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Archiv für die Kategorie ‘Gesundheitswesen’

Ratten im Gesundheitssystem in Griechenland

16. März 2013 / Aufrufe: 1.411 Kommentare ausgeschaltet

Während die von der Troika aufgezwungenen Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem in Griechenland Todesopfer fordern, verdienen sich Spekulanten weiterhin goldene Nasen.

Das Gesundheitsministerium zügelt seine Ausgaben. Bei der unkontrollierten Verschwendung wird das Messer angesetzt.“ Das griechische Gesundheitsministerium gab nach Beendigung des Besuchs „des Vertreters (sic) der Gläubiger“ eine Pressemitteilung aus, in der nachstehende Erklärung des Gesundheitsministers Andreas Lykourentzos angeführt wurde:

Die Reformen auf dem Sektor der Gesundheit stärken die Seriosität des Landes und führen zur Erreichung der im Rahmen der Kreditvereinbarung gesetzten Ziele. Die Folgen der wirtschaftlichen Krise stellen die Belastungsfähigkeit des nationalen Gesundheitssystems auf die Probe. Wir begegnen der erhöhten Nachfrage nach Gesundheitsleistungen trotz der ungünstigen volkswirtschaftlichen Umstände mit Verantwortlichkeit und Vollständigkeit. Wir befinden uns auf dem rechten Weg und machen mit Entschlossenheit weiter.

Schauen wir uns also einmal den rechten Weg, den der Minister mit Entschlossenheit fortsetzt, anhand des Beispiels des Krankenhauses „Papageorgiou“ in Thessaloniki an.
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Krebskranke in Griechenland sind verzweifelt

10. März 2013 / Aktualisiert: 27. Januar 2019 / Aufrufe: 2.490 4 Kommentare

Infolge der radikalen Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem in Griechenland müssen immer mehr Krebspatienten ihre Therapie aus eigener Tasche bezahlen oder abbrechen.

Wir sind verzweifelt, wir sterben … Was der Krebs nicht schafft, bringt der Staat fertig …

Wenn Du diese Phrasen hörst, die mit der Stimme der Verzweiflung von Menschen ertönen, die jeden Tag einen Kampf um ihr Leben liefern, fühlst Du mehr Zorn und Ärger als Trauer. Und dies, weil gegenüber einem unsichtbaren Feind, den das selbige Gesundheitssystem schafft, der Krebs sehr klein erscheint.

Dies betonten die Vorsitzenden der Liga der Krebskranken Griechenlands (OKE), Persefoni Mitta, und des Verbands Krebskranker – Freiwilliger – Freunde – Ärzte, Zoi Grammatoglou.
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Griechenland soll Medikamenten-Verkauf in Supermärkten gestatten

8. März 2013 / Aufrufe: 402 Kommentare ausgeschaltet

Die Troika fordert von Griechenland die Freigabe des Verkaufs nicht erstattungsfähiger Medikamente in Supermärkten, was jedoch die Apotheker als Casus Belli erachten.

Informationen zufolge soll der Vertreter des IWF in der Troika, Poul Thomsen, von dem griechischen Gesundheitsminister Andreas Lykourentzos bei einem Treffen am 07 März 2013 die Liberalisierung des Vertriebs der rezeptfreien bzw. nicht erstattungsfähigen Medikamente und deren Verkauf durch die Supermärkte gefordert haben.

Es geht um Medikamente wie beispielsweise Schmerzmittel und Hustensäfte, die entweder einfach nur vom Arzt empfohlen oder auf ärztliches Rezept ausgegeben, jedoch auf keinen Fall von den Kassen erstattet werden.

Das Gesundheitsministerium lehnte die Forderung der Troika auf die Freigabe des Verkaufs dieser Medikamente in Supermärkten ab. Es stellt sich allerdings die Frage, was geschehen wird, wenn die Vertreter der Gläubiger bezüglich der Supermärkte nachgeben und den Verkauf der Medikamente gemäß dem Vorbild anderer europäischer Länder durch andere Stellen verlangen werden.

Für die Apotheker stellt jedenfalls die Möglichkeit des Verkaufs der in Rede stehenden Medikamente außerhalb der Apotheken einen Casus Belli dar und wird erwartungsgemäß eine neue Runde harter Konfrontationen mit der Regierung zünden.

