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Artikel Tagged ‘steuerhinterziehung’

Ausrottung der Selbständigen in Griechenland

18. August 2016 / Aufrufe: 10 Keine Kommentare

Die Überbesteuerung der Freiberufler und Gewerbetreibenden in Griechenland stranguliert das private Unternehmertum und fördert Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft.

Es ist bekannt, dass in Griechenland die Selbständigen (sprich Freiberufler, Handwerker und Gewerbetreibende) einen großen Anteil der (wirtschaftlich) aktiven Bevölkerung darstellen.

In der Realität ist Griechenland gemäß auch den jüngsten Angaben des Europäischen Statistischen Amts (Eurostat) unter den europäischen Staaten das Land mit der proportional größten Anzahl Selbständiger im Verhältnis zu der Gesamtheit der Beschäftigten, ohne dass diese Analogie sich in den Jahren der Krise geändert hat.
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Griechenland will Denunzianten mobilisieren

10. August 2016 / Aufrufe: 1.121 1 Kommentar

In Griechenland sollen allen Motive und Schutz geboten werden, die zur Aufdeckung von Fällen der Steuerhinterziehung und anderen wirtschaftlichen Delikten beitragen.

Griechenlands Regierung plant, allen Motive zu geben, die Steuerhinterzieher, wirtschaftliche Delikte und andere Verbrechen wirtschaftlicher Natur enthüllen, die dem öffentlichen Interesse schaden und den öffentlichen Kassen kritische Steuereinnahmen entziehen.

Informationen der griechischen Zeitung „Ta Nea“ zufolge befindet sich ein Gesetzentwurf in Ausarbeitung, der die sogenannten „Zeugen öffentlichen Interesses“ anerkennen und diesen einen Schutzschirm bieten wird (also praktisch etwas wie eine „Kronzeugenregelung„).
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Griechenland: Ohne Quittung kein Anspruch auf Bezahlung!

7. August 2016 / Aufrufe: 636 Keine Kommentare

Das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen in Griechenland betont unter anderem, dass Bestellungszettel und POS-Quittungen keine gesetzlichen Zahlungsbelege darstellen.

Die in vielen Geschäften in Griechenland üblichen Bestellungszettel beziehen sich ausschließlich und allein auf den internen Betrieb der Unternehmen und stellen keine Quittung über erbrachte Leistungen dar.

Ebenso substituieren die Zahlungsbelege der speziellen Terminals (POS) nicht die gesetzlich vorgesehenen Quittungen, die mittels der Registrierkassen auszustellen sind. (Ergänzend sei angemerkt, dass in Griechenland nicht alle Betriebe und Gewerbetreibende zur obligatorischen Nutzung elektronischer Registrierkassen verpflichtet und Zahlungsbelege in diesen Fällen handschriftlich auszustellen sind.)
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Steuerhinterziehungs-Orgie bei illegalen Vermietungen in Griechenland

12. Juli 2016 / Aufrufe: 827 2 Kommentare

Dem Fiskus in Griechenland entgehen enorme Einnahmen aus privaten Vermietungen von Villen und Wohnungen an Ausländer, die nicht regulär deklariert werden.

Auch in diesem Jahr findet in Griechenland mit den Vermietungen luxuriöser Wohnhäuser eine „Orgie“ der Steuerhinterziehung statt, wobei das Phänomen sich – wie Träger des Immobilienmarkts berichten – inzwischen auch auf Kleineigentümer ausgeweitet hat, die zusätzliche unversteuerte Einnahmen sicherstellen, indem sie ihre Wohnungen an Touristen vermieten, ohne dass das Finanzamt das Geringste davon weiß.

Die Mittel, derer die Eigentümer solcher Immobilien sich bedienen, sind etliche und in gewissen Fällen komplex, das Resultat ist jedoch das selbe, nämlich dass also der Fiskus Einnahmen verliert, von denen nicht auszuschließen ist, dass sie sogar 1 Mrd. Euro jährlich tangieren.
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Schuldner sollen Griechenlands Haushalt retten

9. Juli 2016 / Aufrufe: 541 Keine Kommentare

In dem verzweifelten Versuch, den absurden Haushaltsplan 2016 zu erfüllen, schreitet der Fiskus in Griechenland zu massenweisen Pfändungen und Zwangsversteigerungen.

Die Einschränkung der Steuerhinterziehung und die Beitreibung alter und neuer fällig gestellter Schulden an den Fiskus  sind die einzige Lösung, damit in Griechenland der Haushaltsplan des Jahres 2016 regulär erfüllt wird. Und dies, weil die in dem Etat gesetzten Zielvorgaben besonders (wenn nicht gar übertrieben) optimistisch sind.

