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Archiv für die Kategorie ‘Gesundheitswesen’

Griechenland holt private Versicherer ins Gesundheitssystem

13. November 2013 / Aktualisiert: 19. Mai 2018 / Aufrufe: 379 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland sollen private Versicherer mittels einschlägiger Kooperationen Zugang zu Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitssystems erhalten.

Auf der Konferenz „The Future of Insurance in Greece“ gab Gesundheitsminister Adonis Georgiadis seinen Beschluss bezüglich des Abschlusses von Kooperationen zwischen dem Gesundheitsministerium und privaten Versicherungsgesellschaften bekannt. Gleichzeitig kündigte er die Vorlage einer einschlägigen gesetzlichen Novelle zur Aufnahme von Nachmittags-OPs in den öffentlichen Krankenhäuser an.

Laut dem Minister wird dies positiv zur Vermarktung der Versicherungspakete der Versicherungsgesellschaften beitragen und die Versicherten werden von der zusätzlichen Kapazität profitieren, die sich auf dem Markt ergeben wird.
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Operationen in Griechenland auch nachmittags, aber gegen Bezahlung!

12. November 2013 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.039 8 Kommentare

In den öffentlichen Krankenhäusern in Griechenland sollen zukünftig auch nachmittags Operationen durchgeführt werden können – allerdings gegen Bezahlung.

Mit dem Ziel, die (nicht zuletzt infolge der von der Troika verlangten radikalen Eisparungen ständig wachsenden …) endlosen Wartelisten für reguläre Operationstermine im Nationalen Gesundheitssystem ESY zu entlasten, plant die griechische Regierung, die Operationssäle der öffentlichen Krankenhäuser auch nachmittags zu öffnen.

Wie bereits bei den sogenannten „Nachmittagspraxen“ in den Ambulanzen der öffentlichen Krankenhäuser werden laut einer Reportage der Zeitung „Kathimerini tis Kyriakis“ allerdings auch die nachmittags (sprich außerhalb der regulären Dienstzeiten) erfolgenden operativen Eingriffe einen konkreten Preis haben.
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Dramatische Zustände im Gesundheitswesen in Griechenland

10. November 2013 / Aktualisiert: 27. August 2015 / Aufrufe: 1.987 2 Kommentare

Fotos zeigen in dem größten Krankenhaus in Griechenland wie Vieh zusammengepferchte Patienten, während der Gesundheitsminister behauptet, alles sei in Ordnung.

Die Enthüllungen über die Behandlungsumstände in dem größten Krankenhaus des Griechenlands, dem „Evangelismos“ in Athen, nehmen kein Ende. Gesundheitsminister Adonis Georgiadis mag die Fachärzte – welche die Enthüllungen in Gang setzten – beschuldigen, das Nationale Gesundheitssystem (ESY) zu verleumden, die neuen Foto-Dokumente zeigen jedoch erneut die tragische drittweltliche Realität. Aufzeigend ist das neue Bild, das Fachpersonal des Krankenhauses aufnahmen und 8 Patienten in einem Krankenzimmer des 8. Stocks der 5. pathologischen Klinik am Sonntagmorgen (03.11.2013) zeigt.

Reaktion auf Immobiliensteuer-Bescheid für Spielhaus in Griechenland
Krankenzimmer der Pathologischen Klinik im Krankenhaus „Evangelismos“, 03.11.2013
Quelle: Verband der Fachärzte des Allgemeinen Krankenhauses „Evangelismos“


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Schulfrei für Blutspender in Griechenland

7. November 2013 / Aufrufe: 256 Kommentare ausgeschaltet

Schüler in Griechenland, die einem Blutspende-Aufruf Folge leisten, dürfen je nach Anlass einen oder zwei Tage entschuldigt dem Unterricht fernbleiben.

Um Schüler zur Beteiligung an Blutspenden zu motivieren, gewährt ihnen das griechische Bildungsministerium bis zu zwei Tage Schulfrei. Der von dem Staatsekretär im Bildungsministerium, Symeon Kedikoglou, unterzeichnete Beschluss gibt Schülern, die Blut für einen Patienten aus dem Umfeld ihrer Verwandtschaft spenden, am Tag der Blutspende dem Unterricht fern zu bleiben.

Wenn die Schüler dagegen aus eigener Initiative Blut in einem Blutspende-Zentrum spenden oder dem Aufruf einer zuständigen Behörde zur Deckung eines Notfalls folgen oder sich an einer organisierten Blutspendenaktion beteiligen, erhöht sich die „Prämie“ auf zwei schulfreie Tage, da die Schüler in einem solchen Fall berechtigt sind, auch am Folgetag dem Unterricht fernzubleiben.

Natürlich ist anzumerken, dass nur Schüler, die das 17. Lebensjahr vollendet haben, und nur mit schriftlicher Zustimmung ihrer Eltern / Erziehungsberechtigten Blutspender werden können.

(Quelle: Zougla.gr)

Griechenland erhöht Selbstbeteiligung für Medikamente

23. Oktober 2013 / Aufrufe: 691 3 Kommentare

Kassenpatienten in Griechenland müssen fortan die Preisdifferenz zwischen originalen Medikamenten und Generika in voller Höhe selbst tragen.

Seit Montag (21 Oktober 2013) müssen die Versicherten des griechischen Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) die Differenz zwischen den (von dem Gesundheitsministerium festgesetzten) Referenzpreisen und den realen Einzelhandelspreis für verschriebene Medikamente vollständig aus der eigenen Tasche bezahlen, wenn sie sich für originale oder teurere Präparate entscheiden.

