Archiv

Artikel Tagged ‘m1a1’

Griechenland untersucht Kampfpanzer-Offerte aus USA

26. Oktober 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 550 4 Kommentare

Über das Angebot der USA, Griechenland 400 gebrauchte Kampfpanzer M1A1 Abrams zu überlassen, ist nach wie vor keine endgültige Entscheidung getroffen worden.

Der griechische Verteidigungsminister Panos Panagiotopoulos teilt dem Parlament in einem Schreiben mit, bezüglich einer Beschaffung von Kampfpanzern sei kein Beschluss getroffen worden, führt jedoch an, derzeit werde ein Vorschlag der USA über die kostenlose Abtretung 400 gebrauchter Kampfpanzer Abrams M1A1 an das griechische Militär untersucht.

Das Schreiben des Ministers wurde in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SYRIZA-Abgeordneten Georgios Varemenos, Theodoris Dritsas, Agni Kalogeri und Vasilis Chatzilampros übermittelt, in der sie den Minister zu erklären aufforderten, „wie Verfahren zur Anschaffung von Kampfpanzern vorangetrieben werden, obwohl die langfristige Planung der Rüstungsprogramme ohne demokratische Genehmigung bleibt„.

Der Minister führt an, die Anschaffung oder nicht von Kampfpanzern befinde sich (immer) noch im Stadium der Untersuchung, während er bezüglich des Angebots der USA anmerkt, die politische Führung des militärischen Hauptquartiers (GES) werde zur Erstellung einer vollständigen finanztechnischen Studie über die Annahme oder nicht der kostenlosen Überlassung der Panzer schreiten und dabei auch alle finanztechnischen Elemente berücksichtigen und mituntersuchen, welche von amerikanischer Seite verlangt worden sind (Kosten der operativen Nutzung, der Aufrüstung, danach des Supports, der Beschaffung von Ersatzteil- und Werkzeugkontingenten, Munition, Ausbildungssimulatoren usw.).

Im Fall der Annahme des Angebots der USA werden die gesetzlich vorgesehenen Abläufe befolgt werden, darunter auch die Unterrichtung des parlamentarischen Ausschusses für Rüstungsprogramme und Verträge, führt der Minister an.

Sich auf die Vorteile beziehend, welche sich im Rahmen des Wiederaufbaus der nationalen Rüstungsindustrie ergeben können, merkt er an, das Ministerium erachte, dass – sofern die Anschaffung von Kampfpanzern beschlossen wird – bei der technischen Unterstützung oder sogar auch der Aufrüstung und Modernisierung der Panzer die Beteiligung der staatlichen Rüstungsindustrie möglich sei.

(Quelle: in.gr)

Relevanter Beitrag:

USA bieten Griechenland 400 Kampfpanzer M1A1 Abrams an

8. Oktober 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 3.637 11 Kommentare

Das Angebot der USA, dem griechischen Militär 400 gebrauchte amerikanische Kampfpanzer M1A1 Abrams zu überlassen, stößt auch in Griechenland auf ernste Bedenken.

Laut dem Magazin „Griechische Verteidigung & Technologie“ (EA&T – siehe Quelle 1) genehmigten die zuständigen Behörden der USA die Überlassung 400 gebrauchter amerikanischer Kampfpanzer des Typs „M1A1 Abrams“ an das griechische Militär. Grundsätzlich geht es also nicht – wie in einschlägigen Publikationen mehr oder weniger vorsätzlich suggeriert wird – um eine milliardenschwere Kaufvereinbarung, sondern um die Überlassung ausgemusterten Materials des amerikanischen Militärs.

Diese „Schenkung“ ist allerdings selbst in Griechenland schon allein nicht nur deswegen umstritten, da zunächst einmal das – laut dem EA&T in Kürze erwartete – Angebot (LOA) zu akzeptieren und zwischen zwei Optionen zu wählen ist, nämlich a) entweder die „einfache Überholung“ (refurbishment) der in Rede stehenden Panzer für 50.000 – 150.000 USD pro Stück (auch diesbezüglich bestehen wiederum verschiedene Optionen) oder b) eine generelle Modernisierung, deren Kosten sich in einer Größenordnung von 500.000 USD je Panzer bewegen (siehe Quelle 2).

Abgesehen von den unmittelbaren Überholungs- oder / und Modernisierungskosten wäre allerdings die Annahme der „Überlassung“ der in Rede stehenden Kampfpanzer letztendlich alles andere als „kostenlos“ und von äußerst kostspieligen und nachhaltigen Konsequenzen begleitet, welche die „Unabhängige Bewegung der Militärs“ in einem Artikel analysiert und begründet (siehe Quelle 3), der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
Gesamten Artikel lesen »