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Artikel Tagged ‘schattenwirtschaft’

Kleindienstleister in Griechenland werfen das Handtuch

11. Oktober 2016 / Aufrufe: 2.713 Kommentare ausgeschaltet

Infolge der irrwitzigen Überbesteuerung sehen in Griechenland zahllose Kleindienstleister und sogenannte Selbständige keinen anderen Ausweg mehr als ihr Gewerbe abzumelden.

Bei den Finanzämtern in Griechenland wird in diesen Tagen ein Andrang ähnlich wie in den letzten Jahren jeweils zum Jahresende beobachtet, wenn sich zigtausende Fahrzeughalter sputen, ihre Fahrzeuge „abzumelden“.

Diesmal geht es jedoch um die sogenannten „Blokakides“ (Plural von „Blokakias“, siehe auch Die unsichtbaren Arbeitnehmer in Griechenland), also Jene, die – im Wesentlichen meistens nur mit einem (Dienstleistungs-) Quittungsblöckchen (= „μπλοκάκι / Blokaki“) ausgerüstet – als mehr oder weniger „selbständige“ (Klein-) Dienstleister tätig sind und die absurden finanziellen Belastungen einfach nicht mehr zu stemmen vermögen.
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Aufblühen der „Kofferberufe“ in Griechenland

18. September 2016 / Aufrufe: 1.405 4 Kommentare

Die horrende Überbesteuerung und Belastung der Kleinunternehmen in Griechenland treibt immer mehr Gewerbetreibende und Selbständige in die Schattenwirtschaft.

In Griechenland müssen immer mehr Gewerbetreibende und Selbständige ihre (meistens Klein- und Mini-) Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen schließen und wandern notgedrungen in die Schattenwirtschaft ab, indem sie ihr Gewerbe mit einem „Köfferchen“ in der Hand ausüben.

Es versteht sich von selbst, dass solche „Patentlösungen“ (die praktisch nichts anderes als eine Form „schwarzen Unternehmertums“ bzw. „selbständiger Schwarzarbeit“ darstellen) nicht nur die Steuerhinterziehung und den Schwarzgeldumlauf anheizen, sondern auch den unlauteren Wettbewerb verschärfen und somit letztendlich noch mehr (Klein-) Unternehmer in die Illegalität drängen.
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Ausrottung der Selbständigen in Griechenland

18. August 2016 / Aufrufe: 2.032 1 Kommentar

Die Überbesteuerung der Freiberufler und Gewerbetreibenden in Griechenland stranguliert das private Unternehmertum und fördert Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft.

Es ist bekannt, dass in Griechenland die Selbständigen (sprich Freiberufler, Handwerker und Gewerbetreibende) einen großen Anteil der (wirtschaftlich) aktiven Bevölkerung darstellen.

In der Realität ist Griechenland gemäß auch den jüngsten Angaben des Europäischen Statistischen Amts (Eurostat) unter den europäischen Staaten das Land mit der proportional größten Anzahl Selbständiger im Verhältnis zu der Gesamtheit der Beschäftigten, ohne dass diese Analogie sich in den Jahren der Krise geändert hat.
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Über 1 Mio neue Debitkarten in Griechenland

6. August 2015 / Aufrufe: 1.381 Kommentare ausgeschaltet

Nach Einführung der Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland stellten die griechischen Banken über 1 Million neue Geldkarten aus.

Laut einem Artikel bei Bloomberg wurden von den griechischen Banken in den letzten drei Wochen ungefähr 1.000.000 neue Debitkarten ausgestellt.

Wie der Artikel berichtet, haben sich während der Verhängung der Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland die Transaktionen mit Geldkarten in den Supermärkten und bei den Treibstoffverkäufen verdoppelt, während die Nutzung der Karten sich in den provinziellen Gebieten sogar verdreifachte.
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Hotels in Griechenland kämpfen um das Überleben

20. Juli 2013 / Aufrufe: 2.435 4 Kommentare

Trotz der diesjährigen Rekordzahlen bei den Ankünften ausländischer Touristen kämpfen in Griechenland 80 Prozent der Hotels um ihr Überleben.

Es erweist sich, dass auf dem Boden der Krise fast alles gedeihen kann – und zwar gleichzeitig. Zu einer Stunde, wo der griechische Tourismus bei der Anziehung ausländischer Touristen einen Rekord nach dem anderen bricht, sind hunderte Hotels von der Schließung bedroht. Einige Zielgebiete und Hotels haben zu wenig Betten um der explodierenden Nachfrage entsprechen zu können, während man in anderen Regionen jedes Mal jubelt, wenn überhaupt eine Buchung getätigt wird.

In einer zeitlichen Periode, in der davon ausgegangen wird, dass der griechische Tourismus einen neuen Rekord von 17 Mio. ausländischer Besucher und Einnahmen von 11 Mrd. Euro tangieren wird, erklärt der Präsident der Hotelkammer Griechenlands /XEE bzw. Hellenic Chamber of Hotels / HCH), Giorgos Tsakiris, gegenüber Euro2day.gr: „8.000 der insgesamt 10.000 griechischen Hotels begegnen bereits jetzt Überlebensproblemen oder werden ihnen begegnen, während sogar selbst in der Hauptstadt die illegalen Hotels Orgien feiern …
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Schattenwirtschaft in Griechenland bei 24 Prozent des BIP

6. Juni 2013 / Aufrufe: 1.334 3 Kommentare

Das britische IEA veranschlagt die Schattenwirtschaft in Griechenland auf ein Volumen von ungefähr 45 Milliarden Dollar, was fast einem Viertel des BIP entspricht.

Laut einer einschlägigen Untersuchung des britischen Institute of Economic Affairs (IEA) hat Griechenland unter den in der Studie berücksichtigten 21 Mitgliedstaaten der OECD den ersten Platz bei der Schattenwirtschaft inne, die auf 24% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) beziehungsweise auf ungefähr 45 Mrd. Dollar geschätzt wird. Auf dem zweiten Platz liegt Italien mit einem Volumen der Schattenwirtschaft bei 21,6% des BIP. Die geringsten Anteile zeigen sich laut dem IEA in den nordeuropäischen Ländern.

Laut der Studie weist Griechenland ebenfalls einen Anteil nicht versicherter Arbeitnehmer auf, der weltweit zu den höchsten zählt und sich auf 37,3% der Gesamtheit bezieht, während es auch bei dem Anteil der illegalen Immigranten, die einer Arbeit nachgehen, auf dem ersten Platz liegt (4,4% der Gesamtheit), gefolgt von den USA mit einem Anteil von 3,2%.

Die Anzahl der Menschen, die ohne Versicherung beschäftigt sind, wird in der Europäischen Union auf ungefähr 30 Millionen und auf die Mitgliedstaaten der OECD bezogen sogar auf über 48 Millionen Personen geschätzt. Es wird eine Senkung der steuerlichen Belastungen vorgeschlagen, die zu einer Einschränkung der Schattenwirtschaft und zu weniger nicht versicherter Arbeit führen würde.

(Quelle: Imerisia)

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„Schwarze“ Arbeit in Griechenland bei 30 Prozent

10. Dezember 2012 / Aufrufe: 934 5 Kommentare

Eine aktuelle Studie der Foundation for Economic & Industrial Research veranschlagt die „schwarze“ Arbeit in Griechenland auf 30% der Gesamtwirtschaft.

Laut einer Analyse der Stiftung für Wirtschafts- und Industrieforschung (IOBE) mit dem Titel „Die Bedeutung der nicht deklarierten Arbeit und ihre Charakteristika“ stellen die anhaltende Rezession, die hohe Arbeitslosigkeit und die große Anzahl Selbständiger und Immigranten die Basisfaktoren für die ungemeldete Arbeit in unserem Land dar.

Unter Berufung von Daten der Einheit der Arbeitsinspektoren (SEPE) führt die Studie an, dass die ungemeldete Arbeit 30% der Gesamtheit der griechischen Wirtschaft erreicht hat. Laut der selben Analyse ist die undeklarierte Arbeit an die Entwicklung der Schattenwirtschaft gekoppelt, die auf ungefähr 25% des BIP veranschlagt wird.

Weiter stellen die tiefe Rezession, in welche die griechische Wirtschaft in den drei letzten Jahren geraten ist, die hohe Arbeitslosigkeit und die Änderungen bei den Arbeitsverhältnissen ebenfalls Faktoren dar, welche die ungemeldete Arbeit begünstigen, während von den institutionellen Faktoren als primäre das niedrige Vertrauen in die Organisation des Staates und das politische System, die starken familiären Bindungen und die bestehende positive Verhaltensweise gegenüber der unversicherten Arbeit betont werden.
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Schattenhandel bulgarischer Ärzte in Griechenland

17. September 2012 / Aktualisiert: 30. November 2015 / Aufrufe: 526 Kommentare ausgeschaltet

In der Präfektur Xanthi in Griechenland blüht mit ärztlichen Leistungen bulgarischer Ärzte ein neuer Zweig der ausgeprägten lokalen Schattenwirtschaft auf.

Ärztliche Hausbesuche zu Preisen von 5 – 10 Euro, aber auch den Verkauf von Medikamenten … in ihrem Wohnzimmer bieten den Einwohnern – hauptsächlich der Bergdörfer –  der Präfektur Xanthi in letzter Zeit bulgarische Gewerbetreibende an und üben eine neue Art des „Schattenhandels“ aus, der in den letzten Monaten nahe der Grenzen zu blühen begonnen haben scheint.

