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Artikel Tagged ‘faschismus’

Lakaien für Regierung gesucht

16. Mai 2016 / Aufrufe: 664 Kommentare ausgeschaltet

Die EU wird durch die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft TTIP substituiert werden, in der direkt die Multis regieren werden.

Es gibt einen weisen Spruch: „Die Wahrheit schadet niemandem – außer dem, der sie ausspricht.“ Und die Wahrheit zu sagen ist wirklich ein außerordentlich riskanter Akt, der sogar den Tod nach sich zu ziehen vermag. Erinnern wir uns nur daran, wie viele Journalisten jedes Jahr hingerichtet und inhaftiert werden.

Wenn wir auch noch eine Reise in die Jahrhunderte machen, werden wir zehntausende Märtyrer – Jesus eingeschlossen – zählen, prominente und anonyme, mit Höhepunkt die christliche Heilige Inquisition, den ersten Lehrern des Dschihadismus. Das Spiel wird zwischen mythologischer und korrekter Logos ausgetragen.
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Chrysi Avgi in Griechenland könnte 20 Prozent erreichen

5. Juni 2014 / Aufrufe: 3.585 3 Kommentare

Studien der University of Macedonia zufolge könnte die rechtsradikale Chrysi Avgi in Griechenland Stimmanteile von bis zu 20 Prozent erreichen.

Wenn einige die 9,39% bzw. 536.910 Stimmen beunruhigten, die bei der Europawahl 2014 die Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) erhielt, sollten sie sich ihre Beunruhigung besser für später sparen aufsparen … . Das „Limit“ der neonazistische Chrysi Avgi ist nicht einmal die Überwindung der 10%-Hürde: Wissenschaftler nehmen an, die konkrete Partei habe Spielräume, sogar bis zu 20% zu erreichen. Es ist also noch … viel Luft vorhanden.

Dies ist nicht nur „graue Theorie“, sondern basiert auf Forschungsdaten, da die Bürger, die kein Problem hätten, ihre Stimme irgendwann der Chrysi Avgi zu geben, ein Mehrfaches jener zu zählen scheinen, die es bisher wirklich getan haben.
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Griechenland: vulgäre Propaganda anstatt politischer Argumente

28. Oktober 2013 / Aufrufe: 580 1 Kommentar

In Ermangelung politischer Argumente betreibt die Regierung in Griechenland vulgäre Propaganda auf Ebene der Instinkte und Emotionen.

Die Anweisung aus den Kellern des Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Regierungszentrale) zur Veröffentlichung von Artikeln und Fotografien über das Kind des Oppositionsführers, das einen privaten Kindergarten besucht, wurden am vergangenen Montag (vor einer Woche) gegeben. Zur „Ablenkung“ sollten am Samstag, an dem die Sonntagsausgaben der Zeitungen erscheinen, auch die Kinder anderer Politiker in den Mittelpunkt gebracht werden, die private Schulen besuchen.

Ziel ist natürlich, das volkstümliche Image des (SYRIZA-Vorsitzenden) Alexis Tsipras zu demontieren. Vorhergegangen war das … Pilotprojekt des garantierten Mindesteinkommen, um das volkstümliche Profil der Regierung zu betonen und von den neuen Maßnahmen abzulenken (Kürzungen bei Renten und Abfindungen, dauerhafte „Abzocke“ bei den Immobilien durch Besteuerung sogar von Viehställen usw.).
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Schwemme der Antifaschisten in Griechenland

12. Oktober 2013 / Aufrufe: 385 Kommentare ausgeschaltet

Nach den Entwicklungen rund um die Aktivitäten der rechtsextremistischen Chrysi Avgi in Griechenland treten plötzlich überall Antifaschisten auf.

Überall Antifaschisten. Und zwar sogar fanatische. Man sieht sie, hört sie und versteht, dass sie „keine Fliege auf ihrem Schwert dulden“. Sie sind kämpferisch, sie sind aggressiv, sie sind exorzierend. All dies ereignete sich plötzlich während der wenigen letzten Wochen. Der brutale Mord an Pavlos Fyssas und speziell all das, was mit den Enthüllungen über diese nazistische Ausgeburt folgte, brachte Gewissen zum Erwachen.

