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Artikel Tagged ‘bankkredit’

52 Prozent der Kredite in Griechenland sind „rot“

3. November 2015 / Aufrufe: 593 Keine Kommentare

Die leistungsgestörten Kredite in Griechenland summieren sich mittlerweile auf 107 Milliarden Euro und entsprechen 52 Prozent der Gesamtheit der Kredite.

Die Realität vermag manchmal die Parameter der Stresstests zu übertreffen.“ Mit dieser Phrase versuchten die Funktionäre der Europäischen Zentralbank (EZB) die Frage zu beantworten, warum die Banken in Griechenland, die vor gerade einmal einem Jahr die Stresstests erfolgreich bestanden, in diesem Jahr „durchfielen“ und dabei sogar ein Kapitaldefizit der Größenordnung von 14,4 Mrd. Euro aufweisen.

In der vor wenigen Tagen von der EZB abgeschlossenen neuen „Übung zur Simulation extremer Situationen“ (Stresstest) sieht das extreme Szenarium für die griechische Wirtschaft für dieses Jahr eine Rezession von 3,3%, für 2016 von 3,9% und für 2017 einen kleinen Anstieg des BIP Griechenlands um 0,3% vor. Die Arbeitslosigkeit wird – immer gemäß dem selben Szenarium – 2016 auf 28,1% steigen. Bezüglich der Immobilienpreise wird eingeschätzt, dass diese in den kommenden drei Jahren um insgesamt 24,4% sinken werden.
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Warum in Griechenland die vorzeitige Tilgung von Krediten verboten ist

24. Juli 2015 / Aufrufe: 2.851 2 Kommentare

Aus welchem Grund ist derzeit die vorzeitige Tilgung eines Kredits bei einer Bank in Griechenland verboten?

Laut dem entsprechenden Dekret ist die vorzeitige – teilweise oder vollständige – Tilgung eines Kredits bei einem Kreditinstitut in Griechenland untersagt, unter Ausnahme einer Tilgung in bar (aus Barmitteln, die sich außerhalb des Bankensystems befinden) oder per Überweisung aus dem Ausland.

Der Grund ist, dass fast die Gesamtheit der Kredite der Unternehmen und Haushalte als Sicherheit im Eurosystem verpfändet ist, damit die griechischen Banken mittels der ELA außerordentliche Liquidität erhalten. Kurz gesagt, damit die Banken den Sparern den kleinen Betrag von täglich 60 Euro auszahlen können, haben sie fast die Gesamtheit der regulär bedienten Kredite der Haushalte und Unternehmen als Sicherheit hinterlegt.
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Griechenland geht Medien-Filz ans Leder

3. April 2015 / Aufrufe: 1.262 1 Kommentar

Griechenlands Finanzmister Yanis Varoufakis will skandalöse Kredite an überschuldete Medienunternehmen unter die Lupe nehmen, die Zentralbank mauert jedoch.

Laut einem von Finanzminister Yanis Varoufakis unterzeichneten und an das Parlament übermittelten Schreiben beabsichtigt die griechische Regierung, zur Überprüfung aller Bankkredite zu schreiten, die auf dem Sektor der Informierung aktiven überschuldeten Unternehmen gewährt wurden.

Zur selben Stunde weigert sich jedoch die Griechische Bank (Bank of Greece) unter Berufung auf das Amts- und Berufsgeheimnis, irgendeine essentielle Information über das ganze Thema an das Parlament zu übermitteln.
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Krähen kaufen Kredite in Griechenland auf

30. September 2013 / Aktualisiert: 04. November 2013 / Aufrufe: 3.521 1 Kommentar

Spezielle Fonds hauptsächlich aus den USA belagern die Banken in Griechenland, um zu Spottpreisen sogenannte rote Kredite aufzukaufen.

Spezialisierte Fonds, hauptsächlich aus den USA, belagern in den letzten Tagen die griechischen Banken und sind darauf aus, sogenannte „rote“ (sprich leistungsgestörte) Kredite zu Spottpreisen aufzukaufen. Unter Ausnutzung der schwierigen Position der Banken und der notgedrungenen Zahlungseinstellung vieler Kreditnehmer versuchen diese ausländischen Häuser die Kreditverträge zu bekommen und selbst die Tilgung der Schuld durch die Kreditnehmer zu verfolgen.

Praktisch handelt es sich um ein Verfahren der Securitisierung / Securitisation von Krediten, das zu anderen guten Zeiten den Banken aushalf, da sie so Liquidität schöpften. Diese auf breiter Basis auf dem amerikanischen Markt befolgte Praxis bringt den „verkaufenden“ Banken, die so wie so viele der nicht bedienten Kredite abgeschrieben haben, heutzutage allerdings nur noch sehr wenig, während sie sich für die Kreditnehmer zu einer Hölle zu entwickeln droht.
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Unsichere Kredite in Griechenland erreichen über 48 Mrd Euro

16. August 2012 / Aufrufe: 220 Keine Kommentare

In Griechenland gelten ungefähr 20 Prozent der Kredite offiziell als im „roten Bereich“ befindlich, was bedeutet, dass sie seit mehr als 90 Tagen nicht mehr bedient wurden.

Auf über 48 Mrd. Euro wird in Griechenland in absoluten Zahlen die Höhe der Kredite veranschlagt, die bei den Banken nicht mehr regulär bedient werden. Dieser Betrag entspricht ungefähr 20% der Summe aller Darlehen, was wiederum bedeutet, dass 1 von 5 Krediten sich nun auch offiziell im „roten Bereich“ befindet. Gemäß der Terminologie der Banken impliziert dies, dass seit mehr als 90 Tagen keine Zahlung mehr erfolgte.

In der Praxis ist dieser Zeitraum jedoch erheblich und manchmal sogar um das Zweifache größer. Der Grund? Bevor die Banken irgend einen ihrer Kredite als unsicher charakterisieren, unternehmen sie alles Mögliche, um diese Entwicklung hinauszuzögern. Ihre häufigste Praxis? Die der Umschuldungen. Sie laden also den Kreditnehmer kurz vor Ablauf der 90 Tage vor und unterbreiten ihm eine Regulierung, üblicherweise mit einer längeren Tilgungsdauer und folglich mit einer niedrigeren Rate. In der Regel zahlt der Schuldner 2 – 3 Raten auf Basis der Regelung, und somit gilt der Kredit wieder als „grün“.

Meistens hört er jedoch wieder auf, seinen Verpflichtungen nachzukommen, und der Kredit wird problematisch – und etwa so kam es zu den obigen 20%, welcher Wert letztendlich auch höher sein kann.

(Quelle: Voria.gr)

Untersuchung der Kredite an Parteien in Griechenland

30. November 2011 / Aufrufe: 544 9 Kommentare

In Griechenland soll ein Wirtschaftsstaatsanwalt die Vergabe von Bankkrediten in Höhe von über 240 Millionen Euro an die beiden großen politischen Parteien untersuchen.

Anlässlich der Veröffentlichungen über die mit zukünftigen staatlichen Zuschüssen besicherten Kredite, welche die politischen Parteien in Griechenland von Banken erhalten haben sollen, wird der Wirtschaftsstaatsanwalt Grigoris Peponis die Vergabe von Krediten an die beiden großen Parteien Nea Dimokratia und PASOK untersuchen. Gegenstand der durchzuführenden Voruntersuchung wird die Überprüfung sein, ob die Kredite angesichts der Tatsache „ungewiss“ sind, dass noch gar nicht bekannt ist, ob die Parteien in Zukunft die selben Beträge der bisher erhaltenen staatlichen Subventionen erhalten werden.

Das Einschreiten des Wirtschaftsstaatsanwalts in Zusammenhang mit dem Thema der Kredite der Parteien hatte der Abgeordnete der „Demokratischen Allianz“ Leftheris Avgenakis verlangt, der sich auf Daten bezüglich der Finanzierung der Fraktionen bezog und die Angelegenheit als „Skandal“ charakterisierte. Der Abgeordnete, der im Rahmen der Untersuchung als erster Zeuge zur Aussage vorgeladen werden wird, sprach in einer parlamentarischen Anfrage von einer „unerhörten Überschuldung der Parteien PASOK und Nea Dimokratia„, deren Schulden „das öffentliche Empfinden provozieren„.
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