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Artikel Tagged ‘tiresias’

Aufhebung des Steuergeheimnisses in Griechenland

28. Oktober 2014 / Aufrufe: 517 Keine Kommentare

Nach dem Bankgeheimnis wird in Griechenland nun auch das Steuergeheimnis praktisch aufgehoben, da die Banken direkten Zugriff auf Steuerdaten erhalten sollen.

Mittels der bankübergreifenden Gesellschaft Tiresias AG (= Pendant zur Schufa in Deutschland) werden die Banken direkten elektronischen Zugang zu dem TAXIS-System und die Möglichkeit erhalten, Daten aus den Steuererklärungen und den Registern des Finanzministeriums zu schöpfen.

Recherchierten Informationen zufolge befinden sich die Diskussionen zwischen dem Finanzministerium und dem Verband Griechischer Banken (HBA) in einem fortgeschrittenen Stadium, wobei in die Gespräche auch das Entwicklungsministerium involviert ist, da der Online-Zugriff der Banken auf steuerliche Daten in den Rahmen der Forcierung des Gesetzes über die Regulierung der „roten“ Kredite eingegliedert ist.
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Banken dürfen Kreditkündigung nicht unbesehen an TIRESIAS melden

14. April 2012 / Aktualisiert: 14. April 2012 / Aufrufe: 156 Keine Kommentare

In Griechenland dürfen Banken die Kündigung eines Kreditvertrags nicht unbesehen an das Bonitätsregister TIRESIAS melden, ohne den Schuldner informieren.

Laut der griechischen Datenschutzbehörde ist es rechtswidrig, anlässlich der Kündigung eines Kreditvertrags dem Bonitätsregister der TIRESIAS SA (= Gegenstück zur SCHUFA in Deutschland) unbesehen die Daten des Schuldners und eventueller Bürgen zu übermitteln und sie auf die „schwarze Liste“ setzen zu lassen.

In einem konkreten Fall, in dem dies missachtet wurde, verhängte die Datenschutzbehörde Strafgelder in Höhe von 50.000 Euro gegen die „Geniki Bank“ und 20.000 Euro gegen die Tiresias.

Info: Mitteilungspflicht vor Eintragung in Bonitätsregister Tiresias in Griechenland

Rapider Anstieg der unbezahlten Telefonrechnungen in Griechenland

13. April 2011 / Aktualisiert: 26. August 2012 / Aufrufe: 351 Keine Kommentare

Infolge der nachhaltigen Wirtschaftskrise in Griechenland können immer mehr Kunden der Telefongesellschaften ihre Telefonrechnungen nicht mehr bezahlen.

Die griechischen Telekommunikationsunternehmen verzeichnen auf den Sektoren sowohl der Festnetztelefonie als auch mobilen Telefonie eine ständig zunehmende Anzahl von Kunden, die aufgrund finanzieller Probleme ihre Telefonrechnungen nicht mehr zu bezahlen vermögen.

Laut einem Bericht der Zeitung Ta Nea summierten sich im vergangenen Jahr (2010) allein auf dem Sektor der mobilen Telefonie die Beträge der unbezahlten Rechnungen auf über 100 Millionen Euro, und die Unternehmen sollen inzwischen sogar auch die Schaffung einer branchenspezifischen Datenbank à la TIRESIAS (= griechisches Pendant der SCHUFA) in Erwägung ziehen, um sich vor „faulen“ Kunden zu schützen.

Aufgrund des bisherigen Fehlens eines solchen Mechanismus sehen sich die Unternehmen der Branche derzeit mit dem Phänomen konfrontiert, dass Kunden, die ihre Mobiltelefonie-Rechnung nicht mehr bezahlen können (oder möglicherweise auch nicht wollen), von einem Anbieter zum anderen wandern und jedes Mal unbezahlte Rechnungen hinterlassen.
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Areopag verurteilt Bank in Griechenland zu Schmerzensgeld

6. Juni 2010 / Aktualisiert: 07. Juni 2010 / Aufrufe: 162 Keine Kommentare

Mit dem Urteil 347/2010 des Areopag in Griechenland wurde eine Bank verpflichtet, einen Kunden mit 10.000 Euro für diverse Unterlassungen ihrer Angestellten zu entschädigen.

Gemäß dem Urteil hatte ein Offizier der griechischen Luftwaffe ein Sparkonto und ging davon aus, dass die Bank dem Konto wie geschuldet zu einem konkreten Termin die gesetzlichen Zinsen gutschreiben würde. Der Offizier rechnete die fälligen Zinsen dem bereits auf dem Konto befindlichen Guthaben hinzu und stellte einen Scheck an einen Dritten aus. Als jedoch der Empfänger des Schecks diesen bei der Bank einlösen wollte, befand sich auf dem Konto des Offiziers nicht der gesamte Betrag, auf welchen der Scheck ausgestellt war, weil eine Angestellte der Bank aus Fährlässigkeit nicht die Zinsen auf seinem Konto verbuchte.
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