Für den Monat Dezember 2016 ist sogar die Beitreibung von Einnahmen (aus Steuern und Geldstrafen) in Höhe von 7,3 Mrd. veranschlagt worden, welcher Betrag allerdings nur sehr schwer in die Staatskassen fließen können wird.
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Absturz der Mehrwertsteuer-Einnahmen in Griechenland

20. Juni 2016 / Aufrufe: 2.897 3 Kommentare

Nicht nur auf Mykonos, sondern auch auf den anderen mondänen Inseln Griechenlands wird ein rapider Rückgang der Einnahmen aus der Mehrwertsteuer verzeichnet.

Einen enormen Rückgang verzeichnen die Einnahmen aus Steuern und speziell aus der Mehrwertsteuer auf den touristischen, kosmopolitischen Inseln Griechenlands.

Es ist bezeichnend, dass der Rückstand von Einnahmen aus den touristischen Gebieten des Landes, die auch als die „krisenfestesten“ gelten, alle Rekorde brach.
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Griechenland nimmt sich BMW und Mercedes zur Brust

19. Juni 2016 / Aufrufe: 1.998 2 Kommentare

In Griechenland wurden endlich lange Zeit politisch verhinderte Strafverfahren gegen BMW Mercedes wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche eingeleitet.

Wegen ausgedehnter Steuerhinterziehung der Firmen Mercedes – BMW und der Bestechung griechischer Amtsträger durch die Daimler bestellte in Griechenland der Wirtschaftsstaatsanwalt die Einleitung eines Strafverfahrens gegen die Verantwortlichen der beiden Gesellschaften.

Das Thema hatte der griechische Radiosender „Sto Kokkino“ im August 2014 aufgedeckt.
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Griechenland: Ich würde besteuert werden wollen, wenn …

13. Juni 2016 / Aufrufe: 1.898 Keine Kommentare

Horrende Steuern und Sozialabgaben drängen in Griechenland Tausende in die Illegalität.

Jedes Mal, wenn sie auf dem Display ihres Telefons einen Anruf mit unterdrückter Rufnummer sieht, lehnt sie ihn aus … Sicherheitsgründen ab. „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste„, meint gegenüber der griechischen Zeitung „Kathimerini“ (K) bedeutungsvoll die 40-jährige Friseuse Elvira, die in den letzten Jahren mit einem Köfferchen voll mit Bürsten, Haarspangen und … Föhnen Athen durchkämmt.

Elvira zählt zu den Tausenden in Griechenland, die in einer Bemühung, wirtschaftlich zu überleben, in der „Grauzone“ der Legalität arbeiten und dabei teilweise oder vollumfänglich Steuerhinterziehung begehen.
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Griechenland animiert zur Steuerhinterziehung

8. Juni 2016 / Aufrufe: 2.088 2 Kommentare

Unternehmer und Selbständige werden in Griechenland infolge der horrenden Steuern und Abgaben mehr denn je zur Steuerhinterziehung animiert.

Nach den jüngsten Änderungen im Steuer- und Versicherungssystem erreichen in Griechenland die Belastungen für Unternehmen und Konsumenten schwindelerregende Höhen, da für jede 100 Euro einer über die Erbringung von Dienstleistungen ausgestellten Quittung oder Rechnung bis zu über 60 Euro in Form von Steuern und Sozialabgaben an den Staat abgeführt werden müssen.

All diese Belastungen machen das Motiv, keine Quittungen bzw. Rechnungen auszustellen, aber auch keine zu verlangen, größer denn je.
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Colpo grosso mit bulgarischen POS in Griechenland

15. Mai 2016 / Aufrufe: 445 Keine Kommentare

Mit Auslandskonten verknüpfte Terminals eröffnen Unternehmern in Griechenland Wege zur Umgehung der Kapitalverkehrskontrollen, aber auch zur Steuerhinterziehung.

Viele Unternehmen scheinen mittels der sogenannten POS-Terminals (sprich Kartenlesegeräte) einen Weg gefunden zu haben, die Kapitalbeschränkungen in Griechenland, aber auch ein „Fenster“ zur Steuerhinterziehung gefunden zu haben.

Etliche Unternehmer, hauptsächlich in touristischen Gebieten mit vielen Ausländern, verwenden zwei POS-Geräte, ein griechisches und ein bulgarisches, um (mittels letzterem) ihr Geld aus Griechenland hinaus zu schaffen.