Bisher entrichteten die Versicherten im Regelfall eine Selbstbeteiligung in Höhe von 25%, wenn der Einzelhandelspreis des Medikaments der Höhe des Referenzpreises entsprach. Wählten sie jedoch ein teureres Medikament, hatten sie dann die reguläre Selbstbeteiligung von 25% plus 50% der Differenz zwischen Referenz- und Einzelhandelspreis zu zahlen.
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25 Euro Krankenhausgebühr in Griechenland

24. September 2013 / Aufrufe: 628 Kommentare ausgeschaltet

Auf Druck der Troika muss Griechenland ab 2014 die bereits 2012 im Memorandum festgeschriebene Krankenhausgebühr in Höhe von 25 erheben.

Der griechische Gesundheitsminister Adonis Georgiadis revidierte erneut seine Position und gab bekannt, dass die Patienten im öffentlichen Gesundheitssystem ab dem 01 Januar 2014 schließlich doch für jede Einweisung in ein Krankenhaus eine Aufnahmegebühr in Höhe von 25 Euro entrichten müssen.

Es sei angemerkt, dass Adonis Georgiadis erst neulich erklärt hatte, die neue Abzocke werde vermieden werden können, wenn die wirtschaftlichen Zielvorgaben erreicht werden. Um die bittere Pille zu vergolden, erklärte der Minister jedenfalls, die Einnahmen aus der neuen Gebühr werden zu Gunsten nicht versicherter Patienten verwendet werden.
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Griechenland führt "Clinical Audit" ein

19. Juli 2013 / Aktualisiert: 30. September 2017 / Aufrufe: 1.990 2 Kommentare

Eingriffe und Behandlungen in den öffentlichen Krankenhäusern in Griechenland werden zukünftig vorab von privaten Kontrollärzten genehmigt werden müssen.

Der neue griechische Gesundheitsminister Adonis Georgiadis gab am vergangen Montag (15 Juli 2013) einen ersten Vorgeschmack der Reformen, die er auf dem Gesundheitsbereich vorantreibt, um nicht zuletzt die Forderungen der Troika zu befriedigen. In der Morgensendung des TV-Kanals MEGA merkte er an, dass der Staat private Firmen damit beauftragen werde, die Notwendigkeit der Eingriffe und die richtige Therapie für gesetzlich versicherte Patienten in den öffentlichen Krankenhäusern zu prüfen.

Wie der Minister erklärte, wird diese Überprüfungen nach den Normen der privaten Versicherungsgesellschaften erfolgen, die zuerst kontrollieren und dann die Versicherten für die Eingriffe, Behandlungen usw. entschädigen.
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Rezeptfreie Medikamente in Griechenland per Internet

17. Juli 2013 / Aufrufe: 1.858 Kommentare ausgeschaltet

Apotheker in Griechenland sollen nicht verschreibungspflichtige Medikamente zukünftig auch per Internet vertreiben dürfen.

Wie am vergangenen Dienstag (16 Juli 2013) der neue griechische Gesundheitsminister Adonis Georgiadis im Parlament berichtete, soll mit einem innerhalb der kommenden drei Monate ergehenden Ministerialbeschluss den (in Griechenland) zugelassenen Apothekern gestattet werden, nicht verschreibungspflichtige Medikamente auch per Internet vertreiben zu dürfen.

Der Minister erklärte, diese Änderung gegenüber dem anfänglich mit dem Gesetzentwurf vorgesehenen völligen Verbot des Vertriebs rezeptfreier Medikamente außerhalb der Apotheken habe sich ergeben, da Griechenland bereits eine Europäische Verordnung in seine Gesetzgebung aufgenommen habe, die den in Rede stehenden Vertrieb (Stichwort: Internet-Apotheke) gestattet.

(Quelle: in.gr)

Verhaftung illegaler Krankenbetreuer in Griechenland

23. Juni 2013 / Aufrufe: 640 1 Kommentar

In Griechenland wurden bei einer Razzia in einem zentralen Athener Krankenhaus 16 illegale ausländische Krankenbetreuerinnen verhaftet. 

Bei einer Razzia der Dienststelle der Wirtschaftspolizei und des Dezernats für Cyber-Kriminalität in einem Krankenhaus in Athen wurden 16 ausländische Frauen verhaftet, die als exklusive Krankenbetreuerinnen tätig waren, ohne über das erforderliche Abschlusszeugnis einer Schwesternschule und die Genehmigung der zuständigen Behörde zur Berufsausübung zu verfügen.

Im Rahmen der einschlägigen Überprüfung wurden auch Fälle der Steuerhinterziehung, der nicht versicherten Beschäftigung und des illegalen Aufenthalts in Griechenland festgestellt.
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Troika stellt Griechenland Ultimatum wegen Defizit im Gesundheitssystem

20. Juni 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 2.231 9 Kommentare

Die Troika stellte Griechenland ein Ultimatum, Maßnahmen zur Einschränkung der Defizite im öffentlichen Gesundheitssystem zu ergreifen.

Die Troika gab dem griechischen Gesundheitsministerium eine Frist von zwei Wochen, um umgehend eine Lösung zu finden, den kontinuierlich anschwellenden Defiziten des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) zu begegnen. Es wird erwartet, dass die Leistungen des Trägers an die Versicherten mit dem Ziel „unter das Mikroskop“ genommen werden, die Aufwendungen für diagnostische Untersuchungen, Krankenhausbehandlungen und sonstige Gesundheitsleistungen zu reduzieren.

Wie die Zeitung „Ta Nea“ berichtet, brachten die Leiter der Troika dem Gesundheitsminister bei ihrer Begegnung am Montag ihr heftiges Missfallen zum Ausdruck und stellen fortan offen die Tragfähigkeit des EOPYY in Frage.
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