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Artikel Tagged ‘schwarzarbeit’

Griechenland: Ich würde besteuert werden wollen, wenn …

13. Juni 2016 / Aufrufe: 1.898 Keine Kommentare

Horrende Steuern und Sozialabgaben drängen in Griechenland Tausende in die Illegalität.

Jedes Mal, wenn sie auf dem Display ihres Telefons einen Anruf mit unterdrückter Rufnummer sieht, lehnt sie ihn aus … Sicherheitsgründen ab. „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste„, meint gegenüber der griechischen Zeitung „Kathimerini“ (K) bedeutungsvoll die 40-jährige Friseuse Elvira, die in den letzten Jahren mit einem Köfferchen voll mit Bürsten, Haarspangen und … Föhnen Athen durchkämmt.

Elvira zählt zu den Tausenden in Griechenland, die in einer Bemühung, wirtschaftlich zu überleben, in der „Grauzone“ der Legalität arbeiten und dabei teilweise oder vollumfänglich Steuerhinterziehung begehen.
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Die moderne Sklaverei in Griechenland

31. März 2016 / Aufrufe: 1.313 1 Kommentar

Arme Arbeitnehmer verkörpern speziell, wenn auch nicht nur, in Griechenland die moderne Sklaverei des 21 Jahrhunderts.

Die in den Jahren der Wirtschaftskrise erfolgte Deregulierung der Arbeitsverhältnisse trat auf die härteste Weise bei den vorzuherrschen tendierenden diversen Formen der unbezahlten Beschäftigung in Erscheinung.

Laut den Angaben des Instituts für Arbeit der GSEE zählen in Griechenland die unbezahlten Arbeitnehmer über 1.200.000, was etwa 1/3 der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung entspricht, wobei die Verzögerungen (der fälligen Lohnzahlungen) sich ab 3 bis zu 24 Monaten bewegen!
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Griechenlands Bürger müssen den Staat beklauen

12. August 2015 / Aufrufe: 2.918 5 Kommentare

Vielen Steuerzahlern in Griechenland bleibt gar nichts anderes übrig als den Staat bestehlen zu müssen um seine Forderungen bezahlen zu können.

Was? Steuern? Ich soll Steuern zahlen? Warum? Bin ich blöd? Sollen das doch die Jungs dahinten machen„, meinte der am Steuer eines Wagens sitzende Herr mit der Mine eines Schlaumeiers. Danach wendete er den Kopf um nach hinten zu schauen: drei Personen schoben sein Auto eine Steigung hinauf, während die Stimme des Erzählers sagte: „Wie lange noch werden Sie die Steuerhinterzieher tolerieren? Widersetzen Sie sich, verlangen Sie Quittungen.“ Und der Spot endete mit einem Motto, das für eine ganze Epoche zum Meilenstein wurde: Liebst Du Griechenland? Quittung!

Solange ich ein Kind war, überzeugte das Motto mich. Ich erinnere mich, dass ich jedes Mal, wenn wir einkaufen gingen, meine Eltern streng anschaute: Liebt Ihr Griechenland? Quittung! (Ich hege den Verdacht, ihnen damals mit meinem Tick auf die Nerven gegangen zu sein.)
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Mittelalterliche Arbeitsbedingungen im Tourismus in Griechenland

21. Juli 2014 / Aufrufe: 1.795 5 Kommentare

Hinter den in Griechenland bejubelten Rekorden im Tourismus verbergen sich mittelalterliche Arbeitsbedingungen und Zustände wie in Manolada.

Im Zweig der Gastronomie und der touristischen Berufe liegt in Griechenland die Beschäftigung ohne Sozialversicherung bei 50%, da veranschlagt wird, dass die Anzahl der ohne Versicherung beschäftigten Arbeitnehmer mehr als 230.000 Personen beträgt.

Bei einer vorhergegangenen Pressekonferenz des Panhellenischen (Gewerkschafts-) Verbands des Gastronomie-Personals und der Beschäftigten Touristischer Berufe (POEE – YTE) wurden die mittelalterlichen Arbeitsumstände hervorgehoben, welche tausende Beschäftigte im Tourismus durchleben – einer Branche, die als „Lokomotive“ der griechischen Wirtschaft gilt.
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Die 230-Euro-Fabriken in Griechenland

17. September 2013 / Aktualisiert: 21. Oktober 2013 / Aufrufe: 3.461 2 Kommentare

Viele Menschen in Griechenland sind in ihrer Not gezwungen, für Hungerlöhne von 230 bis 380 Euro und ohne Sozialversicherung zu arbeiten.

