Archiv

Artikel Tagged ‘neonazismus’

Warum sprach Griechenlands Finanzminister über Nazis?

10. Februar 2015 / Aktualisiert: 28. Juni 2015 / Aufrufe: 1.906 3 Kommentare

Warum Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis bei seinem Treffen mit Wolfgang Schäuble in Berlin in Berlin das Thema der Nazis und der Chrysi Avgi ansprach.

Die BBC publiziert einen inzwischen in ganz Europa heftig diskutierten Artikel mit Titel „Warum der Grieche Varoufakis in Berlin von den Nazis sprach„. Für den Redakteur des britischen Netzes war Varoufakis‘ Botschaft an Schäuble, „ihr beharrt auf euren Forderungen nach neuen Kürzungen und der Albtraum (der Neozazis), dem auch ihr begegnet, wird sich in Athen weiter ausbreiten„.

Der britische Kanal bezog sich auch auf den „beharrlichsten Verteidiger der SYRIZA“ bezüglich des Themas der deutschen Entschädigungen, sprich den Politiker und Autor Manolis Glezos.
Gesamten Artikel lesen »

Neonazis bedrohen Demokratie in Griechenland

10. Juni 2014 / Aktualisiert: 12. Mai 2016 / Aufrufe: 690 3 Kommentare

Die neonazistische Chrysi Avgi in Griechenland bedient sich der Demokratie um die Demokratie zu zerstören.

In einem Artikel im Guardian (konkret im Observer) spricht die Journalistin Helena Smith von einer düsteren Woche für die Demokratie in Griechenland und erklärt, dass die Chrysi Avgi in den letzten Tagen ihr wahres Gesicht zeigte.

Durch ihren jüngsten Erfolg bei der Europawahl und den griechischen Kommunalwahlen ermutigt sendete die Partei das Signal, nicht nur aufzusteigen, sondern gekommen sei um zu bleiben dass sie nicht nur aufsteigt, sondern auch gekommen zu sein um zu bleiben, merkt der Artikel an und beschreibt die Szenerie des Hasses, wo (am 04 Juni 2014) Unterstützer der Chrysi Avgi vor dem Parlament in Athen nazistisch grüßten und und Lieder der SS anstimmten.
Gesamten Artikel lesen »

Chrysi Avgi in Griechenland könnte 20 Prozent erreichen

5. Juni 2014 / Aufrufe: 3.578 3 Kommentare

Studien der University of Macedonia zufolge könnte die rechtsradikale Chrysi Avgi in Griechenland Stimmanteile von bis zu 20 Prozent erreichen.

Wenn einige die 9,39% bzw. 536.910 Stimmen beunruhigten, die bei der Europawahl 2014 die Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) erhielt, sollten sie sich ihre Beunruhigung besser für später sparen aufsparen … . Das „Limit“ der neonazistische Chrysi Avgi ist nicht einmal die Überwindung der 10%-Hürde: Wissenschaftler nehmen an, die konkrete Partei habe Spielräume, sogar bis zu 20% zu erreichen. Es ist also noch … viel Luft vorhanden.

Dies ist nicht nur „graue Theorie“, sondern basiert auf Forschungsdaten, da die Bürger, die kein Problem hätten, ihre Stimme irgendwann der Chrysi Avgi zu geben, ein Mehrfaches jener zu zählen scheinen, die es bisher wirklich getan haben.
Gesamten Artikel lesen »

Europawahl in Griechenland: Der Sieger und der (schwarze) Regulator

27. Mai 2014 / Aktualisiert: 29. Mai 2014 / Aufrufe: 1.252 8 Kommentare

Mit ihrer Bestätigung bei der Europawahl 2014 als drittstärkste Partei in Griechenland kommt der Chrysi Avgi eine signifikante Rolle bei einer Regierungsbildung zu.

Die Rückschlüsse aus der Europawahl 2014 in Griechenland lassen sich in wenigen Worten zusammenfassen: Die SYRIZA erzielte einen großen – und für den Raum der Linken – historischen Sieg. Ihr Ziel, die Regierung Samaras zu stürzen („am 25. wählen wir, am 26. treten sie ab„), wurde jedoch nicht erreicht.

Die Nea Dimokratia (ND) wurde klar besiegt, mit einer Differenz, die irreversibel zu sein scheint. Die PASOK-Partei (bzw. die „Elia“) zeigte sich widerstandsfähiger, als von allen erwartet Die „Potami“ wiederum schlug sich für eine neu gegründete Partei sehr gut, nun bleibt abzuwarten, wie belastbar sie sich auch bei nationalen Wahlen erweisen wird. Die Demokratische Linke (DIMAR) des „ja, aber“ wurde dagegen zermalmt.
Gesamten Artikel lesen »

Europawahl in Griechenland: Neonazis sind drittstärkste Partei

27. Mai 2014 / Aktualisiert: 28. Mai 2014 / Aufrufe: 1.129 3 Kommentare

Mit einem Stimmanteil von fast 10 Prozent ging in Griechenland die rechtradikale Chrysi Avgi als drittstärkste Partei aus der Europawahl hervor.

