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Artikel Tagged ‘arbeitslosigkeit’

Krach in Griechenland größer als der amerikanische

12. Mai 2013 / Aufrufe: 289 Keine Kommentare

Die Haushaltsstelle des Parlaments in Griechenland veröffentlichte am 10 Mai 2013 einen vernichtenden Bericht über den katastrophalen Kurs der griechischen Wirtschaft.

In dem ersten Quartalsbericht für 2013 der staatlichen Haushaltsstelle des griechischen Parlaments wird eingeschätzt, dass gegen Ende 2013 die Rezession in Griechenland weltweit die drittgrößte und hinsichtlich ihrer Dauer die am längsten anhaltende Rezession der letzten 100 Jahre sein und sogar auch die große Rezession der USA übertreffen wird.

Gemäß dem Bericht wird veranschlagt, Griechenland werde bis Ende 2013 im Vergleich zu 2007 ungefähr 1/4 seines BIP verloren haben. Die Autoren des Berichts gestehen sogar ein, der Versuch der volkswirtschaftlichen Sanierung sei hart und sein Ausgang unsicher. Die Quellen der Unsicherheit schaffen die geringer als angezielt ausfallenden Steuererstattungen sowie die – gegenüber den Vorgaben – höheren Einnahmen des öffentlichen Investitionsprogramms, die jedoch nicht mit den entsprechenden Aufwendungen einhergehen.

Laut dem Bericht existieren keine wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Spielräume für weitere Austeritäts-Maßnahmen, zumal zu einem Zeitpunkt, wo Griechenland unter den Ländern der EU bei der Arbeitslosigkeit auf dem ersten Platz liegt. Das Institut für Arbeit der GSEE schätzt sogar ein, dass 2013 die Arbeitslosen 29% des Arbeitskräftepotentials tangieren, als ihre Anzahl auf über 1.450.000 steigen wird!

[Quellen: 6meres.gr, Quartalsbericht Januar - März 2013 (griechisch, PDF)]

Arbeitslosigkeit in Griechenland über 27 Prozent

13. April 2013 / Aufrufe: 393 1 Kommentar

Die offizielle statistische Arbeitslosenquote stieg in Griechenland im Januar 2013 auf über 27 Prozent, während die Jugendarbeitslosigkeit weiterhin bei 60 Prozent liegt.

In Griechenland erreichte die offizielle statistische Arbeitslosigkeit im Monat Januar 2013 einen neuen Rekordstand von 27,2 Prozent (gegenüber 25,7 Prozent im Dezember 2012), während speziell in der Gruppe der 15- bis 24-Jährigen nach wie vor 6 von 10 Personen arbeitslos sind und die Arbeitslosigkeit bei den Frauen auf über 30 Prozent stieg.

Verlauf der Arbeitslosigkeit in Griechenland Januar 2010 – Januar 2013
Arbeitslosigkeit in Griechenland Januar 2010 - Januar 2013

Arbeitslosenquote nach Altersgruppen

Laut der nationalen Statistikbehörde Griechenlands (ELSTAT) wird die höchste Arbeitslosigkeit bei den jungen Leuten im Alter von 15 bis 24 Jahren verzeichnet, in welcher Altersgruppe die Arbeitslosenquote von 51% im Januar 2013 auf 59,3% im Januar 2013 anstieg. Es folgen die Altersgruppen der 25- bis 34-Jährigen, wo die Arbeitslosigkeit von 29% im Januar 2012 auf 34,2% im Januar 2013 anstieg, und der 35- 44-Jährigen, bei denen die Arbeitslosigkeit von 18,2% im Januar 2013 auf 23,5% im Januar 2013 anstieg.

Altersgruppen Januar
2008 2009 2010 2011 2012 2013
15 – 24 22,5 25,6 31,0 37,1 51,0 59,3
25 – 34 10,8 11,5 14,1 21,1 29,0 34,2
35 – 44 5,9 6,9 9,1 12,3 18,2 23,5
45 – 54 4,3 5,3 7,4 10,2 15,6 20,5
55 – 64 3,5 4,1 5,3 7,2 11,6 16,8
65 – 74 0,9 1,0 1,5 2,0 3,6 6,9
Summe 7,8 8,9 10,9 14,8 21,5 27,2

Beschäftigte, Arbeitslose, wirtschaftlich Inaktive

Die Anzahl der offiziell erfassten Arbeitslosen stieg um 281.048 Personen im Vergleich zu Januar 2012 (+ 26,3%) und um 95.709 Personen im Vergleich zu Dezember 2012 (+ 7,6%) und erreichte insgesamt 1.348.742 Personen. Entsprechend sank die Anzahl der Beschäftigten um 270.629 Personen im Vergleich zu Januar 2012 (- 7,0%) und um 11.653 Personen im Vergleich zu Dezember 2012 (- 0,3%) und gestaltete sich auf insgesamt 3.617.771 Personen.

