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Artikel Tagged ‘hilfskredit’

Was wird nach Griechenlands „Bewertung“ geschehen?

23. April 2016 / Aufrufe: 934 3 Kommentare

Was wird geschehen, wenn Griechenlands Bewertung durch die Gläubiger zum Abschluss gebracht und die dringend benötigte Tranche freigegeben werden wird?

Machen wir eine optimistische Annahme. Dass die Verhandlungen heute vollendet werden, die Bewertung zum Abschluss kommt und Griechenland die seit Monaten anhängige Tranche (der Hilfsgelder) bekommt. Nehmen wir ebenfalls an, die Europäische Zentralbank gliedert Griechenland vollständig in das Programm der Quantitativen Lockerung ein.

Ist all dies positiv? Grundsätzlich, ja. Was wird sich jedoch in der Essenz ändern?
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Griechenlands Verschuldung geht nicht auf

19. April 2016 / Aufrufe: 630 Keine Kommentare

Der IWF hält die Verschuldung Griechenlands für nicht tragfähig, will jedoch nicht aus dem Rettungsprogramm aussteigen, sondern die Form seiner Beteiligung angleichen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) brachte Zweifel über die Möglichkeit Griechenlands zum Ausdruck, die Zahlungen unter dem mit seinen europäischen Gläubigern unter Verhandlung stehenden Plan einzuhalten, die darauf beharren, bereits genug zur Erleichterung der Verschuldung erbracht zu haben.

Wie veranschlagt wird, ist die Verschuldung in diesem Moment nicht tragfähig und bedarf einer Bearbeitung„, äußerte am vergangenen Donnerstag (22 April 2016) IWF-Chefin Christine Lagarde in Washington, wo sich Finanzminister und Zentralbankiers zu den Frühjahrskonferenzen des Fonds eingefunden hatten.
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Griechenland möchte 30 Mrd Euro vom ESM

1. Juli 2015 / Aufrufe: 2.015 4 Kommentare

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras ersucht in seinem Schreiben an Eurogruppe und ESM um einen zweijährigen Kredit in Höhe von 29,1 Milliarden Euro.

In Griechenland wurde das Schreiben des Premierministers Alexis Tsipras an die Öffentlichkeit gegeben, mit dem er um eine 2jährige Vereinbarung mit dem ESM zu Deckung der Finanzierungsbedürfnisse des Landes und eine gleichzeitige Umschuldung ersucht.

In dem Schreiben wird betont, dass der neue Kredit ausschließlich für die Bedienung der Verschuldung an das In- und Ausland verwendet werden wird. Mittels der angestrebten Vereinbarung verlangt Alexis Tsipras praktisch die Entfernung des IWF aus den Institutionen, welche die Gläubiger des Landes vertreten. Ebenfalls kommt sie praktische einem dritten Rettungsprogramm für Griechenland gleich.
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Griechenland: gebt uns Raum, Zeit und Atemluft

1. Februar 2015 / Aktualisiert: 22. März 2015 / Aufrufe: 1.334 Keine Kommentare

Griechenlands Finanzminister betont, der Staat habe eine Kontinuität und Thema sei nicht, das alte Programm zu zerreißen, sondern endlich eine tragfähige Lösung zu finden.

Das Land verlangt Raum, Zeit und Atemluft„, betont in seinem exklusiven Interview in der griechischen Wirtschaftszeitung „Agora“ Griechenlands neuer Finanzminister Yanis Varoufakis und erklärt, „es besteht kein Thema, das vorherige Programm zu zerreißen„.

Weiter führt der Minister aus, im Rahmen der Kontakte mit den Partnern werde es auch eine Begegnung mit seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble geben. Parallel betont er, die griechischen Vorschläge bezüglich der Verschuldung haben im Vergleich zu jenen der Gläubiger geringere Kosten für die europäischen Steuerzahler, und erklärt, „der Staat hat eine Kontinuität“ und bestimmte mit den privaten Investoren bereits erfolgte Vereinbarungen werden unberührt bleiben.
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Liquiditätsmangel in Griechenland bringt Probleme für Europa

13. September 2013 / Aktualisiert: 28. September 2013 / Aufrufe: 2.432 2 Kommentare

Finanzierungslücken und Liquiditätsmangel in Griechenland werden auch für die Eurozone Probleme mit sich bringen.

