Archiv

Artikel Tagged ‘ambulanzgebühr’

Abschaffung der Ambulanz-Gebühr in Griechenland

16. Februar 2015 / Aufrufe: 531 Kommentare ausgeschaltet

Der neue Gesundheitsminister in Griechenland kündigte die Abschaffung der Praxisgebühr in Ambulanzen der öffentlichen Krankenhäuser und der Rezeptgebühr an.

Wie der neue Gesundheitsminister in Griechenland, Panagiotis Kouroumplis, gegenüber der Zeitung To Vima erklärte, wird er zur Abschaffung der Ambulanz-Gebühr in Höhe von 5 Euro und der Rezeptgebühr in Höhe von 1 Euro je Rezept für alle Patienten schreiten, die über eine griechische Sozialversicherungsnummer (AMKA) verfügen.  Er unterstreicht jedoch, „was die Touristen betrifft, wird gelten, was auch in den Ländern der Eurozone gilt. Die Gebühr wird nicht fünf Euro betragen. Sie wird höher sein„, und fragt sich: „Wir Griechen suchen ein Krankenhaus in Belgien auf und zahlen eine Gebühr von 20 Euro und die Touristen in Griechenland werden nur fünf Euro zahlen?

Weiter betont der Minister, der Staat werde nicht die Behandlungskosten in privaten Kliniken decken, und merkt an, „wenn einem der Staat als erste Wahl das öffentliche Krankenhaus anbietet und der Versicherte sich in eine Privatklinik begeben möchte, dann wird er die Klinik entweder aus eigener Tasche oder mittels seiner privaten Versicherung bezahlen. Der Staat bezahlt nur Eingriffe, die in einem öffentlichen Krankenhaus nicht erfolgen können.

(Quelle: To Pontiki)

Relevante Beiträge:

Ambulante Behandlung in Griechenland auch für Ausländer gebührenpflichtig

17. September 2010 / Aufrufe: 399 Kommentare ausgeschaltet

Die in Griechenland gesetzlich eingeführte Gebühr für ambulante Behandlungen in öffentlichen Krankenhäusern gilt ausnahmslos für alle Patienten, also auch für Ausländer.

Bei einem überraschenden Besuch des Athener Krankenhauses „Tzaneio“ und dem anschließenden Rundgang durch die Ambulanzen bemerkte der griechische Gesundheitsminister Andreas Loverdos, dass die in den öffentlichen Krankenhäusern gesetzlich angeordnete Gebühr für den Besuch einer Ambulanz nur von griechischen Patienten gezahlt, jedoch nicht von Ausländern erhoben wurde. Der Minister beeilte sich daraufhin klarzustellen, dass die Ambulanzgebühr grundsätzlich von allen Patienten (sprich auch Ausländern) zu zahlen sei und kündigte an, die seiner Ansicht nach offensichtlich nicht korrekt interpretierte gesetzliche Bestimmung umgehend in einem entsprechenden Runderlass an die Krankenhäuser zu ergänzen.

Es sei angemerkt, dass die obligatorische Entrichtung einer „Ambulanzgebühr“ erst neulich im Rahmen der Bemühungen um die wirtschaftliche Sanierung der öffentlichen bzw. staatlichen Krankenhäuser beschlossen wurde. Seit dem Inkraftreten der entsprechenden gesetzlichen Verordnung ist somit für jeden Besuch einer ambulanten Krankenhaus-Praxis eine Gebühr in Höhe von derzeit 3 Euro zu entrichten. Es erscheint allerdings fraglich, ob und wie lange es bei diesem Betrag bleiben wird, da anfänglich auch erheblich höhere Gebühren zur Rede standen.