Januar
2008 2009 2010 2011 2012 2013
Beschäftigte 4.531.859 4.493.309 4.430.818 4.227.741 3.888.400 3.617.771
Arbeitslose 384.539 437.122 541.939 736.821 1.067.694 1.348.742
Wirtschaftlich Inaktive 3.426.405 3.372.544 3.300..79 3.322.295 3.347.301 3.346.423
Arbeitslosenquote 7,8 8,9 10.9 14.8 21,5 27,2

Die Anzahl der wirtschaftlich nicht aktiven Personen, also jener Personen, die weder Arbeiten noch nach Arbeit suchen, sank um 878 Personen im Vergleich zu Januar 2012 und um 535 Personen im Vergleich zu Dezember 2012, blieb also von Januar 2012 bis Januar 2013 praktisch konstant.

Arbeitslosenquote nach Geschlechtern und Verwaltungsbezirken

Hinsichtlich der nach Geschlechtern differenzierten Arbeitslosigkeit stieg die Arbeitslosenquote bei den Frauen von 25,4% im Januar 2012 auf 31,4% im Januar 2013 und bei den Männern von 18,6% im Januar 2012 auf 24% im Januar 2013.

Geschlecht Januar
2008 2009 2010 2011 2012 2013
Männer 5,1 6,4 8,2 12,2 18,6 23,9
Frauen 11,7 12,4 14,7 18,5 25,4 31,4
Summe 7,8 8,9 10,9 14,8 21,5 27,2

Auf Ebene der dezentralisierten Verwaltungsperipherien Griechenlands werden die höchsten Arbeitslosenquoten in den drei Bezirken Epirus – Westmakedonien (29,2% im Januar 2013 gegenüber 23,1% im Januar 2012), Attika (28,4% gegenüber 22,8%) und Makedonien – Thrakien )28,2% gegenüber 22,8%) verzeichnet. Es folgen die Bezirke Thessalien – Mittelgriechenland – (26,1% im Januar 2013 gegenüber 22% im Januar 2012), Peloponnes – Westgriechenland – Ionische Inseln (23,4% gegenüber 19,1%), Kreta (23,2% gegenüber 19,4%) und Ägäis (19,8% gegenüber 13.1%).

(Quellen: To Pontiki), To Vima)

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Mit Griechenland geht es voran, mit den Griechen nicht

27. März 2013 / Aufrufe: 1.183 8 Kommentare

Obwohl Griechenland offiziell bestätigt wurde, sich auf dem richtigen Weg zu befinden und Fortschritte gemacht zu haben, geht es den Griechen schlechter denn je.

Es ist schon verwunderlich, wie die internationalen Organisationen die Kriterien formulieren, auf deren Basis sie die Länder und deren wirtschaftliche Leistungen bewerten. Sicher sind die Indizes nicht mehr als nur Zahlen, reflektieren jedoch auch eine gewisse Wahrheit – oder sollten es zumindest.

In einem Griechenland mit 26% Arbeitslosigkeit stellt es eine Top-Nachricht dar, wenn der Vertreter des Kommissars Oli Rehn seine Anerkennung bezüglich des wirtschaftlichen Kurses des Landes und der tiefen Reformen ausspricht, die es “durchzusetzen” geschafft hat. Durchzusetzen gegen wen? Vielleicht gegen irgendwelche unsichtbaren Feinde des Landes? Leider nicht, trotz ihrer Notwendigkeit wurden und werden die Reformen innerhalb eines gewaltsamen Zeitplans durchgesetzt, der diejenigen, denen die Reformen helfen müssten, in vielfältige Sackgassen führt: die Griechen.

Manhattan wurde für Glasperlen und Whisky verkauft …

Substantiell und praktisch sprechen alle von Arbeitslosen, die 1,5 Mio. Personen der Bevölkerung Griechenland übersteigen – und beziehen sich natürlich auf die aktive Bevölkerung. Anstatt dass also diese potentiellen Arbeitskräfte mittels ihrer Steuerabgaben und Leistungsfähigkeit die Bemühung des Landes unterstützen, bleiben sie weiterhin arbeitslos. Am Rand der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.

Das Unglück ist, dass es in der allgemeinen “Euphorie” Europas über den positiven Kurs Griechenlands auch nicht eine einzige zuversichtliche Maßnahme zur Schaffung neuer Arbeitsplätze gibt. Die Anziehung von Investitionen erfolgt hinter geschlossenen Türen und unter Bedingungen, welche an Schwellenmärkte und nicht an ein entwickeltes Mitgliedsland der OECD erinnern. Lassen wir uns in Erinnerung rufen, dass die Indianer Nordamerikas die gesamte Fläche des heutigen Manhattans für einige Perlen der Ketten der europäischen Kolonisten und ein paar Flaschen Whisky verkauft hatten.

Die selektive Optik der Troika und allgemein der internationalen Organismen bezüglich des Kurses des Landes birgt ernsthafteste Gefahren für die Zukunft einer ganzen Generation. Wie kann es angehen, dass die Troika sich tagelang damit beschäftigt, wie viele Raten für die anhängigen Verbindlichkeiten an den Fiskus eingeräumt werden können, und zu keinerlei Erklärung bezüglich der ungeheuren Anzahl der Arbeitslosen schreitet? Ob die Schrumpfung des Arbeitskräftepotentials Teil des Memorandums ist? Das mag vielleicht sogar sein – außerdem hat es ja scheinbar so wie so niemand kontinuierlich gelesen, womit in den kommenden Jahren die Überraschungen andauern können.