Letzteres ist gut. Also das Aufwachen des Gewissens gegenüber dem Faschismus, der in den letzten Jahren leider zunahm. Die sich in falscher Zuversicht Wägenden, die hinsichtlich der einen großen Teil der Gesellschaft vergiftet habenden Schlange Arglosen begriffen, verstanden, wachten auf. Und eventuell werden sie jetzt reagieren, wenn sie schwarz gekleidete Typen Immigranten jagen sehen.
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Das Ungeheuer und die Unfähigen in Griechenland

7. Oktober 2013 / Aufrufe: 442 Kommentare ausgeschaltet

Die Regierung Samaras in Griechenland hat mit der Theorie der beiden Extreme ein Ungeheuer geschaffen, das von Unfähigen nicht besiegbar ist.

Samaras und sein Stab hatten einer besonders erdrückenden Situation zu begegnen: Das Wirtschaftsprogramm bricht zusammen und ein neues Memorandum erscheint fast unvermeidlich. Die Chrysi Avgi erscheint in den Demoskopien bei den Altersgruppen bis 59 Jahren gleich stark mit der Nea Dimokratia (ND). Gleichzeitig treten die Nazis in ihrer „Wiege“ – Meligalas – auf, um den Platz an der Spitze im Raum der völkischen Rechten zu beanspruchen.

Daraufhin wird auf die Schnelle (und provisorisch) die Umsetzung des von Samaras und seinem Stab ausgearbeiteten Fluchtplans eingeleitet, damit die Umstände des von einem Mitglied der Chrysi Avgi verübten Mordes an Pavlos Fyssas ausgenutzt werden.

Regierung Samaras ist im In- und Ausland bloßgestellt

Wie sich im Nachhinein erweist, handelt es sich um eine naive und extrem opportunistische Planung, die umfasst:

  • Das Auftreten des mobilisierten Staates und den Willen der Regierung, den Extremismus nicht nur der Nazis, aber auch all jener zu bekämpfen, die strategische Entscheidungen in Zweifel stellen (NATO, EU, Memoranden).
  • Die Erteilung von Akkreditiven und Versicherungen an das amerikanisch – hebräische Wirtschaftssystem – und deshalb die Schaffung einer eisernen Regierungsklasse, der sich die Gesellschaft unterzuordnen und der Einbahnstraße zu folgen schuldet, die von den Gläubigern vorgezeichnet worden ist.

Der Plan war nicht schlecht ausgedacht und seine kommunikative Organisation tadellos. Jedoch misslang er, da wenige Stunden nach den Versicherungen des Premierministers an die starken wirtschaftlichen Faktoren der USA, die Chrysi Avgi sei zerschlagen worden, die tapferen Burschen des Michaloliakos freigelassen wurden um Tritte zu verteilen, zu schlagen, zu spucken und zu fluchen. (Anmerkung: gemeint ist die Freilassung der am vergangenen Wochenende verhafteten Abgeordneten Ilias Kasidiaris, Ilias Panagiotaros und Nikos Michos)

Die Führungsmannschaft der Nea Dimokratia  hat fortan offensichtlich sehr viel mehr Problemen zu begegnen als denen, die sie zu ignorieren versuchte, als sie die opportunistische Ansicht der Theorie der beiden Extreme adoptierte.

Im Ausland bloßgestellt, im Inland unglaubwürdig und mit einem wirtschaftlichen Chaos konfrontiert, das sie unmöglich überwinden kann, ohne den Schultern der Gesellschaft zusätzliche Lasten aufzubürden, scheint die Regierung (genauer gesagt: das „System“) Samaras einem selbst geschaffenen Ungeheuer gegenüber zu stehen. Einem Ungeheuer, das nicht von Unfähigen besiegt werden kann …

(Quelle: To Pontiki, Autor: Dimitris Milakas)

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Der Nährboden des Faschismus in Griechenland

5. Oktober 2013 / Aufrufe: 699 3 Kommentare

Die Regierung in Griechenland hat mit dem Vorgehen gegen die Chrysi Avgi vielleicht einen politischen Gegner, jedoch keinesfalls die Ursachen des Faschismus eliminiert.

Während in Griechenland der Jubel über die „Zerschlagung“ der nazistischen Organisation der Chrysi Avgi – die wenigstens drei Jahre lang unbehelligt agierte, provozierte, erpresste und tötete – anhält, wäre es gut, gewisse Dinge nicht aus dem Auge zu verlieren, die enthüllen, dass das von der Regierung unter Premierminister Antonis Samaras aufgebaute Dilemma „Nazis oder (Neue) Demokratie (bzw. Nea Dimokratia)“ künstlich ist.

