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Archiv für die Kategorie ‘Rechtswesen’

Wenn man in Griechenland … Schulden erbt

27. April 2019 / Aufrufe: 3 Keine Kommentare

Welche Möglichkeiten in Griechenland bestehen, Erbschaften auszuschlagen, die man sich nicht leisten kann oder unter dem Strich gar nur aus Schulden bestehen.

Es gab Zeiten, in denen in Griechenland … die Erbschaft des Onkels aus Amerika angefangen vom Objekt frommer Wünsche bis hin zum Gegenstand klassischer griechischer Filme wurde. In den letzten Jahren ist dagegen nicht nur der Nachlass des Erbonkels in Amerika, sondern in den meisten Fällen sogar auch der Onkel in Griechenland unerträglich – sprich ein Schmerz, der die Erben zur Ausschlagung nicht nur ihrer Haftung, sondern auch signifikanter Vermögenswerte führt.

Abgesehen von der in vielen dieser Fälle einhergehenden hohen Erbschaftssteuer, aber auch den hohen Kosten des Besitzes der ererbten Vermögenswerte, umfasst eine dritte (große) Kategorie jene Erblasser, die zum Zeitpunkt ihres Todes auch viele Schulden hinterließen. Welche Möglichkeiten gibt das Gesetz?
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Erben wurde in Griechenland zum Albtraum

10. April 2019 / Aufrufe: 705 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland stieg in den Jahren der Krise die Anzahl der Ausschlagungen von Erbschaften um über 400 Prozent an.

Die Aussicht auf Annahme oder Ausschlagung einer Erbschaft ist in Griechenland für zehntausende Bürger zum Albtraum geworden! Nichtsahnende Steuerpflichtige – sogar auch minderjährige Kinder – sind zu entscheiden aufgefordert, ob sie eine Immobilie oder einen anderen Vermögenswert zu erben und die steuerliche Last der Annahme und ihrer Handhabung auf sich zu nehmen akzeptieren.

Zwischen 2013 und 2018 nahmen die Erbausschlagungen um 413% zu und konkret tangierte ihre Anzahl im Jahr 2018 rund 150.000, wogegen im Jahr 2013 die Ausschlagungen 30.000 nicht überstiegen.
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Ohne Justiz im … „wüsten“ Griechenland

9. April 2019 / Aufrufe: 326 Kommentare ausgeschaltet

Das Unvermögen der Bürger, Justitia anzurufen, ist eine besonders beunruhigende Tatsache für den Kurs Griechenlands.

Sollte es sich bestätigen, wird es sich um die dramatischste, traurigste Nachricht handeln, die sich auf die Justiz und ihr Verhältnis zu der Gesellschaft in unserem Heimatland bezieht.

Laut einer sich bereits beim Justizministerium befindlichen Untersuchung vermögen in Griechenland 70% der Bürger die Justiz wegen ihrer Kosten nicht anzurufen, während sich von der Gesamtheit der Fälle, die in den letzten fünf Jahren schließlich bei den Gerichten angelangen, 70% auf Differenzen von Bürgern mit dem griechischen Staat und den Banken und gerade einmal nur 30% auf Differenzen zwischen Privatleuten beziehen.
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Griechenlands Gerichtssystem lähmt Business

4. März 2019 / Aufrufe: 315 Kommentare ausgeschaltet

Das Gerichtssystem in Griechenland stellt einen Hemmschuh bei den Investitionen, für das Unternehmertum, aber auch im Alltag der Bürger dar.

Eine Untersuchung des Instituts für Forschung und Politik „diaNEOsis“ zeigt, dass in Griechenland für die Lösung eines simplen Rechtsstreits im Durchschnitt 4,5 Jahre nötig sind.

Laut der besagten Studie, an der sieben Justizdiener mitarbeiteten, die einen detaillierten und analytischen Vorschlag für eine radikale Neugestaltung des Gerichtssystems in Griechenland präsentieren, stellen die Probleme des griechischen Gerichtssystems einen Hemmschuh bei den Investitionen, im Unternehmertum, aber auch im Alltag der Bürger dar.
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Verurteilung Griechenlands wegen Scharia!

23. Dezember 2018 / Aufrufe: 629 1 Kommentar

Der EGMR verurteilte Griechenland einstimmig wegen der zwangsweisen Anwendung islamischen Erbrechts auf Mitglieder der muslimischen Minderheit Thrakiens.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gab einer muslimischen Witwe griechischer Staatsangehörigkeit in Thrakien / Griechenland Recht, die verlangte, dass für ihre Erbschaft das griechische Recht gilt.

Die Verurteilung Griechenlands von dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), der einstimmig das Recht der thrakischen Minderheit angehörender griechischer Bürger muslimischen Bekenntnisses anerkannte, den gemeinen Gerichten und nicht dem religiösen Gesetz des Islams unterstellt zu werden, rief prompt Reaktionen hervor.
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Ehemaliger „Wirtschaftszar“ Griechenlands sitz im Knast

27. Oktober 2018 / Aufrufe: 592 Kommentare ausgeschaltet

Giannos Papantoniou und Stavroula Kourakou: Die Ehe, das Vermögen, die Villen in Kifisia und auf Syros, die Schweiz und … der Korydallos.