Wird Griechenland ohne Griechen überleben können?

Die Anzahl der Arbeitslosen und ihre kurzfristige dynamische Reduzierung muss fortan eine grundlegende Säule des griechischen Programms sein. Außerdem ist es auch aus makroökonomischer Sicht die einzige sichere Weise zur Erhöhung des BIP, der Abgaben und der Steuereinnahmen. Wenn Griechenland mehr exportieren soll, muss es Arbeitsplätze für Menschen sicherstellen, die ihm helfen können, mehr zu produzieren. Wenn Griechenland mehr Tourismus benötigt, muss es Anreize geben, damit die erforderlichen Personalstrukturen in der Lage sind, der erhöhten Nachfrage zu entsprechen.

Obwohl wir jedoch so viel über so viele andere Themen zu hören bekommen, bleibt an dem Tisch der Diskussionen und Verhandlungen die Arbeitslosigkeit der große Abwesende – ein unsympathischer Verwandter, den die meisten ignorieren möchten. Die Lösung des Problems der Arbeitslosigkeit stellt fortan keine Option mehr dar – sie ist eine zwingende Notwendigkeit.

Das Beunruhigende ist natürlich, dass der “positive” Kurs der Wirtschaft nicht das tatsächliche Bild der Bevölkerung reflektiert und die Arbeitslosigkeit ein äußerst klares Indiz dafür ist. Ob Griechenland wohl ohne die Griechen überleben können wird?

(Quelle: Sofokleous10.gr)

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Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland über 60 Prozent

15. Februar 2013 / Aufrufe: 1.275 22 Kommentare

In Griechenland erreichte die offizielle statistische Arbeitslosenquote für November 2012 27 Prozent und die Jugendarbeitslosigkeit überstieg sogar 60 Prozent.

Laut den Daten, welche die nationale Statistikbehörde (ELSTAT) an die Öffentlichkeit gab, erreichte in Griechenland die offizielle statistische Arbeitslosenquote 27%, gegenüber 20,8% im November 2011 und 26,6% im Oktober 2012. Die reale Arbeitslosigkeit wird dagegen bereits jetzt auf über 30% veranschlagt.

Nicht zuletzt angesichts der nachhaltigen Rezession, die laut den vorläufigen Daten der ELSTAT das griechische BIP im letzten Quartal 2012 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum 2011 um weitere 6% schrumpfen ließ, kann dieser neue Höchststand der Arbeitslosigkeit jedoch keinesfalls als das “Ende der Fahnenstange” betrachtet werden.

Aus einem Bericht des staatlichen Zentrums für Planung und Wirtschaftsforschung (KEPE), der in den kommenden Tagen veröffentlicht werden soll, geht hervor, dass die griechische Wirtschaft sich auf einem Tiefpunkt befindet: auch für 2013 wird mit einer Rezessionsrate von über 4,1% gerechnet, während ein weiterer Anstieg der “offiziellen” statistischen Arbeitslosigkeit auf das schockierende Niveau von 30% erwartet wird.

Die nachstehenden Tabellen vermitteln die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Griechenland während der Jahre 2007 – 2012 mit jeweiligem Bezugsmonat den November.

Beschäftigte, Arbeitslose, wirtschaftlich Inaktive

Die Anzahl der offiziell erfassten Arbeitslosen stieg im November 2012 um 323.808 Personen im Vergleich zu November 2011 (Anstieg um 31,5%) bzw. um 20.555 Personen im Vergleich zu Oktober 2012 (Anstieg um 1,5%) und erreichte insgesamt 1.350.181 Personen.

Auf der anderen Seite sank die Anzahl der Beschäftigten um 265.584 Personen im Vergleich zu November 2011 (Rückgang um 6,8%) und um 30.144 Personen im Vergleich zu Oktober 2012 (Rückgang um 0,8%) und wird auf insgesamt 3.642.102 Personen veranschlagt.

Die Anzahl der wirtschaftlich nicht aktiven Personen, die also weder arbeiten noch nach Arbeit suchen, sank um 19.577 Personen im Verhältnis zu November 2011 und wird auf insgesamt 3.339.982 Personen veranschlagt.

November
2007 2008 2009 2010 2011 2012
Beschäftigte 4.519.838 4.541.100 4.471.420 4.298.356 3.907.686 3.642.102
Arbeitslose 388.673 383.861 513.965 702.732 1.026.373 1.350.181
Wirtschaftlich Inaktive 3.419.723 3.390.326 3.312.895 3.304.684 3.359.559 3.339.982
Arbeitslosenquote 7.9 7.8 10.3 14.1 20.8 27,0

Arbeitslosenquote nach Altersgruppen

Wie aus dem Bericht der griechischen Statistikbehörde hervorgeht, hält Griechenland in ganz Europa einen traurigen Rekord bei der Jugendarbeitslosigkeit mit einer Arbeitslosenquote in der Altersgruppe 15 – 24 Jahre von 61,7% im November 2012, gegenüber 50,1 Prozent im November 2011.

