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Artikel Tagged ‘apotheker’

Apotheker in Griechenland treten in Dauerstreik

25. März 2014 / Aufrufe: 796 5 Kommentare

Aus Protest gegen die Liberalisierung des Apotheken-Systems in Griechenland treten die Apotheker ab 26 März 2014 in einen unbefristeten Dauerstreik.

Die Apotheker in Griechenland schreiten ab Mittwoch (26 März 2014) zu einem Dauerstreik und antworten damit auf „die Überrumpelung von Seite der Regierung, die auf hinterhältige Weise in dem mit der Troika vereinbarten Gesetzentwurf im letzten Augenblick Änderungen im Apotheken-System herbeiführt und den Zweig der 12.000 Apotheken in eine Katastrophe führt und die öffentliche Gesundheit in Gefahr bringt„.

Bei einer außerordentlichen Pressekonferenz des Panhellenischen Pharma- bzw. Apotheker-Verbands (PFS) führte dessen Vorsitzender Kyriakos Theodosiadis an, es werden Bestimmungen vorangetrieben, die durch die Hintertür die Apotheken in die Supermärkte und Zockerbuden bringen, die gestatten, dass ein einziger Apotheker Lizenzen für 100 und mehr Apotheken inne hat, dass die Apotheken öffnen und schließen wann und zu welcher Zeit sie wollen, und die Mindestabstände zwischen den Apotheken mit der Folge der Konzentrierung der Apotheken in den Stadtzentren abschaffen, während das Medikament mit der Preisfreigabe ab 01-01-2017 zur Handelsware wird.
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Kassen-Embargo der Apotheker in Griechenland ab 26 November 2012

23. November 2012 / Aktualisiert: 04. Juli 2013 / Aufrufe: 318 Kommentare ausgeschaltet

Die Apotheker in Griechenland schreiten ab dem 26 November 2012 erneut zu einem Embargo gegen die Krankenkassen und führen Kassenrezepte nur gegen Barzahlung aus.

Ab dem kommenden Montag (26 November 2012) läuten die griechischen Apotheker eine neue Runde ihrer Protestaktionen ein und werden für unbefristete Zeit an die Versicherten des EOPYY verschriebene Medikamente nur noch gegen Barzahlung abgeben.

Parallel schreiten die Apotheker am kommenden Montag und Dienstag zu einem 48-stündigen Streik und reagieren damit auf die Verzögerung der Abzahlung von Verbindlichkeiten an sie, aber auch auf die obligatorische Ermäßigung (rebate) von 5% rückwirkend ab dem 01. Januar 2012, die mit einem aktuellen gesetzlichen Erlass verhängt wurde.

Den Beschluss fasste am Mittwochabend (21. November 2012) der Vorstand des Panhellenischen Verbands der Pharmazeuten (PFS). Es fehlten auch nicht die Stimmen, welche forderten, bereits ab Donnerstag zur Einstellung der Ausführung von Kassenrezepten „auf Rechnung“ zu schreiten.

Am Montag werden die Apotheker eine Protestversammlung vor der Geschäftsstelle des EOPYY an der Allee Kifisisias durchführen, und am Samstag (01 Dezember 2012) wird die Generalversammlung der Branche einberufen werden, um die Situation zu bewerten und Beschlüsse über das weitere Vorgehen zu fassen.

(Quelle: in.gr)

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Krankenhausärzte in Griechenland stellen Regierung Ultimatum

30. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 594 4 Kommentare

Nachdem die 9,5 Mio. Versicherten des EOPYY ab kommendem Samstag bzw. Montag gezwungen sein werden, Medikamente und Arztbesuche aus eigener Tasche zu bezahlen, drohen nun auch die Krankenhausärzte mit Protestaktionen.

Der Gesundheitssektor in Griechenland gleicht einem brodelnden Kessel, da nach den Apothekern, die ab dem 01 September 2012 an die Versicherten des EOPYY Medikamente nur noch gegen Barzahlung herausgeben, und den Kassenärzten, welche die Einstellung der Zusammenarbeit mit dem Organismus ab dem 03 September 2012 beschlossen haben, sich nun auch die Krankenhausärzte in den Reigen der Proteste einreihen und mit „harten Aktionen“ drohen, falls die Regierung zur Kürzung „weiterer 8% bei der speziellen Gehaltsordnung der Ärzte“ schreitet, und erklären, dass nicht über einen einzigen Euro ihres Gehalts verhandeln zu werden.

Ihre Haltung gegenüber dem EOPYY verhärtete die Ärztekammer Athen, die dem Präsidenten des EOPYY, Gerasimos Voudouris, eine außergerichtliche Beschwerde – Anzeige zustellte und Erklärungen in Zusammenhang mit dem Etat des Trägers, der direkten Finanzierung, der Begleichung der fälligen Vergütungen der Ärzte, der Schaffung eines ständigen Ausschusses zur Kontrolle der Geschäftsführung, ob eine Ausschreibung für die Bedienung der Versicherten des EOPYY per Telefon durchgeführt wurde und in Zusammenhang mit der gleichzeitigen Bezahlung Aller für die Dienstleistungen an die Versicherten des EOPYY, angefangen von dem Direktor bis hin zum letzten Amtsträger oder ihrer freiwilligen Mitwirkung, verlangen.
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Medikamente in Griechenland ab September 2012 nur gegen Barzahlung

27. August 2012 / Aufrufe: 310 Kommentare ausgeschaltet

Die Apotheker in Griechenland wollen ab dem 01 September 2012 Kassenrezepte nur noch gegen Barzahlung ausführen.