11 Uhr vormittags irgendwo im Athener Stadtbezirk Keramiko. Die leeren Plätze in den Büros der auf „Einzelhandel per Fernverkauf“ spezialisierten Firma hatten sich um 9:00 Uhr morgens gefüllt, und jetzt, zwei Stunden später, haben die Telefone zu „glühen“ begonnen. An die Beschäftigten sind endlose Listen mit Daten von Bürgern verteilt worden, die sie – analog zu der Abteilung, in der sie beschäftigt sind – zu überzeugen versuchen, Kunden großer Gesellschaften zu werden.

Damit die Produktivität der Beschäftigten „gewährleistet“ wird, befand sich sogar in jeder Abteilung ein Aufseher (sie nennen ihn Manager) sowie eine Liste mit den Namen der Beschäftigten, in der ihre „Erfolge“ eingetragen werden (Vertragsabschlüsse, Zusendung von Kreditkarten usw.).
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Schattenwirtschaft in Griechenland bei 24 Prozent des BIP

6. Juni 2013 / Aufrufe: 1.320 3 Kommentare

Das britische IEA veranschlagt die Schattenwirtschaft in Griechenland auf ein Volumen von ungefähr 45 Milliarden Dollar, was fast einem Viertel des BIP entspricht.

Laut einer einschlägigen Untersuchung des britischen Institute of Economic Affairs (IEA) hat Griechenland unter den in der Studie berücksichtigten 21 Mitgliedstaaten der OECD den ersten Platz bei der Schattenwirtschaft inne, die auf 24% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) beziehungsweise auf ungefähr 45 Mrd. Dollar geschätzt wird. Auf dem zweiten Platz liegt Italien mit einem Volumen der Schattenwirtschaft bei 21,6% des BIP. Die geringsten Anteile zeigen sich laut dem IEA in den nordeuropäischen Ländern.

Laut der Studie weist Griechenland ebenfalls einen Anteil nicht versicherter Arbeitnehmer auf, der weltweit zu den höchsten zählt und sich auf 37,3% der Gesamtheit bezieht, während es auch bei dem Anteil der illegalen Immigranten, die einer Arbeit nachgehen, auf dem ersten Platz liegt (4,4% der Gesamtheit), gefolgt von den USA mit einem Anteil von 3,2%.

Die Anzahl der Menschen, die ohne Versicherung beschäftigt sind, wird in der Europäischen Union auf ungefähr 30 Millionen und auf die Mitgliedstaaten der OECD bezogen sogar auf über 48 Millionen Personen geschätzt. Es wird eine Senkung der steuerlichen Belastungen vorgeschlagen, die zu einer Einschränkung der Schattenwirtschaft und zu weniger nicht versicherter Arbeit führen würde.

(Quelle: Imerisia)

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Sackgasse für Immigranten und Produzenten in Griechenland

29. April 2013 / Aufrufe: 1.216 9 Kommentare

In in Griechenland verfault die Erdbeerernte auf den Feldern, weil die ausländischen Feldarbeiter keine Arbeitserlaubnis haben und die Bauern sie nicht beschäftigen dürfen.

Die kriminellen Ereignisse in Manolada sind allen bekannt. Und natürlich zu verurteilen. Das verbrecherische Verhalten bewaffneter Produzenten und Vorarbeiter in Kombination mit der institutionellen Lücke bei den Themen der Beschäftigung von Immigranten führt jedoch in die absolute Absurdität und die wirtschaftliche Vernichtung der Erdbeerproduktion in der Region von Ilias.

Nach den Ereignissen des 17 April 2013 wimmelt es nun plötzlich in der Region von Kontrolleuren des Arbeitsministeriums, welche die Felder und die Verpackungsanlagen überwachen und nach nicht versicherten Immigranten – Arbeitern suchen. Und hier beginnt die absolute Absurdität. Die ihre Arbeitskraft anbietenden Ausländer in Manolada sind hauptsächlich Immigranten mit sogenannter „rosa Karte“ – also mit einer vorläufigen Aufenthaltsgenehmigung, jedoch ohne Arbeitserlaubnis.
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„Schwarze“ Arbeit in Griechenland bei 30 Prozent

10. Dezember 2012 / Aufrufe: 923 5 Kommentare

Eine aktuelle Studie der Foundation for Economic & Industrial Research veranschlagt die „schwarze“ Arbeit in Griechenland auf 30% der Gesamtwirtschaft.

Laut einer Analyse der Stiftung für Wirtschafts- und Industrieforschung (IOBE) mit dem Titel „Die Bedeutung der nicht deklarierten Arbeit und ihre Charakteristika“ stellen die anhaltende Rezession, die hohe Arbeitslosigkeit und die große Anzahl Selbständiger und Immigranten die Basisfaktoren für die ungemeldete Arbeit in unserem Land dar.

Unter Berufung von Daten der Einheit der Arbeitsinspektoren (SEPE) führt die Studie an, dass die ungemeldete Arbeit 30% der Gesamtheit der griechischen Wirtschaft erreicht hat. Laut der selben Analyse ist die undeklarierte Arbeit an die Entwicklung der Schattenwirtschaft gekoppelt, die auf ungefähr 25% des BIP veranschlagt wird.

Weiter stellen die tiefe Rezession, in welche die griechische Wirtschaft in den drei letzten Jahren geraten ist, die hohe Arbeitslosigkeit und die Änderungen bei den Arbeitsverhältnissen ebenfalls Faktoren dar, welche die ungemeldete Arbeit begünstigen, während von den institutionellen Faktoren als primäre das niedrige Vertrauen in die Organisation des Staates und das politische System, die starken familiären Bindungen und die bestehende positive Verhaltensweise gegenüber der unversicherten Arbeit betont werden.
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Schwarzarbeit in Manufakturen in Griechenland

15. April 2012 / Aufrufe: 710 1 Kommentar

Manufakturen sind in Griechenland Nester der Schwarzarbeit, in denen illegale Immigranten zu asiatischen Löhnen und ohne Versicherung ausgebeutet werden

Zu Beginn des Jahrzehnts 1990 stellte die Bekleidung eine der wichtigsten Branchen der griechischen Wirtschaft dar, mit einem großen Anteil an der Produktion, der Beschäftigung und den Exporten. Seitdem führte die Konkurrenz, welcher die griechischen Produkte sowohl auf dem griechischen als auch dem europäischen Markt aus den Drittländern (hauptsächlich aus der Türkei, Pakistan, Indien, China) begegneten, den Zweig in eine Schrumpfung von bis zu 50%. Laut den Angaben des Verbands der Produzenten von Konfektionsbekleidung (SKEE) sank der Umsatz allein im Jahr 2010 um 16%.

Etliche Industriebetriebe und Manufakturen schlossen oder wanderten in Nachbarländer wie Bulgarien und die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Mazedonien ab. „Bankrotte“ Unternehmen der Branche setzen die Produktion mit unversicherten Arbeitnehmern – in der Regel Ausländern – fort, ohne Belege auszustellen und ohne Steuern zu entrichten. Laut den Daten der Kontrolleure der IKA werden rund 50 solcher Manufakturen in den Athener Stadtbezirken Kato Patisia, Nea Ionia, Filadelfia und Peristeri betrieben.

Diese Manufakturen befinden sich im Visier der gemischten Staffeln der Dienststelle für Sonderkontrollen der IKA (EYPEA/IKA-ETAM), der Einheit der Arbeitsinspektoren und der SDOE. Die gemischten Staffeln wurden mit dem Gesetz 3996/2012 zur „Neugestaltung der Einheit der Arbeitskontrolleure“ geschaffen.
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60 Prozent der Arbeitnehmer im Tourismus in Griechenland unversichert

29. April 2011 / Aufrufe: 520 Keine Kommentare

Laut offiziellen Angaben arbeiten rund 60 Prozent der Beschäftigten in der Tourismusbranche in Griechenland arbeiten ohne Sozialversicherung.

In den Unternehmen des Hotel- und Gaststättengewerbes in Griechenland arbeiten drei von fünf Arbeitnehmern ohne Sozialversicherung. In der konkreten Wirtschaftsbranche konzentriert sich der höchste Anteil der sogenannten „Schwarzarbeit“, da 60% der Beschäftigten nicht sozialversichert werden und illegal und unter den schlimmsten Formen der flexiblen Beschäftigung arbeiten.

Laut einem Bericht der griechischen Tageszeitung To Vima zeigen die offiziellen Daten für das Jahr 2010, dass von insgesamt 550.000 Beschäftigten der Tourismusbranche in den Monaten Juni bis September 228.000 Personen bei dem Sozialversicherungsträger IKA versichert waren (davon 130.000 Personen in Betrieben des Gaststättengewerbes und 98.000 Personen in den Hotels).
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