Altersgruppen November
2007 2008 2009 2010 2011 2012
15 – 24 22,2 22,6 27,6 36,4 50,1 61,7
25 – 34 11,1 10,6 13,6 18,7 28,9 36,2
35 – 44 6,1 6,3 8,8 11,5 16,9 23,3
45 – 54 4,4 4,7 7,1 9,6 14,6 19,8
55 – 64 3,2 3,3 5,1 6,8 10,3 15,3
65 – 74 1,2 0,7 1,2 1,8 4,0 10,0
Summe 7,9 7,8 10,3 14,1 20,8 27,0

Arbeitslosenquote nach Geschlecht

Eine sehr hohe Arbeitslosenquote wird auch bei den Frauen verzeichnet, wo sie im November 2012 auf 31,1% stieg, gegenüber 24,6% im November 2011. Bei den Männern stieg die Arbeitslosenquote auf 24% im November 2012, gegenüber 18% im November 2011.

Geschlecht November
2007 2008 2009 2010 2011 2012
Männer 5,0 5,1 7,7 11,4 18,0 24,0
Frauen 12,1 11,7 13,9 17,8 24,6 31,1
Summe 7,9 7,8 10,3 14,1 20,8 27,0

(Quelle: To Pontiki)

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4 von 10 Ärzten in Griechenland sind arbeitslos

8. Februar 2013 / Aktualisiert: 16. Februar 2013 / Aufrufe: 320 2 Kommentare

Fast vier von zehn Ärzten in Griechenland sind arbeitslos oder unterbeschäftigt.

37,5% der Ärzte in Griechenland sind arbeitslos oder unterbeschäftigt, wobei die Jünger des Hippokrates im Großraum Attika den Löwenanteil bei den … Arbeitslosenausweisen oder der Unterbeschäftigung inne haben.

Die Daten der Ärztekammer Athen (ISA) über die jungen Ärzte in Athen sind bezeichnend: innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich die Anzahl der arbeitslosen Athener Fachärzte verdoppelt. 2007 waren im Register der ISA 592 Ärzte verzeichnet, welche ihre Fachqualifikation erworben hatten, während 2012 die Fachärzte 1.191 erreichten. Parallel verfünffachte sich der Anteil des in das Ausland abgewanderten höchst qualifizierten Ärztepotentials: 2007 waren 292 Fachärzte “ausgewandert”, während 2012 ihre Anzahl 1.166 erreichte.

Bei der Präsentation der Daten führte der Präsident der ISA, Herr Giorgos Patoulis,  an: “Nach so vielen Jahren treibt unser Staat im Land des Hippokrates sein am höchsten qualifiziertes wissenschaftliches Menschenpotential in die Auswanderung. Ein ungeheures Verbrechen, die Verantwortlichen tragen schwerste Verantwortung und schulden Rechenschaft abzulegen. Mit einer Gesundheits-Charta, die noch in den Kinderschuhen steckt, mit Inseln, Gesundheitszentren, Krankenhäusern im betrieblichen Zusammenbruch und ohne Ärzte, mit einem Potenzial tausender junger Ärzte im Nirgendwo, mit einer niemanden interessierenden Gesundheitsvorsorge wird buchstäblich alles eingeebnet, was von dem Gesundheitssystem übrig geblieben ist.

Im Rahmen der Unterstützung der jungen Ärzte beabsichtigt die Ärztekammer Athen, ein Arbeitsvermittlungsbüro zu schaffen, wo die Stellenangebote verzeichnet und die interessierten Ärzte der ISA Informationen erhalten werden. Ebenfalls wird die Möglichkeit der Kooperation zwischen Ärzten zur Schaffung von Multi-Praxen erneut untersucht werden.

(Quelle: ProtoThema.gr)

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26 Prozent Arbeitslosigkeit im September 2012 in Griechenland

7. Dezember 2012 / Aktualisiert: 16. Dezember 2012 / Aufrufe: 148 Keine Kommentare

Die offizielle statistische Arbeitslosigkeit erreichte in Griechenland im September 2012 mit sage und schreibe 26 Prozent einen paneuropäischen Rekordstand.

Die “offizielle” statistische Arbeitslosenquote in Griechenland stieg im September 2012 auf 26%, gegenüber 18,9% im September 2011 und 25,2% im August 2012.

Laut einer Bekanntmachung der griechischen Statistikbehörde ELSTAT wird veranschlagt, dass die Gesamtzahl der Beschäftigten sich im September 2012 auf 3.695.053 belief. Die (offiziell registrierten) Arbeitslosen zählten dagegen 1.295.203 Personen, während die wirtschaftlich nicht aktive Bevölkerung sich auf 3.373.692 Personen belief.

