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Artikel Tagged ‘vaxevanis’

Hintergründe der Verhandlungen Griechenlands

21. April 2015 / Aufrufe: 5.596 7 Kommentare

Kostas Vaxevanis, international bekannter Investigativ-Journalist und Herausgeber der Zeitschrift HotDoc, prangert die Verlogenheit der sogenannten Partner Griechenlands an.

Alles, was in Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern bzw. sogenannten „Partnern“ geschieht und hauptsächlich geschrieben wird, hat eine Dimension, die einer einfachen Rationalisierung bedarf.

Mittels dieser Rationalisierung ergibt sich, dass der König nackt ist und es keinen feuerspeienden Drachen gibt. Begeben wir uns also in einfachen Schritten zur Logik.
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Ein Gespenst schwebt über Griechenland

30. März 2015 / Aufrufe: 5.828 12 Kommentare

Laut Kostas Vaxevanis, Investigativjournalist und Herausgeber der Zeitschrift HotDoc, schwebt über Griechenland das Gespenst des Salvador Allende.

Manchmal kann man fähigen Menschen Unrecht tun, indem man ihnen seine eigenen Schuhe anzieht und sie auf den Weg der Geschichte schickt. Wenn man jedoch auf eine andere Weise redet als man für richtig glaubt, dann trägt man selbst die Schuhe eines anderen. Weder kann man etwas einbringen, noch hat man seinen eigenen Gang.

Deswegen werde ich so sprechen wie ich denke. Obwohl ich hoffe, fürchte ich mich. Ich fürchte weder Grexit noch Grexident und auch nicht die Drohungen, welche die schmutzige Hand greiser Verleger auf dem Papier hinterlässt. Nicht das Gebrüll eines seinem Ende entgegen gehenden Systems beunruhigt mich, sondern diejenigen, die das Todesröcheln nicht als Tod, sondern als das „noch lebende Ungeheuer“ sehen.
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EZB lügt zu Gunsten der Bankiers in Griechenland

2. Juni 2014 / Aufrufe: 1.493 Keine Kommentare

Laut dem Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis lügt die EZB, damit die Bankiers ihre Positionen behalten.

Die seit Tagen im Raum stehende Frage, warum die erste Rekapitalisierung der griechischen Banken erfolgte, obwohl sie (damals noch) keinen Anleihen-Cut zu verschmerzen hatten, beantwortete Yanis Varoufakis im Gespräch mit Hot Doc Radio und Kostas Vaxevanis.

Herr Varoufakis rief die Gründe in Erinnerung, aus denen die Banken gesund erschienen, wogegen sie in Wirklichkeit seit 2008 pleite waren. „Die Banken hatten eine Art versteckter Toxizität. Mit der Senkung der Zinsen wegen der Schaffung der Eurozone hatten sich in den Jahrzehnten 1990 und 2000 die Banken darum gerissen, uns Geld zu leihen. Wir erinnern uns alle an per Post verschickte Kreditkarten, die niemand beantragt hatte und automatisch aktiviert wurden.
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256 Lagarde-Listen und der Generalsekretär für Einnahmen in Griechenland

20. Januar 2014 / Aufrufe: 695 2 Kommentare

Ist es moralisch, dass dem Generalsekretär für öffentliche Einnahmen in Griechenland Bonuszahlungen für eine Arbeit zustehen, für die er so wie so bezahlt wird?

Charis Theocharis ist Generalsekretär für öffentliche Einnahmen des griechischen Finanzministeriums. Für jemanden mit einer hinreichenden Phantasie ist der Generalsekretär für die Beitreibung der Steuern verantwortlich. Für jemanden, der die Geschehnisse verfolgt, treibt Herr Theocharis erfolgreich die Steuern von Greisen in den Dörfern, Arbeitnehmern und tausenden kleinen Gewerbetreibenden ein, die dem Fiskus Geld schulden und nicht das Glück haben, Giorgos Kouris oder Petros Kostopoulos zu heißen.