Auf Beschluss des zuständigen Staatsanwalts wurden in Griechenland am 24 Oktober 2018 der ehemalige Wirtschafts- Und Verteidigungsminister Giannos Papantoniou sowie auch seine Ehefrau Stavroula Kourakou in die Gefängnisanlagen Korydallos eingewiesen.

Die beiden Eheleute wurden am späten Abend des 23 Oktobers 2018 wegen der Beschuldigung der Legalisierung illegaler Einkommen in Untersuchungshaft genommen, verbrachten die Nacht in den Überführungszellen der Generalpolizeidirektion Attikas (GADA) und wurden am nächsten Tag entsprechend in die nach Geschlecht separierten Flügel der Gefängnisanlagen Korydallos eingewiesen.
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U-Haft für ehemaligen Verteidigungsminister Griechenlands

25. Oktober 2018 / Aktualisiert: 25. Oktober 2018 / Aufrufe: 379 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurden der ehemalige Verteidigungsminister Giannos Papantoniou und seine Ehefrau Stavroula Kourakou in Untersuchungshaft genommen.

Nach ihrer viele Stunden dauernden Aussage vor den Korruptions-Untersuchungsrichtern bezüglich der Legalisierung illegaler Zahlungen, die der ehemalige Verteidigungsminister Giannos Papantoniou erhalten haben soll, traten er und seine Ehefrau Stavroula Kourakou den Weg ins Gefängnis an.

Nach dem stundenlangen Prozedere wurden die beiden Eheleute auf einstimmigen Beschluss des Staatsanwalts und der Untersuchungsrichter wegen der Beschuldigung der Legalisierung rechtswidriger Einkommen in Höhe von 2,8 Mio. Schweizer Franken, die Herr Papakonstantinou während der Ausübung seiner Aufgaben im Jahr 2003 als „Geschenk“ erhalten haben soll, in Untersuchungshaft genommen.
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Griechenland: Obligatorische Mediation ist verfassungswidrig

1. Juli 2018 / Aufrufe: 256 Kommentare ausgeschaltet

Der Oberste Gerichtshof Griechenlands befand mit seinem Gutachten die in zivilen Differenzen gesetzlich vorgesehene obligatorische Mediation für verfassungswidrig.

Griechenlands Oberster Gerichtshof (Areopag) befand mit 21 gegen 18 Stimmen das Gesetz über die obligatorische private Mediation („Lex Kontonis“) für verfassungswidrig, da es das Recht der Bürger auf Zugang zur Justiz beeinträchtigt.

Konkret befand das Verwaltungs-Plenum des Areopags den Artikel 182 des Gesetzes 4512/2018, der vorsieht, dass zivilrechtliche Differenzen vorab obligatorisch einer Mediation unterzogen werden müssen, für verfassungswidrig.
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Anwälte dürfen in Griechenland Versicherte ohne schriftliche Vollmacht vertreten

30. Juni 2018 / Aufrufe: 297 Kommentare ausgeschaltet

Rechtsanwälte können in Griechenland für ihre Klienten von dem Versicherungsträger EFKA auch ohne schriftliche Ermächtigung oder Vollmacht Unterlagen in Empfang nehmen.

Die nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegebene Ergänzung zu dem von dem sogenannten „Einheitlichen Träger für Sozialversicherungen“ (EFKA) in Griechenland bereits am 11 Mai 2018 ergangenen Runderlass bezüglich der Vertretung dürfte auch für viele im Ausland lebende Betroffene / Versicherte interessant sein.

An den Runderlass 23/2018 des EFKA anknüpfend wird anlässlich bei dem Träger in Zusammenhang mit der Vertretung der Bürger bei seinen Verwaltungsstellen geäußerter Fragen bekannt gemacht, das sich im Fall, wo bei den Dienststellen anstatt des Interessenten ein Rechtsanwalt vorstellig wird, unsere Anweisungen folgendermaßen gestalten:
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Griechenland: 6 Monate Gefängnis für ein Smiley

22. Mai 2018 / Aufrufe: 823 Kommentare ausgeschaltet

Ein Urteil des Landgerichts Volos in Griechenland schafft neue Gegebenheiten in den sogenannten sozialen Netzwerken.

In Griechenland verurteilte die Einzelrichterkammer des Landgerichts Volos einen Einwohner der Stadt wegen der Verwendung eines lachenden Emoticons (Smiley) zu einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten.

Der Fall betrifft einen Einwohner der griechischen Stadt Volos, zu dessen Lasten eine in der selben Stadt ansässige Gewerbetreibende – ihn verleumdender Nachrede bezichtigend  – zu Sicherungsmaßnahmen geschritten war. Auf Beschluss der Einzelrichterkammer des Landgerichts Volos wurde dem besagten Einwohner der Stadt untersagt, sich direkt oder indirekt auf die konkrete Gewerbetreibende zu beziehen.
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