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Internationale Arbeitsorganisation warnt vor Armut in Griechenland

8. Dezember 2011 / Aufrufe: 386 6 Kommentare

Laut der Internationalen Arbeitsorganisation droht in Griechenland wenigstens 20 Prozent der Bevölkerung die Gefahr, unter die Grenzen der Armut zu fallen.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) richtet in ihrem einschlägigen aktuellen Report strenge Vorwürfe an die griechische Regierung und die Troika rund merkt in den Folgerungen des Berichts an, dass in Griechenland “der heutige Mindestlohn in Kombination mit den Steuerabzügen viele Arbeitnehmer nahe an die Grenze der Armut führt“.

Konkret wird in dem zahlreiche Seiten umfassenden Bericht der ILO betont, dass die gesetzgeberischen Interventionen als Ergebnis der Moratorien fundamentale und von internationalen Abkommen geschützte Rechte untergraben, wie diese unter anderem die kollektiven Arbeitsverträge, die gerechten Entlohnungs- und Arbeitsbedingungen, die kollektiven Verhandlungen sowie auch der gesellschaftliche Dialog über die Ausübung von Beschäftigungs- und Versicherungspolitiken sind.

ILO bezweifelt Effektivität der Maßnahmen der Troika und der Regierung

Die Internationale Arbeitsorganisation bringt sogar ihre starke Besorgnis über die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen zum Ausdruck und betont wörtlich, dass “solange es ein Fehlen sozialer Gerechtigkeit gibt, die den Arbeitnehmern abverlangten Opfer ungerecht und ungleich sein und nicht zu einem Ausweg aus der Krise, sondern zu deren Recycling und einer noch tieferen Rezession führen werden“.

Das Schreiben der ILO dokumentiert deren Schlussfolgerungen mit Daten, die unter anderem den Einkommensverlust, die Arbeitslosigkeit, die Ungleichheit und die Armut in Griechenland aufzeigen. Laut den in dem Bericht enthaltenen Angaben droht 20% der Bevölkerung in Griechenland die Gefahr, unter die Grenzen der Armut zu fallen.

Die Internationale Arbeitsorganisation erinnert die griechische Regierung an ihre Verpflichtung, die verabschiedeten internationalen Arbeitsabkommen umzusetzen, und richtet sich auch mit dem Hinweis an die Troika, dass die internationalen Abkommen ihren Interventionen wirtschaftlichen Charakters klare Grenzen setzen. Parallel betont die ILO gegenüber der Regierung die Notwendigkeit, mit Taten zu der Gewährleistungen der kollektiven Autonomie, aber auch der Autonomie der kollektiven Verhandlung zu schreiten.

Die Folgerungen des Berichts der ILO werden direkt an die zuständigen Kontrollgremien der ILO übermittelt werden, um Beschlüsse über die Beschwerden der GSEE zu erlassen.

(Quelle: Vradyni)

20 Prozent der Bürger in Griechenland von Armut bedroht

19. Januar 2010 / Aufrufe: 702 Keine Kommentare

Gemäß den von der Eurostat für das Jahr 2008 veröffentlichten Daten sehen sich in Griechenland 20% der Bürger mit der Gefahr der Armut konfrontiert, während der EU-Durchschnitt bei 17% liegt.

Am meisten der Gefahr der Armut ausgesetzt sind laut dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaft die Bürger in Lettland (26%), Rumänien (23%), Bulgarien (21%), Griechenland (20%), Spanien (20%) und Litauen (20), am wenigsten gefährdet sind dagegen die Bürger in der Tschechei (9%), in Holland (11%) und in der Slowakei (11%).

Definiert ist die Gefahr der Armut als Anteil der Bevölkerung mit einem Einkommen von unter 60% des durchschnittlichen nationalen Pro-Kopf-Einkommens.

Aus den Daten der Eurostat geht auch hervor, dass in Griechenland 23% der Jugendlichen bis 17 Jahre von Armut bedroht sind (bei einem EU-Durchschnitt von 20%), während die Gefahr der Armut für die über 65-Jährigen in Griechenland 22% erreicht (EU-Durschnitt: 19%). Parallel sind in Griechenland 14% der Bevölkerung, die einer Beschäftigung nachgeht, von Armut bedroht, während der EU-Durchschnitt bei 8% liegt.

Weiter gibt laut der Eurostat die Hälfte (50%) der Bevölkerung in Griechenland an, nicht über die Mittel zu verfügen um jedes Jahr eine Woche lang Urlaub fern der Wohnung zu machen (bei einem EU-Durchschnitt von 37%), und 15% erklären, nicht in der Lage zu sein die Wohnung zufriedenstellend beheizen zu können (EU-Durchschnitt: 10%).

Ebenfalls verfügen 9% nicht über die Mittel, ein Auto kaufen zu können (EU-Durchschnitt: 9%), während 7% angeben, sich nicht wenigstens alle zwei Tage eine Mahlzeit mit Fleisch, Geflügel oder Fisch leisten zu können (EU-Durchschnitt: 9%).

Der Vollständigkeit muss darauf hingewiesen werden, dass sich die in Rede stehenden Daten auf das Jahr 2008 beziehen, seitdem jedoch große Teile der Bevölkerung Griechenlands in eine erheblich schlechtere Lage geraten sind. Die Ergebnisse anderer einschlägiger Erhebungen weisen aus, dass in Griechenland inzwischen erheblich über 20% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt.