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Anonymous hackt staatliche Rechnungszentrale in Griechenland

25. April 2012 / Aufrufe: 190 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland nahmen Anonymous-Aktivisten die staatliche Rechnungszentrale, das Schatzamt, die TH Kavala und das Einwohnerverzeichnis von Karditsa in Visier.

Die konkreten Cyber-Attacken wurden bereits gegen Ende Februar 2012 verzeichnet, jedoch erst am 23 April 2012 bekannt und waren im übrigen nicht die ersten und … vermutlich auch nicht die letzten Angriffe dieser Art. Die Hacker spähten Wirtschaftsdaten von Firmen, welche staatliche Bürgschaften beantragt hatten, Personendaten aus Einwohnerregistern und Studienregister sowie sogar auch Unterlagen des zentralen Schatzamtes aus, ohne von den Verantwortlichen der Webseiten bemerkt zu werden.

Laut der Zeitung „Ethnos“ wurde aus dem Hauptquartiers der griechischen Polizei (ELAS) intensives „Missfallen“ geäußert, weil die zuständige Dienststelle für die Verfolgung der Cyber-Kriminalität die Neuigkeiten über den Hacker-Angriff erst aus dem Internet erfuhr.

In ihrer hinterlassenen Mitteilung führen die „Hacktivisten“ an: „Der Staatsapparat legt seit Jahren Akten über Euch an, Eure Namen befinden sich nebst allen Euren persönlichen Daten, Adressen und Namen Eurer Ehepartner und Kinder in den Einwohnerregistern. Dies ist jedoch ohne Bedeutung, weil Ihr für den Staat alle nur Nummern seid. Am 06 Mai 2012 stehen Wahlen an. Verhaltet Euch wie Menschen und nicht wie Nummern. Wir werden uns wieder sprechen.

Was die Cyber-Attacke auf die staatliche Rechnungsstelle betrifft, enthalten die veröffentlichten Archive Daten über Firmen, welche Kredite mit staatlicher Bürgschaft beantragt haben und umfassen unter anderem Wirtschaftsdaten (Umsätze, Gewinne, Eigenkapital usw.), Verbindlichkeiten gegenüber Banken und die Unterlagen über die Bürgschaft des griechischen Staates. Ebenfalls gibt es Unterlagen über den diesbezüglichen Schriftverkehr zwischen der staatlichen Rechnungszentrale und Banken.

Das Finanzministerium bestätigte, dass die Server der staatlichen Rechnungszentrale einen „Angriff“ durch Hacker erfuhren und von der zuständigen Direktion Ermittlungen durchgeführt werden. Es gab jedoch keine weiteren Angaben über kopierte und im Internet veröffentlichte oder andere Unterlagen bekannt, die möglicherweise „manipuliert“ worden sind.

(Quellen: in.gr)