Selbst naiven Gemütern dürfte bewusst sein, dass Samaras mit dem plötzlichen, scheinheiligen und nicht unumstrittenen Vorgehen gegen die rechtsextremistische Chrysi Avgi bestenfalls einen seiner Regierung (und Partei) zunehmend gefährlicher werdenden politischen Gegner geschwächt haben mag, mit seiner Politik jedoch dem Faschismus in Griechenland weiterhin einen äußerst fruchtbaren Nährboden beschert.
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Neonazis in Griechenland: Vermagst Du einer von uns sein?

26. September 2013 / Aufrufe: 1.058 8 Kommentare

In einem provokanten Schreiben werden die Anhänger der rechtsradikalen Chrysi Avgi unter anderem gefragt, ob sie für Ihre Idee zu sterben bereit sind.

Ourania Michaloliakou, Tochter des Parteivorsitzenden der Chrysi Avgi in Griechenland
Ourania Michaloliakou

Der Ideologie der Familie treu, antwortet Ourania Michaloliakou, Tochter des Parteivorsitzenden Nikos Michaloliakos der rechtsextremistischen Chrysi Avgi und Leiterin der „Front der Frauen“ der Organisation, auf die Attacken, welche die Partei in den letzten Tagen wegen des Mordes an Pavlos Fyssas erlebt, mit einem Motivationstext und stellt den Anhängern der Organisation die Frage, wie weit sie für „ihre Idee“ zu gehen bereit sind.

In ihrem Text führt die Michaloliakos-Tochter unter anderem – wie sie sagt, an die „Wenigen“ gerichtet – an: „Frag Dich, wie sehr Du bereit bist, Opfer zu bringen, und wie viel Du praktisch zu verlieren hast. Frag Dich, wie weit Du zu gehen bereit bist. Ihr Wenige wisst genau, was ich meine. Frag Dich, ob Du alles, wirklich alles, für eine Idee, unsere Idee zu verlieren vermagst. Frag Dich einfach und entscheide Dich. Vermagst Du einer von uns zu sein? Vermagst Du allein für eine Idee zu leben? Ich kann es. Wir können es. DU?

Nachstehend folgt der in Rede stehende Text in deutscher Übersetzung.
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Die Griechen wissen, was die Chrysi Avgi ist

22. September 2013 / Aktualisiert: 24. Januar 2014 / Aufrufe: 1.686 5 Kommentare

Den Bürgern in Griechenland ist bekannt, was die neonazistische Chrysi Avgi ist und verkörpert, zumal es die Faschisten auch schon vor der Krise gab.

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht die Überlegungen hinter den Ermunterungen zu einer „einmütigen Verurteilung“ und „Isolierung“ der „nazistischen Ausgeburt“, aber auch nicht der Klischee-Phrasen über die „Abscheu“ über die tragischen Ereignisse der vergangenen Tage. Den griechischen Bürgern ist bekannt, was die Chrysi Avgi ist, sie bedürfen nicht unserer Politiker, um sie daran zu erinnern. So oft wir auch die Faschisten bei ihrem Namen nennen, wird es absolut nichts nutzen.

Unseren Mitbürgern ist all das sehr gut bekannt, weil die Chrysi Avgi sich niemals versteckte. Trotzdem wählten hunderttausende von uns diese Partei bei den Wahlen im vergangenen Mai und Juni 2012, und seitdem steigen ihre Anteile bei den Demoskopien ständig an.
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Offener Brief gegen rechtsradikalen Rassismus in Griechenland

15. Dezember 2012 / Aufrufe: 1.264 18 Kommentare

Griechische Schüler in Deutschland bringen in einem offenen Brief ihren Zorn über die rassistische Gewalt Rechtsradikaler gegen Immigranten in Griechenland zum Ausdruck.

256 griechische Schüler und Schülerinnen in Deutschland, die Schulen in München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Leverkusen, Bochum, Essen und Gütersloh besuchen, unterzeichneten ein Schreiben gegen die rassistische Gewalt, die Aktivität nazistisch orientierter politischer Formationen und speziell die Chrysi Avgi in Griechenland. Die Schüler charakterisieren ihr Schreiben als „offenen Brief“, der in Griechenland von der Linken Bewegung Koordination der Schüler in Griechenland (S.A.S.A.) publiziert wurde.

Die allesamt aus griechischen Familien stammenden Jungen und Mädchen leben in Deutschland, wo die Gesellschaft gegenüber Fällen von Nazismus und Rassismus besonders sensibilisiert ist, und erklären in dem von ihnen unterzeichneten Schreiben, dass ihnen aus erster Hand bekannt sei, was rassistische Gewalt bedeutet, was Nazismus bedeutet, und bringen Ihre Wut über die Angriffe zum Ausdruck, welche Mitglieder der Chrysi Avgi gegen Immigranten, Arbeitern und Mitschülern von ihnen in Griechenland ausüben.
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Griechenland, Grundstück und Kolonie

25. November 2012 / Aktualisiert: 24. August 2013 / Aufrufe: 436 Kommentare ausgeschaltet

Autorin: Maria Kanellopoulou, Schauspielerin, Abgeordnete der SYRIZA-EKM in Achaia

Das Parlament bestätigte vor wenigen Tagen den nationalen Haushalt. In der Epoche der postmodernen Dreiparteien-„Bankenherrschaft“ unterliegen alle Begriffe der berühmten „Neuen Sprache“ Orwells. Wir sagen das selbe, meinen etwas anderes.

Nationaler Haushalt? National bedeutet, dass er von Griechen für Griechen erstellt wird, dass Griechen für die griechische Gesellschaft rechnen, denken und beschließen. Heute beschließen weder die griechischen Abgeordneten mit freiem Willen, noch geht es um die griechische Gesellschaft. Ich meine die wahre Gesellschaft, die zerschlagene Gesellschaft.

Wenn man Vorberechnungen anstellt, bedeutet dies, dass man sich für die Zukunft bindet. Die Regierung hat jedoch bereits zweihundert vor den Wahlen gegebene Zusagen verschlissen und verhält sich, als habe es niemals programmatische Erklärungen gegeben, und tauft mit einfachen Unterschriften die Brechung ihrer Versprechungen „Akte gesetzgeberischen Inhalts“.

Die Regierung wird keinen Haushalt einhalten, und wir wissen das. So, wie sie nichts von dem einhält, was sie sagt (oder Gott ihr diktiert!). Der Haushalt ist ein formales Verfahren, eine Demonstration institutioneller Höflichkeit, eine Tradition, so wie die Weihnachtslieder, das Lamm zu Ostern, von der gut ist, dass sie – sei es auch nur für die Augen des Volkes – nicht verloren geht. Nicht mehr. Leere Worte.

Ich erliege der Versuchung, 2 – 3 Dinge aus dem Katalog all dessen anzuführen, was sie zu tun versprachen und nicht taten:

  • Sie sagten und versprachen verbindlich, nur eine minimale Anzahl Schulen werden zusammengelegt werden. 1.500 erfahren wir jetzt.
  • Sie sagten uns: das Problem der Beförderung der Schüler zu den Schulen wurde gelöst. Alltäglich erreichen uns jedoch Beschwerden von Eltern und Lehrern, dass das Problem nicht gelöst worden ist.
  • Sie gaben uns tausend Versprechungen bezüglich des Gesundheitssystems, und dann kürzten sie dramatisch die Mittel sogar auch für die Dialysepatienten, die sie obendrein verleumden, den Staat zu bestehlen.
  • Sie sagten uns, sie werden die Schäden an den Häusern der Opfer der Erdbeben und Brände in Achaia und Westgriechenland beseitigen. Die Menschen reichten ihre Papiere ein, und obwohl sie alle Voraussetzungen erfüllen, wohnen sie immer noch in Containern und bei Verwandten.

Wenn dies bei der Bildung, der Gesundheit, der Unterbringung geschieht, dann kann die Analgesie überall triumphieren, also auch bei der Kultur, die so wie so immer als Luxus galt.

