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Artikel Tagged ‘privatisierung’

Fraport erwirbt Griechenlands Flughäfen mit … griechischem Geld

31. März 2017 / Aufrufe: 1.099 2 Kommentare

Die umstrittene Übernahme 14 peripherer Flughäfen in Griechenland durch die Fraport soll nun nicht zuletzt auch mit griechischen Geldern finanziert werden!

Die „Fraport Greece“ unterzeichnete jüngst mit einem Konsortium von 5 Top-Bankinstituten eine Vereinbarung über eine langfristige Finanzierung in Höhe von ungefähr 1 Milliarde Euro zu dem Zweck, die Gesellschaft bezüglich der 40-jährigen Überlassung 14 peripherer Flughäfen in Griechenland zu unterstützen, unter denen sich auch der Flughafen Thessaloniki befindet.

An dem Konsortium beteiligen sich die „Alpha Bank“ (mit 384,7 Mio. Euro), die in Thessaloniki ansässige „Black Sea Trade and Development Bank – BSTDB“ (mit 62,5 Mio. Euro – sprich der größten Finanzierung, die von der staatsübergreifenden Bank jemals für eine Investition in einem Mitgliedstaat bereitgestellt wurde), die „Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung – EBWE“ (mit 186,7 Mio. Euro), die „Europäische Investitionsbank – EIB“ (mit 280,4 Mio. Euro) und die (der „Weltbankgruppe“ zugehörige) „International Finance Corporation – IFC“ (mit 154,1 Mio. Euro). Die IFC wird der Fraport Greece ebenfalls exklusiv sogenannte „Zinsswaps“ (in Euro) bieten, um der Gesellschaft zu helfen, mögliche Schwankungen bei den Zinssätzen auszugleichen.
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Petition gegen Wasserprivatisierung in Griechenland

11. März 2017 / Aufrufe: 611 2 Kommentare

Wasser ist Menschenrecht, stoppt die Wasserprivatisierung in Griechenland!

Wir fordern die EU-Kommission und die deutsche Bundesregierung auf, in Griechenland nicht weiter im Interesse internationaler Großkonzerne und gegen den Willen der Menschen die Privatisierung des (Trink-) Wassers zu verlangen!

Wir verlangen die Offenlegung und Veröffentlichung jeglichen Schriftverkehrs sowie der Protokolle der mündlichen Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und den „Institutionen“ (sprich Vertretern der Gläubiger des Landes) in Zusammenhang mit dem geforderten Transfer der Wasserwerke von Athen / Piräus und Thessaloniki (EYDAP und EYATH) an den sogenannten (Privatisierungs-) „Superfonds“.

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Die beiden Seiten des Unternehmertums in Griechenland

7. Februar 2017 / Aufrufe: 1.458 3 Kommentare

Zwei jüngst in Griechenland eingeleitete Unternehmensverkäufe zweigen zwei völlig verschiedene Seiten griechischen Unternehmertums.

Der Januar 2017 brachte einige positive Nachrichten über die Wirtschaft Griechenlands: zwei griechische Gesellschaften befinden sich vor dem Verkauf an große ausländische Konzerne, was zeigt, dass ein gewisses Investitionsinteresse an dem Land besteht.

Die zum Verkauf anstehenden Gesellschaften sind sogar zufällig auf dem selben Sektor (Transportwesen) tätig, während der angegebene Preis ähnlich ist, 43 Millionen Euro für die eine und 45 Millionen Euro für die andere. Hier hören die gemeinsamen Punkte jedoch auf. Die beiden Gesellschaften stellen zwei diametral gegensätzliche Seiten des Unternehmertums in Griechenland dar.
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Voraussetzungen für Griechenlands Rückkehr an die Märkte

21. Januar 2017 / Aufrufe: 628 Kommentare ausgeschaltet

Drei nicht verhandelbare Voraussetzungen für die Rückkehr Griechenlands an die Finanzmärkte.

Die Vollendung der zweiten sogenannten „Bewertung“ (des griechischen Programms durch die „Institutionen“), die Sicherstellung politischer Stabilität sowie auch die Stärkung der Glaubwürdigkeit des Landes stellen drei primäre und nicht verhandelbare Voraussetzungen dar, damit Griechenland wieder auf einen Wachstumskurs kommt, an die Finanzmärkte zurückkehrt und neue ausländische Investitionen anzieht.

Auf die vorstehenden Voraussetzungen für Griechenlands Rückkehr an die Märkte liefen die Ansichten der Mitglieder der Leitung der griechisch-deutschen Industrie- und Handelskammer zusammen, so wie sie bei ihren Vorträgen bei dem Neujahrs-Empfang des Trägers in Thessaloniki zum Ausdruck gebracht wurden.
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Privatisierungen in Griechenland: gehörnt und verprügelt

3. Oktober 2016 / Aufrufe: 1.198 Kommentare ausgeschaltet

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten an den Fiskus in Griechenland zeigen, wie Staat und Bürger mittels erzwungener Privatisierungen skrupellos ausgeplündert werden.

Die … harmlosen Anmerkungen zu einer Tabelle mit fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus in Griechenland enthüllen die skandalöse Bilanz zwischen angeblichen Vorteilen und den wirklichen Schäden aus dem Verkauf der öffentlichen Unternehmen und Organisationen.

