Archiv

Artikel Tagged ‘günstlingsstaat’

Kosten der Gefälligkeits-Einstellungen in Griechenland

14. Juli 2013 / Aufrufe: 6.195 13 Kommentare

Die über Jahrzehnte erfolgten Einstellungen auf dem öffentlichen Sektor in Griechenland stellen einen viel größeren Skandal als alle anderen Skandale zusammen dar.

Während es uns zu Recht beschäftigt, wie viel Geld jahrzehntelang die bestochenen Politiker und Amtsträger des Staates verschwendeten – und es ist zweifellos sehr viel -, beschäftigen sich nur sehr wenige mit den zahlreichen Anstellungen und Einstellungen, welche die Politiker und Parteien auf dem öffentlichen Sektor vornahmen, ohne dass dies für den reibungslosen Betrieb erforderlich ist und ohne Leistungskriterien.

Nur sehr wenige haben sich systematisch mit diesem Thema beschäftigt, trotz der Tatsache, dass die Einstellungen auf dem öffentlichen Sektor mittels der Partei- oder Günstlingsnetze der größte Skandal der modernen griechischen Geschichte bleibt, mit direktem Täter das politische System und Mittätern die eingestellten Beamten.

Wenn wir jedoch überlegen, was die Gefälligkeits-Einstellungen das Land schließlich kosteten und weiterhin kosten, wird uns bewusst, dass die Schmiergelder der Siemens, der Waffenlieferanten und dutzender anderer Lieferanten des Staates ein Tropfen gegenüber dem Ozean der staatlichen Verschwendung waren.
Gesamten Artikel lesen »

Artikel weiterlesen: Seite 1 Seite 2

Worte, Beschwörungen und Gewalt in Griechenland

7. September 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 446 10 Kommentare

Bei der Konferenz der Regierungspartei in Griechenland im September 2011 appellierten fast alle Sprecher an den Premierminister, zu einem Wechsel bei Kurs und Personen zu schreiten.

Die am vergangenen Wochenende stattgefundene Parteikonferenz der PASOK-Partei war von der Sorge etlicher Parteifunktionäre um die Verfälschung der Werte der Gründungsgrundsätze und der Physiognomie der Partei gekennzeichnet. Wie verlautete, habe diese Entwicklung zum Ergebnis, dass die Partei politischer Initiative entbehrt und einfach nur den Gegebenheiten folgt, die von den Märkten und den ihnen Ausdruck verleihenden politischen Kräften in Europa aufgezwungen werden.

Fast alle Redner richteten vom Podium den Appell an Parteichef und Premierminister Jorgos Papandreou, zu einem Wechsel des Kurses, aber auch von Personen zu schreiten, „bevor es zu spät sei„. Der Direktor der griechischen Zeitung Vradyni Jorgos Papasotiriou interpretierte dagegen den Verlauf der Parteikonferenz auf seine Weise und publizierte diesbezüglich am 05.09.2011 unter der Kolumne „Zeichen der Zeit“ einen Artikel, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.


Gesamten Artikel lesen »