Wenn auch bisher keine offizielle Anzeige bei der Ärztekammer oder dem Verband der Pharmazeuten in Xanthi erfolgt ist, stellt das Phänomen bulgarischer Ärzte (oder angeblicher Ärzte), welche über die Grenze kommen um auf griechischem Boden ärztliche Leistungen feilzubieten oder auch Präparate zweifelhafter Qualität zu verkaufen, ein offenes Geheimnis dar – mit allem, was dies für die öffentliche Gesundheit und den Verlust von Einnahmen für den griechischen Fiskus bedeutet.

Das Problem mit dem Schattenhandel aus dem inzwischen über fünf Grenzübergänge mit Griechenland verbundenen Bulgarien ist riesig, da es keinerlei substantielle Kontrolle gibt. Während wir bisher von Griechen wussten, die sich für ärztliche Behandlungen nach Bulgarien begaben, sehen wir in letzter Zeit sogar auch Ärzte oder Apotheker aus Bulgarien, die mit ihren Taschen durch die Kaffeehäuser der Dörfer ziehen und nach Kunden suchen. Sie klopfen an die Türen der Häuser und bieten Untersuchen für 5 Euro an„, betont im Gespräch mit der AMPE der Präsident der Handelskammer Xanthi, Stylianos Moraitis.
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Pfandleihen in Griechenland machen goldene Geschäfte

18. November 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 404 1 Kommentar

Die Wirtschaftskrise in Griechenland beschert den Pfandleihern goldene Geschäfte, da viele Bürger gezwungen sind, Schmuck und sonstige Wertgegenstände zu versetzen.

Eine Schuldenkette nimmt das ganze Land in den Würgegriff. Die Bürger testen alltäglich ihre Belastungsgrenzen unter ungekannten Umständen wirtschaftlicher Erstickung aus. Die Planung des Familienetats steht unter kontinuierlicher Revision, ohne dass leichte Lösungen verfügbar sind, wenn einer dem anderen schuldet. Die Situation bewegt sich auf einem gespannten Seil. Daten zeigen, dass sich der Anteil all jener verdoppelte, die mit der Zahlung ihrer Miete im Rückstand sind oder / und die Wohnung wechseln und dabei die Eigentümer auf unbezahlten Rechnungen für Strom und Wasser sitzen lassen.

Einer von zehn Bürgern vermag nicht den Nachhilfeunterricht seiner Kinder zu bezahlen. Sieben von zehn Anzeigen bei der Arbeitsaufsicht beziehen sich auf die Zurückhaltung fälliger Bezüge. Schätzungsweise 40.000 Unternehmen werden nicht in der Lage sein, ihre Verbindlichkeiten gegenüber den öffentlichen Versicherungsträgern in Ordnung zu bringen. Der Index der nicht versicherten Fahrzeuge ist während der letzten drei Jahre um 50% gestiegen.
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Griechenland hofft auf Besteuerung von Kapitalanlagen in der Schweiz

30. Oktober 2011 / Aufrufe: 557 4 Kommentare

Griechenland verspricht sich erhebliche Einnahmen aus der rückwirkenden Besteuerung ungemeldeter Guthaben und Kapitalanlagen griechischer Bürger in der Schweiz.

Die Beratungen zwischen Griechenland und der Schweiz über die Besteuerung nicht ordnungsgemäß deklarierter Einlagen griechischer Steuerpflichtiger bei schweizerischen Banken gehen in die Endphase. Die Veröffentlichung der Hauptpunkte des Abkommens, das auf dem Rahmen entsprechender Abkommen der Schweiz mit Großbritannien und Deutschland basieren soll, wird in Form einer Vorvereinbarung gegen Ende des Jahres 2011 erwartet.

Wie das griechische Finanzministerium bekannt gab, fand am vergangenen Donnerstag (27.10.2011) eine einschlägige Begegnung der Delegationen Griechenlands und der Schweiz unter Leitung der Generalsekretäre der Finanzministerien der beiden Länder statt. Von Seite des griechischen Finanzministeriums wird unter anderem angeführt, dass entsprechende Verhandlungen mit Deutschland und Großbritannien im Frühling 2010 begannen und mit der Unterzeichnung der Abkommen im September 2011 zum Abschluss kamen.

Es sei angemerkt, dass sich die Einlagen griechischer Bürger bei schweizerischen Banken auf schätzungsweise etwa 200 Milliarden Euro belaufen sollen und dieser Betrag zu einem großen Anteil als „Schwarzgeld“ charakterisiert wird.
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