Die Anzahl der Beschäftigten sank um 325.334 Personen im Vergleich zu September 2011 (Rückgang um 8,1%) und um 21.626 Personen im Vergleich zu August 2012 (Rückgang um 0,6%). Die Anzahl der gemeldeten Arbeitslosen stieg dagegen um 356.495 Personen im Verhältnis zu September 2011 (Anstieg um 38,0%) und um 34.670 Personen im Vergleich zu August 2012 (Anstieg um 2,8%).

Die wirtschaftlich nicht Aktiven, also die Personen die weder arbeiten sind noch nach Arbeit suchen, nahmen mit 283 Personen im Vergleich zu September 2011 praktisch nicht zu und gingen um 3.119 Personen im Vergleich zu August 2012 zurück (Rückgang um 0,1%).

(Quelle: Imerisia)

33 Prozent Arbeitslosigkeit auf Privatsektor in Griechenland

29. November 2012 / Aufrufe: 429 1 Kommentar

Laut einer aktuellen Studie der griechischen Nationalbank liegt auf dem Privaten Sektor in Griechenland die Arbeitslosigkeit bei 33 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit auf dem privaten Sektor in Griechenland wird in einer Studie der Nationalbank auf 33% veranschlagt. In der Studie wird ebenfalls betont, dass die gesamte Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unter dem Aspekt der Preise in den beiden Jahren 2013 – 14 höchstwahrscheinlich 10% übersteigen und der griechischen Wirtschaft gestatten wird, fast ihre gesamten Verluste des vorherigen Jahrzehnts wettzumachen.

Allerdings wird in dem Bericht auch festgestellt, dass die enormen Lohnkürzungen und die damit einhergehende zügige Senkung der Arbeitskosten sich nicht allgemein bei den Verbraucherpreisen wiederspiegeln, da bisher nur auf dem Sektor der Dienstleistungen und in konkreten Branchen wie in der Bildung und bei touristischen und ärztlichen Dienstleistungen erste Anzeichen eines Preisrückgangs in Erscheinung traten.

Spezieller wird in der Studie der Nationalbank angeführt:

  1. Die Wirtschaft begegnet einer ungekannten Herausforderung eilige volkswirtschaftlicher Angleichung, bei paralleler Zurückgewinnung der kumulierten Wettbewerbsfähigkeitsverluste des letzten Jahrzehnts. Die hohe Ungewissheit in Kombination mit der außerordentlich unmittelbar ausgerichteten Strategie volkswirtschaftlicher Maßnahmen (welche 7,0% BIP im Jahr 2010, 6,3% im Jahr 2011 und 6,1% im Jahr 2012 entsprechen) schufen ein intensiv rezessives Gemisch, was sich in dem kumulativen Rückgang des BIP reflektiert, der bis Ende 2012 mehr als 21% erreichen wird) -2,9% im Jahr 2009, -4,8% im Jahr 2010, -7,1% im Jahr 2011 und -6,7% im Jahr 2012).
  2. Unter Berücksichtigung des niedrigen Niveaus der Arbeitslosigkeit bei den Selbständigen (welche in einem signifikanten Grad ihre Arbeitszeit der laufenden Nachfrage anpassen) und des fast inexistenten Arbeitslosigkeitsniveaus auf dem öffentlichen Sektor beläuft sich das indizienbasierte Niveau der Arbeitslosigkeit der Arbeitnehmer auf 33%.
  3. Die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt zusammen mit der Rezession trugen zu der raschen Senkung der Löhne bei, die von 2010 bis Ende 2012 vermutlich insgesamt 22% übersteigen wird, mit der größten Senkung im Jahr 2012 (-13% auf Jahresbasis), gegenüber zu -4,%% im Jahr 2011 und -5,3% im Jahr 2010), während sie 2013 um fast weitere 6% sinken werden. Diese Entwicklung kommt der völligen Umkehr des übermäßigen Anstiegs der Lohnkosten in dem Jahrzehnt gleich, welches auf unseren Beitritt zur WWU folgte, und praktisch bei der internen Abwertung hilft.
  4. Die marginale Erholung der Produktivität im Jahr 2012 in Kombination mit der kontinuierlichen Senkung der Löhne haben die Schrumpfung der Lohnstückkosten mit dem Ergebnis beschleunigt, dass erachtet wird, das Ziel der Verbesserung der Lohnstückkosten um 15% in der Periode 2012 – 2015 zwei Jahre früher, also 2013 zu erreichen.
  5. Der Deflationsprozess hat begonnen, eine Dynamik zu bekommen. Die Preise werden in den beiden nächsten Jahren um kumulativ 5% sinken. Unter Berücksichtigung, dass sich in der selben Periode der erwartete Gesamtanstieg der Preise in der E.U. auf ungefähr 4,5% gestalten wird, wird die Gesamtverbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unter dem Aspekt der Preise in den beiden Jahren 2013 – 14 höchstwahrscheinlich 10% übersteigen und der Wirtschaft gestatten wird, die Verluste des vorherigen Jahrzehnts wettzumachen.

Die Auswirkungen der Tranche auf die Wirtschaft

Die Schrumpfung der Wirtschaftsaktivität wird sich im Jahr 2012 bei -6,7% und im Jahr 2013 bei -4,7% bewegen. Die Auswirkungen aus der erwarteten Auszahlung der anhängigen Tranche(n) der Hilfskredite werden signifikant sein.