(Quelle: Voria.gr)

Sabotage im Krankenhaus der Insel Limnos in Griechenland

7. März 2013 / Aufrufe: 328 Kommentare ausgeschaltet

Der Computer-Tomograph des Krankenhauses der Insel Limnos in Griechenland scheint zugunsten privater finanzieller Interessen vorsätzlich zerstört worden zu sein.

Vernichtend ist der Ergebnisbericht der internen Untersuchung, der dem Staatsanwalt des Landgerichts Mytilini über die Defekte eingereicht wurde, die an dem Computer-Tomographen des staatlichen Krankenhauses der Insel-Hauptstadt Myrina auf Limnos (Lemnos) auftraten.

Laut dem Bericht waren die Schäden an dem Tomographen nicht nutzungsbedingt, sondern durch Sabotage verursacht worden. Das selbe Untersuchungsergebnis geht ausführlich auf die Gründe dieser Sabotage ein, die sich auf einen anderen privaten Magnet-Tomograph beziehen, der auf der Insel Limnos betrieben wird.
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Krankenhaus Papageorgiou in Griechenland ist zahlungsunfähig

2. März 2013 / Aufrufe: 1.663 11 Kommentare

Das öffentliche Krankenhaus Papageorgiou in Thessaloniki in Griechenland kann infolge immenser Schulden der Kassen weder sein Personal noch seine Lieferanten bezahlen.

Die Verwaltung eines der größten öffentlichen Krankenhäuser in Griechenland – konkret geht es um das Allgemeine Krankenhaus Papageorgiou in Thessaloniki – erklärt sich außer Stande, die Löhne und Gehälter seiner 1.450 Bediensteten zu zahlen, da die gesetzlichen Krankenkassen seit zwei Jahren ihre Verbindlichkeiten für Behandlungskosten nicht mehr begleichen und die staatlichen Zuschüsse nur noch 60% der Lohnkosten decken.

Wie der Leiter des Krankenhauses Papageorgiou, Georgios Christopoulos, gegenüber der Athener Nachrichtenagentur betont, macht die wirtschaftliche Sackgasse, in der sich das Krankenhaus befindet, seinen Betrieb problematisch.
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Herzpatient verstarb hilflos im Krankenhaus Preveza in Griechenland

24. Februar 2013 / Aufrufe: 952 Kommentare ausgeschaltet

Im öffentlichen Krankenhaus von Preveza in Griechenland verstarb ein Patient, da sich kein Kardiochirurg fand, um ihn zu operieren.

Am Freitagabend (22 Februar 2013) meldete eine Person des Schichtpersonals des Allgemeinen Krankenhauses Preveza (GNP), dass von Seite des GNP verzweifelte Versuche erfolgten, einen 61-jährigen Patienten in ein anderes Krankenhaus zu bringen, da er umgehend in einer kardiochirurgischen Spezialabteilung operiert werden musste.

Letztendlich fand sich kein Krankenhaus, das das Krankenhaus in Ioannina keinen Bereitschaftsdienst hatte und im Ippokratio-Krankenhaus zu der Zeit einem anderen Fall zu begegnen war. Der aus dem Ort Kanalaki stammende und sich in der chirurgischen Klinik des GNP in Behandlung befindende 61-jährige Mann verstarb schließlich am Samstagmorgen (23 Februar 2013) an Herzversagen.

PS an Frau Gennimata (= PASOK-Pressesprecherin): Gestern erklärten Sie in Preveza, auf das Werk der PASOK-Partei stolz zu sein. Bitteschön, das ist Ihr Werk …

(Quelle: PrevezaBest.gr)

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Ärzte in Griechenland wegen Bestechung und Steuerhinterziehung verhaftet

22. Februar 2013 / Aktualisiert: 31. März 2018 / Aufrufe: 1.340 3 Kommentare

In Griechenland wurden erneut Ärzte wegen der Entgegennahme eines sogenannten Fakelaki – sprich passiver Bestechung – und Steuerhinterziehung verhaftet.