Das dritte Rettungspaket wird ausgehandelt werden müssen, ohne Aufruhr zu entfachen. Nach zwei Rettungspaketen benötigt Griechenland noch mehr Geld. Obwohl dies keine Überraschung darstellt, vermag die Diskussion darüber, wie es dieses zu erhalten haben wird, in der scheinbar ruhigen Eurozone Unruhe zu verursachen.

Die Probleme, die in den kommenden Monaten die Funktionäre beschäftigen werden, sind drei. Griechenland hat für die unmittelbare Zukunft ein Liquiditätsdefizit. Darüber hinaus wird es mehr Hilfe benötigen, um sich bis 2016 selbst zu unterhalten. Und seine Verschuldung wird weiterhin sehr hoch bleiben.
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Griechenland-Hilfe fließt zu 98 Prozent an die Gläubiger

31. Juli 2013 / Aktualisiert: 25. August 2015 / Aufrufe: 2.471 14 Kommentare

Die Hilfskredite für Griechenland und die Erlöse aus den erzwungenen Privatisierungen fließen fast vollständig an die Gläubiger des Landes.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble mögen Griechenland für seine Opfer loben und Tranchen und neue Hilfe versprechen, sofern die Griechen ihre Verpflichtung einhalten, sich … selbst zu vernichten. Jedoch bleibt es eine Tatsache, dass ein minimaler Teil (sprich gerade einmal 1,6%) der Kredite und eigenen Finanzierungen, welche das Land erhält, in den staatlichen Haushalt und die reale Wirtschaft mit ihren Menschen fließen.

Dagegen dient fast die Gesamtheit der Hilfe an Griechenland der Bedienung seiner Gläubiger. „Die Gelder flossen von der einen Tasche in die andere„, dies ist die einzige Wahrheit bezüglich 89% der Kredite, die von der Troika als Hilfe an das überschuldete und leidende Griechenland gewährt wurden. Wie bezüglich dieser Gelder neulich auch die Nichtregierungsorganisation Attac erklärte, „flossen sie vorbei, erreichten jedoch nicht die Menschen„.

Tatsächlich kamen von den 212 Mrd. Euro, die Griechenland bis heute (Juli 2013) als Kredit von der Troika gewährt wurden, in der realen Wirtschaft nur ungefähr 16,6 Mrd. Euro (also 8,8%) zur Deckung des primären Defizits (Gehälter, Renten usw.) und weitere 4,9 Mrd. Euro (2,3% des BIP) für die fälligen Verbindlichkeiten, also gerade einmal 11% der Gesamtsumme an.
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Grenzen der Unterwerfung in Griechenland

12. Juli 2013 / Aktualisiert: 21. Juli 2013 / Aufrufe: 1.022 10 Kommentare

Premierminister Antonis Samaras spricht gerne von einer griechischen Succes Story, die jedoch eher einen Erfolg der Gläubiger darstellt, die ihre Kredite recyceln.

Sie schreiten zu Auflösungen, Ausverkäufen, Entlassungen vom Fleck weg! Es ist die Zweier-Regierung, die Regierung Samaras – Venizelos, die Regierung ND und PASOK, die Regierung, die von den Parteien gebildet wurde, die sich bei den Wahlen ihrer Stimmen versicherten, indem sie die Menschen plump betrogen und eine „Neuverhandlung des Memorandums“ und „keinerlei weitere Maßnahmen“ versprachen. Es sind diejenigen, die regieren und dabei vergessen, dass sie Rechenschaft schuldig sind – nicht gegenüber Schäuble und der Zinswucherer-Clique der Gläubiger, sondern gegenüber dem Volk.

Es ist offensichtlich, dass welches kommunikative Spielchen auch immer bezüglich der Tranche veranstaltet wird, der sich die ehrenwerten Herren des von PASOK und Nea Dimokratia beherrschten neoliberalen Griechenlands versichert haben, keinerlei Eindruck zu schaffen vermag. Es sind viele, denen bewusst wird, wie viel die neue Tranche des neuen Kredits kostet, die höchstwahrscheinlich in Raten ausgezahlt werden wird, damit andere Raten diverser älterer Kredite getilgt werden.
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Plan zur Abwendung der Staatsinsolvenz in Griechenland

15. Mai 2012 / Aufrufe: 1.206 9 Kommentare

In Griechenland arbeiten Zentralbank und Finanzministerium an einem Plan zur Abwendung eines völligen Zahlungsstopps und der internen Staatsinsolvenz.

