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Artikel Tagged ‘kreditabkommen’

Griechenland: Wie sich die Geschichte wiederholt

19. August 2015 / Aufrufe: 2.823 3 Kommentare

Die Art und Weise, wie bereits vor 2 Jahrhunderten sogenannte Philhellenen Griechenland mitspielten, erweist sich auch hinsichtlich der heutigen Situation als sehr lehrreich.

Wenn zutrifft, dass die Vergangenheit der „Leitpfaden“ für die Zukunft ist, können aus einer fast zwei Jahrhunderte alten Geschichte sehr nützliche Schlussfolgerungen bezüglich der heutigen Situation gezogen werden, die Griechenland durchlebt … . Begeben wir uns also zurück in die Jahre 1824 und 1825.

Die Finanzierungsbedürfnisse des Befreiungskampfs waren erdrückend. Die Aufnahme von Auslandskrediten war praktische eine Einbahnstraße. Die Regierungen des sich zur Revolution erhobenen Griechenlands wendeten sich dem Finanzzentrum der damaligen Epoche, sprich London zu, um nach Krediten zu suchen. Die Geschichte dieser beiden Kredite erweist sich als besonders lehrreich.
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Griechenlands Ersuchen an die Eurogruppe

20. Februar 2015 / Aufrufe: 1.148 Keine Kommentare

Das Schreiben des Finanzministers Griechenlands an den Vorsitzenden der Eurogruppe mit dem Ersuchen um Verlängerung des Finanzierungshilfe-Vertrags.

Die Nachrichtenagentur Reuters gab das Schreiben Griechenlands Finanzministers Yanis Varoufakis an die Öffentlichkeit, mit dem der (bezeichnenderweise von Berlin bereits vorab abgelehnten) Antrag der griechischen Regierung auf eine sechsmonatige Verlängerung des Kreditabkommens übermittelt wird.

In dem Schreiben an den Vorsitzenden der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, ersucht die griechische Seite die Eurogruppe um eine sechsmonatige Verlängerung des „Finanzierungshilfe -Hauptvertrags“ (Master Financial Assistance Facility Agreement). Der Text wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben, die auf dem in griechischen Medien (aus dem Englischen übersetzen) publizierten Text basiert.
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Niemand zwingt Griechenland, Geld vom IWF anzunehmen

23. September 2014 / Aufrufe: 432 Keine Kommentare

Niemand zwingt Griechenland, die Kredite des IWF anzunehmen, wenn es glaubt, Zugang zu den Finanzmärkten haben zu können.

Spitzenfunktionäre des Internationalen Währungsfonds (IWF) schieben den Plan der griechischen Regierung für eine „samtene“ Scheidung „auf Eis“ und signalisieren laut der Zeitung „Ethnos tis Kyriakis“, „es ist noch sehr früh um über eine Beendigung der Kreditvereinbarung zu sprechen, jedoch zwingt niemand Griechenland zum Verbleib, sofern es glaubt, Zugang zu den Finanzmärkten haben zu können„.

Wie es in der Reportage der Zeitung lautet, glaubt man bei dem Fonds, „es sei sehr früh“, um eine endgültige Entscheidung über die „Beendigung“ des Kreditabkommens mit Griechenland zu treffen, da derzeit niemand zu wissen vermag, ob Griechenland die Möglichkeiten hat und es sich leisten kann, die Kredite des IWF abzulehnen.
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Parteien in Griechenland schließen 45 Abgeordnete aus

13. Februar 2012 / Aufrufe: 2.759 17 Kommentare

Nach Genehmigung von Kreditabkommen und PSI durch das Parlament in Griechenland schlossen die Parteien 45 Abgeordnete wegen Missachtung des Fraktionszwang aus.

Der Gesetzentwurf bezüglich des neuen Kreditabkommens und des damit einhergehenden Pakets neuer drakonischer Sparmaßnahmen („Moratorium“) für Griechenland wurde von dem griechischen Parlament in dem Wahlgang um Mitternacht des 11. Februar 2012 schließlich mi 199 Stimmen verabschiedet.

