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Artikel Tagged ‘skouries’

Goldminen in Griechenland nehmen Privat-Armee unter Vertrag

31. Dezember 2013 / Aktualisiert: 02. September 2015 / Aufrufe: 3.045 Keine Kommentare

Die Bewachung der Goldminen bei Skouries auf Chalkidiki in Griechenland übernehmen ab 2014 Söldner der berüchtigten Blackwater-Privatarmee.

Heftige Beunruhigung rufen die Meldungen des Sicherheitspersonals der „Hellas Gold“ (das Ende des Monats die Jobs verlieren wird) hervor, wonach die Bewachung der Anlagen der Goldminen auf Chalkidiki ab dem 01 Januar 2014 die auch als Privatarmee bekannte Gesellschaft „Blackwater“ übernehmen wird.

Auf diese Entwicklung wies das derzeitige Wachpersonal auch mit einem Transparent hin, das es bei der jüngsten Demonstration vor den Geschäftsräumen der Minengesellschaft in Stratoni / Chalkidiki aufgehängt hatte und auf dem es lautete „Raus mit den Mördern der Völker„.
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Griechenland kriminalisiert Proteste gegen Goldminen auf Chalkidiki

25. Oktober 2013 / Aufrufe: 720 Keine Kommentare

Eine 76-jährige Greisin, die gegen die Verseuchung durch die Goldminen auf Chalkidiki protestierte, muss sich wegen Ausübung rechtswidriger Gewalt verantworten.

Im Rahmen des exzessiven Vorgehens der Polizei gegen alle Bürger, die gegen die chemische Verseuchung auf der Insel Chalkidiki durch die dortigen Goldminen protestieren, wurde eine in Megali Panagia wohnhafte 76-jährige Greisin vorgeladen, um sich wegen des gegen sie erhobenen Verdachts der Ausübung rechtswidriger Gewalt zu rechtfertigen.

Wie in der Klageschrift angeführt wird, hatte die Greisin zusammen mit anderen Einwohnern des Dorfs Megali Panagia, denen ebenfalls Vorladungen bezüglich der selben Anschuldigung zugestellt worden sind, die Straße blockiert und einen Bus mit Beschäftigten der „Hellas Gold“ daran gehindert, an ihren Arbeitsplatz zu gelangen.
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Gold in Griechenland: vom Eldorado zum El Paso

15. April 2013 / Aufrufe: 1.137 2 Kommentare

Der heftige Widerstand gegen die Goldminen-Projekte in Griechenland hat die Halbinsel Chalkidiki anstatt zu einem neuen Eldorad zu einem neuen El Paso gemacht.

Als Paul Wright, geschäftsführender Vorstand der kanadischen Eldorado Gold, im Dezember 2011 in Athen die Vereinbarung über den Aufkauf der European Goldfields präsentierte, welche die Bergwerke bei Kassandra auf Chalkidiki inne hatte, war er (von Euro2day.gr) gefragt worden, wie er der unangenehmen Vorgeschichte der Sache zu begegnen denke.

Einer substantiellen Antwort wich er aus, möglicherweise, weil er von seinen lokalen Partnern Zusicherungen erhalten hatte, dass sie die Sache „klären“ würden und die Investition bezüglich der Förderung des Goldvorkommens ohne Komplikationen fortschreiten werde.

Jetzt stellen die Kanadier fest, dass Chalkidiki sich in ein Schlachtfeld verwandelt hat, und ihre Strategie bewegt sich zwischen den Drohungen, sich aus dem Land zurückziehen zu werden (was sie innerhalb weniger Tage widerriefen), und den Versprechungen, gemäß denen sie vereinbart haben, eine auf Gegenseitigkeit basierende Sonderabgabe an die Gemeinden des Gebietes zu zahlen.
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Eldorado Gold droht mit Rückzug aus Griechenland

25. März 2013 / Aufrufe: 1.285 Keine Kommentare

Wegen der heftigen Proteste gegen ihre Goldminenprojekte in Chalkidiki und Thrakien droht die kanadische Gesellschaft Eldorado Gold mit einem Rückzug aus Griechenland.

Die kanadische Eldorado Gold lässt die Möglichkeit ihres Rückzugs aus Griechenland offen und führt die Proteste gegen die Ausnutzung der Goldminen in Chalkidiki und Thrakien auf kleinpolitische Interessen und Faktoren der lokalen Gesellschaften zurück.

Die Frage ist, ob wir als Land eine reine und methodische Investitionslandschaft gestalten. Wenn es diese gibt, wird die Firma bleiben„, erklärte Petros Stratoudakis, geschäftsführender Vorstand der Hellas Gold, auf einschlägige Fragen im Rahmen einer Pressekonferenz der Eldorado in Athen antwortend und fügte an: „Das Land und die Regierung streben nach Investitionen. Ich habe jedoch Vorbehalte, ob sie Investitionen und zwar einer solchen Größe handhaben können.

Herr Stratoudakis stellte klar, sich nicht auf die Anstiftung der Proteste durch politische Parteien zu beziehen, da – wie er sagte – sich unter den Protestierenden Mitglieder aller Parteien befinden. „Es würde von Bedeutung sein, dass die Proteste von Vorschlägen begleitet werden„, führte er an und meinte, „all diese Jahre hörte ich nur sterile Verweigerung und Katastrophengerede„. Weiter vertrat er, an den in letzter Zeit erfolgten Demonstrationen gegen die Investitionen seien die selben – herbeigebrachten – Personen beteiligt gewesen.
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Spaltung und Gewalt wegen Gold auf Chalkidiki in Griechenland

30. November 2012 / Aktualisiert: 04. Juli 2013 / Aufrufe: 920 2 Kommentare

Die umstrittene Ausweitung der Goldförderung auf der Halbinsel Chalkidiki in Griechenland führt zu Spaltung und Gewalt zwischen Befürwortern und Gegnern des Projekts.

Chalkidiki befindet sich in Aufruhr, wobei anlässlich der Arbeiten zur Förderung von Gold im Gebiet bei Skouries, innerhalb des Urwaldes der Region, die Bürger vieler Ansiedlungen heftig Widerstand leisten und zu kontinuierlichen Aktionen schreiten. Wie sie betonen, ist ohne irgendeinen Nutzen für ihr Gebiet das einzige, was das Projekt herbeiführt, die irreversible Umweltzerstörung in ihrem Wald.

Konkret geht es um die Minen von Kassandra und konkret die Ausweitung der Arbeiten in der Lage Skouries, wo bereits ungefähr 180 Hektar Wald gerodet werden, damit das Gold abgebaut wird, welches sich hunderte Meter unter dem Boden befindet.

Die in Rede stehenden Goldminen von Kassandra wurden viele Male von Gesellschaft zu Gesellschaft übertragen (Goldminen Kassandras, AEECHP & Dünger, TVX Hellas A.G., KINROSS Gold Corporation usw.). Eigentümer der Minen von Kassandra ist seit 2004 die Hellas Gold, deren Aktienkapital zu 95% von der kanadischen Eldorado Gold und zu 5% von der griechischen Ellaktor gehalten wird.

Kritiker monieren Verkauf der Goldminen zu einem Spottpreis

Nach dem Konkurs der TVX Hellas A.G. im Jahr 2002 kaufte die „European Goldfields“ die Minen von Kassandra im Jahr 2004 für 11 Millionen von dem griechischen Staat, der parallel den neuen Käufer von den Altschulden befreite, während die Gesellschaft selbst danach von der „Eldorado Gold Corporation“ aufgekauft wurde. Der Betrag für den Verkauf des Areals wird von den Kritikern des Projekts als „übertrieben niedrig“ im Verhältnis zu dem sich auf Milliarden Euro belaufenden vielfachen Wert der Umsätze erachtet, welche aus der Nutzung des Gebiets erwartet werden.

Die Ausweitung der Arbeiten der Gesellschaft nach Skouries stellte auch den Auslöser für die Gegenreaktionen dar. Der Urwald ist in den letzten Monaten im wahren Sinn des Wortes in ein Schlachtfeld zwischen den Einwohnern und den Kräften der polizeilichen Sondereinheiten MAT verwandelt worden, die das Projekt bewachen. Die Beschwerden – darunter auch der SYRIZA-Abgeordneten Katerina Inglezi in Chalkidiki – über Polizeigewalt, Willkür und sogar auch den Einsatz von Plastikgeschossen, die verwendet wurden, um die Reaktionen der Anwohner und Aktivisten zu brechen, die sich gegen das Projekt stellen, sind zahlreich. Letztere betonen dazu, dass diese „barbarische“ Haltung sie praktisch noch mehr reizt … .

