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Exit Poll zeigt Thriller bei Parlamentswahlen Juni 2012 in Griechenland

17. Juni 2012 / Aufrufe: 424 Keine Kommentare

Die Ergebnisse der Wahltagsbefragung bei den Parlamentswahlen in Griechenland zeigen ein Kopf-an Kopf-Rennen zwischen Konservativen und Linken.

Die Ergebnisse der Wahltagsbefragung (Exit Poll) der griechischen Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Nea Dimokratia (ND) und SYRIZA, mit Gewinner die ND, aber auch einen erschreckend hohen Stimmanteil der rechtsextremistischen Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte), welche die fünftstärkste der insgesamt sieben in dem neuen griechischen Parlament vertretenen Parteien zu werden scheint.

Exit Poll der Parlamentswahlen Juni 2012 in Griechenland

Das um 20:30 Uhr (Ortszeit) publizierte Ergebnis der Auswertung von 100% der Exit Polls reflektiert folgendes Bild:

  • Nea Dimokratia (Νέα Δημοκρατία): 28,6% – 30,0%
  • SYRIZA (ΣΥΡΙΖΑ): 27,5% – 28,4%
  • PASOK (ΠΑΣΟΚ): 11% – 12,4%
  • Unabhängige Griechen (Ανεξάρτητοι Έλληνες) 6,8% – 7,8%
  • Chrysi Avgi (Χρυσή Αυγή): 6,5% – 7,1%
  • Demokratische Linke (Δημοκρατική Αριστερά): 5,8% – 6,6%
  • KKE (ΚΚΕ): 4,8% – 5,6%

Die resultierende Verteilung der Mandate stellt sich folgendermaßen dar:

Verteilung der Mandete gemäß Exit Poll der Parlamentswahlen Juni 2012 in Griechenland

(Quelle: in.gr / Opinion, GPO, Alco, Marc, Metron Analysis, MRB)

Kommunalwahlen in Griechenland ohne Exit-Poll

5. November 2010 / Aufrufe: 189 Keine Kommentare

Wegen finanzieller Einschränkungen muss auf Wahltagsbefragungen – Exit-Polls anlässlich der Kommunal- und Landtagswahlen in Griechenland am 07. November 2010 verzichtet werden.

Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage sahen sich die führenden griechischen Fernsehanstalten  gezwungen, die Pläne zur Durchführung der üblichen Wahltagsbefragungen bzw. Exit-Polls am Tag der ersten Runde der Kommunalwahlen und Landtagswahlen am Sonntag, dem 07. November 2010 endgültig aufzugeben.

Vor etwa einem Monat untersuchten sowohl Vertreter der staatlichen Sendeanstalt ERT als auch fünf privater TV-Sender und der größten demoskopischen Institute anfänglich die Möglichkeit der gemeinsamen Planung und Finanzierung einer Wahltagsumfrage, die auf die Hochrechnung der Ergebnisse des Wahlgangs am 07. November 2010 in den 13 griechischen Verwaltungsbezirken und den 3 größten kommunalen Wahlbezirken Athen, Piräus und Thessaloniki beschränkt sein sollte.

Im Rahmen der im weiteren Verlauf erfolgenden Beratungen wurden die Gesamtkosten allerdings auf etwa 120.000 – 150.000 Euro bzw. ungefähr 30.000 Euro für jede der beteiligten Sendeanstalten angesetzt. Obwohl von Seite der ERT durchaus die Bereitschaft bestand, die auf sie entfallende Kostenbeteiligung beizusteuern, wurde der finanzielle Aufwand schließlich für zu hoch befunden.

Laut einschlägigen Quellen basierte die negative Entscheidung nicht zuletzt auf der Überlegung, dass ein entsprechender Aufwand ebenfalls für die – insbesondere in den konkreten Wahlbezirken als gegeben anzusehenden – Stichwahlen am Folgesonntag (14. November 2010) aufzubringen sei und sich damit die Kosten auf einen nicht mehr vertretbaren Gesamtbetrag summieren würden.