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Artikel Tagged ‘haircut’

Schlitzohrigkeit der Bankiers in Griechenland

7. Oktober 2014 / Aufrufe: 1.897 2 Kommentare

Die Bankiers in Griechenland haben mit Hilfe des ihnen untertänigen politischen Systems dem Steuerzahler mit unerhörter Dreistigkeit weitere 10 Milliarden Euro aufgebürdet.

Unter dem Titel „Noch eine Schlitzohrigkeit hinter dem Schleier des Schweigens“ schildert der renommierte griechische Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis in einem bei Protagon.gr publizierten Artikel auf anschauliche Weise, wie die griechischen Bankiers den ausgelaugten Steuerzahlern mit unerhörter Dreistigkeit eine Bürgschaft für weitere 10 Mrd. Euro aufgebürdet haben, um nicht die Kontrolle über „ihre“ Pleitebanken zu verlieren.

Der vollständige Artikel wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben.
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Griechenland: guter und schlechter Haircut

14. Juni 2014 / Aktualisiert: 24. April 2016 / Aufrufe: 550 Kommentare ausgeschaltet

Erfolgt der unausweichliche neue Schnitt der Verschuldung Griechenlands auf die selbe Weise wie der erste Cut, wird er auch diesmal zum Scheitern verurteilt sein.

Wie allgemein bekannt ist, beträgt der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Haarschnitt zehn Tage. So lange brauchen die Haare um nachzuwachsen, damit der Unterschied zwischen dem von einem Meister und einem Stümper vorgenommenen Haarschnitt nicht mehr zu sehen ist. Was den „Haircut“ der griechischen Verschuldung betrifft, ist der Unterschied leider sehr viel größer.

Der / das PSI (Private Sector Involvement), also der erste Schnitt, erwies sich sowohl für die privaten Gläubiger als auch für Griechenland als Misserfolg. Trotz dieses Misserfolgs scheint auch der – diesmal die staatlichen Gläubiger (be-) treffende – neue Schnitt mit der selben Oberflächlichkeit wie der erste vorbereitet zu werden. Wie auch mit dem PSI erfolgt die Planung des Cuts kleinpolitisch, auf Basis der öffentlichen Meinung und nicht unter Abwägung der Interessen der Gläubiger und der Schuldner.
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Griechenland ist ohne neuen Schuldenschnitt nicht zu retten

21. Mai 2014 / Aufrufe: 2.219 6 Kommentare

Laut dem deutschen Ökonomen Joachim Scheide kann Griechenland ohne einen weiteren Schuldenerlass nicht gerettet werden.

In einem Interview mit der österreichischen Zeitung „Die Presse“ bringt der Leiter des deutschen Instituts für Weltwirtschaft (IFW), Joachim Scheide, die Ansicht zum Ausdruck, dass es für Griechenland sicher einen weiteren Schuldenerlass zu geben hat, und merkt an, dass ein Land wie Griechenland eine öffentliche Verschuldung von fast 170% des BIP nicht zu tragen vermag und es keinen Sinn hat, dass die Griechen sie alleine zu tragen versuchen.

Der bekannte Ökonom fügt jedoch an, die Politik zögere noch, zu so etwas (sprich einem weiteren Schuldenerlass) zu schreiten, weil es negative Folgen haben würde.
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Tsipras schließt Zahlungsstopp Griechenlands nicht aus

9. September 2013 / Aufrufe: 2.558 15 Kommentare

Oppositionsführer Alexis Tsipras schließt im Fall der Übernahme der Regierung durch die SYRIZA-Partei einen einseitigen Zahlungsstopp Griechenlands nicht aus.

Alexis Tsipras, Oppositionsführer und Vorsitzender der SYRIZA-Partei, zeigt sich in einem am 07 September 2013 gegebenem Interview sicher, dass der Vorschlag der SYRIZA bezüglich der Wirtschaft sowohl von Berlin als auch den Gläubigern akzeptiert werden wird.

Herr Tsipras betont, es bedürfe eines (neuen) Schuldenschnitts von 40% – 50%, damit die Verschuldung Griechenlands tragfähig wird, und unterstreicht, es stelle zwar nicht seinen Wunsch dar, zu einem einseitigen Akt wie einem Zahlungsstopp zu schreiten, jedoch werde er nicht zögern, falls er dazu getrieben werden sollte.
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Katastrophale Regelungen für Kunden der Laiki und Cyprus Bank

1. April 2013 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 4.205 4 Kommentare

Die Kunden der Laiki Bank in Zypern laufen in Gefahr, fast ihre gesamten nicht durch die Einlagensicherung gedeckten Kontoguthaben zu verlieren.

