Archiv

Artikel Tagged ‘wirtschaftszone’

Simitis fror 1995 Erdöl-Suche in Griechenland ein

10. April 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 1.287 3 Kommentare

Brisante Enthüllung einer Professorin der Geophysik: in Griechenland fror Premierminister Simitis 1995 die Forschung nach Erdöl im Ionischen Meer und bei Kreta ein!

1995 führt das französische Forschungsschiff „Atalanti“ geophysikalische Untersuchungen zur Auffindung von Strukturen durch, welche Energievorkommen innerhalb der griechischen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) beherbergen können. Die durchgeführte Untersuchung wist offiziell und wird von der Europäischen Union mittels des Programms MAST II finanziert. Jedoch sind nicht alle Forscher auf dem Schiff Franzosen, auch Griechenland ist vertreten …

Bei dieser signifikanten Untersuchung (durch die französische Universität École Normale), die praktisch den Meeresboden in der griechischen AWZ sowohl im Ionischen Meer als auch südlich von Kreta kartographisierte, wurde Griechenland durch die Geophysikerin Frau Panagiota Georgopoulou vertreten, die bereits ihre Dissertation zu diesem Thema ausarbeitete. Einen signifikanten Teil dieser Ergebnisse wiederum wertete sie selbst aus.
Gesamten Artikel lesen »

Kohlenwasserstoffe in Griechenland: Noch eine Psychose?

11. Dezember 2012 / Aktualisiert: 05. Juli 2013 / Aufrufe: 1.074 2 Kommentare

Autor: Panos Kolokotronis

Thema: Minister dämpft Erwartungen aus Gasvorkommen in Griechenland

Die Wahrheit ist sicherlich, dass weder die griechischen Wissenschaftler dermaßen naiv sein können und erst recht nicht die internationalen Agenturen, welche die Berichte der in Rede stehenden Wissenschaftler berücksichtigen, die zu Einschätzungen über die Ebenen der Kohlenwasserstoffe schreiten, über welche Griechenland verfügen könnte. Außerdem können wir nicht den einschlägigen Bericht der Deutschen Bank als zufällig charakterisieren, der anlässlich der letzten Eurogruppe zur Berücksichtigung vorgelegt wurde, noch kann als zufällig charakterisiert werden, dass dieser von Herrn Schäuble – der offensichtlich auch nicht dermaßen naiv ist – auf den Tisch der Finanzminister der Eurozone gebracht wurde.

Athen spricht dagegen durch den Mund des zuständigen Ministers Herrn Livieratos von einer „Psychose“, die er auf die Wirtschaftskrise zurückführt! Speziell bezüglich der Bekanntmachung der Deutschen Bank gefragt, wonach Griechenland einen Nutzen von 214 Mrd. Euro aus der Verwertung der Kohlenwasserstoffe haben könne, äußerte Herr Livieratos sogar, es „werde viel Wirbel um nichts gemacht„, weil der in Rede stehende Bericht auf Vermutungen basiere!

Wir sollen uns jedoch in Erinnerung rufen, dass die in Rede stehende „Psychose“ auf einer Reihe von Berichten basiert, die vor etlichen Jahrzehnten formuliert wurden und deren Existenz die politischen Führungen nach dem Regimewechsel dementierten. Ebenfalls sollen wir uns an die journalistische Bemühung erinnern, damit diese Berichte an die Öffentlichkeit gelangen, und an die Beleidigungen, welche die sich mit diesen Themen beschäftigenden Kollegen einkassierten – mit charakteristischstem Fall die extrem abfälligen Erklärungen, welche Herr Pangkalos sich auf Herrn Chardavelas beziehend im Parlament geäußert hatte (abwertend schließlich für den ehemaligen Vizepremier selbst).

Mit dem sowohl von London als auch Berlin gezeigten Interesse an den griechischen Kohlenwasserstoffen als gegeben wäre es also gut, die Regierung würde sich nicht auf „inländische Psychosen“ beziehen. Unter dem Strich gibt es keinen Bericht eines strategischen Analytikers, der sich nicht auf die Bedeutung des griechischen Raums bezieht und diese nicht etwa mit den NATO-Basen, sondern mit seiner Aufzeigung als Energie-Player in Verbindung bringt. Speziell wo bekannt ist, dass Westeuropa – ausgenommen Norwegens – keine entsprechenden Reichtum produzierenden Quellen hat und die Notwendigkeit der Abnabelung von Russland voranstellt. Berlin wiederum ist energetisch an Händen und Füßen von Moskau gebunden, wie vor wenigen Jahren mit der zwischen Russland und Ukraine ausgebrochenen Krise wegen des Erdgases aufgezeigt wurde.

Zählen wir alle diese Faktoren zusammen, werden wir erkennen, woher sich die aufschiebende griechische Haltung hinsichtlich all dessen ableitet, was die Bekanntgabe der griechischen ausschließlichen Wirtschaftszone und hauptsächlich das Beharren der Türkei und Ägyptens betrifft, dass Kastelorizo und Gavdos nicht in diese einbezogen werden. Außer wenn auch dies ein weiteres Szenarium wissenschaftlicher Phantasie darstellt, welches die wirtschaftliche Krise begleitet.