Die Griechische Bank und das Finanzministerium schreiten zur Ausarbeitung eines Notfallplans zur Abwendung einer internen Insolvenz, falls die Hilfe aus Europa unterbrochen wird. Zuverlässige Quellen des Wirtschaftsstabs und Amtsträger der staatlichen Rechnungszentrale erachten als sicher, dass die Hilfszahlungen der Europäer und des Internationalen Währungsfonds (IWF) an Griechenland „einfrieren“ werden, bis eine Regierung gebildet und die Kommunikation mit Brüssel und Washington wieder hergestellt wird.

Die selben Quellen betonen, dass die monatlichen Bedürfnisse für die Zahlung von Gehältern, Renten und Arbeitslosen- und Sozialhilfen 4 Mrd. Euro übersteigen und für diesen Zweck verfügbare Mittel bis Ende Juli vorhanden sind. Die Bedürfnisse der IKA und des OAEE für die Zahlung von Renten steigen sogar von Monat zu Monat wegen der Welle der Pensionierungen an, die bei Arbeitnehmern beobachtet wird, welche einen Rentenanspruch haben und ihre Arbeit verlieren. Um den erhöhten Bedürfnissen der Kassen zu begegnen, ist ein Posten von 350 Mio. Euro sichergestellt worden, der gegen Mitte Juni als außerordentliche Beihilfe gezahlt werden wird.
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Erneuter Zahlungsstopp in Griechenland

14. Mai 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 295 Keine Kommentare

In Griechenland friert der Fiskus erneut die Zahlungen ein um zu gewährleisten, dass die verfügbaren Mittel für die Zahlung der Gehälter und Renten auch im Juli 2012 ausreichen.

Als im Herbst des vergangenen Jahres die Auszahlung der Tranche aus dem Hilfsmechanismus „stecken“ blieb, schritt der Fiskus zur Einfrierung der Zahlungen an Lieferanten, aber auch der Steuerrückzahlungen, um seine verfügbaren Mittel für die Zahlung von Gehältern und Renten und die Erfüllung anderer für seinen Betrieb vitaler Bedürfnisse zurückzuhalten.

Laut Funktionären des griechischen Finanzministeriums wird der Fiskus die selbe Taktik erwartungsgemäß auch in diesem Jahr befolgen, da derzeit niemand in der Lage ist zu wissen, wie die Verhandlungen mit der Troika über die Freigabe der nächsten Rate der Hilfskredite beginnen werden. Wie sie anfügen, wird es in einem solchen Fall bis Ende Juli 2012 keine Probleme bei der Zahlung der Löhne und Renten geben.

(Quelle: Imerisia)

Deutschland und Österreich verdienen gut an Griechenland-Krediten

8. März 2012 / Aufrufe: 3.277 29 Kommentare

Aus der Beteiligung an den Hilfskrediten für Griechenland haben Deutschland und Österreich bisher insgesamt hunderte Millionen Euro an Zinsen erzielt.

Laut einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Schriftstück des deutschen Finanzministeriums hat der deutsche Steuerzahler von der Hilfe an Griechenland bisher gut profitiert. Die griechische Regierung zahlte bis Ende 2011 für die Kredite in einer Gesamthöhe von 15,17 Milliarden Euro, welche ihr Berlin im Rahmen des ersten Hilfspakets gewährt hat, 380 Millionen Euro Zinsen an die deutsche Regierung. Gemäß dem besagten Schriftstück bewegt sich der Zinssatz der in Rede stehenden Kredite zwischen 3,423% und 4,528%.

Die deutsche Beteiligung an dem zweiten Rettungspaket für Griechenland in Höhe von 130 Milliarden Euro wird bis zu 37,8 Milliarden Euro erreichen. Wenn sich daran wie erwartet auch der IWF beteiligt, wird die deutsche Beteiligung jedoch entsprechend geringer ausfallen.
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