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Artikel Tagged ‘sparmaßnahmen’

Griechenland muss erneut Gesundheits- und Sozialleistungen kürzen

24. April 2011 / Aufrufe: 1.248 Kommentare ausgeschaltet

Im Rahmen neuer Sparmaßnahmen muss Griechenland unmittelbar zu weiteren rigorosen Kürzungen im Gesundheitswesen und bei Sozialleistungen schreiten.

In Umsetzung einer Reihe von Maßnahmen, die sich hinter den Zahlen des neuen mittelfristigen Programms zur volkswirtschaftlichen Stabilisierung verbergen, wird die griechische Regierung unter anderem zur Streichung der Sozialleistungen an wirtschaftlich besser gestellte Empfänger schreiten. Weiter sehen die von dem Wirtschaftsstab der Regierung adoptierten Maßnahmen  gezielte Kürzungen bei Krankengeldern, Medikamenten und staatlichen Beihilfen an Krankenhäuser und die gleichzeitige Erhöhung der Sozialabgaben an OGA (gesetzlicher Pflichtkasse für Landwirte, Landarbeiter und sonstige), OAEE (gesetzlicher Sozialversicherungsträger für Selbständige und Unternehmer) und die Kasse für Wissenschaftler vor.

Ebenfalls sind rigorose Kürzungen und Streichungen bei Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld und Familenbezügen, aber auch Wohngeld, Zinsvergünstigungen für Baudarlehen und den Programmen des „sozialen Tourismus“ vorgesehen, während die beiden Organismen „OEK“ (Träger für sozialen Wohnungsbau) und „Ergatiki Estia“ (Träger für diverse Sozialleistungen an Arbeitnehmer) zusammengelegt werden sollen.
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Sparmaßnahmen führen zu Rekorderhöhung der Bahnpreise in Griechenland

4. Dezember 2010 / Aktualisiert: 24. Dezember 2010 / Aufrufe: 5.088 12 Kommentare

Infolge rigoroser Sparmaßnahmen erhöhen sich in Griechenland ab Januar 2011 die Beförderungstarife der Eisenbahn im Schnitt um fast 100 Prozent und mehr.

Die Umsetzung des Gesetzes zur Sanierung und Neuorganisierung der Griechischen Staatsbahn OSE nebst der völligen Freigabe der Beförderungstarife im Personen- und Güterverkehr wird ab dem 01. Januar 2011 zu enormen Erhöhungen der Bahnpreise führen.

Ab Neujahr 2011 werden Eisenbahnfahrkarten in Griechenland auf fast dem gesamten fortan noch in Betrieb bleibenden Streckennetz rund doppelt so viel wie bisher und in einigen Fällen sogar fast das Dreifache kosten. Infolge dieser radikalen Tariferhöhungen werden Eisenbahn-Tickets zukünftig mit den Tarifen der Überlandbusgesellschaften KTEL gleichziehen oder diese sogar auch erheblich übersteigen.

Ebenfalls ab dem 01. Januar 2011 werden außerdem alle vergünstigten Tarife und Freikarten abgeschafft, die bisher bestimmten Kategorien von Fahrgästen (Polizisten, Soldaten usw.) für ihre Fahrten mit dem Zug gewährt wurden.
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Griechenland wird zu weiteren Kürzungen im Gesundheitswesen gezwungen

17. November 2010 / Aktualisiert: 18. November 2010 / Aufrufe: 786 Kommentare ausgeschaltet

Das Gesundheitsministerium in Griechenland plant, unter dem Zwang der Troika bis Ende 2011 weitere 1,4 Milliarden Euro im staatlichen Gesundheitswesen einzusparen.

Bei seinem Treffen mit den Vertretern der „Troika“ (EU, EZ, IWF) am Dienstag, dem 16. November 2010, bemühte sich der griechische Gesundheitsminister Andreas Loverdos die Abgesandten davon zu überzeugen, dass die angezielten Einsparungen erreichbar seien, und erklärte nach dem Treffen „Die Diskussion ist noch nicht beendet„. Das Ziel des griechischen Gesundheitsministerium bestehe daran, im staatlichen Gesundheitswesen 568 Millionen Euro bei den Betriebskosten und außerdem weitere 840 Millionen Euro über Kürzungen oder / und Verteuerungen von Leistungen einzusparen, während die „Troika“ Einsparungen in Höhe von weiteren 700 Millionen Euro fordert.