Die Zentralbank von Zypern (CBC) erließ am 29 März 2013 zwei Verordnungen, mit denen für das Verfahren der Rekapitalisierung der Cyprus Bank und der Spaltung der Laiki Bank erheblich höhere als anfänglich veranschlagte „Haircuts“ der Sparguthaben vorgesehen werden. Die beiden Verordnungen heben signifikant den Beitrag der nicht durch die Einlagensicherung gedeckten Sparer an. Im Fall der Laiki laufen die nicht abgesicherten Anleger sogar in Gefahr, nach Abschluss des Liquidationsverfahrens praktisch ihr gesamtes nicht durch die Einlagensicherung gedecktes (sprich über 100.000 € hinausgehendes) Kapital zu verlieren, da alle Kredite der Laiki Bank auf die Cyprus Bank transferiert werden.

Am 30 März 2013 schritt die Zentralbank Zyperns zu weiteren Klarstellungen bezüglich der Umsetzung der Verordnungen über die Sanierung der Cyprus Bank und die Absorption der „guten“ Geschäftsbereiche der Laiki Bank. Zum besseren Verständnis der Sanierungsmaßnahmen, die kraft des Gesetzes über die Sanierung von Kredit- und anderen Instituten des Gesetzes 2013 auf die Cyprus Bank und die Laiki Bank auf Basis der am 25 März 2013 getroffene Vereinbarung der Eurogruppe mit der zyprischen Regierung angewendet werden, stellt die CBC Folgendes klar:
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Zyprische Unternehmen: Danke, dass ihr uns vernichtet habt!

31. März 2013 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 9.034 31 Kommentare

Unternehmer aus Zypern: Wir danken Frau Merkel & Co, uns vernichtet zu haben!

Eins der verlogenen Argumente, mit denen die Beschlagnahmung von Bargeld in Zypern „gerechtfertigt“ wurde, war, dass diese Konfiszierung hauptsächlich reiche Steuerhinterzieher und russische Oligarchen treffe. Die Informationen über die Kapitalflucht aus Zypern während des Zeitraums, in dem die Banken für das einfache Volk geschlossen waren, lassen jedoch vermuten, dass diese Kategorien der Anleger möglicherweise diejenigen sind, die von dem „Haircut“ am wenigsten getroffen wurden.

Dagegen zeigt sich immer mehr, dass diejenigen, die von dem „Schnitt“ getroffen werden, die nicht abgesicherten Sparer und die kleinen und großen Unternehmen sind, die ihr Bargeld ganz klar allein nur für Betriebskapitalzwecke auf Zypern geparkt hatten. Es handelt sich um unternehmerische Liquidität, die für immer verflogen ist und fortan nicht mehr für die Finanzierung unternehmerischer Aktivitäten wie Lohnzahlungen, Einkäufe und Betriebskosten verwendet werden kann.

Dies erklärt ein anonymer zyprischer Unternehmer in einem Post auf der (zufällig?) Digitalgeld-Plattform BitCoin bzw. dem Bitcoin-Forum, der auch einen Screenshot des aktuellen Status des Girokontos seiner Firma bei der Laiki-Bank einstellt:
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Versicherte der ETAA in Griechenland klagen gegen Griechische Bank

29. November 2011 / Aufrufe: 407 Kommentare ausgeschaltet

Versicherte des gesetzlichen Versicherungsträgers ETAA in Griechenland erstatten gegen die Griechische Bank Strafanzeige wegen Veruntreuung der Kassenrücklagen.

Mit einer bei dem Leiter der Berufungsstaatsanwaltschaft, Ioannis Sakellakos, eingereichten Strafanzeige beantragt der Vorsitzende der Technischen Kammer Griechenlands, Christos Spirtzis, die dringliche Strafuntersuchung der Weise der Verwaltung der Rücklagen der Einheitskasse für Freiberufler (ETAA) durch die Griechische Bank. Gegenstand der Anrufung der Staatsanwaltschaft sind die Beträge, die – wie in der Anzeige betont wird – „seitens der Griechischen Bank ohne die geringste Genehmigung und Informierung der Verwaltungen der ETAA auf unkontrollierte Weise in Obligationen und Bonds von etlichen Mrd. Euro investiert wurden„.

Die Strafanzeige ist von der Rechtsanwaltskammer Athen, dem Griechischen Verband der Zahnärzte, dem Panhellenischen Ärzteverband, dem Verband der Notare im Bezirk der Berufungsgerichte Athen – Piräus – Ägäis und Dodekanes, der Technischen Kammer Griechenlands, dem Verband der Gerichtsvollzieher Griechenlands und dem Pharmazeutischen Verband von Attika unterzeichnet. Es wird sogar verlangt, die Untersuchung der Sache einem Untersuchungsrichter der Berufungsstaatsanwaltschaft anzutragen.
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