Die erwartete Begleichung von über 4 Mrd. Euro aufgelaufener fälliger Verbindlichkeiten des Staates an den privaten Sektor und die mögliche Freigabe von 5 Mrd. Euro, mittels Beschränkung des durchschnittlichen Niveaus der Anleiheemissionen in Kombination mit den erhöhten Kapitalflüssen aus der E.U. und der Rückführung von Guthaben in das Banksystem, werden vermutlich die Rezession im Jahr 2013 um 2 Prozentpunkte gegenüber dem Niveau reduzieren, auf welches sie sich auf Basis der Rezessionsdynamik ab 2012 und der neuen volkswirtschaftlichen Maßnahmen für das Jahr 2013 gestaltet hätte. Die Schrumpfung der Wirtschaftsaktivität (in konstanten Preisen) wird sich daher im Jahr 2012 auf -6,7% und im Jahr 2013 auf -4,7% gestalten.

(Quelle: Imerisia, To Pontiki)

Gegensätze der Armut in Deutschland und Griechenland

25. Oktober 2012 / Aufrufe: 735 Keine Kommentare

Autor: Jorgos Ch. Papasotiriou

Thema: Die grundsätzlichen Gegensätze in Europa

Neue Darstellung, neue inspirierende Werte, Würde, nationale Unabhängigkeit (wir sind kein Protektorat), Worte und Phrasen, die sich an die leidenden und alles Schreckliche ertragenden Arbeitnehmer und Rentner richten. Ziel ist die Reduzierung der Schwankungen im Inneren der Parteigebilde der Regierungspartner, aber auch der Minimalisierung der politischen Kosten im Rahmen der Gesellschaft. politischen Kosten im Rahmen der Gesellschaft.

Manche erachten, die Reaktionen der von drei Parteien gestützten griechischen Regierung beziehen sich auf die Einzahlung der berühmten Tranche der 31,5 Mrd. Euro auf ein Sperrkonto (Spiegel). Andere, dass die neuen Änderungen im arbeitsrechtlichen Bereich dem bereits aufgelösten gesellschaftlichen Gerüst mit der ungeheuren Arbeitslosigkeit und der fortan offensichtlichen humanitären Krise den Gnadenschuss versetzen wird. Deswegen stellen die arbeitsrechtlichen Regelungen die letzte Verteidigungslinie der Regierung gegenüber der Troika dar. Letztere scheint sich jedoch nicht all zu sehr um das Elend der griechischen Gesellschaft zu kümmern, trotz der Tatsache, dass darüber in ganz Europa gesprochen wird.

“Griechenland leidet, die Austerität tötet”, lautet der Titel einer Sendung im Radio France Inter. Ein stärkerer Beweis für die Verelendung der Griechen wird aber von der Mechanismen der Kommission selbst und konkret von der Eurostat geliefert, die sich auf die Gefahr für die Arbeitslosen in Deutschland bezieht, unter die Armutsgrenze zu fallen, da 70% der Arbeitslosen ein Einkommen von unter 952 Euro monatlich zur Verfügung haben (Quelle: Le Monde). Dieser Betrag liegt unter 60% des Durchschnittseinkommens der Deutschen und stellt die sogenannte “relative Armut” dar.

Wenn jedoch dies für die Arbeitslosen Deutschlands gilt, was sollen dann die Griechen sagen, wo der Mindestlohn 586 Euro monatlich beträgt, also die Hälfte des Einkommens des “relativ armen” deutschen Arbeitslosen? Warum eigentlich die einleuchtende Sensibilität für die deutschen Arbeitslosen und die Gefühllosigkeit für die Lage der griechischen Arbeitnehmer und Rentner und noch mehr der Arbeitslosen? Weil erstere der Hegemonialmacht Europas, Deutschland angehören. Zuallererst aber, weil diese mit ihrem erhöhten Konsum – wegen des Rückgangs der Nachfrage im europäischen Süden – die Last der deutschen Produktion zu stemmen haben.

Auf politischer Ebene richtet die bessere Lage der deutschen Arbeitnehmer gegenüber den übrigen Europäern sie leicht gegen die Arbeitnehmer der peripheren Staaten des Südens (ein Stück trockenes Brot mehr für die englischen Arbeiter gestattet der Bourgeoisie, sie leicht gegen ihre irländischen Kollegen zu richten – Irländisches Thema, Karl Marx).

Abgesehen davon wird die Kluft zwischen denen “oben” und denen “unten” immer größer, während der Reichtum sich in immer weniger Händen konzentriert. Bereits zu Beginn der Krise, im Jahr 2008, besaßen 50% der ärmsten deutschen Haushalte 1% des nationalen Reichtums, während 10% der reichsten Deutschen entsprechend 53% inne hatten (Eurostat). Heute ist die Konzentration des Reichtums noch größer geworden.