Bei dem kritischen Treffen am kommenden Donnerstag (18.11.2010) wird das Ministerium die Beamten der „Troika“ davon zu überzeugen versuchen, dass die Möglichkeit zur Einsparung von 840 Millionen Euro bis Ende 2011 bestehe. Der Minister erklärte, dass diese Maßnahmen jedenfalls konkret definiert seien und kein Handlungsspielraum für weitere Einsparungen bestehe, und schloss gleichzeitig die Zusammenlegungen von Krankenhäuser und Lohnkürzungen klar aus.
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Spar- und Steuermaßnahmen in Griechenland treiben Mittelstand in die Pleite

30. August 2010 / Aktualisiert: 24. August 2013 / Aufrufe: 387 Kommentare ausgeschaltet

Infolge der Rezession ist in Griechenland fast die Hälfte aller Mittelständler inzwischen nicht einmal mehr in der Lage, die gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen.

Die von der „Troika“ (= IWF, EZB und EU) aufgezwungenen Maßnahmen haben Griechenland in eine tiefe Rezession gestürzt. Laut einem Bericht der griechischen Tageszeitung To Vima stellen immer mehr kleine und mittlere Unternehmen, Freiberufler, Handwerker und Kaufleute  die Zahlungen an Fiskus und Versicherungsträger ein. Die von dem Präsidenten des allgemeinen Verbandes der Freiberufler, Handwerker und Kaufleute in Griechenland (GSEBEE) dem wirtschaftlichen Regierungsstab präsentierten Daten schockieren: fast die Hälfte der Versicherten, die bei der – immerhin den zweitgrößten gesetzlichen Versicherungsträger in Griechenland darstellenden – Versicherungsanstalt für Selbständige (OAEE) zwangsversichert sind, zahlen keine Beiträge mehr!

Konkret informierten die Herren D. Asimakopoulos und N. Skorinis (Präsident und Generalsekretär der GSEBEE) den Finanzminister Georgios Papakonstantinou, die Wirtschaftsministerin Louka Katzeli, den Staatssekretär Staatsekretär für Arbeit G. Koutroumanis und den Staatssekretär für Umwelt I. Maniatis darüber, dass von den 830.000 Versicherten der OAEE 410.000 nicht ihre Pflichtbeiträge bezahlen. Die Mehrzahl der Betroffenen schuldet sogar im Durchschnitt Beiträge in Höhe von jeweils 10.000 – 12.000 Euro.
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Nach Sparmaßnahmen Bummelstreik in Ministerien in Griechenland

18. Mai 2010 / Aufrufe: 320 Kommentare ausgeschaltet

Wegen der verhängten Sparmaßnahmen zu Lasten der staatlichen Beamten in Griechenland sind in etlichen Ministerien die Beamten in einen permanenten Bummelstreik getreten.

Mehrere Minister der griechischen Regierung bestätigten inzwischen, dass in verschiedenen Ministerien Dutzende von Beamten in Reaktion auf die im Rahmen der allgemeinen Sparmaßnahmen durchgesetzten Kürzungen ihrer Gehälter und Bezüge in den Bummelstreik  getreten sind bzw. „Dienst nach Vorschrift“ machen. Der zuständige Minister Jannis Ragkousis hat in einer diesbezüglichen Erklärung auf die allgemeine Dienstordnung für den öffentlichen Dienst verwiesen und droht mit Disziplinarverfahren.
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Bürger in Griechenland ziehen Maßnahmen dem Bankrott vor

8. Mai 2010 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 289 Kommentare ausgeschaltet

Laut einer Erhebung der Kapa Research zieht die Mehrzahl der Bürger in Griechenland die harten Sparmaßnahmen der Regierung dem Staatsbankrott vor.

Im Rahmen einer für die Sonntagsausgabe der griechischen Zeitung To Vima am 06. Mai 2010 durchgeführten demoskopischen Erhebung der Kapa Research erklärten 55,2 % der befragten Bürger, das Maßnahmenpaket der Regierung zu akzeptieren (37,1 % ja, 18,1 % eher ja), gegenüber einem Anteil von 44,6 %, der sich ablehnend äußert (36,3 % nein, 8,3 % eher nein).

Gemäß dem Ergebnis der Umfrage ziehen 56,3 % der Befragten die Kürzungen der Löhne und Gehälter einem Bankrott des Landes vor, wobei 74,8 % erklären, dass Griechenland in der Eurozone bleiben müsse. Von 71,3 % der Befragten wird von den Oppositionsparteien eine einverständliche Kooperation mit der Regierung verlangt, wogegen 22,2 % dynamischen Widerstand fordern. Die Frage, ob nach den tragischen Ereignissen am Mittwoch (05. Mai 2010) die Demonstrationen aufhören müssen, beantworteten 45,3 % der Befragten mit „ja“ oder „eher ja“ und 53,2 % mit „nein“ oder „eher nein“.
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Parlamentarier und Parlamentsbeamte in Griechenland provozieren Bürger

4. Mai 2010 / Aktualisiert: 09. Mai 2010 / Aufrufe: 449 1 Kommentar

Obwohl in Griechenland aufgrund der harten Sparmaßnahmen inzwischen tausende Familien mit Verarmung und Verelendung konfrontiert sind, bleiben Parlamentariern und Parlamentsbeamten provokante Bezüge erhalten.

Die im Rahmen der am 02. Mai bekannt gegebenen rigorosen Sparmaßnahmen beschlossene Streichung des sogenannten 13. und 14. Gehalts auf dem gesamten öffentlichen Sektor betrifft auch das kontinuierlich anwachsende Heer des Personal des griechischen Parlaments. Die Parlamentsbeamten erhalten jedoch trotz allem weiterhin ein 15. und 16. Gehalt, weil diese Bezüge als „Zulagen“ gelten und deshalb nicht gestrichen werden, sondern nur unter die allgemeinen Kürzungen aller auf dem öffentlichen Sektor gezahlten Zulagen fallen. Selbst nach diesen Kürzungen verbleiben den Parlamentsbeamten somit Bezüge, die von der gemeinen Bevölkerung einfach als skandalös empfunden werden müssen.
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Kürzung der Bezüge der Parlamentarier in Griechenland

16. März 2010 / Aufrufe: 255 Kommentare ausgeschaltet

Bis zu 17% erreichen die Kürzungen der Bezüge der Bediensteten und Abgeordneten des Parlaments in Griechenland. Mit dieser Bekanntmachung antwortet das griechische Parlament auf Publikationen der Presse, wonach die Parlamentsdiener von den Sparmaßnahmen auf dem öffentlichen Sektor ausgeschlossen bleiben sollten.

Gemäß dem Beschluss des Präsidenten des griechischen Parlaments Filippos Petsalnikos gilt neben der globalen Kürzung der gemeinen Zulagen aller Beschäftigten des öffentlichen Dienstes um 12% für die Bediensteten des Parlaments:
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Bürger befürchten gesellschaftliche Explosion in Griechenland

7. März 2010 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 365 Kommentare ausgeschaltet

Eine gesellschaftliche Explosion infolge der beschlossenen Sparmaßnahmen in Griechenland befürchtet die Mehrzahl der Bürger laut einer Erhebung der Kapa Research vom 04. März 2010.

86,9% der befragten Bürger sehen eskalierende Proteste und gesellschaftliche Unruhen voraus (sehr wahrscheinlich 48,7%, recht wahrscheinlich 38,2%), während 85,2% erwarten, dass sich die Schere zwischen den Reicheren und Ärmeren weiter öffnen wird.

69,1% der Befragten vertreten den Standpunkt, dass die Sparmaßnahmen vorläufiger Natur, sprich zeitlich begrenzt sein müssen. Bezeichnenderweise antworteten 26,8% der Befragten, dass sich die Sparmaßnahmen niemals auszahlen werden. 26% glauben dagegen, dass die Maßnahmen in ein bis zwei Jahren Ergebnisse bringen werden, und 20% setzen diesen Zeitraum auf drei bis fünf Jahre an.
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Bürger fordern gesellschaftlichen und sozialen Frieden in Griechenland

22. Februar 2010 / Aktualisiert: 22. Februar 2010 / Aufrufe: 376 Kommentare ausgeschaltet

Laut einer aktuellen Umfrage der MARC erachtet in Griechenland die Mehrzahl der Bürger die angekündigten Sparmaßnahmen als notwendig und verlangt von den Gewerkschaften, den gesellschaftlichen und sozialen Frieden zu wahren.

Gemäß der im Auftrag der griechischen Zeitung „To Ethnos“ von der „Marketing Research Communication“ (MARC) durchgeführten Befragung befürwortet die Mehrheit (57,6%) der Befragten die Maßnahmen der Regierung zur Bewältigung der Wirtschaftskrise. Allerdings glaubt die absolute Mehrheit (74,2%) der Befragten auch, dass die Regierung Papandreou mit der Ergreifung der Maßnahmen ungerechtfertigt gezaudert habe.
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