Die Vision, die rechtsradikale Chrysi Avgi könne in Griechenland bei der Europawahl 2014 möglicherweise sogar die Nea Dimokratia (ND) überrunden, bestätigte sich letztendlich nicht, jedoch ging die neonazistische Partei mit einem Stimmanteil von immerhin ca. 9,5% als drittstärkste Partei aus dem Wahlgang hervor – obwohl die halbe Führungsriege der Partei derzeit im Knast sitzt.

Die Wähler der Partei ließen sich offensichtlich nicht von den laufenden Strafverfahren gegen die Führungsriege der Partei entmutigen und angesichts des Wahlergebnisses kann niemand mehr von „irregeleiteten Protestwählern“ sprechen und behaupten, die Stimme an die Chrysi Avgi habe keinen politischen Inhalt, sondern stelle nur einen Ausdruck des Protests gegenüber der Regierungspolitik dar.
Gesamten Artikel lesen »

Das Ungeheuer und die Unfähigen in Griechenland

7. Oktober 2013 / Aufrufe: 439 Keine Kommentare

Die Regierung Samaras in Griechenland hat mit der Theorie der beiden Extreme ein Ungeheuer geschaffen, das von Unfähigen nicht besiegbar ist.

Samaras und sein Stab hatten einer besonders erdrückenden Situation zu begegnen: Das Wirtschaftsprogramm bricht zusammen und ein neues Memorandum erscheint fast unvermeidlich. Die Chrysi Avgi erscheint in den Demoskopien bei den Altersgruppen bis 59 Jahren gleich stark mit der Nea Dimokratia (ND). Gleichzeitig treten die Nazis in ihrer „Wiege“ – Meligalas – auf, um den Platz an der Spitze im Raum der völkischen Rechten zu beanspruchen.

Daraufhin wird auf die Schnelle (und provisorisch) die Umsetzung des von Samaras und seinem Stab ausgearbeiteten Fluchtplans eingeleitet, damit die Umstände des von einem Mitglied der Chrysi Avgi verübten Mordes an Pavlos Fyssas ausgenutzt werden.

Regierung Samaras ist im In- und Ausland bloßgestellt

Wie sich im Nachhinein erweist, handelt es sich um eine naive und extrem opportunistische Planung, die umfasst:

  • Das Auftreten des mobilisierten Staates und den Willen der Regierung, den Extremismus nicht nur der Nazis, aber auch all jener zu bekämpfen, die strategische Entscheidungen in Zweifel stellen (NATO, EU, Memoranden).
  • Die Erteilung von Akkreditiven und Versicherungen an das amerikanisch – hebräische Wirtschaftssystem – und deshalb die Schaffung einer eisernen Regierungsklasse, der sich die Gesellschaft unterzuordnen und der Einbahnstraße zu folgen schuldet, die von den Gläubigern vorgezeichnet worden ist.

Der Plan war nicht schlecht ausgedacht und seine kommunikative Organisation tadellos. Jedoch misslang er, da wenige Stunden nach den Versicherungen des Premierministers an die starken wirtschaftlichen Faktoren der USA, die Chrysi Avgi sei zerschlagen worden, die tapferen Burschen des Michaloliakos freigelassen wurden um Tritte zu verteilen, zu schlagen, zu spucken und zu fluchen. (Anmerkung: gemeint ist die Freilassung der am vergangenen Wochenende verhafteten Abgeordneten Ilias Kasidiaris, Ilias Panagiotaros und Nikos Michos)

Die Führungsmannschaft der Nea Dimokratia  hat fortan offensichtlich sehr viel mehr Problemen zu begegnen als denen, die sie zu ignorieren versuchte, als sie die opportunistische Ansicht der Theorie der beiden Extreme adoptierte.

Im Ausland bloßgestellt, im Inland unglaubwürdig und mit einem wirtschaftlichen Chaos konfrontiert, das sie unmöglich überwinden kann, ohne den Schultern der Gesellschaft zusätzliche Lasten aufzubürden, scheint die Regierung (genauer gesagt: das „System“) Samaras einem selbst geschaffenen Ungeheuer gegenüber zu stehen. Einem Ungeheuer, das nicht von Unfähigen besiegt werden kann …

(Quelle: To Pontiki, Autor: Dimitris Milakas)

Relevante Beiträge:

Manifest des Unterführers der Chrysi Avgi in Griechenland

7. Oktober 2013 / Aufrufe: 611 1 Kommentar

Christos Pappas, zweithöchster Funktionär der Chrysi Avgi in Griechenland, antwortet mit einem Manifest auf seine Einweisung in Untersuchungshaft.

In den Arrestzellen der Polizei-Generaldirektion Athen (GADA) auf seine Überstellung in die Strafvollzugsanstalt Korydallos wartend, publizierte der in Untersuchungshaft eingewiesene „Unterführer“ – sprich zweithöchste Funktionär in der Hierarchie – der rechtsradikalen Chrysi Avgi, Christos Pappas, ein politisches Manifest.