Ungeheure Umweltschäden durch Ausbau der Goldminen bei Kassandra

Hauptgrund für die Proteste ist die „umweltliche Abwertung“ der gesamten Region wegen des Minen-Projekts. Obwohl die Studie über die Umweltauswirkungen der Arbeiten in dem Gebiet von dem griechischen Umweltministerium genehmigt worden ist, haben die Aristoteles-Universität Thessaloniki und die Technische Kammer Zentralmakedoniens einen Bericht erstellt, in dem sie ihre starken Vorbehalte bezüglich der Umweltfolgen ausdrücken, welche die Bergbauarbeiten in der Region haben, während etliche die Versprechungen, aber auch die Effizienz der wie auch immer gearteten Wiederherstellung bezweifeln, welche die Minengesellschaft angekündigt hat.

Auf der Gegenseite zweifelt die „Hellas Gold“ durch den Mund ihres Kommunikationsbeauftragten Kostas Georgatzis die Wissenschaftlichkeit der Einführung des Umweltgremiums der Aristoteles-Universität Thessaloniki an, beschuldigt es kleinpolitischer Zweckmäßigkeiten und versichert, dass alle gewinnen werden: Die mehr als 1.500 Arbeitnehmer, die in dem Projekt beschäftigt sein werden, der griechische Fiskus aus den Abgaben der Gesellschaft, an Löhnen und Mehrwertsteuer, die sich auf 30% des Geschäftsvolumens belaufen, sowie ebenfalls auch die lokale Gesellschaft mit den parallelen Aktivitäten, die sich mit dem Bergbau entwickeln werden.

Etliche sind auch die Einwohner der Region – hauptsächlich die Beschäftigten in den Minen -, die von einem „neuen Atem“ in der lokalen Wirtschaft sprechen und vertreten, der Bergbau könne zusammen mit den übrigen Aktivitäten existieren.

Skandalgeruch und Kontroversen auch auf politischer Ebene

Das Thema um Skouries hat auch eine intensive politische Dimension erhalten, wobei der SYRIZA-Abgeordnete Tasos Kourakis mit der Erklärung beeindruckt, dass „wenn seine Partei an die Regierung kommen wird, die Minen geschlossen werden, weil sie die Region umweltlich belasten“ und die Arbeitnehmer „Bienenzüchter werden“ … .

Parallel haben die Protestaktionen die öffentliche Meinung beschäftigt, weil nicht wenige Male gewaltsame Zusammenstöße verzeichnet wurden, mit Hauptmerkmal den „Partisanenkrieg“, die Verletzungen von Demonstranten und Männer der MAT (= polizeiliche Spezialeinheiten zur „Widerherstellung der Ordnung“), die ihre Pflicht mit übertriebenem Eifer ausüben. Zahlreich sind ebenfalls die Fälle von Konfrontationen und sogar auch gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Einwohnern des Gemeindeverbands Aristoteles (die Gemeinde stützt das Projekt) in Zusammenhang mit der Fortsetzung oder nicht der Arbeiten, und viele sprechen von einer „Spaltung“.

Zougla.gr wendete sich etliche Male an Herrn Christos Pachtas **, der sich jedoch nicht zu dem Thema äußern wollte. Zur selben Stunde jedenfalls, wo die Gegner des Minen-Projekts Aktionen in ganz Griechenland und sogar auch Protesteingaben an die Kanadische Botschaft organisieren, gehen die Förderarbeiten unter drakonischen Sicherheitsmaßnahmen regulär weiter … .

** Der 1951 in dem Ort Arnea auf Chalkidiki geborene und mit der PASOK-Partei fünfmal zum Abgeordneten gewählte Politiker Christos Pachtas war während seiner Amtszeit 1996 – 2004 als Staatsekretär im Finanzministerium in den Skandal um den Verkauf der Goldminen bei Kassandra im Dezember 2003 verwickelt. Als er dann auch noch eine „photographische“ Novelle zum Entwicklungsgesetz einbrachte, mit der geschützte Forstgebiete „entcharakterisiert“ und dem Hotelkomplex Porto Karras die Errichtung touristischer Anlagen in einem naheliegenden Waldgebiet gestattet wurde, trat er Ende Januar 2004 wegen des neuen Skandals von dem Posten des Staatssekretärs zurück.

(Quelle: zougla.gr)

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Zusammenstöße wegen Goldmine auf Chalkidiki in Griechenland

22. Oktober 2012 / Aktualisiert: 03. Juli 2013 / Aufrufe: 725 3 Kommentare

In Griechenland kam es auf Chalkidiki bei Skouries erneut zu Zusammenstößen zwischen gegen die dortige Goldmine protestierenden Bürgern und starken Polizeikräften.

Am Sonntagnachmittag (21 Oktober 2012) kam es auf der Halbinsel Chalkidiki bei dem Ort Skouries (Σκουριές) zum wiederholten Mal zu Zusammenstößen zwischen Bürgern, die gegen den Ausbau der Goldminen in dem Gebiet protestieren, und Kräften der Polizei. Laut den Versammelten brachte die Polizei im Verlauf der Protestkundgebung zu deren Auflösung Tränengas und Schockgranaten zum Einsatz.

Von der Polizei-Generaldirektion Zentralmakedoniens wurde bekannt gegeben, dass ein Polizeibeamter durch einen geworfenen Stein leicht verletzt wurde und die Verletzung eines Bürgers untersucht werde. Die Polizei schritt zu insgesamt 21 Vorführungen. Nach dem Einsatz chemischer Reizstoffe durch die Polizei begannen die Demonstranten sich aus dem Wald bei Skouries zu entfernen.

Vorher hatten die Demonstranten eine Protestkundgebung im Ort Ierissos (Ιερισσός) abgehalten und gelangten von dort aus – unter Präsenz starker Polizeikräfte – mit einem Autokorso bis nach Skouries. Dort teilten sie sich in zwei Gruppen, von denen die eine zu einer Sitzblockade in der Lage „Chontro Dentro“ (Χοντρό Δεντρο) schritt und die andere sich zum Wald von Skouries begab.

Ausgelöst wurden die Protestaktionen diesmal durch ein Schreibens des Umweltministeriums an das Forstamt Arnea (Αρναία), laut dem ein Protokoll über die Niederlassung der Schürfgesellschaft HELLAS GOLD SA und die Abholzung eines Waldes bei Skouries zu unterzeichnen ist.

(Quelle: in.gr)

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Griechenland 2016 größter Goldproduzent Europas

13. Oktober 2012 / Aktualisiert: 29. Dezember 2013 / Aufrufe: 2.884 4 Kommentare

Die Eldorado Gold Corporation strebt für ihre beiden Minen auf Chalkidiki und ein weiteres Projekt bei Perama für 2016 eine Produktion von ungefähr 345.000 Unzen Gold an.

Laut der Agentur Bloomberg kann Griechenland innerhalb von vier Jahren Finnland als größten Goldproduzenten Europas überholen, da die zuständigen griechischen Behörden Vereinbarungen „deblockieren“, die wegen der Bürokratie und der Umweltbestimmungen für mehr als zehn Jahre „auf Eis“ blieben. Mit einer Fördermenge von 220.000 Unzen Gold im vergangenen Jahr (2011) liegt Finnland auf Platz 40 der internationalen Rangliste der Goldproduzenten. Die Eldorado Gold Corp und die Glory Resources Ltd bauen jedoch vier Minen aus, die Griechenland bis 2016 zum größten Goldproduzenten Europas machen können.

Die Goldförderung beginnt „Gas zu geben“, seitdem Griechenland das sogenannte Fast Track Programm zur Genehmigung von Projekten begonnen hat. Die beiden kanadischen und australischen Gesellschaften erklärten, dass ihre Projekte die 16.000 Unzen Gold, welche das Land im Jahr 2011 produzierte, bis 2016 um ungefähr 425.000 Unzen Gold im Wert von 757 Mio. Dollar (Spot-Preis des 05 Oktober) aufstocken werden.

Laut dem Präsidenten der Glory Resources, Jeremy Warthall, „gibt es klare Beweise, dass Griechenland die Möglichkeiten seiner Erzindustrie wahrgenommen hat. Den Politikern wird immer mehr bewusst, dass eine Haltung zu Gunsten der Förderung wegen der Aussichten auf Schaffung von Arbeitsplätzen angebracht ist.

Laut der U.S. Geological Survey war Griechenland im Jahr 2010 der größte Produzent von Bauxit in Europa und weltweit der größte Lieferant von Perlit. Das Gold ist derzeit das einzige Metall, welches in die Fast Track Programme eingegliedert wird.
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