Ich werde als Mensch sprechen, der Jahrzehnte in dem Bereich arbeitete, nicht als Mandarin der Subventionen, nicht als Ausgewählte der Direktoren staatlicher oder anderer Theater, nicht als Berater der Show-Supermärkte, aber als einfacher Arbeiter. Ich möchte für die einfachen Menschen der Kultur sprechen. Weil im Gegensatz zu all dem, was geschickt kultiviert wird, abgesehen von einer kleinen Minderheit bevorzugter und privilegierter zeitloser Menschen der Kunst in diesem Bereich dutzende Menschen leben und arbeiten, welche die Krise heute irreparabel getroffen hat: Schauspieler, Techniker des Fernsehens und des Films, Bühnenbildner, Kuratoren, Autoren, Regisseure, alle zur Arbeitslosigkeit verurteilt, die dokumentiert 97% erreicht.

Mittelalterliche Verhältnisse

Diese Menschen leben heute ohne Sozialversicherung, ohne Krankenheft, ohne die Möglichkeit, eine Rente aus der Arbeit zu erhalten, der sie bis vor kurzem erfolgreich nachgingen. Wenn das öffentliche Fernsehen kein – wie geschuldet – griechisches Programm hat, wenn die privaten Kanäle, welche die öffentlichen Frequenzen als ihr Eigentum betrachten, im Namen des Profits von türkischen Produktionen überschwemmt werden, wenn sie nicht den ihnen entsprechenden vereinbarten Anteil für den griechischen Film zahlen, wenn mit der Abschaffung des nationalen Manteltarifvertrags jeder Regisseur demütigende persönliche Verträge mit den Schauspielern abschließen kann und wenn die fixen Bedürfnisse der Kultur mit der Zuflucht zu Gemeinschaftsprogrammen und eigennützigen Mäzenen gedeckt werden, dann verkommen sowohl die Kunst als auch die Kultur zu Parasiten, zu finanziellen Junkies, die nicht nach der nächsten Dosis suchen um zu leben und aufzublühen, aber um zu sterben.

Alles ist weise eingefädelt. Wenn die Kultur in unserem Alltag fehlt, ergeben sich ungebildete Menschen, Menschen in Unkenntnis der Geschichte, der weltweiten Kultur und Ästhetik kampflos dem Faschismus. Der Weg wurde vorher von dem Lifestyle-Nazismus in den Mittagssendungen, von „Big Brother“ (erinnern Sie sich?) und der Weihung von Seite der Massenmedien krimineller Organisationen geebnet, die sich als politische Partei präsentieren, die „regulär“ im politischen Ring mitspielt. Der Faschismus fällt überall ein, wo vorher Erinnerung und Wissen, deren Treuhänder die Kultur ist, mit Füßen getreten wurden, danach ist die Niederlage der Demokratie leichte Sache. Wenn Städte und Dörfer die Kunst nur aus dem kontrollierten Fernsehen kennen, dann wird unser ganzes Leben ein unendlicher „Theatertiegel“.

Allein und hilflos wird die Kultur zu Privileg und Luxus. Wird sie unterstützt, wird sie zur Eingangshalle des Fortschritts. Im Einführungsbericht des Etats lesen wir jedoch: „die staatlichen Zuschüsse an Theater, Museen, Festivals, Ligen und Sportzentren werden gekürzt …„. Sogar auch das vielbeworbene Griechische Festival wird mit ungefähr einer Million Euro weniger als 2012 bezuschusst werden. Und dies für wenige und imposante Dinge, konzentriert in der Hauptstadt, üblicherweise mit Ausländern, welche den hiesigen ungebildeten Eingeborenen zeigen werden, was Kunst ist.

Und während das Festival – ein unwiderlegbarer Beleg für den Provinzialismus der Regierung – überleben wird, wird die unvergessene Melina sich wegen der Schmähung der öffentlichen Theater, einer Institution, die sie uns aus dem Europa der Kultur und nicht der Banken brachte, im Grab umdrehen. Weil nach Melina Logiken folgten, die erachten, Kultur sei ein Hobby und Künstler so etwas wie Freizeitangler.

«Live your myth in Greece» sagten sie den Ausländern, Kultur und Tourismus in einem Ministerium. Ich antworte auf Griechisch mit den Versen eines wahren Dichters, des früheren Savvopoulos, aber ewigen Nionios: „Griechenland, blinde Sprache in der Geographie, Griechenland, Grundstück und Kolonie.“ Dieses Griechenland schaffen sie, dieses Griechenland wollen wir nicht.

Quelle: To Pontiki
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog