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Artikel Tagged ‘arbeitsvertrag’

IKEA kürzt Löhne in Griechenland

21. November 2012 / Aktualisiert: 08. November 2014 / Aufrufe: 806 1 Kommentar

Der Beschluss der IKEA in Griechenland, zu Lohnkürzungen von bis zu 11 Prozent zu schreiten, brachte die Gemüter der Beschäftigten in Wallung.

Heftige Proteste der Beschäftigten von IKEA rief der Beschluss der Leitung der Gesellschaft hervor, die Vergütungen der Arbeitnehmer zu kürzen. Die Firmenleitung forderte vor einigen Tagen die Arbeitnehmer auf, neue persönliche Arbeitsverträge mit Lohnsenkungen von 8% bis 11% zu unterschreiben.

Am Dienstagnachmittag (20 November 2012) versammelten Beschäftigte der IKEA sich in der Kifisou-Allee vor dem Geschäftseingang, ohne jedoch die Kunden am Betreten des Gebäudes zu hindern. Am Donnerstag (22 November 2012) schreiten die Beschäftigten zu einer vierstündigen Arbeitsniederlegung von 17:00 Uhr nachmittags bis 21:00 Uhr abends.

Nach der Ankündigung der Lohnkürzungen weiteten die Protest sich auch auf die Social Media aus. Auf Twitter wurde hashtag #ikea geschaffen, wo hunderte Protestmitteilungen zum Ausdruck gebracht werden. Entsprechend drücken auf der IKEA-Seite auf Facebook (https://www.facebook.com/ikeagreece) die User des Dienstes den Beschäftigten in Mitteilungen ihren Beistand aus.
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Einseitige Arbeitszeitverkürzung in Griechenland rechtswidrig

22. April 2011 / Aktualisiert: 24. April 2011 / Aufrufe: 228 Kommentare ausgeschaltet

Laut einem Urteil des Obersten Gerichtshofs in Griechenland ist die einseitige Kürzung der Arbeitszeit und Bezüge eines Arbeitnehmers ohne dessen Zustimmung rechtswidrig.

Mit seinem Urteil gab der Oberste Gerichtshof (Areopag) in Griechenland einem bei einer Privatschule beschäftigten Mathematiklehrer Recht und befand, dass die Reduzierung der Arbeitszeit nebst paralleler Kürzung der Bezüge eines Arbeitnehmers ohne seine Einwilligung eine einseitige nachteilige Änderung der Bedingungen des Arbeitsvertrags darstellt und folglich rechtswidrig ist.

Speziell befanden die Richter des Areopags in Auslegung des Zivilgesetzbuchs und des Arbeitsrechts (Gesetz N. 2112/2910), dass die von Seite des Arbeitgebers einseitige und für den Arbeitnehmer nachteilige Änderung der Bedingungen des Arbeitsvertrags den Arbeitnehmer berechtigt, diese Änderung als irreguläre Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber zu betrachten und die Zahlung der gesetzlichen Entschädigung zu fordern oder die Einhaltung der Vertragsbedingungen zu verlangen. Weist der Arbeitgeber die angebotenen Dienste des Arbeitnehmers zurück, kann letzterer die Zahlung seiner Bezüge von dem Arbeitgeber verlangen, weil dieser in Verzug geriet.
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