aufrufe: 1.712 1 Kommentar

Bundeskanzlerin Angela Merkel soll Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras den Tipp gegeben haben, sich wegen der laufenden Verhandlung an das Weiße Haus zu wenden.

Hinter der amerikanischen Intervention bei dem G7-Gipfel in Dresden zu Gunsten Griechenlands “verbirgt” sich ein interessantes Hintergrundthema mit eigener Bedeutung.

Bei dem unlängst stattgefundenen Gipfeltreffen in Riga in Lettland war es die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras … den “Tipp” gab, sich an das Weiße Haus zu wenden, damit es zu dem IWF vermittelt, damit dieser Flexibilität zeigt und das griechische Problem auch bei dem G7-Gipfel gestellt wird.
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Griechenland geht Sparern ans Leder

28. Mai 2015 / Aufrufe: 1.660 3 Kommentare

Das Finanzministerium in Griechenland will die Inhaber aus nicht deklarierten Einkommen herrührender Bankguthaben zur Entrichtung von Steuern bewegen.

Der Entwurf des Finanzministeriums, der öffentlich zur Beratung gestellt werden soll, sieht Steuern zweier Klassen für die freiwillige Enthüllung und Legalisierung der “heimlichen” Einkommen, die sich auf Banken des Auslands und in Griechenland befinden.

Der vorgestern von Finanzminister Yanis Varoufakis bekannt gegebene Vorschlag der Regierung sieht die Besteuerung der bei ausländischen Banken befindlichen nicht deklarierten Einkommen mit einem Satz von 15% und die Erhebung einer Steuer mit dem doppelten Satz in Höhe von 30% für all jene vor, die “heimliche” Einkommen bei inländischen Banken haben.
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Merkel, Tsipras und die “Operation Absolution”

27. Mai 2015 / Aufrufe: 3.591 3 Kommentare

Berlin scheint unbedingt den Eindruck vermeiden zu wollen, allein für ein Scheitern der Rettung Griechenlands und einen Grexit verantwortlich zu sein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel widmet dem griechischen Thema letztens viel Zeit und zeigt sich entschlossen, einen eventuellen Bankrott Griechenlands abzuwenden.

Dieses Beharren beruht allerdings nicht nur auf Gründen, die sich auf die Erhaltung des europäischen Währungszusammenhalts und den Erfolg des Arguments bezüglich einer auf sich genommenen gemeinsamen Währung, sondern auch darauf beziehen, dass auf keinen Fall der Eindruck entstehen darf, die Verantwortung für einen eventuellen Grexit würde ausschließlich Deutschland zufallen.
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Anstieg der Inlandsverschuldung des Fiskus in Griechenland

26. Mai 2015 / Aufrufe: 1.177 1 Kommentar

Infolge des intern Zahlungsstopps in Griechenland ist die Inlandsverschuldung des Fiskus inzwischen wieder auf weit über 4,4 Milliarden Euro gestiegen.

Die Schulden des Fiskus übersteigen 4,4 Mrd. Euro, während parallel ein Zahlungsstopp unter Einfrierung der Steuerrückzahlungen verhängt worden ist, die – wie in einer ausführlichen Reportage der Zeitung “Kathimerini” berichtet wird – in manchen Fällen bis zu 4 Jahren reicht.

Ab dem Moment, wo hunderte Straßenbau-, Eisenbahn-, Hafen-, Abwassernetz-, Gesundheitsprojekte und unternehmerische Pläne wegen des Zahlungsstopps von Seite des griechischen Fiskus in der ‘Luft’ hängen, vermag man die bei den Buchhaltungsstellen herrschende Lage zu begreifen. Das selbe Bild wird auch bei den Versicherungskassen beobachtet, da für ihre Verwaltungen die Auffindung von Mitteln einen alltäglichen Kopfschmerz darstellt.
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Solidaritätsabgabe in Griechenland ist verfassungswidrig

25. Mai 2015 / Aufrufe: 380 Keine Kommentare

Der Oberste Rechnungshof in Griechenland befand die sogenannte Solidaritäts-Sonderabgabe für verfassungswidrig.

Wie der stellvertretende Präsident des Parlaments und SYRIZA-Abgeordnete Alexis Mitropoulos enthüllte, befand der Senat des Obersten Rechnungshofes die Solidaritätsabgabe für verfassungswidrig. “Es hatten Rentner geklagt“, erklärte Herr Mitropoulos in einer Sendung des TV-Senders ANT1 und betonte, sich auf das Urteil des Rechnungshofs beziehend, “wenn die Völker Kredite aufnehmen, schaffen sie nicht die Demokratie und die Judikative ab“.

Das Urteil über die (bei ihrer Einführung 2011 rückwirkend ab 2010 in Kraft gesetzte) Solidaritätsabgabe betrifft die Gesamtheit der Arbeitnehmer des privaten und öffentlichen Sektors und alle Rentner, die (gleich ob reale oder fiktive!) Monatseinkommen von über 1.000 Euro haben. Nach diesem Urteil müssen gegebenenfalls äquivalente Maßnahmen mit einem Volumen von ungefähr 2 Mrd. Euro gefunden werden.

(Quelle: in.gr)

Regierung in Griechenland hat weiterhin große Unterstützung

25. Mai 2015 / Aufrufe: 1.114 2 Kommentare

Eine Demoskopie der Public Issue in Griechenland zeigt weiterhin eine überwältigende Überlegenheit der SYRIZA gegenüber der Nea Dimokratia.

Eine Demoskopie der Gesellschaft Public Issue für die Sonntagsausgabe der Zeitung Avgi zeigt eine klare Überlegenheit des Premierministers Alexis Tsipras und der SYRIZA sowie eine signifikante Akzeptanz der Strategie der Regierung bei den Verhandlungen.

Konkret ist bei der Einschätzung des Wahleinflusses die Differenz zugunsten der SYRIZA gegenüber der Nea Dimokratia (ND) überwältigend groß. Die SYRIZA vereinigt mit 48,5% gegenüber 21% einen mehr als doppelt so großen Anteil als die ND auf sich, es folgen KKE (6%), Chrysi Avgi (5,5%), PASOK (4%), ANEL (3,5%) und sonstige Parteien mit insgesamt 5%.
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Sittenwidrige Besteuerung Minderbemittelter in Griechenland

24. Mai 2015 / Aufrufe: 1.633 Keine Kommentare

In Griechenland werden speziell Steuerpflichtige mit geringfügigen Einkommen aus Zinsen und Mieten mit absurden Steuerforderungen konfrontiert.

Die Einkommensteuererklärung 2015 (für Einkommen des Jahres 2014) versteckt eine böse Falle für alle Steuerpflichtigen (gleich ob sie Steuerinländer- oder Steuerausländer sind!), die innerhalb des Jahres 2014 geringfügige Einkommen aus Guthabenzinsen, kein sonstiges Einkommen deklariert und gleichzeitig eine (gleich ob Eigentums- oder Miet-) Wohnung haben oder einen Pkw besitzen.

Angeblich sollen die konkreten Steuerpflichtigen mittels einer neulich ratifizierten speziellen gesetzlichen Regelung vor den unsittlichen Einkommensindizien geschützt werden. Das Problem wurde jedoch nicht behoben, weil die konkrete Regelung sich in der Praxis als “löchrig” erweist und die Steuerpflichtigen den sogenannten Einkommens- und  Lebenshaltungsindizien zum Opfer fallen.
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Gerichte in Griechenland stoppen rechtswidrige “Steuerprüfungen”

23. Mai 2015 / Aufrufe: 1.486 1 Kommentar

Infolge diverser Urteile der Gerichte in Griechenland hängen rund 100000 Fälle angeblicher Steuerhinterziehungen praktisch in der Luft.

“Tretminen” bei den Überprüfungen der sogenannten Lagarde-Liste und aller sonstigen von dem griechischen Finanzministerium untersuchten großen Steuerhinterziehungsfälle legen neue Gerichtsurteile, die das in den letzten 5 Jahren konstruierte neue Steuerprüfungsmodell von Grund auf umstürzen.

Die Kontrollen rund um die Lagarde-Liste, die Liste mit den Auslandsüberweisungen und die sogenannte Nikoloudis-Liste stützen sich bis zum Überdruss auf die Öffnung von Bankkonten, indirekte Prüftechniken und über ein Jahrzehnt zurückreichende rückwirkende Geldstrafen.
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