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Artikel Tagged ‘gehaltspfändung’

Griechenlands Finanzämter erlassen alltäglich tausende Pfändungsbescheide

7. Juni 2016 / Aufrufe: 1.773 Kommentare ausgeschaltet

Die Finanzämter in Griechenland ordneten in den ersten fünf Monaten des Jahres 2016 weit über 300000 Kontopfändungen hauptsächlich zu Lasten von Kleinschuldnern an.

Nachdem das Finanzministerium in Griechenland sieht, dass die fälligen Verbindlichkeiten an Fiskus auf insgesamt 88,5 Mrd. Euro hochgeschossen sind, die laufenden Steuereinnahmen ein „Loch“ aufweisen und bereits jetzt die Angst bezüglich einer neuen Explosion der unbezahlten Steuern zum Ausdruck gebracht wird, wenn die Steuerpflichtigen aufgefordert sein werden, die neuen Bescheide zu den Steuererklärungen, die erhöhte diesjährige „Einheitliche Immobilien-Besitzsteuer“ (ENFIA) und die neuen Kfz-Steuern zu begleichen, mobilisiert es wieder einmal die „Waffe“ der Pfändungen von Bankguthaben, Gehältern, Mieteinnahmen und immobilen und mobilen Vermögenswerten.

Auf alltäglicher Basis schicken die Rechtsabteilungen der griechischen Finanzämter im Durchschnitt wenigstens 1.200 elektronische Bescheide zur Pfändung von Bankkonten an die Banken, und zwar sogar auch für alle – sprich hauptsächlich -, die dem Finanzamt nur geringe Beträge schulden.
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Banken in Griechenland pfänden Arbeitslosengeld

10. Januar 2013 / Aktualisiert: 28. Oktober 2013 / Aufrufe: 4.081 7 Kommentare

Banken und sogar Finanzämter in Griechenland schreiten rechtswidrig zur Pfändung der gesetzlich unabtretbaren und unpfändbaren Beihilfen an Arbeitslose.

Die Form einer Lawine nehmen die Beschwerden von Bürgern bei den Verbraucherorganisationen an, dass Banken und Fiskus zur Pfändung des Arbeitslosengeldes schreiten. Trotz der Tatsache, dass das Gesetz klar ist und die Unabtretbarkeit und Unpfändbarkeit der Beihilfe bestimmt, schreiten die Banken zur Pfändung des Betrags, während es auch Fälle gibt, wo es die Finanzämter – also der Staat – tun!

Laut der Vorsitzenden des Verbraucherschutzverbands von Kreta, Ioanna Melaki, nehmen diese Beschwerden kontinuierlich zu, da die Verbraucher nicht über ihre Rechte informiert waren und die ihnen von den Banken gegebene Antwort lautete, diese Möglichkeit werde von dem „Kleingedruckten“ der Verträge gegeben, welche sie unterzeichnen.

Im letzten Beschwerdefall war sogar die Verbraucherzentrale eingeschaltet worden und hat der Bank eine Frist von 10 Tagen gesetzt um Erklärungen zu geben, warum sie zu dieser Handlung schritt. Es wird erwartet, dass die Verbraucherzentrale eine Verwaltungsstrafe verhängen wird, da das Gesetz die Unpfändbarkeit bestimmt.
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Finanzämter in Griechenland schreiten zu Lohnpfändungen

2. Oktober 2011 / Aufrufe: 906 2 Kommentare

Die Finanzämter in Griechenland schreiten zunehmend zu Pfändungen von Gehältern, Löhnen und Renten wegen unbeglichener Verbindlichkeiten an den Fiskus.

Während der letzten Zeit sind etliche Finanzämter in Griechenland zur Aktivierung der gesetzlichen Bestimmungen geschritten, welche die Pfändung von Gehältern, Löhnen und Renten wegen offener Forderungen des Fiskus gestatten. Laut dem Radiosender Vima 99,5 schreiten die Finanzämter zunehmend zur Pfändung der Lohnkonten von Angestellten mit fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus.

Wie gegenüber dem Sender der Präsident der Angestellten der Behörde für zivile Luftfahrt Vasilis Alevizopoulos beklagte, sind gegen 20 Angestellte der Behörde Gehaltspfändungen mit dem Ergebnis angeordnet worden, dass die Betroffenen nun auch mit Pfändungen ihres Vermögens seitens der Banken bedroht sind, da infolge der Gehaltspfändungen die Raten für Bau- bzw. Wohnungskaufdarlehen und sonstige laufende Kredite unbeglichen blieben.

Die Vorsitzende des Generalvorstands des Verbandes der Beamten des Finanzministeriums, Froso Stavraki, bestätigte gegenüber dem Sender, dass die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen aktiviert wurden und die Maßnahme während der letzten Monate intensiv zur Anwendung kommt.

Quellen des Finanzministeriums stellten jedenfalls klar, dass es nicht etwa um eine spezielle Dienstanweisung an die Finanzämter geht, sondern die Pfändungen das Resultat des Wirkens einer neuen Diensteinheit des Ministeriums sind, die sich gezielt mit der Eintreibung von Einnahmen beschäftigt und intensive Überprüfungen der Schuldner des Fiskus begonnen hat.

(Quellen: in.gr)