Am Nachmittag des vergangenen Samstags (25 August 2012) beschloss die Vollversammlung des Panhellenischen Verbands der Pharmazeuten (PFS) in einer stürmisch verlaufenen Sitzung, ab 01 September 2012 an die Versicherten des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) rezeptierte Medikamente nur noch gegen Barzahlung auszugeben.

Die Umsetzung dieses Beschlusses bedeutet, dass die gesetzlich Versicherten ein weiteres Mal gefordert sein werden, die Medikamente aus eigener Tasche zu bezahlen.

Die Vertreter der Verbände der Pharmazeuten ließen sich nicht von den Zusagen des Präsidenten des EOPYY, Gerasimos Voudouris, überzeugen, der Fluss der Gelder auf ihre Konten würde weitergehen, damit am kommenden Donnerstag (30 August 2012) die im Mai 2012 ausgeführten Rezepte beglichen sein würden.

Die Apotheker fordern:

  • Regelung aller außervertraglichen Verbindlichkeiten des EOPYY, die inzwischen 85 Tage erreichen.
  • Umgehende gesetzliche Regelung der Verrechnung der bestehenden Verbindlichkeiten sowie auch der Bedingungen, die sich auf Eintragungen der Apotheken in das Schuldnerregister TIRESIAS (= Gegenstück zur SCHUFA in Deutschland) beziehen.
  • Umgehende Finanzierung des EOPYY mit 0,6% des BIP und direkte Abführung der Versicherungsbeiträge an den EOPYY.
  • Bürgschaft des griechischen Staates für Bankkredite an die Apotheken und zur Verbesserung ihrer Liquidität.

(Quelle: in.gr)

Versicherte in Griechenland ohne Medikamente

17. Mai 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 251 Kommentare ausgeschaltet

Den Versicherten aller in den neuen Gesundheitsträger eingegliederter gesetzlicher Krankenkassen in Griechenland droht die Gefahr, ohne Medikamente zu bleiben

Der Panhellenische Pharma-Verband (in dem die Berufsverbände der Apotheker in Griechenland organisiert sind) gab bekannt, ab dem 23 Mai 2012 die Ausführung von Kassenrezepten auf Rechnung des neuen einheitlichen Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) einzustellen, da sich laut dem Verband die kumulierten Verbindlichkeiten an die Apotheken auf insgesamt 540.000 Euro belaufen.

Für den selben Tag (Mittwoch, 23/05/2012) ist sind ein 24-stündiger panhellenischer Streik und eine Protestkundgebung der Apotheker geplant. Die Apotheker fordern die umgehende Begleichung der Schulden des EOPYY und verlangen parallel auch eine „mutige“ Verlängerung der Zahlungsziele von Seite der Pharma-Industrie.

Schließlich charakterisieren die Apotheker das Thema der ausreichenden Finanzierung des EOPYY als höchstwichtig und fordern alle Parteien auf, eine konkrete Position zu beziehen (siehe auch Gesundheitsträger EOPYY in Griechenland versinkt in Schulden).

(Quelle: Zougla.gr)

Medikamente in Griechenland nur noch gegen Barzahlung

3. Januar 2012 / Aktualisiert: 12. Januar 2012 / Aufrufe: 907 6 Kommentare

Die Apotheker in Griechenland beschlossen anlässlich der eskalierenden Konfrontation mit dem Gesundheitsministerium, Medikamente nur noch gegen Barzahlung abzugeben.

Die Apotheker in Griechenland schreiten in Reaktion auf die Ankündigungen der Ministerien für Gesundheit und Arbeit bezüglich der erneuten Senkung ihrer Gewinnspanne zu weiteren Protestaktionen. Konkret rief der Panhellenische Pharmazeuten-Verein für den 02. und 03. Januar 2012 einen 48-stündigen Streik aus und bekräftigte den bereits gegen Ende 2011 gefassten Beschluss, ab Januar 2012 Medikamente nur noch gegen Barzahlung abzugeben.

Letzteres betrifft die Versicherten aller Kassen (also auch jener, die ihren Verpflichtungen regulär nachkommen!) und bedeutet in der Praxis, dass alle Versicherten gezwungen sind, den vollen Preis der Medikamente aus eigener Tasche vorzustrecken und dann die Erstattung des ihnen nach Abzug der Selbstbeteiligung zustehenden Kassenanteils zu beantragen. Die Apotheker verlangen eine „Vereinbarung mit der Branche über einen stabilen Rahmen der Arzneimittelpolitik sowie auch, die Jagd auf die Apotheken einzustellen„.

Aktualisierung: Seit dem 12. Januar 2012 führen die Apotheken Rezepte aller Kassen wieder regulär aus.
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Ärzte und Apotheker legen Gesundheitswesen in Griechenland lahm

4. Februar 2011 / Aufrufe: 539 2 Kommentare

In Griechenland bringen Ärzte und Apotheker aus Protest gegen geplante Reformen das staatliche Gesundheitswesen zunehmen zum Erliegen.

Nachdem die griechischen Apotheker bereits seit Mitte Januar 2011 mit Streiks gegen die anstehende Liberalisierung des Apothekenmarkts in Griechenland protestieren, laufen nun seit Tagen auch die im staatlichen Gesundheitswesen beschäftigten bzw. speziell für den Versicherungsträger IKA-ETAM tätigen Ärzte gegen die geplanten Reformen auf dem Gesundheitssektor Sturm und drohen zu Lasten der Versicherten die öffentliche Gesundheitsversorgung völlig zum Erliegen zu bringen.

Der umfangreiche Gesetzentwurf bezüglich der strittigen Reformen soll in der kommenden Woche dem griechischen Parlament zur Debatte vorgelegt werden und sieht unter anderem die Vereinheitlichung der Gesundheitsleistungen aller gesetzlichen Krankenkassen vor.
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