Weil dem Klein- und Mittelständler, für den es keinen „Platz an der Sonne“ gibt, genau bewusst ist, dass er weder Kouris noch Kostopoulos heißt (Anmerkung: beide Benannten besaßen und steuerten Massenmedien und blieben trotz erheblicher Schulden an den Fiskus lange Zeit unbehelligt) und nicht den Luxus „fallspezifischer Regulierungen“ genießt, alles hergibt um nicht ins Gefängnis geschickt zu werden.
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Griechenland: reiche Abgeordnete, arme Einwohner

24. Dezember 2013 / Aufrufe: 2.786 4 Kommentare

Sind die Abgeordneten des Parlaments in Griechenland von Haus aus reich oder werden sie reich, nachdem sie Abgeordnete werden?

Die Abgabe der Vermögensdeklarationen der Abgeordneten zeigte, dass Griechenland ein Land mit reichen Abgeordneten und armen Einwohnern ist. Dies wiederum kann zwei Dinge bedeuten: Entweder wird die griechische Gesellschaft im Parlament verzerrt und mit dem Ergebnis vertreten, dass die Reichen überwiegen, oder die Abgeordneten werden, nachdem sie zu Abgeordneten werden, auch reich.

Was von beidem trifft zu? Wir können nur Vermutungen anstellen, weil wir um es zu erfahren, außer den Angaben, welche das Vermögen der Parlamentarier – also ihre Vermögenslage – belegen, auch wissen müssen, woher es kommt, also woher ihr Reichtum stammt. Eine solche Überprüfung führt das griechische Parlament jedoch nicht durch oder traut sich nicht, sie durchzuführen. In zwei Fällen, in denen es dazu gezwungen wurde, also denen des Akis Tsochatzopoulos und des Giannos Papantoniou, sind die Resultate bekannt.
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Erneuter Freispruch wegen Lagarde-Liste in Griechenland

28. November 2013 / Aufrufe: 243 Keine Kommentare

Der wegen der Veröffentlichung der Lagarde-Liste in Griechenland angeklagte Journalist Kostas Vaxevanis wurde zum zweiten Mal freigesprochen.

Der wegen der vor einem Jahr erfolgten Veröffentlichung der sogenannten Lagarde-Liste angeklagte Journalist und Herausgeber der Zeitschrift Hot Doc, Kostas Vaxevanis, wurde auch in zweiter Instanz – und zwar einstimmig – freigesprochen.  Das Gericht schloss sich damit nicht dem Antrag des Staatsanwalts an, der argumentiert hatte, die Veröffentlichung der Personendaten der Inhaber von Konten bei der schweizerischen Bank HSBC stelle eine Verletzung persönlicher Daten dar.

Es ist das zweite Mal, dass ein Gericht trotz des staatsanwaltlichen Antrags auf eine Verurteilung den Journalisten freispricht. Vorhergegangen war der Freispruch des Herausgebers der Zeitschrift durch die Einzelrichterkammer des Schnellgerichts, gegen welches Urteil die Staatsanwaltschaft Berufung einlegt hatte.

(Quelle: To Pontiki)

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Die Zäpfchen des Gesundheitsministers in Griechenland

27. November 2013 / Aktualisiert: 07. April 2014 / Aufrufe: 678 Keine Kommentare

Die Politik des Gesundheitsministers in Griechenland scheint bisher nur Privatkliniken und internationale Pharma-Konzerne begünstigt zu haben.

Man könnte im Scherz sagen, Adonis Georgiadis sei jenseits jeden Zweifels der grundlegendste Promoter der Pharma-Industrie, da – sofern er seine Politik fortsetzt – bald Ärzte, medizinisches Personal und sicher die Patienten Pillen schlucken müssen, um ihn auszuhalten. Aber auch wenn jemand nichts mit all dem zu tun hat, reicht es schon, nur einem seiner dutzende TV-Auftritte zuzuhören, um Bekanntschaft zumindest mit Präparaten zu machen, die sich auf den Blutdruck beziehen.

