Archiv

Artikel Tagged ‘währungsgemeinschaft’

Warum der Euro für Griechenland tabu sein muss

7. Januar 2015 / Aufrufe: 1.122 2 Kommentare

Die schwarzen Plastiktüten des jüngeren Balkanhandels und die Gefahr der Nationalen Münzanstalt, sprich Rückkehr zur Drachme.

Alle mit einem realen und substantiellen Kontakt zum Balkan wissen, dass seit den Jahren des Kalten Krieges – noch mehr nach 1990, als man die Regimes des realen Sozialismus zum Zusammenbruch brachte – die Länder der Regionen (wie im übrigen auch die Türkei) zwei oder drei Währungen haben. Eine offizielle, die Dinar, Lew, Pfund usw. heißt, und zwei andere mit einem realen Wert, sprich den Dollar und den Euro bzw. früher die D-Mark.

Es gibt sogar ein Land – Montenegro unter Djukanovic -, das heute als offizielle Währung den Euro hat, der auf „natürliche“ Weise die D-Mark ablöste, welche die vorherige offizielle Währung war. Obwohl der internationale Status des Landes relativ unklar ist – Montenegro erfährt keine breitere Anerkennung als staatliches Gebilde, ist kein Mitglieder der Europäischen Union und auch nicht der Eurozone -, ist das Gebiet eine Zone des Euro. Es ist in weiteres der vielen Paradoxe des Balkans, das ein Anzeichen für die Relativität gewisser Dinge ist.
Gesamten Artikel lesen »

Statistische Daten Griechenlands waren nicht verfälscht

21. November 2011 / Aktualisiert: 25. August 2015 / Aufrufe: 1.116 6 Kommentare

Die Europäische Kommission gesteht ein, dass die volkswirtschaftlichen Daten, auf deren Basis Griechenland in die Eurozone aufgenommen wurde, doch nicht verfälscht waren.

Griechenland steht in Europa und der ganzen Welt in dem Ruf, seine statistischen Angaben verfälscht zu haben, um im Jahr 1999, als über seinen Beitritt zur Eurozone entschieden wurde, ein geringeres volkswirtschaftliches Defizit auszuweisen. Die Europäische Kommission gesteht inzwischen allerdings ein, dass Griechenland die Voraussetzungen für seinen Beitritt zu der Eurozone damals tatsächlich erfüllt hatte, wogegen Frankreich, Spanien, Portugal und möglicherweise sogar auch Deutschland sich für ihren Beitritt zum Euro logistischer Alchemie bedienten.

Die Datenbank AMECO der Generaldirektion für wirtschaftliche und finanzielle Angelegenheiten (DG ECFIN) der Europäischen Kommission zeigt, dass Griechenland ein Defizit der Zentralregierung in Höhe von 3,07% des BIP für das Jahr 1999 hatte, in dem auch über seine Beteiligung an der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) entschieden wurde, um dieser zwei Jahre später beizutreten. Die erst Jahre später rückwirkend hervorgerufene Überschreitung der Defizitgrenze beruht auf der Änderung der Weise der Verbuchung militärischer Ausrüstungen während der volkswirtschaftlichen Inventur im Jahr 2004 unter Finanzminister Giorgos Alogoskoufis.
Gesamten Artikel lesen »