Mit diesem als gegeben wird offensichtlich, dass in Europa ein grundsätzlicher Gegensatz zwischen Norden – Süden und ein Gegensatz im Inneren der verschiedenen Statten zwischen denen “oben” und denen “unten” existiert, wobei die Mittelschichten vollständig verraucht sind, während Länder wie Griechenland inzwischen auf das Irland des 19. Jahrhunderts verweisen, also auf die Epoche des großen Hungers.

Quelle: Giorgos Ch. Papasotiriou – Gegensätze
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Löhne der 70er und Arbeitslosigkeit der 60er Jahre in Griechenland

8. September 2012 / Aufrufe: 1.268 2 Kommentare

Laut dem Jahresbericht 2012 des INE/GSEE fallen in Griechenland Arbeitslosigkeit und Kaufkraft auf das Niveau der 60er und 70er Jahre zurück.

Laut den Daten des Instituts für Arbeit (INE) der GSEE, das seinen Jahresbericht über die griechische Wirtschaft und die Beschäftigung des Jahres 2012 publizierte, wird die griechische Gesellschaft in den sozialen Bankrott geführt.

Gemäß dem Bericht wird für 2013 eine Explosion der Arbeitslosigkeit auf 34%, ein dramatischer Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP), der Zusammenbruch des Sozialstaats und ein zügiger Rückgang der Kaufkraft der Arbeitnehmer und Rentner auf das Niveau gegen Mitte der 70er Jahre erwartet. In dem Bericht wird sogar betont, dass die Arbeitnehmer und Rentner von den schmerzhaften Kürzungen verschont geblieben wären, wenn nur die Hälfte der Höhe der jährlichen Steuerhinterziehung, also 7,5 Mrd. Euro “gefasst” worden wäre. Die stattdessen erfolgten Kürzungen haben zum Ergebnis, dass die Kaufkraft der Niedrigverdiener fortan auf das Niveau der Jahre 1978 – 1979 zurückkehrt, während die Kaufkraft der mittleren Einkommen auf das Niveau der frühen 80er Jahre zurückfiel.

Die kontinuierliche Senkung der Löhne und Renten hat zum Ergebnis, dass in den letzten drei Jahren (2010 – 2012) ein nie erlebter Einbruch der inländischen Nachfrage verzeichnet wird, die auf das Niveau des Jahres 2000 zurückfiel und (bei Fortsetzung der selben Politik) auf das Niveau der Inlandsnachfrage der 90er Jahre zusteuert.

Anstieg der Arbeitslosigkeit auf das Niveau der 60er Jahre

Bezüglich der statistischen Arbeitslosigkeit wird prognostiziert, dass sie Ende 2013 eine Quote von 28% – 29% erreicht, während die reale Arbeitslosigkeit (also wenn auch Selbständige, Langzeitarbeitslose, welche ihren Arbeitslosenausweis nicht erneuern, usw. berücksichtigt werden) 34% übersteigen wird. Eine solche Arbeitslosenquote gas es in Griechenland 1960, als die Griechen massenhaft nach Deutschland auswanderten.

Das Schlimmste ist jedoch, dass die Arbeitslosigkeit voraussichtlich für weitere sieben Jahre – also bis 2020 – auf einem hohen Niveau verbleiben wird und eine ganze Generation junger Griechen, die als “verlorene Generation” der Memoranden in die neuere Geschichte eingehen wird, im Sumpf versinkt. Äußerst tragischste ist natürlich ebenfalls, dass die Arbeitskosten 2010 – 2011 um 8% reduziert wurden, ohne dass jedoch die Arbeitslosigkeit sinkt, wie zumindest die Arbeitnehmerverbände prognostizierten, als sie vertraten, die Senkung der Lohnkosten würde neue Arbeitsplätze schaffen … .

Die Eckdaten des Jahresberichts des INE/GSEE für 2012

  • Seit Mai 2010 bis zum diesjährigen Juni beliefen sich die Kürzungen der Haupt- und Zusatzrenten auf insgesamt 4,2 Mrd. Euro, während in dem Programm der Kürzungen von 11,8 Mrd. Euro für die Periode 2013 – 2014 die Kürzungen der Haupt- und Zusatzrenten, Abfindungen und Sozialleistungen 43% des Gesamtbetrags, also 5,5 Mrd. Euro entsprechen.
  • In der Periode 2010 – 2011 erreichten die Gehaltskürzungen auf dem öffentlichen Sektor 3,5 Mrd. Euro und auf dem privaten Sektor 3 Mrd. Euro. Insgesamt beliefen sich in der Periode 2010 – 2011 die Kürzungen der Renten und die Senkungen der Löhne summarisch auf 16,2 Mrd. Euro (8% des BIP), ohne dass die Arbeitslosigkeit, die öffentliche Verschuldung und die Rezession zurückgegangen sind.
  • Die Kaufkraft des durchschnittlichen Einkommens ist auf das Niveau zu Mitte der 70er Jahre gesunken. Die durchschnittlichen Bezüge betrugen 25.470 Euro im Jahr 2011, während sie sich 2013 mit den neuen Kürzungen 15.000 bis 17.000 Euro nähern werden, also dem Niveau von Ländern wie Estland, Tschechei und Kroatien.