Quelle: Vradyni
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Gesegnetes Griechenland, kleine Inseln und große Interessen

15. Oktober 2012 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 757 1 Kommentar

Autor: Panos Kolokotronis / Vradyni

Thema: Troika verlangt Evakuierung dünnbesiedelter Inseln in Griechenland

War es nicht der deutsche „Spiegel“, der vertrat, der Stab der Troika in Griechenland sei gar nicht so „technokratisch“, sondern treibe politische Interessen voran? Kurz gesagt, sogar auch wenn die Nachricht dementiert wird, dass die in Rede stehenden Herren – sei es auch formlos – verlangten oder vorschlugen, die Bewohner der kleinen griechischen Inseln sollen ihre Heime verlassen, könnte dies nicht aus anderen Gründen gesagt worden sein?

Ich erkläre: Währen all der vergangenen Jahre wurde von unabhängigen Forschern und von Kollegen viel über die Existenz signifikanter Vorkommen an Erdöl, Erdgas und anderen wertvollen Mineralen im Boden und unter dem Meer Griechenlands diskutiert. Damals wurden alle beleidigt, welche die einschlägigen Behauptungen vorbrachten. Das Thema war sogar bis in das Parlament gelangt, wo sich – wenn ich mich recht erinnere – Herr Pangkalos abwertender Phrasen bediente – damit wir nicht denken, das Parlament würde nur heute von einigen seiner Vertreter unterschätzt.

Im Verlauf der zeit – und relativ schnell – entdeckten wir Lagerstätten! Praktisch in Bestätigung aller Berichte, die vor fünf oder zehn Jahren das Licht der Öffentlichkeit erblickten, vertritt die Regierung heute offiziell, ja, wir haben all das, aber es ist doch nicht so viel! Aber, wenn es dies schließlich nicht war, warum beginnen wir uns plötzlich gegen jede Art externer Faktoren zu wehren, die etwas von der Ägäis, dem kretischen und dem libyschen Golf anstreben?

Weil wir auf der einen Seite die Türken haben, welche die Ägäis in ein „Meer des Friedens“ verwandeln wollen und darauf abzielen, gemeinsam mit den Griechen … etwas auszubeuten, und auf der anderen Seite sollen wir – wenn das Verlangen der Troikaner nicht fiktiv war – auch die Bewohner der Insel Gavdos umsiedeln, damit sie als „unbewohnte“ Insel nicht gar morgen oder übermorgen in die griechische Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) eingegliedert wird. Und es ist offensichtlich, dass die Vorkommen im Libyschen Golf gleichermaßen signifikant sind. Es sei an ein neuliches Telegramm von Reuters erinnert, laut dem der Wert der Vorkommen unter den griechischen Seegebieten mit konservativen Schätzungen 600 Mrd. Dollar tangiert.

Die internationale Nachrichtenagentur vertritt sogar, dass die in Rede stehenden Vorkommen auf Basis offensichtlich gewisser Messungen und Schätzungen viele gemeinsame Merkmale mit dem israelischen Gasfeld „Leviathan“ aufweisen. Womit wir uns vorstellen, um welche Energie-Ressourcen es geht. Auf jeden Fall sogar auch für einen Zusammenstoß geeignet, wenn wir die Konfrontationsfelder internationaler Interessen bedenken. Und gleichermaßen geeignet, damit – wir stellen eine einfache Überlegung an – unser Land sich im Schraubstock der Troika, also laut dem „Spiegel“ zwischen den Interessen von Brüssel und Washington befinden.

Quelle: Vradyni, S. 2
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Erdöl und Erdgas in Griechenland

5. Januar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 4.739 17 Kommentare

Griechenland schreitet zur öffentlichen internationalen Ausschreibung der Erschließung von Erdöl- und Erdgasvorkommen bei Ioannina, Katakolo und Patras.

Auf ungefähr 250 bis 300 Millionen Barrels werden von dem griechischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel (YPEKA) die in den Gebieten bei Ioannina, Katakolo und im Golf von Patras existierenden Kohlenwasserstoffvorräte geschätzt, für welche das Ministerium einen internationalen öffentlichen Wettbewerb ausschrieb und die interessierten Firmen aufruft, bis zum 02. Juli 2012 ihre Angebote einzureichen.

Eindruck rufen zur selben Stunde die Berichte von Wissenschaftlern hervor, welche die Vorräte an Kohlenwasserstoffen, über die Griechenland verfügt, sehr viel höher ansetzen als die Führung des zuständigen Ministeriums mit ihren Schätzungen eingesteht. Von Seite der wissenschaftlichen Gemeinschaft wird allerdings auch mit Nachdruck betont, dass Griechenland kein Interesse von Firmen anziehen können wird, die Investitionen tätigen müssen, um zur Nutzung der Vorkommen zu schreiten, wenn die Regierung nicht unmittelbar zur Festsetzung der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) schreitet.
Gesamten Artikel lesen »