Abrechnung inländischer Umsätze im Ausland

Der Trick geht folgendermaßen: Der Unternehmer gründet eine Gesellschaft mit der selben Formierung wie der griechischen in einem Land des Auslandes (z. B. Bulgarien), mittels der er das zweite POS-Terminal mit einem Bankkonto im Ausland verknüpft. Erfolgt eine Zahlung mittels der Kredit- oder Debitkarten (an dem ausländischen POS), wird das Geld automatisch außerhalb Griechenlands transferiert, ohne dass im Inland irgendeine Erfassung stattfindet, also (möglicherweise) ohne die Abführung von MwSt. an den griechischen Fiskus und unter Umgehung der Kapitalverkehrskontrollen. Im weiteren Verlauf kann der Unternehmer diese Gelder entweder mittels einer ausländischen Konto- / Kreditkarte in Griechenland abheben oder sie auf andere Konten im Ausland transferieren.

Wie von Seite der Griechischen Bank verlautet, wird dieses Phänomen häufig in Hotelbetrieben, aber auch anderen Unternehmen beobachtet, die Steuern hinterziehen, aber auch unter Umgehung der Kapitalverkehrskontrollen Gelder ins Ausland schicken wollen. Der Trick ist erkannt worden, die Bemühungen, die eine Steuerhinterziehung begehenden Unternehmen ausfindig zu machen, haben jedoch bisher nicht gefruchtet.

Griechische Bank will missliebiges Phänomen unterbinden

Quellen zufolge unternahm die Griechische Bank signifikante Schritte und ergriff entscheidende Initiativen zur Ausmerzung eines Phänomens, das sich nach dem Beginn der Schließung der Banken in Griechenland gefährlich aufblähte und in den aktuellen Presseberichten beschrieben wird. Spezieller:

  1. Die Direktion der Griechischen Bank für Inspektionen beaufsichtigter Gesellschaften übermittelte an die Staatsanwaltschaft des Oberlandgerichts Athen einen speziellen Bericht über Prüfungen von Transaktionen, die in den acht Monaten des Jahres 2015 unter Verwendung von griechischen Banken ausgestellter Kredit-, Debit- oder Prepaid-Karten an Kartenlesegeräten (POS) abgewickelt wurden, die bei Händlern in Griechenland von ausländischen Zahlungs-Dienstleistern installiert worden sind, die diese Transaktionen im Ausland abrechnen. Die Überprüfung konzentrierte sich auf POS-Terminals eines in Luxemburg ansässigen Instituts für elektronische Zahlungen, die in einschlägigen Berichten der Presse „fotografiert“ werden. Aus der Überprüfung wurde festgestellt, dass die Transaktionen mittels der in Rede stehenden Geräte letztendlich von einem bulgarischen Institut für elektronische Zahlungen abgerechnet werden und während des Zeitraums ab dem 29/06/2015 (Beginn der Schließung der Banken) bis zum 31/08/2015 insgesamt 80% der Transaktionen mit physischer Anwesenheit (Nutzung) einer Karte an POS griechischer Händler darstellen, die im Ausland abgerechnet wurden. Die – in Bulgarien abgerechneten – Transaktionen unter Nutzung griechischer Zahlungskarten an den in Rede stehenden POS wurden umgehend unterbunden, offensichtlich unter dem Druck der einschlägigen Überprüfung der Griechischen Bank.
  2. Zusätzlich gab die Griechische Bank das vorstehende große Problem in einem Schreiben der Zentralbank Bulgariens (sprich der zuständigen Aufsichtsbehörde) bekannt und verlangte die Einstellung der Erbringung von Dienstleistungen durch das (besagte) bulgarische Institut in Griechenland.
  3. Bezüglich der im Ausland abgerechneten Transaktionen an POS-Terminals von Händlern in Griechenland beschloss auf Vorschlag der Griechischen Bank der Ausschuss für die Genehmigung von Bankgeschäften am 27/11/2015 schließlich Folgendes:
    1. das völlige Verbot der Durchführung von Kartentransaktionen im physischen Geschäft eines Händlers (Transaktionen unter physischer Anwesenheit / Verwendung einer Karte),
    2. das Verbot der Abwicklung in einem elektronischen Geschäft / auf der Website eines Händlers (Transaktionen ohne physische Anwesenheit / Kartennutzung) von zwölf Transaktions-Kategorien, entsprechend zu den für die Geschäftsvorgänge mit griechischen Karten in ausländischen elektronischen Shops (das Verbot wird aufgehoben, sofern sich ergibt, dass die in Rede stehenden Geschäftsvorgänge unter Gutschrift auf einem in Griechenland geführten Konto des Händlers abgerechnet werden).

(Quelle: Imerisia)

Es sei angemerkt, dass die in Rede stehende Praxis bereits im Herbst 2015 thematisiert wurde (siehe Umgehung der Kapitalkontrollen in Griechenland) und nicht grundsätzlich rechtswidrig ist, wie in diversen Presseberichten mehr oder weniger plump zu suggerieren versucht wird.