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Artikel Tagged ‘parallelwährung’

Grexit hat immer noch die meisten Chancen

21. Juli 2015 / Aufrufe: 2.735 4 Kommentare

Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone scheint immer noch die meisten Chancen zu haben und wird möglicherweise sogar infolge einer Revolte geschehen.

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras hätte niemals Yanis Varoufakis zu seinem Finanzminister machen dürfen. Oder er hätte auf ihn hören und ihn behalten müssen. Stattdessen wählte der griechische Premierminister die schlimmste Alternative von allen.

Er befolgte den Rat des Herrn Varoufakis bezüglich der Ablehnung des Vorschlags der Gläubiger – bis zu vergangenen Woche. Während Herr Tsipras dies tat, machte er jedoch einen wahrscheinlich kritischen Fehler, indem er den Plan B des Herrn Varoufakis für den Moment zurückwies, in dem die Banken des Landes schlossen: umgehende Einführung einer parallelen Währung – von IOUs, ausgegeben von dem griechischen Staat, jedoch auf Euro lautend.
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Griechenland hat bereits eine Parallelwährung

10. Juli 2015 / Aufrufe: 4.409 4 Kommentare

Griechenland hat bereits zwei Währungen, die beide den selben Wert haben, von denen jedoch die eine auf Papier gedruckt und die andere immateriell ist.

Das einzige Gute an der wirtschaftlichen Krise unglaublicher Intensität, die wir in den letzten Tagen in Griechenland mit der Schließung der Banken und den Kapitalverkehrskontrollen durchleben, ist die Verallgemeinerung der Kreditkarten (bzw. des „Plastikgelds“) und die Ausweitung des E-Bankings, also der Bewegung von Geldbeträgen per Internet.

Es geht um zwei absolut modern Praktiken, die unabhängig von den Umständen sowohl der Wirtschaft als auch der Alltäglichkeit helfen, da die Nutzer Zeit und Geld sparen, während sie ihnen auch eine große Transaktionssicherheit bieten. Die Nutzer sind also nicht gezwungen, Bargeld zu bewegen, das sie verlieren können oder das ihnen gestohlen werden kann, was für jemanden, der sogar auch auf die bis neulich sogenannten Kleinbeträge angewiesen ist, katastrophal ist.
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Szenarium einer Parallelwährung in Griechenland

1. April 2015 / Aufrufe: 1.482 2 Kommentare

Sollten Griechenland die Euro ausgehen, könnte Athen gezwungen sein, parallel zum Euro eine Art Zweitwährung einzuführen.

Es ist unwahrscheinlich, dass Griechenland – vorsätzlich oder infolge eines Unfalls – aus dem Euro ausscheidet. Etliche Amtsträger der Eurozone meinten jedoch, das Land könnte gezwungen sein, parallel zum Euro ein alternatives Zahlungsmittel zu präsentieren um diverse inländische Rechnungen zu bezahlen, wenn mit den Gläubigern nicht bald eine Vereinbarung „Reformen gegen Geld“ erzielt werden wird.

Athen hat den Zugang zu den Anleihenmärkten verloren und die internationalen Gläubiger sind nicht bereit, ihm mehr Geld zu leihen, bevor es nicht Reformen umzusetzen beginnt. Ein Amtsträger mit Kenntnis des Themas äußerte vergangene Woche, ohne neue Finanzierung werde der Regierung bis zum 20 April 2015 das Geld ausgehen.
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Mit dem Euro ist Schluss!

7. April 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 4.200 4 Kommentare

Die Einschränkung des freien Kapitalverkehrs in Zypern hat praktisch dazu geführt, dass der Euro dort weniger wert ist als in einem anderen Land.

Die Zyprioten – und alle, die ihre Gelder in Zypern hatten – haben bereits das erlebt, was bedrohend in der Atmosphäre der Eurozone schwebt. Es gibt fortan zwei Arten von Euro. Anders gesagt hat der Euro, der in Zypern in Umlauf ist, einen anderen Wert. In diesem Sinn kann man begründet annehmen, dass wir entweder zur Schaffung einer Eurozone der zwei Geschwindigkeiten oder in ihre Auflösung geführt werden.

Guntram Wolff, stellvertretender Direktor des europäischen Think Tanks Bruegel in Wirtschaftsthemen, führt an, „der freie Kapitalfluss zwischen den Banken unterschiedlicher Länder ist das signifikanteste Charakteristikum der Währungsunion. Wird dieser Verkehr eingeschränkt, ist der Wert des Euro auf dem Konto einer zyprischen Bank weniger wert als der (Euro), der auf ein Konto bei einer Bank eines anderen Landes eingezahlt worden ist. Praktisch bedeutet dies, dass der zyprische Euro kein Euro mehr ist. Mit der Einführung von Beschränkungen in der Bewegung von Kapital schaffte die Europäische Zentralbank praktisch eine neue Währung.
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Karatzaferis zu Parlamentswahlen 2012 in Griechenland

29. April 2012 / Aufrufe: 1.241 1 Kommentar

Der griechische Politiker Georgios Karatzaferis schließt aus, nach den Parlamentswahlen im Mai 2012 in Griechenland mit Befürworten des Memorandums zu koalieren.

In einem Interview mit dem Journalisten Aris Ravanos der Zeitung „To Vima“ am 27 April 2012 spricht der Vorsitzende der LAOS-Partei Giorgos Karatzaferis über die Übergangsregierung unter Lukas Papadimos, den Aufstieg der Rechtsradikalen und die neue politische Landschaft, die sich nach den Parlamentswahlen am 06 Mai 2012 zu gestalten scheint.

Georgios Karatzaferis spricht sich resolut gegen das Memorandum und die Griechenland von IWF, Troika und Gläubigern aufgezwungene Sparpolitik aus und hofft angesichts der politischen Entwicklungen in Europa auf eine Allianz des Südens. Ebenso bekräftigt er seine Position, nach den Wahlen nicht mit Evangelos Venizelos (PPASOK) und Antonis Samaras (ND) kooperieren bzw. koalieren zu können und spricht speziell letzterem auch im Fall eines Wahlsiegs der Nea Demokratia jedes Anrecht auf das Amt des Premierministers ab.

Ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro erachtet Herr Karatzaferis als wenn auch nicht völlig ausgeschlossen, so doch zumindest sehr unwahrscheinlich, und schlägt zur Gesundung der griechischen Volkswirtschaft notfalls die zeitlich begrenzte Einführung einer nationalen Parallelwährung („Euro-Drachme“) und Erhebung von Einfuhrzöllen vor.

Das Interview wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben, wozu anzumerken ist, dass es sich um eine möglichst wörtliche („Roh-„) Übersetzung des gesprochenen Wortes handelt.
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