Archiv

Artikel Tagged ‘strafverfahren’

Einstellung tausender Steuerstrafverfahren in Griechenland

11. November 2015 / Aufrufe: 2.097 Keine Kommentare

Das neue Steuergesetz in Griechenland führt zur Einstellung von Strafverfahren und Strafvollzug unter anderem in tausenden Steuerhinterziehungsfällen.

Mit den neuen Strafregelungen des Steuergesetzes (N. 4337/2015 – FEK A‘ 129/17-10-15) werden in Griechenland tausende vor den Gerichten anhängige Fälle von Schuldnern des Fiskus mit Verbindlichkeiten in Höhe von bis zu 100.000 Euro zu den Akten gelegt oder die Strafverfolgung zu ihren Lasten wird eingestellt.

Parallel gibt es für jede Schuld an den Fiskus keine Schnellgerichtsverfahren mehr und die Schuldner werden folglich nur noch den Verwaltungsmaßnahmen (Pfändungen usw.) begegnen, jedoch nicht auch dem Staatsanwalt. Dies sind die „Gewinne“ für die Kleinschuldner des Fiskus, die das neue Steuergesetz bringt.
Gesamten Artikel lesen »

Neue Strafverfahren gegen ehemalige Minister in Griechenland

11. März 2013 / Aufrufe: 728 1 Kommentar

In Griechenland wurden gegen drei weitere ehemalige Minister Strafverfahren in Zusammenhang mit ihren Vermögensdeklarationen eingeleitet.

Die Staatsanwaltschaft des Berufungsgerichts Athen leitete wegen inkorrekter Vermögensdeklarationen („πόθεν έσχες“) Strafverfahren zu lasten der ehemaligen Minister Petros Doukas (Nea Dimokratia, u. a. Staatssekretär im Finanzministerium und im Außenministerium), Georgios Voulgarakis (Nea Dimokratia, u. a. Minister für öffentliche Ordnung, Kultur, Handelsschifffahrt) und Giannos Papantoniou (PASOK, u. a. Finanzminister und Verteidigungsminister) ein.

Die Anklagen zu Lasten der drei Politiker wurden nach Untersuchung der Daten erhoben, welche der Staatsanwaltschaft des Berufungsgerichts der zuständige parlamentarische Ausschuss übermittelte, der die Vermögensdeklarationen der Abgeordneten untersucht.
Gesamten Artikel lesen »

Finanzbeamter in Griechenland wegen Erpressung angezeigt

25. November 2012 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 421 3 Kommentare

In Griechenland wurde ein Finanzbeamter angezeigt, der einen Rechtsanwalt mit der Veröffentlichung von Steuerdaten zu erpressen Versuchte.

Hinter der Erpressung eines 44-jährigen Rechtsanwalts in Griechenland per Internet steckte letztendlich ein 26-jähriger Finanzbeamter. Der junge Beamter hatte auf einem Blog Steuerdaten des 44-Jährigen eingestellt und forderte Geld … um die Enthüllungen nicht fortzusetzen. Das Dezernat für Cyber-Kriminalität leitete gegen den Beamten ein Strafverfahren wegen verleumderischer Diffamierung und Bedrohung sowie auch Verletzung des Datenschutzgesetzes ein.

Konkreter begab sich der 44-Jährige am vergangenen Dienstag (20 November 2012) in die Büros der Unterdirektion für Cyber-Kriminalität im Gebäude der Polizeidirektion Athens (GADA) und zeigte an, dass auf dem Forum eines Informations-Blogs ein Kommentar mit seinen Steuerdaten eingestellt worden war. Zusätzlich bedrohten ihn unbekannte Personen in einem Erpressungsbrief, ihnen den Geldbetrag von 150.000 Euro zu übergeben, damit sie nicht zu weiteren Veröffentlichungen persönlicher Daten von ihm zu schreiten.

Über die Anzeige wurde umgehend der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Athen informiert und eine einschlägige Verfügung zur Aufhebung des Internet-Kommunikationsgeheimnisses erlassen. Es folge eine umfangreiche polizeiliche Ermittlung und digitale Analyse, aus der sich ergab, dass der Inhaber des strittigen Telefonanschlusses der 26-jährige Finanzbeamte war.

Obwohl letzterer nicht verhaftet nicht auf frischer Tat ertappt und deswegen nicht verhaftet wurde, wurde eine „fette“ Klage zu seinen Lasten erhoben. Informationen zufolge verfügte er auch über weitere Steuerdaten, sogar von Abgeordneten …

(Quellen: Marketbeast.gr)

Strafverfahren der Steuerfahndung in Griechenland gegen Julia Alexandratou

15. März 2011 / Aufrufe: 881 Keine Kommentare

Der Staatsanwalt der Steuerfahndung in Griechenland leitete gegen Julia Alexandratou ein Strafverfahren wegen eines Steuerverbrechens ein.

Konkret wurde auf Betreiben des Sonderdezernats für Wirtschaftsverbrechen (SDOE bzw. YpEE) gegen Julia Alexandratou ein Strafverfahren in Zusammenhang mit der im März 2010 in Umlauf gebrachten DVD mit erotischen Inhalten eingeleitet. Die Hauptakteurin der umstrittenen Porno-Szenen soll ihre Vergütung verschwiegen haben, was dazu führte. dass der zuständige Staatsanwalt Char. Tzonis nach Abschluss seiner mehrmonatigen Ermittlungen schließlich eine Anklage wegen Steuerhinterziehung gegen sie erhob.

Von der Steuerfahndung zu der umstrittenen DVD vernommen, die vor einem Jahr von dem Unternehmen „Sirina Entertainment“ in Umlauf gebracht worden war, hatte Julia Alexandratou zu Protokoll gegeben, dass es sich nicht um eine kommerzielle Produktion sondern um Aufzeichnungen vertraulicher Momente aus ihrem Leben gehandelt habe, die von einem ehemaligen Lebensgefährten der Öffentlichkeit preisgegeben worden seien. Sie hatte auch erklärt, dass keinerlei Vertrag existiere und sie keine Bezahlung erhalten habe.

Als jedoch auch der Betreiber und Inhaber der „Sirina Entertainments“ von der Steuerfahndung geladen und zu der Sache vernommen wurde, legte er einen privatschriftlichen Vertrag mit Julia Alexandratou vor, auf dessen Basis sich ihre vorgesehene Vergütung auf 150.000 Euro belief.