Direkt nach Abschluss der kritischen Abstimmung wurden 22 Abgeordnete der PASOK-Partei und 21 Abgeordnete der Nea Dimokratia, welche gegen das Abkommen stimmten oder nicht an der Abstimmung teilnahmen, aus den parlamentarischen Fraktionen ihrer Parteien ausgeschlossen. Ebenfalls von ihrer Partei ausgeschlossen wurden die beiden Abgeordneten der LAOS-Partei, die den Maßnahmen entgegen der Linie ihrer Partei zustimmten. Außerdem werden die neun Abgeordneten der PASOK-Partei, die sich bezüglich einzelner Bestimmungen des Gesetzentwurfs differenzierten, von den Wahllisten der PASOK-Partei für die anstehenden Parlamentswahlen ausgeschlossen bleiben.
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Griechenland beharrt auf Volksabstimmung über Kreditabkommen

2. November 2011 / Aktualisiert: 03. November 2011 / Aufrufe: 484 13 Kommentare

Der griechische Premierminister Giorgos Papandreou beharrt auf der inzwischen vom Kabinett beschlossenen Volksabstimmung in Griechenland über das neue Kreditabkommen.

Hinweis / Nachtrag: Nach den stürmischen Entwicklungen des 03.11.2011 ist die gemäß dem Nachstehenden erst am Vortag beschlossene Volksabstimmung inzwischen endgültig vom Tisch.

Die Durchführung einer Volksabstimmung zum schnellstmöglichen Zeitpunkt – möglicherweise bis Ende des Jahres – beschloss das griechische Kabinett in seiner Marathon-Sitzung, die in den frühen Morgenstunden des Mittwochs (02.11.2011) endete. Einige Minister äußerten während der Sitzung Einwände, jedoch beharrte Regierungschef Giorgos Papandreou auf seinem Beschluss, die Bürger über die in Brüssel getroffene Vereinbarung über die Umstrukturierung der Schulden Griechenlands entscheiden zu lassen. Er stellte sogar klar, dass das Dilemma des Referendums nicht „diese oder eine andere Regierung“ sei, sondern „ja oder nein zu dem Abkommen„, „ja oder nein zu Europa„, „ja oder nein zum Euro„.

In ihren Erklärungen in den TV-Medien am Mittwochmorgen (02.11.2011) unterstützten sowohl der Außenminister Haris Kastanidis (im Morgenmagazin des Senders NET) als auch der Minister für landwirtschaftliche Entwicklung Kostas Skandalidis (im Morgenmagazin des Senders Mega), dass sich die Fragestellung auf das Kreditabkommen beziehen werde. Laut Herrn Kastanidis wird die Fragestellung lauten: „Akzeptieren Sie das Kreditabkommen? Ja oder Nein?“ Er selbst schien offen dagegen zu sein, möglicherweise die Frage „ja oder nein zum Euro“ zu stellen, und meinte, die Regierung könne nicht den Weg des Landes in Europa in Frage stellen.
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Die internationale Erniedrigung Griechenlands

25. August 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.032 14 Kommentare

Die aktuelle Diskussion um die dingliche Besicherung der Hilfskredite an Griechenland bestätigt zunehmend die Einsicht, dass Griechenland de facto unter Kolonialherrschaft steht.

Die seitens der Gläubigerstaaten erhobenen Forderungen nach dinglichen Absicherungen des neuen Kreditpakets für Griechenland, aber auch die Handhabung des Themas seitens der griechischen Regierung kommentiert Chefredakteur Panos Kolokotronis der Zeitung „Vradyni“ in einem am 24. August 2011 publizierten Artikel, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.

Internationale Erniedrigung

Die Verunglimpfung des Landes geht weiter und die Regierung trägt schwerste Verantwortung – und zwar nicht nur, weil sie dies duldet, sondern auch, weil sie es … verlangt. Der Fall Finnlands und seiner Forderungen wegen seiner Beteiligung an dem neuen Kreditpaket ist ein Beispiel für die Weise, auf welche die Europäer die Griechen betrachten, aber hauptsächlich auch für die Weise, auf welche unsere politische Führung das Land und die Bürger sieht.
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