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Krise leert Altenheime in Griechenland

20. August 2013 / Aktualisiert: 25. Januar 2014 / Aufrufe: 3.086 Kommentare ausgeschaltet

Immer mehr Familien in Griechenland holen ihre in Pflegeheimen lebenden Senioren zu sich nach Hause, um mit den Renten ihren Haushalt über die Runden zu bringen.

Die Rente der Oma und des Opas erweist sich als Stützpfeiler Nr. 1 der griechischen Familie. Mit der Arbeitslosigkeit in schwindelerregenden Höhen und den massakrierten Beihilfen und Löhnen können die wenigen hundert Euro, welche die Rentner monatlich erhalten, den kritischen Unterschied in einer Familie ausmachen. Dies ist der Hauptgrund hinter der „Massen-Räumung“, die in letzter Zeit in den Altersheimen des ganzen Landes verzeichnet wird.

Es gibt eine intensive Fluktuation„, betont gegenüber der „Kathimerini“ der Präsident des Panhellenischen Verbands der Einrichtungen für Altenpflege (PEMFI), Herr Stelios Prosalikas. „Viele Leute entscheiden sich, ihre Senioren zu sich nach Hause zu nehmen, damit sie an deren Rente teilhaben können um über die Runden zu kommen.“ Wie er erklärt, wir die Entscheidung jedoch nicht leichten Herzens getroffen. „Befindet sich ein Mensch in einer Altenpflegestätte, bedeutet dies, dass es ein schwerer Fall ist und spezielle Beschäftigung erfordert. Die Menschen scheinen jedoch bereit zu sein, sich selbst zu übertreffen, indem sie die Pflege der Senioren übernehmen um nicht das Altenheim zu bezahlen.
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Rentner in Heimen in Griechenland müssen Pflegekostenanteil tragen

1. August 2011 / Aufrufe: 655 5 Kommentare

In Griechenland müssen sich Rentnern, die in staatlich bezuschussten Heimen untergebracht sind, pauschal mit bis zu 80 Prozent ihrer Rente an den Pflegekosten beteiligen.

Auf Beschluss des griechischen Gesundheitsministers Andreas Loverdos müssen sich Rentner, die in Einrichtungen juristischer Personen des öffentlichen Rechts (hauptsächlich für Alte und psychisch Kranke) untergebracht sind, ab sofort pauschal an den Pflegekosten beteiligen. Der aktuelle Beschluss betrifft alle Heimbewohner der ungefähr 100 staatlich subventionierten Pflegeeinrichtungen in ganz Griechenland.

Gemäß dem in Rede stehenden Beschluss erfolgt die Zwangsbeteiligung der Heimbewohner an den Pflegekosten mittels der Einbehaltung eines Betrags der Rentenbezüge, die sie von ihrem Versicherungsträger erhalten. Ein entsprechender Teil der Rente wird entweder direkt oder über den Versicherungsträger an die Pflegeeinrichtungen entrichtet werden. Der Satz, der von der monatlichen Rente einbehalten und an die juristische Person öffentlichen Rechts abgeführt wird, ergibt sich nach der folgenden Staffelung:

  • Von einer Rente bis zu 360 Euro ein Anteil von 40%.
  • Von einer Rente ab 360,01 Euro bis zu 500 Euro ein Anteil von 50%.
  • Von einer Rente ab 500,01 Euro bis zu 1.000 Euro ein Anteil von 60%.
  • Von einer Rente ab 1.000,01 Euro bis zu 1.500 Euro ein Anteil von 70%.
  • Von einer Rente ab 1.500,01 Euro und mehr ein Anteil von 80%.

Der Betrag der Selbstbeteiligung, der anteilmäßig den Tagen entspricht, an denen ein Heiminsasse nicht in der Einrichtung versorgt wird, sondern sich bei seiner Familie aufhält, wird ihm entweder per Direktzahlung oder mittels Verrechnung mit der Pflegekostenbeteiligung im nächsten Monat erstattet werden.

(Quelle: To Vima)