Eine weitere tragische Feststellung der Berichts ist laut dem wissenschaftlichen Leiter des INE/GSEE Sawwas Rompolis, dass ab 2008 abrupt das produktive Rückgrat des Landes zusammenbrach. Griechenland wurde also hinsichtlich der Produktion und Technologie in einem solchen Maß zerschlagen, dass selbst dann, falls es einen schrittweisen Aufschwung geben wird, keine Produktionsbasis mehr existieren wird, die ihn zu nutzen vermögen wird.

Ebenfalls in einer wirtschaftlichen Sackgasse befinden sich laut dem Bericht der INE/GSEE die Versicherungskassen, da sie inzwischen fast 80% der jährlichen staatlichen Zuschüsse absorbiert haben und wegen des Zusammenbruchs der Einnahmen einem ernsthaften Liquiditätsproblem begegnen, was zum Ergebnis hat, dass sie Monat für Monat die Zahlung der Renten mittels interner Kredite finanzieren.

(Quelle: Vradyni)

Kaufkraft in Griechenland auf Niveau der 70er Jahre

4. September 2012 / Aufrufe: 489 Keine Kommentare

Die wiederholten Kürzungen der Löhne und Renten und die enormen Steuererhöhungen warfen die Kaufkraft vieler Griechen auf des Niveau vor 35 Jahren zurück.

Laut der neuen Untersuchung des Instituts für Arbeit (INE) der GSEE, die in der laufenden Woche im Rahmen der Internationalen Handelsmesse in Thessaloniki (DETH) veröffentlicht werden wird, haben die wiederholten Senkungen der Löhne und Renten, in Kombination mit dem “Gewitter” neuer Steuern, die Kaufkraft speziell der untersten Einkommen auf das Niveau von 1978 – 1979 zurückgeführt.

Die Untersuchung dokumentiert ebenfalls, dass trotz der Kürzungen der Einkommen und Renten um bisher insgesamt über 16 Mrd. Euro weder die Arbeitslosigkeit und die Rezession zurückgingen noch die öffentliche Verschuldung sank. Die vorab in der Freitagsausgabe (31. August 2012) der griechischen Zeitung “Ta Nea” präsentierten Ergebnisse des Berichts des INE zeigen unter anderem:

Einkommen sinken auf das Niveau von Estland, Kroatien und Tschechei

  • In der Periode 2010 – 2012 sanken die Lohnstückkosten um 8% und die Arbeitslosigkeit stieg in diesem Jahr auf 24%, gegenüber 17,7% im Jahr 2011.
  • Die durchschnittlichen Bezüge betrugen 25.470 Euro im Jahr 2011, während sie sich 2013 mit den neuen Kürzungen 15.000 bis 17.000 Euro, also dem Niveau von Ländern wie Estland, Tschechei und Kroatien nähern werden.
  • Seit Mai 2010 bis zum diesjährigen Juni beliefen sich die Kürzungen der Haupt- und Zusatzrenten auf insgesamt 4,2 Mrd. Euro, während in dem Programm über Kürzungen von 11,8 Mrd. Euro für die Periode 2013 – 2014 die Kürzungen der Haupt- und Zusatzrenten, Abfindungen und Sozialleistungen 43% des Gesamtbetrags, also 5,5 Mrd. Euro entsprechen.
  • In der Periode 2010 – 2011 erreichten die Gehaltskürzungen auf dem öffentlichen Sektor 3,5 Mrd. Euro und auf dem privaten Sektor 3 Mrd. Euro. Insgesamt erreichten in der Periode 2010 – 2011 die Kürzungen der Renten und die Senkungen der Löhne summarisch auf 16,2 Mrd. Euro (8% des BIP), ohne dass die Arbeitslosigkeit, die öffentliche Verschuldung und die Rezession zurückgingen.
  • Der Anstieg der Arbeitslosigkeit (24% oder 1.200.000 Personen im Jahr 2012) und die Senkung der Löhne, die der Sozialversicherung Mittel in Höhe von 9,5 Mrd. Euro entziehen, die Beitragshinterziehung aus der ungemeldeten und unversicherten Arbeit sowie aus den flexiblen Formen der Beschäftigung mit 8,5 Mrd. Euro und die Nichtentrichtung der Verbindlichkeiten des Staates seit 1993 an die Versicherungskassen (12 Mrd. Euro) schrumpfen ernsthaft die wirtschaftliche Lage der Sozialversicherung.

Prof. S. Rompolis: Wir sind um 35 Jahre zurückgeworfen worden

Im Gespräch mit der Radiostation VIMA 99,5 erklärte der wissenschaftliche Leiter des Instituts für Arbeit der GSEE, Professor Sawwas Rompolis, die Kaufkraft der Bürger in Griechenland sei um 35 Jahre und die Lage bei der Beschäftigung um 15 Jahre zurückgeworfen worden.

Mit dermaßen hohen Arbeitslosenquoten sind wir auf dem Sektor der Beschäftigung in das Jahr 1997 zurückgekehrt“, führte er an.

(Quelle: in.gr)