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Artikel Tagged ‘steuermechanismus’

Die bittere Geschichte der „Liste der 1700“ in Griechenland

18. März 2014 / Aufrufe: 1.157 Keine Kommentare

Warum eine ehemalige leitende Funktionärin des Finanzministeriums in Griechenland eine Allergie bekommt, wenn sie Nachrichten über die Wirtschaft anhört.

Katerina Frantzeskaki scheint ihre Ruhe gefunden zu haben. Sie ist „Veteranin“, diente 32 Jahre im griechischen Finanzministerium, davon 25 Jahre bei den Prüfstellen, und gab im November 2012 ihren Posten im Ministerium als Direktorin des Ressorts für (Steuer-) Prüfungen auf.

Ein Jahr vorher hatte sie sich ihren Jugendtraum erfüllt: sie bestand die Aufnahmeprüfungen in der Medizin und studierte bereits im ersten Semester an der Universität Patras. „Im letzten Jahr kann ich mir Nachrichten über die Wirtschaft nicht einmal mehr anhören. Ich bekomme eine Allergie davon„, erklärt sie gegenüber der „Kathimerini“ an einem sonnigen Tag im Februar.
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Rote Karte für Finanzministerium in Griechenland

5. März 2013 / Aufrufe: 1.337 1 Kommentar

Ein enthüllender Bericht des IWF und der Kommission stellt die völlige Auflösung des Steuereinnahme- und Steuerkontrollmechanismus fest.

Die Troika zeigt dem griechischen Finanzministerium die rote Karte wegen seiner enttäuschenden Leistungen bei der Bekämpfung der Steuerhinterziehung und der Eintreibung der fälligen Verbindlichkeiten, aber auch wegen der Tatsache, dass die Autonomie, die der Zentralstelle für öffentliche Einnahmen verliehen worden wäre, sich immer noch … auf dem Papier befindet – mit der Gefahr, dass „weder den politischen Interventionen noch der Korruption“ ein Ende gesetzt wird.

Charakteristisch ist, dass die Direktion für interne Angelegenheiten neulich die Daten 130 Bediensteter erhielt, die auf einer Liste von Personen enthalten sind, welche Geldbeträge auf eine ausländische Bank überwiesen zu haben scheinen. Hinsichtlich der Überprüfungen der Vermögensdeklarationen der in Rede stehenden Beamten ist deren baldiger Beginn geplant, und laut der Troika „ist für die Effektivität der obigen Kontrollen die konsequente Verhängung disziplinarischer Sanktionen notwendig, die bis hin zur Strafe der Entlassung reichen werden„.
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Griechenland bringt Steuerverwaltung auf Trab

3. März 2013 / Aufrufe: 517 Keine Kommentare

Nach der Kritik der Troika an der Steuerverwaltung in Griechenland präsentierte das Finanzministerium einen Katalog bereits ergriffener und anstehender Maßnahmen.

Nachdem in einem Bericht des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Kommission ein weiteres mal die Schwächen der griechischen Steuerverwaltung und der Mechanismen zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung und zur Eintreibung der fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus hart kritisiert wurden, publizierte das Finanzministerium (YPOIK) in einer Bekanntmachung einen Katalog einschlägiger Maßnahmen, die bereits eingeleitet wurden oder deren Realisierung mehr oder weniger unmittelbar ansteht.

In Zusammenhang mit den Initiativen, die von dem griechischen Finanzministerium bereits ergriffen wurden, wird unter anderem speziell auf die im Gang befindliche Überprüfung der Auslandsüberweisungen der Jahre 2009 – 2011 und die Auswertung der sogenannten „Liste Lagarde“ sowie auch auf Aktionen zur Bekämpfung des Treibstoffschwarzhandels verwiesen.

Detailliert führt die Bekanntmachung an:
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Deutschland schickt Finanzbeamte nach Griechenland

25. Februar 2012 / Aktualisiert: 05. März 2012 / Aufrufe: 1.279 29 Kommentare

Deutschland will rund 160 Finanzbeamte nach Griechenland schicken, die mit ihren Erfahrungen zum Aufbau einer effektiven Finanzverwaltung beitragen sollen.

Laut einem Artikel des deutschen Magazins Wirtschaftswoche wollen sich mehr als 160 deutsche Finanzbeamte nach Griechenland begeben, um den griechischen Steuermechanismus zu verstärken. Das Magazin beruft sich auf den Staatssekretär des Finanzministeriums Hans Bernhard Beus, der erklärt, dass das Grundkriterium die Kenntnis einer Fremdsprache sei – einige der Interessenten sprechen sogar Griechisch -, während auch nicht die Reaktivierung pensionierter Finanzbeamten auszuschließen ist, welche über spezielle Erfahrungen verfügen.

Viele der Freiwilligen kommen aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen, dessen Finanzminister Norbert Walter-Borjans die Bedürfnisse Griechenlands mit denen Ostdeutschlands in den 90er Jahren vergleicht und daran erinnert, dass selbst auch die Ostdeutschen damals Vorbehalte gegenüber dem Westen hatten, und betont: „Zum Teil auch wegen der in Deutschland von Einigen verwendeten ungeeigneten Formulierungen werden in Griechenland die Vorbehalte (gegenüber Deutschland) noch größer sein.

Der Artikel beruft sich auf einen noch unveröffentlichten Bericht der zuständigen Dienststelle der Europäischen Kommission, wonach der Steuereintreibungsmechanismus in Griechenland ernsthaften Problemen begegnet und in dem aufzeigend auf die hohen Anteile der Freiberufler wie Ärzte, Rechtsanwälte und Ingenieure, welche Einkünfte unterhalb des allgemeinen Steuerfreibetrags deklarieren, aber auch auf Unternehmer Bezug genommen wird, welche keine Umsatzsteuer abführen.

(Quelle: To Vima)