Aber lassen wir die Scherze und begeben wir uns zur Essenz. Der Gesundheitsminister (ja, er ist Minister, und zwar für Gesundheit, er ist nicht nur einfach „Adonis“) kündigte an, 6.000 Medikamente billiger zu machen. Wer ihm nicht zustimmte, wurde attackiert, keine billigen Medikamente für das Volk zu wollen, sondern Interessen der Pharma-Industrie zu dienen. Sind jedoch die Billigpreise des Herrn Georgiadis ein Schlag gegen die Interessen?
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Rationaler Kannibalismus in Griechenland

8. August 2013 / Aktualisiert: 07. April 2014 / Aufrufe: 957 4 Kommentare

In Griechenland wird ein sozialer Kannibalismus geschürt, der nicht die Wiederherstellung der Gerechtigkeit, sondern die selbe Ungerechtigkeit für alle verlangt.

Wenn wir der neulich in der Zeitung To Vima veröffentlichten Meinungsumfrage glauben schenken, dann sind 60% der Griechen für die Entlassungen auf dem öffentlichen Sektor. Das erste sich stellende Thema ist das selbe, das sich für jede Demoskopie stellt: Auf welche Weise also eine Frage formuliert wird, damit sich die gewünschten Resultate ergeben.

Warum etwas derartiges geschehen soll, ist die nächste Frage. Die Antwort ist in der kurzen Geschichte der Demoskopien gegeben worden: Erscheint eine Position als Ansicht der Gesellschaft, kann sie wirklich zur Ansicht der Gesellschaft werden. Das als Ergebnis Gemunkelte kann zum Resultat werden. Das Gerücht beispielsweise, es würden sich tausende Menschen am Syntagma-Platz versammeln um ein unerhörtes Ereignis zu sehen, kann wahrscheinlich Tausende dazu bringen, sich zum Syntagma-Platz zu begeben und nach dem Unerhörten Ausschau zu halten, das es nicht gibt und nicht stattfindet.
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Der Drache und die Heilige Regierung in Griechenland

24. Juli 2013 / Aktualisiert: 07. April 2014 / Aufrufe: 550 Keine Kommentare

Die Regierung in Griechenland schafft selbst die Drachen, um sie dann in der Rolle des Heiligen Georgios zu töten.

Auf vielen griechischen Ikonen wird der Heilige Georgios dargestellt wie er einen gefährlichen Drachen tötet. Dieses Bild scheint die griechische Regierung inspiriert zu haben. Alle Nase lang schafft sie allein die Drachen, die sie dann tötet, um die Rolle des Heiligen zu übernehmen.

Das hat jedoch nichts mit der Heiligkeit zu tun. Der griechische Staatsapparat ist als Drache dargestellt worden, der die griechische Wirtschaft quält. Die Wahrheit ist, dass der griechische Staatsapparat voller parasitärer Phänomene ist. Er wurde mit Verantwortung der Regierung geschaffen, ohne jegliches Leistungsprinzip, mit Menschen, die ihre Parteikundschaft waren.
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Angst vor Junta in Griechenland

16. Juni 2013 / Aufrufe: 2.422 11 Kommentare

Kostas Vaxevanis, Herausgeber und Redakteur der Zeitschrift HOT DOC, erklärt, warum er befürchtet, dass sich in Griechenland eine neue Diktatur installieren könnte.

Ich weiß, dass dieser Artikel kommentiert und vielleicht auch der Anlass werden wird, mir Pessimismus, Sektierertum oder Unvermögen zur Beurteilung der Dinge anzulasten. Ehrlich gesagt interessiert mich das nicht. Ich nehme an, dass manchmal die Angst nützlicher ist als die Unkenntnis einer Gefahr, wie auch, dass die Befürchtung, die Dinge gelten in ihrer schlimmsten Variante, politischer als jede „politically correct“ Analyse ist.

Die Demokratie ist nicht bedroht und geht nicht unter, wenn sie nicht lächerlich gemacht wird. Sie wird nicht automatisch eliminiert, wenn sie in den Augen der Menschen nicht überflüssig erscheint. Es kommen keine Retter an die Macht, wenn die Demokratie sich nicht vorher unfähig erwiesen hat, die Probleme zu lösen, welche ihr Funktionieren schafft. Die Demokratie geht unter, wenn sie zeigt, dass sie unfähig und überflüssig ist.
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