In dem Text charakterisiert er sowohl seine Verfolgung als auch die der übrigen Abgeordneten und „Mitstreiter“ der Chrysi Avgi als „elende und einzigartige politische Verfolgung in der neueren Geschichte des Landes„, da – wie er vertritt – „die politische Gesinnung verfolgt und damit das politische Leben in Epochen des Mittelalters geführt wird„.

Der Text wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland ging erst auf ausländischen Druck gegen die Chrysi Avgi vor

6. Oktober 2013 / Aufrufe: 2.648 Keine Kommentare

Der ehemalige Justizminister Roumpakiotis lastet der Regierung in Griechenland an, erst auf ausländischen Druck und planlos gegen die Chrysi Avgi vorgegangen zu sein.

Heftige Vorwürfe gegen das Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Regierungszentrale) erhob der ehemalige Justizminister Antonis Roumpakiotis anlässlich der Angelegenheit mit der Chrysi Avgi. Im Gespräch mit dem griechischen Sender SKAI beschuldigte er das Megaro Maximou, sich rein kleinparteilich bewegt zu haben, als es in einem Versuch, Stimmen für die Nea Dimokratia (ND) zurückzugewinnen, nichts gegen die Cgrysi Avgi unternahm.

Im weiteren Verlauf lastete der ehemalige Minister der Regierung spasmodisches Handeln im Versuch der politischen Ausnutzung der Verfolgung der Chrysi Avgi an und vertrat sogar, es habe nicht einmal eine ernsthafte Evaluierung des Phänomens der Chrysi Avgi gegeben. Zusätzlich vertrat er, für den Kurswechsel des Megaro Maximou habe schließlich der Druck amerikanisch-hebräischer und amerikanisch-griechischer Organisationen, aber auch aus Kreisen der Europäischen Kommission eine Rolle gespielt.
Gesamten Artikel lesen »

Das Fiasko mit der Chrysi Avgi in Griechenland

4. Oktober 2013 / Aufrufe: 3.635 1 Kommentar

Die vollmundig bekannt gegebene Eliminierung des Extremismus in Griechenland ist für die Regierung Samaras zu einem peinlichen Fiasko und bösen Bumerang geworden.

Die Sache mit der Chrysi Avgi hat sich zu einem spitzenmäßigen Lapsus entwickelt. Bestimmte Berater und Mitarbeiter des Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Regierungszentrale), aber auch alle, die Evangelos Venizelos erlaubten, auf Basis seiner persönlichen Strategie die Trommel zu schlagen und den Rhythmus bezüglich des Vorgehens gegen die Chrysi Avgi anzugeben, haben letztendlich Premierminister Antonis Samaras bloßgestellt, während dieser sich auf einer für die Interessen Griechenlands besonders kritischen Reise in die USA befand.

Ein Charakteristikum der Gefährlichkeit der in Athen erfolgten Handhabungen ist, dass sie dem Premierminister versicherten, die Sache „gewickelt“ zu haben, was Herrn Samaras dazu führte, in seinen Reden unter anderem anzuführen: „Wir zermalmen den Extremismus, die Führung der Chrysi Avgi ist ins Gefängnis gebracht worden.“ Bevor der Premierminister in die USA abreiste, versicherten sie ihm bei einer Konferenz sogar, „die Sache ist gut fest gemacht worden“ und „auf Basis der existierenden Fakten verblieb keinerlei rechtlicher Spielraum, den Führungskern der Chrysi nicht ins Gefängnis zu bringen„.
Gesamten Artikel lesen »

Artikel weiterlesen: Seite 1 Seite 2 Seite 3

Der rechte Bürgerkrieg in Griechenland

29. September 2013 / Aufrufe: 1.703 2 Kommentare

Der augenscheinliche Plan der Regierung Samaras in Griechenland, die rechtsradikale Chrysi Avgi als Krücke ins Boot zu holen, ist voll nach hinten losgegangen.

Der Trick misslang bevor er überhaupt versucht worden war: eine Verkleidung der Chrysi Avgi (XA) mit Ach und Krach zu einer gesetzestreuen Partei, damit – wie Babis Papadimitriou und andere „Spezies“ anrieten – die Koalitionsregierung der Nea Dimokratia (ND) mit einer „seriösen“ XA möglich wird.

Alles lief schief, weil die Leute der Chrysi Avgi keine Strategie für eine gemeinsame Regierung mit der ND hatten. Derzeit gestattet ihnen dies weder ihre Struktur noch ihre Zusammensetzung noch ihre Logik und auch nicht die „antisystemischen“ Märchen, auf denen sie so lange ihre einträgliche Taktik aufbauten.

Nikos Michaloliakos, Vorsitzender der rechtsextremistischen Partei Chrysi Avgi in Griechenland, wird in Handschellen abgeführt
Nikos Michaloliakos wird in Handschellen abgeführt (28.09.2013 – Quelle: To Pontiki)


Gesamten Artikel lesen »