Von der Wirtschaftspolizei und dem Dezernat für interne Angelegenheiten Nordgriechenland wurden zwei Ärzte in Athen und einer nordgriechischen Stadt wegen Steuerhinterziehung und Verletzung der Steuergesetzgebung sowie auch wegen Entgegennahme sogenannter „Fakelaki“ (Plural: Fakelakia, Synonym für Umschlag mit Geld, Schmiergeld) festgenommen.

Wie die griechische Polizei (ELAS) bekannt gab, wurde im ersten Fall am Dienstagmorgen (19 Februar 2013) ein 60-jähriger Chirurg und Arzt einer privaten Therapieeinrichtung, der auch eine Praxis in Athen betreibt, nach einer über die spezielle Rufnummer 11012 erfolgte Anzeige verhaftet, wonach er einen Patienten operiert und dafür Geld erhalten hatte, ohne jedoch eine entsprechende Quittung über den gesamten Betrag seines Honorars auszustellen.
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Der vergessene Holländer in Griechenland ist tot

18. Februar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 1.262 4 Kommentare

Der Anfang 2013 in das Krankenhaus von Kos in Griechenland eingelieferte Holländer, für dessen Rückführung nach Holland niemand aufkommen wollte, ist verstorben.

Die Geschichte des in dem Krankenhaus der Insel kos „vergessenen“ 67-jährigen Holländers Gerard Van der Steenhoven nahm ein tragisches Ende. Der Mensch verstarb am vergangenen Freitag (15 Februar 2013), da sich trotz der permanenten Apelle des Krankenhauses und der holländischen Community an die zuständigen Behörden, aber auch an seine Verwandten, niemand wirklich für ihn interessierte.

Zougla.gr kommunizierte mit dem Chirurgen Achilleas Agapopoulos, der behandelnder Arzt des alten Manns war und betonte, dass dessen Zustand sich in der letzten Zeit dramatisch verschlimmert hatte und er sich wegen seines schlechten psychologischen Zustands weigerte, irgend etwas zu essen oder zu trinken.
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Ärzte in Griechenland verloren bis zu 64 Prozent ihrer Bezüge

16. Februar 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 1.778 10 Kommentare

Im Rahmen der drastischen Kürzungen auf dem Gesundheitssektor in Griechenland haben die Ärzte in zwei Jahren bis zu 64 Prozent ihrer Bezüge verloren.

Die Krankenhausärzte des öffentlichen Gesundheitssystem (ESY) in Griechenland haben in den beiden letzten Jahren bei ihren Gesamtbezügen einen „Schnitt“ von 26% bis zu 64% erlitten. Ein Beleg ist, dass sich „am Ende der Fahnenstange“ Gehälter in Höhe von jährlich 36.825 Euro (brutto) befinden, während das niedrigste Ärztegehalt inzwischen nur noch gerade einmal jährlich 16.275 Euro (brutto) erreicht.

Laut einer Studie des Verbands der Krankenhausärzte von Athen – Piräus (EINAP) ist heute das Jahreseinkommen aus Gehältern für die Ärzte des ESY im Vergleich zu 2010 analog zum Rang von 26% bis 34,2% gesunken, während die Bruttovergütungen des aktiven Bereitschaftsdienstes sogar von 40% bis zu 64% gesenkt worden sind.
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Illegaler Export von Medikamenten aus Griechenland nach Deutschland

9. Februar 2013 / Aktualisiert: 07. Juli 2013 / Aufrufe: 1.288 3 Kommentare

Die Fahnder der Wirtschaftspolizei in Griechenland haben einen Ring aufgedeckt, der illegal Medikamente von Griechenland nach Deutschland exportierte.

Die Sondereinheit für Wirtschaftsverbrechen (SDOE) der griechischen Polizei machte auf der Peloponnes einen Ring aus, der Medikamente illegal aus Griechenland nach Deutschland exportierte und in den 16 Apotheken verwickelt zu sein scheinen.

Wie sich aus den Kontrollen der SDOE ergab, wurden unter Mitwirkung der Apotheken bei einer Pharma-Großhandelsfirma Lagerbestände gebildet, um diese im weiteren Verlauf entweder direkt oder über Zypern nach Deutschland zu entsenden – zu exportieren.

Die Sache wurde auch dem griechischen Gesundheitsministerium gemeldet, damit es seine eigene Untersuchung durchführt.

(Quelle: Skai.gr)

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