Der Teufel versteckt sich immer im Detail, sehr häufig in den Anmerkungen. In der Bemühung, auf die „Falschinformierungs-Attacke“ der Nea Dimokratia (ND) bezüglich einer Entgleisung der fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus zu antworten, gab das griechische Finanzministerium Angaben über deren Entwicklung seit 2013 und nachfolgend (zur Erleichterung der „politischen Vergleiche“) und spezieller für die ersten acht Monate des Jahres 2016 an die Öffentlichkeit.
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Das erbitterte Verhältnis zwischen Griechenland und Gläubigern

11. September 2016 / Aufrufe: 1.168 2 Kommentare

Analytiker der Eurasia Group bringen ihre Beunruhigung über die Beziehungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern zum Ausdruck.

In einer Analyse unter dem Titel „Der Tag des Murmeltiers“ stellt die Eurasia Group beunruhigende Einschätzungen bezüglich der Beziehungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern an.

Wie die Analytiker der Eurasia Group anführen, wird Griechenland möglicherweise in dem Moment, wo es erneut Geld brauchen wird, in einen neuen Konflikt und Bruch mit Deutschland und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) geführt werden.
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Verstimmung über Putins Besuch in Griechenland

31. Mai 2016 / Aufrufe: 1.492 4 Kommentare

Die bei dem Besuch Putins in Griechenland demonstrierte Bereitschaft der griechischen Regierung zu einer Zusammenarbeit mit Russland scheint auf Missfallen zu stoßen.

Die deutschsprachige Presse kommentierte ausführlich den Besuch des russischen Präsidenten Vladimir Putin in Griechenland und sprach von einer versöhnlichen Haltung des griechischen Premierministers Alexis Tsipras gegenüber Russland, im Gegensatz zu der von der EU aufrecht erhaltenen Position.

Das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt veröffentlichte einen Artikel, in dem es ein zuversichtliches Szenarium für die griechischen Banken umreißt, da – wie die Zeitung schreibt – die letzten Zahlen wieder Gewinne zeigen. „Für die vier größten griechischen Banken endet eine schwierige Periode. Nach fünf Jahren der Verluste streben die Finanzinstitute an, innerhalb des Jahres 2016 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. In den vergangenen fünf Jahren hatten sich bei den vier griechischen Banken Verluste in Höhe von 50,6 Mrd. Euro angesammelt. Folglich ist die jetzt dank der Zahlen des letzten Quartals eingetretene Erleichterung noch größer.
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Ostern in Griechenland ohne Züge

27. April 2016 / Aufrufe: 480 Kommentare ausgeschaltet

Wegen eines Streiks bei der TRAINOSE werden in Griechenland ab dem Nachmittag des Karsamstags bis zum Morgen des Ostermontags keine Züge verkehren.

Wegen eines Streiks, den aus Protest gegen die Privatisierung der TRAINOSE die Gewerkschaft der Beschäftigten ausgerufen hat, werden die Züge der Griechischen Bahn (OSE) und der Vorstadt-Eisenbahn ab dem späten Nachmittag des 30 April 2016 (Karsamstag) bis zum Morgen des 02 Mai 2016 (Ostermontag) still stehen.

Konkret wird der Streik am Samstag um 18:00 Uhr beginnen und 40 Stunden später am Montagmorgen um 10:00 enden.
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Dreht Schäuble wieder mal am (Griechenland-) Rad?

10. April 2016 / Aufrufe: 1.340 4 Kommentare

Aus Deutschland wurde offiziell beschieden, Griechenland müsse einen völlig irrealen Erlös in Höhe von 50 Milliarden Euro aus Privatisierungen erzielen.

Eine Sprecherin des deutschen Finanzministeriums erklärte 06 April 2016, für Deutschland gelte weiterhin die im Sommer des vergangenen Jahres mit Griechenland abgeschlossene Vereinbarung, die Einnahmen in Höhe von 50 Mrd. Euro aus Privatisierungen vorsah.

Laut der Sprecherin hatte Griechenland mit seinen internationalen Gläubigern vereinbart, dass in das Memorandum Einnahmen in Höhe von 50 Mrd. Euro aus Privatisierungen einbezogen werden. „Was uns betrifft, gilt dieses Memorandum weiterhin„, erklärte die Sprecherin bei einer Pressekonferenz.
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Griechenland: Privatisierungen und die nächste Tranche

1. November 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 1.170 Kommentare ausgeschaltet

Ein aufgewertetes Privatisierungsprogramm soll das Vertrauen der Investoren und Märkte wiederherstellen und zum Aufschwung der Wirtschaft Griechenlands beitragen.

Da Griechenland sich schwer tut, die nächste Tranche aus dem dritten Paket zu seiner Rettung zu bekommen, könnte die Wiederbelebung des eingefrorenen Privatisierungsprogramms bei der Wiederherstellung des Vertrauens der Investoren nach Monaten häufig bitterer Streitereien helfen.

Griechenland hat zum Ziel, noch vor Ende des laufenden Jahres 14 lokale Flughäfen zu verpachten und den Verkauf der Mehrheit der Aktien des Hafens von Piräus einzuleiten, da die Regierung sich bemüht, die Veräußerungen von Vermögenselementen zu beschleunigen, bei denen es wiederholt misslang, den Erwartungen mittels der stetigen Rettungen zu entsprechen. Für das kommende Jahr (2016) zielen die Amtsträger in Athen auf 3,5 Milliarden Euro aus Verkäufen und Überlassungen öffentlicher Vermögenswert ab, also so viel, wie das Land in den vergangenen Jahren insgesamt zusammenbrachte.
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